52. Tag, Wedel – Holm – Wedel – Uetersen

52. Tag, Dienstag, 9. Juli 2019 

Heute hat unser Enkel Silvan Geburtstag. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH

Der Tag heute ist ähnlich verregnet wie gestern. Erst nachmittags wird es langsam trocken.

Eine unserer Halogenscheinwerfer braucht ein neues Leuchtmittel. Die Fiat Professional Garage, die wir unterwegs einmal angesteuert hatten, erklärte uns, dass dies eine LMC-Lampe ist, für die Fiat keinen Ersatz führt. 

Im Internet finden wir heute einen Wohnmobilhändler in Holm, ganz in der Nähe. Nach telefonischer Anfrage glaubt man, uns helfen zu können. Also fahren wir dort hin. 

Wir müssen einige Zeit warten bis die Kunden vor uns abgefertigt sind. Es ist ein kleiner Betrieb, aber wir erfahren hier eine sehr freundliche und hilfsbereite Bedienung. Ein Mitarbeiter baute uns das neue Leuchtmittel sogar noch kostenlos ein. Michael weiß nun auch, wie so etwas ausgetauscht werden kann. Ab heute haben wir auch einen Ersatz an Bord.

Natürlich regnet es just in dem Moment wieder, als wir an der Reihe sind. So werden der Mechaniker und Michael ziemlich nass. 

Wir fahren zurück nach Wedel. Obwohl wir den Anblick der mit Reet gedeckten Häuser inzwischen gewöhnt sind, ist dies immer noch etwas Spezielles für uns. 

Nach dem Mittagessen wagen wir einen Spaziergang in die Stadt. Wir bummeln durch die hübsch angelegte Einkaufsstrasse. Wir brauchen aber nichts und kaufen auch nichts was wir nicht brauchen, was nicht selbstverständlich ist. 

Der Roland, das Wahrzeichen der Stadt Wedel.

Zurück auf dem Stellplatz fahren wir mit dem Mobi noch einmal an die Elbe zur Schiffsbegrüssungsstation. 

Die Schiffsbegrüßungsanlage Willkomm-Höft (von niederdeutsch Hööft „Landspitze, -zunge“) ist eine Einrichtung am Fährhaus in Schulau dem südlichen Ortsteil von Wedel an der Unterelbe. Sie wurde von Otto Friedrich Behnke, dem Wirt des Schulauer Fährhauses, am 11. Juni 1952 eingerichtet. 

Diese Wohnungen bieten eine prächtige Aussicht auf die Elbe und sind deswegen wohl auch nur „im gehobenen Preissegment“ zu finden. 

Leider ist hier an der Elbe gerade „tote Hose“. Kein Schiff in Sicht.

So beschliessen wir auf einen Stellplatz nach Uetersen zu fahren. Der liegt laut Beschreibung am alten Hafen, was bei uns immer gut ankommt. 

Unterwegs kommen wir am „Reepschlägerhaus“ vorbei. Dahinter steckt eine interessante Geschichte, zumal es hier um eine Familie Warncke geht. (Renates Vorfahren heissen auch Warncke, stammen aber aus Mecklenburg). 

Das Reepschlägerhaus in Wedel, erbaut 1758 als Handwerkerhaus für Seiler, die Taue für Großsegler herstellten, wurde bis 1964 seiner Bestimmung gemäß genutzt. Die letzten Bewohner, die Brüder Carl und Louis Warncke, konnten von ihrem Beruf als Reepschläger kaum noch leben. Mit dem Tod von L. Warncke 1964 endete die Ära der Reepschlägerei.

Hier gibt es noch mehr Informationen.

Als wir um 17:30 beim Hafen eintreffen, liegen die Boote im Schlick. 

Um 21:00 haben sie schon wieder Wasser unter dem Kiel. Am besten erkennt man den Unterschied am Gefälle des Schwimmsteges.

 Um 22:00 ist aber immer noch nicht Hochwasser-Stand.

Der Frachthafen um 17:30 Uhr

Der Frachthafen um 21:00 Uhr und das Wasser steigt immer noch.

Der Frachthafen um 22:00 Uhr und noch immer nicht Hochwasser. Bemerkenswert für alle im Süden: So hell ist es noch hier im Norden.

Der Ort bietet aber ansonsten nicht viel Sehenswürdigkeiten. 

Gefahren: 30 km

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