13. Tag, Marktheidenfeld – Mespelbrunn – Leidersbach

13. Tag, Freitag, 31. Mai 2019

Der Main bei Marktheidenfeld

Wir verlassen das Maintal. Auf kleinen Strassen fahren wir in den Spessart.

Wir müssen ein Wildgatter überfahren.

An einem Bächlein entlang über durch die Weiler Einsiedel, Erlenfurt, Lichtenau. Die Strecke ist auch bei Motorradfahrern beliebt.

In der Nähe eines Waldweges halten wir an, um eine Wanderung durch den schönen Wald zu machen. Da sehen wir einen Langholztransporter stehen.

Der Fahrer wartet auf einen Container, in den das Holz verladen werden soll. Wir kommen ins Gespräch und erfahren, dass diese Fichten-Baumstämme nach China exportiert werden.

Vom Borkenkäfer befallene Rinde
Vom Borkenkäfer befallener Stamm

Wegen der Borkenkäfer-Plage müssen viel zu viele Bäume gefällt werden. Weil der einheimische Markt das Holz nicht mehr aufnehmen kann, kommt es zu dieser verrückten Situation. Der Preis ist von 120 auf 40 Euro pro Festmeter gefallen. 

Das Holz wird hier in einen 40-Fuss-Container verladen. In Frankfurt wird er auf die Bahn verladen und in Rotterdam mit einem Containerfrachter verschifft. Vorher kommt der Container noch zur Vernichtung der Borkenkäfer in eine Gaskammer. 

Jeder Baumstamm ist 11.40 m lang und an der Stirnseite mit einer Etikette mit seiner Herkunft und dem Holzmass bezeichnet.

Mit grosser Verspätung kommt endlich der Auflieger mit dem Container.

Baumstämme werden in einen 40-Fuss-Container geladern

Das Beladen geht danach mit einer bewundernswerten Geschicklichkeit mit dem Hydraulikkran sehr schnell. In 20 Minuten sind die 22 Tonnen Holz umgeladen. 

Eine schwangere Eidechse hat sich gerade noch retten können. 

Wir fahren weiter durch die mit Sonnenlicht durchflutete Waldlandschaft zum Wasserschloss Mespelbrunn.

Es ist uns von früher bekannt, jedoch immer wieder ein paar Fotos wert.

Berühmt wurde das Schloss auch durch den Film: „Das Wirtshaus im Spessart“ mit Lieselotte Pulver, der hier beim Schloss und in Miltenberg am Marktplatz gedreht wurde.  

Ganz in der Nähe steht ein nobles Hotel.

Der in Mespelbrunn in unserem Führer ausgewiesene Stellplatz ist ein normaler Parkplatz im Ort. Er ist weder schön, noch ist er eindeutig als Stellplatz signalisiert. 

Wir fahren noch 11 Kilometer weiter durch die wunderbare Landschaft. 

vorbei an einigen Pferden

zu einem Stellplatz in Leidersbach. Der liegt, etwas abseits der Dorfstrasse, schön an einem kleinen Bach, dem Leidersbach. 

Die Satellitenantenne lässt sich sogar nach Süden, an den Bäumen vorbei, ausrichten. So könnten wir hier sogar fernsehen, muss aber nicht sein.

Das Wetter war heute wechselnd bewölkt und warm. In der Sonne sogar schon heiss. Wir müssen uns erst wieder daran gewöhnen. 

Gefahren: 70 km

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