47. Tag, Hochdonn – Wilster – Brokdorf

47. Tag, Donnerstag, 4. Juli 2019 

Heute Morgen war es trüb bei ca. 14°. 

Gestern Abend legte hier noch die AMBIORIX an, ein deutsches Frachtschiff (70m x 8.2m) mit einem holländischen Schiffsführer. Ein cooler Typ, mit dem wir ins Gespräch kamen und der uns gleich zu einem Bier oder einem Glas Wein an Bord einladen wollte. 

Er bringt eine Ladung Kunstdünger aus Gent in Belgien hierher. Eine Woche war er dafür unterwegs und hatte wohl Rede-Nachholbedarf. 

Heute Morgen werden die 162 Tonnen Kunstdünger mit einem Bagger auf Lastwagen geladen. 

Obwohl hier am Kanal immer etwas los ist, wollen wir heute doch wieder einmal weiterziehen.

Hier ganz in der Nähe befindet sich der tiefste Punkt Deutschlands. Klar müssen wir dahin. 

Es ist ein unscheinbarer Parkplatz in der Nähe von Neuendorf in der Wilster Marsch. 

Die tiefste Landstelle liegt 3.54 Meter unter NN. Ohne Elbdeich würde das Wasser bei normalem Hochwasser 5 Meter hoch stehen. 

An einem Pfahl werden die Pegelstände von Flutkatastrophen der letzten Jahrhunderte gezeigt.

Dann steht hier ein sogenannter artesischer Brunnen. Durch den Überdruck des Grundwassers sprudelt hier Wasser heraus.  

Wir tragen uns in das Besucherbuch ein. Eigentlich das Gegenteil eines Gipfelbuches bei uns in der Schweiz. Nur mit weniger Anstrengung verbunden.

Dann besuchen wir Wilster. Aus der Blütezeit des 18. Jahrhunderts stammen die spätbarocke St.-Bartholomäus-Kirche, einige vornehme Bürgerhäuser und das heutige Rathaus, das ehemalig Palais Doos, mit seiner grosszügigen Gartenanlage. 

Den Schlüssel zur Kirchenbesichtigung bekommen wir in der Buchhandlung nebenan. Es ist die Mühe wert. Selten trifft man so eine lichtdurchflutete Kirche an. Ganz anders als der üppige süddeutsche Barock gefällt uns hier dieser späte Barock in seiner Schlichtheit. 

Wir landen auf einem Stellplatz auf dem Lande in der Nähe von Brokdorf.

Trotz der leerstehenden ehemaligen Landwirtschaftshallen ist es hier sehr idyllisch. Reinhard, selbst ein Camper, bietet seinen Gästen viel Platz und alles was es braucht.

Ein überdachter Grillplatz, eine Klönschnackbank und vieles mehr gehören auch dazu. 

Zina, seine junger Schäferhündin, sucht sofort nach Spielkameraden. 

Es stürmt heute wieder sehr und der Wind ist frisch. Obwohl die Sonne scheint, ist es im Freien zum Sitzen nicht sehr angenehm. So halten wir uns eben drinnen auf. 

Gefahren: 30 km

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