Archiv der Kategorie: Frankreich

69. Tag: Camping Veulettes sur Mer – Dieppe, Stellplatz Front de Mer

69. Tag, Donnerstag, 2. August 2018

Geduscht – gefrühstückt – entsorgt – verabschiedet- und weiter geht’s.

Unsere Fahrt führt noch einmal an der Promenade vorbei. Bei Ebbe kommt unterhalb der Kieselsteine sogar etwas Sandstrand hervor.

Die trockenliegenden Felsen sind stark bevölkert. Vermutlich werden Muscheln und anderes essbares Getier gesammelt.

Wir ergänzen unterwegs unsere Vorräte. Erst bei Lélerc und dann bei Lidl, beide liegen am Weg. Bei Lidl ist das Mineralwasser mit Kohlensäure wieder einmal ausverkauft. Das nervt uns schon zum x-ten Mal, obwohl wir heute keinen Umweg fahren mussten.

In Dieppe führt der Weg zum Stellplatz am Sportboothafen vorbei.

Die Bäume sind sehr speziell, nämlich zylindrisch geschnitten.

Der Stellplatz für die Reisemobile liegt vis-a-vis des Anlegers der Fähre nach Newhaven, GB.

Wieder haben wir Glück und ergattern den letzten von 50 Stellplätzen.

Gleich machen wir uns zu einem Rundgang in Dieppe auf.

Es ist eine Hafenstadt mit historischem Hintergrund. Ausser uns laufen auch noch viele andere Touristen durch die Strassen. Die Restaurants sind gut besucht.

Die Kirche Sankt Jakobus wurde vor 800 Jahren gebaut, und das ist ihr anzusehen. Am Sandstein hat der Zahn der Zeit deutliche Spuren hinterlassen.

Wir schauen in den Fischladen. Der hat wohl eine enorme Auswahl, aber auch ebensolche Preise. Das Kilo Kabeljau kostet hier fast doppelt so viel, wie sonst marktüblich ist.

Ein unscheinbarer kleiner Eingang zu einem Antiquariat entpuppt sich als eine weitläufige riesige Fundgrube.

Als wir aus dem Ort zurückkommen, läuft gerade die Fähre aus.

In der Abendsonne spazieren wir noch bis zum Ende der Mole.

Ein gewaltiges Bauwerk, das von vielen Anglern belagert ist.

Frauen können beides gleichzeitig: Angeln und Telefonieren.

Von hier hat man einen wunderbaren Blick auf die Steilküste mit den Kreidefelsen.

Das Wasser ist bald auf seinem Tiefststand.

Als Michael den heutigen Blogbeitrag gerade abschliessen will, kommt Renate noch mit diesen Bildern des Sonnenuntergangs. Da kann Mann nicht nein sagen.

Gefahren: 50 km

67. Tag: Camping Veulettes sur Mer

67. Tag, Dienstag, 31. Juli 2018

Frühmorgens ging noch ein letzter Regenschauer durch, dann wurde es immer sonniger.

Wir entscheiden uns heute noch zu bleiben. Es gibt hier am Ort zwar nichts Besonderes, aber der Platz ist super.

Um 10 Uhr kommt der Bäcker mit einem Verkaufswagen vorbei. Wir erstehen ein Vollkorn-Baguette, – gerade rechtzeitig zum 2. Frühstück.

Mit Lesen vergeht der Tag viel zu schnell und wir müssen uns aufraffen, wenigsten einen Gang am Strand entlang zu unternehmen.

Wunderbare Zirruswolken ziehen über uns hinweg.

Wir laufen den ganzen Boulevard entlang bis zu den Klippen.

Auf dem Rückweg suchen wir nach besonderen Steinen.

Viele haben diese Löcher, ähnlich wie die Feuersteine an der Ostsee, Hühnergott genannt.

Dann sitzen wir lange auf einer „Rentnerbank“ und schauen dem Treiben am Strand und den Seglern zu.

Beim Auswassern entsteht ein ziemliches Gedrängel an der steilen Slip-Rampe.

Am Abend gab es Fleisch vom Grill mit verschiedenen Salaten. Wir sind froh, dass es hier nicht so heiss ist wie in der Schweiz , in Holland und auch Deutschland und Schweden.

Gefahren: 0 km

66. Tag Parking des Falaises bei Veules-les-Roses – Camping Veulettes sur Mer

66. Tag, Montag, 30. Juli 2018

Morgens zeigt sich der Himmel bedeckt und Regenwolken sind in Sicht.

Wir haben für unser heutiges Ziel einen Campingplatz in der Nähe herausgefiltert, der Waschmaschine und Tumbler bietet.

Unterwegs, in St. Valery, kommen wir bei Leclerc, einem Einkaufszentrum vorbei und ergänzen unsere Essensvorräte. Auch GPL-Gas können wir hier wieder nachtanken. Man „verliert“ in diesen grossen Zentren immer sehr viel Zeit.

Kurz vor der Mittagspause checken wir auf dem Camping Municipale in Veulettes sur Mer ein. Die Dame am Empfang ist sehr freundlich. Wir können uns selbst einen passenden Platz aussuchen.

Während wir gerade die erste Waschmaschine füllen, entleert sich eine Gewitterwolke. Da die Dachlüfter beim Mobi einen Spalt offen standen, spritze bei dieser Intensität einiges Regenwasser hinein. Zum Glück nur dort, wo es leicht aufzutrocknen war. Wir hatten vorsorglich Schirme dabei. Im Nu flossen Sturzbäche durch die Zufahrtsstrasse. Ebenso schnell floss das Wasser auch wieder ab.

Die Fahrzeuge stehen erhöht und sicher auf einem festen Plattenboden neben der Wiesenfläche. Die durch Hecken abgeteilten Plätze sind mit ca. 80 m2 recht grosszügig bemessen. Jeder Platz hat einen eigenen Wasseranschluss.

Das hier ist eines der drei Sanitärgebäude, daneben gibt es zwei Felder zum Boule spielen. Ferner gibt es eine Halle mit Tischtennisplatten und einen kleinen Spielplatz für die Kinder.

Etwa 400 Meter sind es zur Strandpromenade, wobei der Strand aus Kieselsteinen besteht. Links und rechts des Ortes erheben sich wieder die Steilküsten.

Für Abwechslung sorgen ein Minigolfplatz und mehrere Tennisplätze

 . . . sowie ein Spielcasino

An der Strasse zum Campingplatz stehen schöne Steinhäuser.

Vis-à-vis fällt auf einem grossen Grundstück ein reetgedeckter Pavillon auf.

Davor steht eine Seifenkiste für eine kinderreiche Familie.

Die Sonne kam gegen Abend auch wieder hervor.

Gefahren: 20 km

65. Tag Parking des Falaises bei Veules-les-Roses

65. Tag, Sonntag, 29. Juli 2018

Grau in Grau war das Wetter heute Morgen.

Später kam noch Regen dazu. Und es ist deutlich kühler geworden. Draussen um die 18°, aber drinnen angenehme 22°.

Also machen wir es uns im Mobi so richtig gemütlich und verbringen den Tag mit viel Kaffee trinken, Lesen, Karten spielen, Routenplanung, Mail schreiben und telefonieren.

Unser geplanter Spaziergang zur Quelle des „Veules“ beginnt erst nach 17 Uhr als der Regen nachlässt. Es ist zu warm mit der Regenjacke, aber man braucht sie, da es immer wieder nieselt.

Michael hatte gestern schon einige Fotos bei Sonne gemacht, als Renate sich nicht von ihrem Buch trennen konnte. Nun kommen noch einige Bilder bei trübem Wetter dazu.

Mit nur 1’100 Metern Länge soll es der kürzeste Fluss Frankreichs sein – so steht es hier.

Bei einem kreisförmigen Loch sprudelt das Wasser an mehreren Stellen aus dem Felsen.

Gleich danach wird das Wasser verwendet, um in flachen Becken Wasserkresse zu produzieren.

Ein Teichhuhn (Teichralle) findet das Grünzeug auch lecker.

Früher waren an diesem kurzen Flüsschen einmal 11 Mühlen angesiedelt.

Heute sind noch drei zu sehen und teilweise drehen sich die Wasserräder auch noch.

Die ersten 500 Meter ist alles sehr natürlich und idyllisch.

Später läuft das Wasser weitgehend kanalisiert durch den Ort bis zu seiner Mündung in den Ärmelkanal.

Der Pegelstand kann auch ansteigen, so im Sommer 1983. Aber dermassen eingeengt ist das auch kein Wunder.

Auf unserem Rückweg schauen wir noch einmal auf den Strand und die Steilküste bei Niedrigwasser.

Gefahren: 0 km

64. Tag Parking des Falaises bei Veules-les-Roses

64. Tag, Samstag, 28. Juli 2018

Nachts hat es stark geregnet. Morgens verziehen sich die Wolken rasch und es wird wieder sonnig und warm.

Wir stehen luftig auf einem Plateau hoch über den Klippen und wollen das Wochenende hier verbringen.

In 10 Minuten ist man unten im Ort am „Strand“. Der Ort ist gut besucht von Badegästen und Touristen.

Zwei davon kommen aus der Schweiz.

Links und rechts erheben sich die Steilküsten.

Das Flüsschen „Veules“ fliesst hier nach nur knapp 2 km von der Quelle entfernt ins Meer. Michael war heute schon einmal kurz bei der Quelle. Morgen wollen wir gemeinsam hinlaufen, dann zeigen wir auch die Bilder dazu.

Der Weg zurück zum Stellplatz geht bergan durch ein Wäldchen.

Oben ist auf einem alten Bunker eine Aussichtsterrasse eingerichtet.

Von da hat man einen tollen Blick auf die Steilküsten und das Meer (Ärmelkanal).

Die Surfer nützen den strammen Wind.

Wir aber verbringen einen ruhigen Tag mit viel Lesen und Gesprächen mit den Nachbarn.

Abends sassen wir mit Tanja und Stefan bis Mitternacht gemütlich bei uns zusammen. Sie fahren morgen wieder zurück nach Bad Segeberg.

Gefahren: 0 km

63. Tag Stellplatz Cap d’Antifer – Fécamp – Héricourt-en-Caux – Parking des Falaises bei Veules-les-Roses

63. Tag, Freitag, 27. Juli 2018

Wir, wie auch die netten Nachbarn, ziehen weiter. Auf der einen Seite das Paar aus Berlin mit dem herzigen kleinen Noa, auf der anderen Seite Maritta und Franz, die Bekannten unserer Verwandten Ingrid und Werner.

Erste Station ist Fécamp, um unsere Tanks zu entsorgen. Die Abteikirche Sainte-Trinité fällt auf und noch mehr das historische Palais Bénédictine aus dem 19. Jh. Darin befindet sich ein Kunstmuseum, sowie die Brennerei des D.O.M. Kräuterlikörs. Im Gegensatz zu Nordhausen (im letzten Jahr) verzichten wir hier auf die Degustation, um danach noch fahrtüchtig zu sein.

Es gibt noch den Hafen als bedeutende Einnahmequelle, ansonsten gibt der Ort für uns nicht viel her.

Auch der Stellplatz ist öde und staubig. Trotzdem stehen hier viele Camper. Wir fahren nach dem Entsorgen schnell weiter.

Wir kommen durch Héricourt-en-Caux, einem kleinen schmucken Ort mit einer alten Mühle am Bach „La Durdent“ und einer hochgelegenen Kirche, die allerdings geschlossen war.

Auf dem Land wird überall emsig geerntet.

Am Wegrand türmen sich Berge von Getreide.

Es gibt schöne braune Kühe. Hier noch auf der Weide. Heute Abend schon auf unserem Grill.

Nach einigen Irrfahrten, bedingt durch unseren Navi, erreichen wir unseren heutigen Stellplatz.

Ein riesiger Parkplatz auf einer Wiese oberhalb der Klippen bei Veules-les-Roses mit etwa 50 Campern. Ein Hinweisschild untersagt zwar das Parken von 23 bis 8 Uhr, aber alle bleiben über Nacht stehen. Das wird hier offenbar nicht so eng gesehen.

Die Möwen schweben im Hangwind der Steilküste vorbei. Man sollte bei diesen hervorragenden Bedingungen hier einen ferngesteuerten Flieger haben. Dabei denken wir an Frank aus HH.

Es soll heute noch Regen und Gewitter geben. Das wäre der erste Niederschlag seit etwa 4 Wochen.

. . . und noch während der Blog entsteht, trommeln schon dicke Tropfen auf unser Dach. Da wird wohl von der heutigen Mondfinsternis bei uns nicht viel zu sehen sein.

Gefahren: 90 km

62. Tag, Stellplatz Étretat – Stellplatz Cap d’Antifer

62. Tag, Donnerstag, 26. Juli 2018

Es wird heute ein heisser Tag. Da suchen wir uns einen luftigen Platz.

Nach kurzer Fahrt – unterwegs sehen wir einmal weisse Kühe – erreichen wir den Stellplatz beim Cap d’Antifer.

Hier steht man an der Steilküste, hoch über dem Meer.

Es wird sehr heiss bis 36 °.  Sogar die Krähen müssen hächeln vor Hitze.

Trotzdem machen wir einen Spaziergang entlang der imposanten Felsenküste.

Es geht ziemlich auf und ab. In einem der Senken führt ein Weg und später eine Treppe mit 145 Stufen zu einem Kieselstrand.

Man kommt sich hier so klein vor

Danach muss man alles wieder nach oben klettern.

Nach diesen Strapazen bewährt sich wieder einmal unsere Aussendusche. Danach verhalten wir uns möglichst ruhig im Schatten und lesen.

Wie sich nach und nach herausstellt, sind unsere Camper-Nachbarn Maritta und Franz aus Rastatt-Förch wo unsere Verwandten, Ingrid und Werner wohnen. Ja, sie kennen sich sogar. Manchmal ist die Welt doch klein (gut ist Michael mit der eigenen Frau hier).

Am späten Nachmittag fällt die Sonne günstiger auf die Klippen.

Ganz da oben stehen wir.

Unten sehen wir einige beim Schnorcheln.

Abends sassen wir dann noch in fröhlicher Runde mit Maritta und Franz zusammen. Von Ingrid wissen wir, dass sie gerne dabei sein würde.

Gefahren 10 km.

61. Tag, Stellplatz Vieux Port an der Seine – Quilleboef-sur-Seine – Étretat

61. Tag, Mittwoch, 25. Juli 2018

Bevor wir weiterfahren, füllen wir noch etwas Frischwasser nach.

Ausgangs Dorf stehen noch einige wunderbare Häuser.

In Qilleboef-sur-Seine machen wir Halt, bevor wir mit der Fähre über die Seine übersetzen.

Viele historische Bauten, aber recht heruntergekommen.

Eine stolze Mama lenkt ihren Sprössling im Elektro-Jeep per App über die Promenade.

Am gegenüberliegenden Ufer reihen sich einige Raffinerien aneinander und es stinkt nach Gas.

In Lillebonne steuern wir einen Super-U Laden an.

Vorher stossen wir zufällig auf das alte Römische Theater. In den Ruinen wird heute wieder gespielt. Eine grosse Anlage, auf der wir uns eine Weile aufhalten.

Der Super-U Laden hatte inzwischen Mittagspause, was wir nicht erwartet hatten. Es war auch keiner dieser Monsterläden. Da der Einkauf nicht so dringend ist, fahren wir weiter.

Es ist heute wieder unheimlich heiss. Die Erntemaschinen sind voll im Einsatz.

Für unsere Mittagpause finden wir zum Glück einen schönen, schattigen Platz.

Dann erreichen wir unser heutiges Ziel Étretat. Glücklicherweise ergattern wir hier den letzten freien Stellplatz.

Wir laufen in den Badeort mit seinem Kieselstrand und den berühmten Kreidefelsformationen.

Südwestlich liegt die 75 Meter hohe Klippe des „Falaises d’Aval

und östlich die 84 Meter hohe „Falaises d’Amont.

In die markanten Felsbögen kann man bei Ebbe hinein gehen, – und es ist Ebbe!

Bei Flut steht das Wasser 6 bis 8 Meter höher.

Auf den Kieselsteinen läuft es sich wie auf Eiern. Später, auf den nackten Felsen, läuft es sich viel besser.

Die Felsbögen entstanden nicht durch das Salzwasser der Meeresbrandung, wie man vermuten würde, sondern durch einen Fluss mit Süsswasser, der parallel zur heutigen Küstenlinie verlief.

Ein müder Krieger

Der Ort ist sehr touristisch.

Uns gefällt dieser blühende Baum, wie er auch bei Marina und Thomas im Garten steht.

Auf dem Stellplatz ist es sehr eng. Es reicht aber, um genügend Schatten zu machen.

Gefahren: 60 km

60. Tag, Stellplatz Vieux Port an der Seine

60. Tag, Dienstag, 24. Juli 2018

Wir wollen heute hierbleiben und diesen schönen Platz und die Umgebung geniessen.

Auf der Seine kommen laufend Schiffe vorbei. Wir sehen sie aus unserem Mobi gut, besonders, wenn der Wasserstand hoch ist.

Wir machen uns auf eine Wanderung. Zuerst auf dem Damm zwischen unserem Stellplatz und der Seine. Von dort oben sehen wir eine Schar Kindergärtler vorbei laufen.

Hier schauen die Spitzen zweier Dalben aus dem Wasser. Sie werden ganz verschwinden, da das Wasser immer noch steigt.

Etwa sechs Stunden später ist das Wasser ca. 4 Meter tiefer.

Dasselbe bei dieser Bucht bei Hochwasser

und bei Niedrigwasser.

Auf unserem weiteren Spaziergang sehen wir an der Schräge der Fahrwassertonne, dass die Flut noch bergwärts schiebt. Es ist auch ungewöhnlich, wenn man eine leere Flasche im Wasser bergauf schwimmend sieht.

Wir laufen lange in einem Auenwald am Ufer entlang.

Zweimal müssen wir einen kleinen Bach überqueren.

Michael nimmt die Holzklötze

Renate versucht es zuerst an den Lianen

Wir kommen nach Aizier, dem Nachbarort.

Eine sehr alte Kirche und einige auch sehr alte Häuser. Das ist alles.

Die Kindergärtler sind inzwischen auch schon hier angekommen und verpflegen sich nun aus dem Rucksack.

Es wurde wieder furchtbar heiss. Obwohl dieser Auenwald Schatten spendet, waren wir doch froh, wieder zurück beim Mobi zu sein.

Unter der Markise hatten wir wohl Schatten, aber die Hitze staute sich da, wenn kein Wind geht. Unsere Aussendusche schafft dann etwas Abkühlung, wenigsten vorübergehend.

Die Umgebung hier gefällt uns.

Hübsche Häuser mit Reetdächern und grossen Gärten.

Auch hier hat jemand ein Herz in Ketten gelegt.

Am Abend kommen wieder laufend riesige Schiffe vorbei.

Einige sehen wir auch bei niedrigem Wasserstand vom Mobi aus.

Gefahren: 0 km

59. Tag, Stellplatz bei Cora in Rots bei Caen – Rouen – Vieux Port an der Seine

59. Tag, Montag, 23. Juli 2018

Wir nützen noch die Ver- und Entsorgungsstation hier und machen uns auf den Weg nach Rouen.

Obwohl wir gut vorankommen, zieht sich die Strecke. Es ist wieder eine deutlich andere Landschaft.

Teilweise ist es flach mit viel Getreidefeldern, dann wieder recht hügelig. Wohnhäuser aus Naturstein werden selten, dafür kommen Fachwerkbauten, teilwiese mit Reetdächern.

Mutig lassen wir uns von unserem Navi ins Zentrum von Rouen leiten. Es wird heftig an den Strassen gebaut und einige Umleitungen sind die Folge.

Tatsächlich finden wir einen Parkplatz nahe der Seine, keine 500 Meter zur Altstadt. Zwei Spuren rollender, d.h. eher stockender Verkehr, aussen die Busspuren und in der Mitte der Strasse zwei Reihen Parkplätze.

Bei unserem Rundgang durch die Hauptstadt der Normandie ist es sehr heiss.

Wir halten tapfer durch, und das Leiden hat sich gelohnt. Der Justizpallast, die Kathedrale, die Kirche Saint-Maclou, die engen Gassen mit wunderschönen Fachwerkbauten und der Grosse Uhrturm, vergleichbar mit dem „Zytglogge“ von Bern. Rouen liegt 90 km von der Küste entfernt, trotzdem befindet sich hier der fünftgrösste Hafen von Frankreich, ein Umschlagplatz für Paris. Die Gezeiten machen sich hier ähnlich bemerkbar wie in Bremen.

Die Flusskreuzfahrtschiffe, wie hier die „Swiss Saphire“, kommen allerdings binnen durch.

Zum Übernachten wollten wir aber wieder auf’s Land. In der Stadt ist es viel zu heiss und zu laut. Unser Stellplatzführer versprach in Vieux Port, etwa 40 km flussabwärts, einen ruhigen, schönen Platz.

Der Weg führt zum Teil an den Kreidefelsen, an der sich durch die Landschaft schlängelnden Seine, entlang. Dann geht es über kleine Strässchen, durch dichten Wald und an schnuckeligen Häuschen vorbei.

Der Stellplatz liegt, nur durch einen Schilfgürtel getrennt, an der Seine.

Aus unserem Heckfenster sehen wir die Schiffe vorbeituckern.

Und ein schöner Sonnenuntergang wird auch noch geboten.

Gefahren: 200 km