88. Tag, Ratzeburg

88. Tag, Mittwoch, 14. August 2019 

Morgens war es recht frisch. Doch die Sonne wärmte schnell.

So konnten wir schon bald im Freien sitzen und lesen. 

Michael kann sogar endlich sein Buch beenden. 

Am Nachmittag machen wir auf Kultur.

Zuerst besuchen wir das Museum des satirischen Grafikers A. Paul Weber.

Er lebte nicht weit von hier in Schretstaken von 1893-1980. Hier in Ratzeburg werden etwa 300 seiner Werke, Handzeichnungen, Holzschnitte, Gemälde, aber vor allem Lithografien und seine funktionsfähige Litho-Werkstatt und ein riesiges Lager von Lithosteinen gezeigt. Mehr als 20’000 Werke hat Weber in 87 Jahren geschaffen. Sehr viele kritische Arbeiten, welche die Missstände in Gesellschaft, Politik, Krieg und Umwelt thematisieren, sind zu sehen. Diese Diashow gibt etwas Einblick.

Danach besuchen wir das Kreismuseum im benachbarten Herrenhaus beim Dom. 

Neben einem prachtvollen Rokokko-Saal von 1766 sehen wir hier historische Gegenstände aus dem hiesigen Kreis, ein breites Sortiment, vom frühen Mittelalter bis in die 60-iger Jahre. Über die nahe ehemalige DDR-Grenze sowie Kunst, Handwerk und Gewerbe. Über die Zeit der Askanier sowie Feuerwehrspritzen, Fotografie und Jugendstilmöbel. Über Film, Musik und Fahrzeuge der Nachkriegsjahre sowie altes Spielzeug, Telefone, Musikboxen und Schallplatten. Viele der Exponate sind uns noch im täglichen Leben begegnet. Sie werden erst späteren Generationen Rätsel aufgeben und historischen Wert gewinnen.  Auch dieser Einblick ist hier in einer Diashow zusammengefasst. 

Nach zwei Museen „ist aber auch gut“. Da wäre noch das Barlach Museum, aber dazu sind wir inzwischen zu müde. Wir gönnen uns dafür Kaffee und Kuchen in einer Konditorei. 

Das Wetter blieb trocken, obwohl zwischendurch bedrohliche Wolken durchzogen. 

Gefahren: 0 km

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