28. Tag, Scharrel – Papenburg – Scharrel

28. Tag, Samstag, 15. Juni 2019 

Heute Morgen ist es bewölkt und es sieht nach Regen aus. 

Unter unserem Vordach finden wir heute eine Gratiszeitung und sehr viele Werbeprospekte. Jeden Dienstag und Samstag wird das auch an die Camper verteilt. 

Ein Zeitungsartikel berichtet vom aussergewöhnlichen Fang eines Anglers: ein 113 cm langer und 10 kg schwerer Hecht. 

Wir beschliessen heute einen Besuch der Meyer Werft in Papenburg. Über das Internet können wir noch Karten für die 17 Uhr-Führung ergattern. Alle 8 früheren Termine sind schon ausgebucht. Täglich werden etwa 600 Besucher gezählt. Im Jahr sind es über 250’000.

Auf unserer Fahrt nach Papenburg regnet es. Wir holen unsere Karten für die Führung ab. 

Ein Chantychor singt im Schutze eines Lokals, in das wir bald zum Essen einkehren. 

Hier gibt es ganz leckere Matjes

Ein sehr originelles Lokal. Keine Kasse, aber eine Geldabgabestation.

Hat man eventuell uns zu Ehren die CH-Flagge gehisst?

Das feuchte Wetter ist schuld, dass wir uns nur wenig von der Altstadt anschauen. Was wir sehen ist aber sauber und sehr hübsch.

Mit dem Bus werden wir zum Werftgelände gebracht. Da wir heute die letzte Führung sind, sitzt uns auch niemand im Nacken. Die ganze 2stündige Führung ist sehr interessant. 

Nach den Jahren des Holzschiffbaus im 18. Jahrhundert zeigte die 1795 gegründete Werft frühzeitig Pioniergeist. 1872 begann der Bau von Eisenschiffen. 

Im Besitz der Unternehmensgruppe der Familie Meyer sind heute auch die Neptun Werft in Warnemünde sowie die Meyer Turku in Finnland. 

Der Schiffbau erfolgt hier nach dem Blockbau-Prinzip. Aus etwa 100 Blöcken entsteht ein Schiff. Dank dieser modularen Bauweise können die Schiffe in kürzerer Zeit gebaut werden. So werden die einzelnen Kabinen, fixfertig eingerichtet (inkl. Teppich, Bett, Minibar und Wasserkocher), hineingeschoben. Nur noch die Leitungen für Wasser und Strom müssen verbunden werden. Auch wenn wir nicht eigentliche Fans dieser riesigen Kreuzfahrtschiffe sind, finden wir die gesamte Konzeption und Entstehung doch sehr beeindruckend. Auch die ganze Umweltproblematik wird hier ernst genommen. Ziel ist das Null-Emission-Schiff bis 2030.

Wir fahren wieder zurück auf den schönen Stellplatz in Scharrel. Die Landschaft in der Abendsonne ist doppelt so schön.

Gefahren: 80 km

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