20. Tag, Samstag, Chalon-sur-Saône – Stellplatz Lac de Tailleres, La Brevine

20. Tag, Samstag, 20. April 2019 

Es war, in Anbetracht der Zentrumsnähe, angenehm ruhig, sodass wir gut schlafen konnten.

Kaum waren wir heute Morgen wach, da ertönten Lautsprecher-Durchsagen.

Es fand auf dem grossen Platz neben uns ein Wettkampf diverser Boule-Mannschaften statt. Da mussten wir natürlich noch ein wenig zuschauen. Mit welcher Begeisterung da gekämpft wurde! Es waren wahre Meister dabei. 

Unsere Weiterfahrt führt uns nochmals über die Saone und später nach Champagnole und Pontarlier nach La Brevine im Neuenburger Jura.

Unterwegs sehen wir viele grosse Rapsfelder, die heute in der Sonne besonders intensiv leuchten . . .

. . . und immer wieder schöne Blüten an den Gebäuden, wie hier diese Glyzinien.

Wir fanden auch wieder einen schönen Rastplatz für die Mittagspause.

In Arlay am Flüsschen „La Seille“ halten wir bei schönen alten Giebelhäusern mit Zahngiebeln aus dem 13. Jahrhundert.

Arlay liegt im Herzen der Weinberge des Jura, die seit der gallischen Zeit bekannt sind. Im 13. Jahrhundert entwickelte sich die Rebe unter dem Einfluss der Familie Chalon-Arlay. Bis 1880 war der Weinbau eine der wichtigsten wirtschaftlichen Aktivitäten, bevor er aufgrund der Reblaus zurückging . . . . . 

Die Passage durch die kleinen Ortschaften ist oft sehr eng.

Für eine Nachmittagsruhe fanden wir auch wieder ein gutes Plätzchen.

Zwischendurch ziehen Wolken auf, aber auch bald wieder vorbei. 

Da wir als Stellplatz La Brevine eingegeben haben, führt uns unser Navi durch wilde und enge Strassen im Jura.

Das ist der „grüne“ Grenzübergang von Frankreich in die Schweiz.

La Brevin liegt auf 1050 m.ü.M. Der Ort gilt als „Sibirien der Schweiz“. Mehr Details

Es werden hier im Winter schon mal um die minus 40° C gemessen.

Camper dürfen hier auf einem grossen Parkplatz mit Blick auf den „Lac des Taillères“ kostenlos stehen. Es gibt sogar öffentliche Toiletten, Frischwasser und eine Entsorgungsmöglichkeit. Auch zwei Steckdosen, für Leute die Strom brauchen, können kostenlos verwendet werden. So etwas ist in der Schweiz sehr selten. Natürlich ist der Asphaltuntergrund nicht sehr idyllisch, dafür aber die Aussicht in die Juralandschaft umso schöner. Inbegriffen ist heute auch der Blick auf die Schneereste auf dem Parkplatz. In Frankreich gab es auf den letzten Kilometern keine bessere Alternative.


Es war auch abends noch so warm, dass wir bis zum Sonnenuntergang im Freien sitzen und Essen konnten (dabei hatten wir heute mit Regen gerechnet). 

Nun folgt auf dieser Tour die letzte Nacht im Mobi, denn morgen werden wir nach Hause kommen.

Gefahren: 170 km

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