138. Tag, Neuffen

138. Tag, Donnerstag, 3. Oktober 2019, Feiertag: Tag der Deutschen Einheit.

Wir schlafen gut und lang, da es hier so schön ruhig ist. Geballert wird vom Schützenverein nur mittwochs und am Wochenende. 

Morgens ist es mit 8° recht frisch. Wärmer als 12° wird es den ganzen Tag nicht. Es ist wechselnd sonnig-bewölkt bei leichtem Wind. 

Schon früh kreisen Gleitschirm-Flieger über der Burgruine, um den Hangwind auszunützen. 

Wir wollen auf einen längeren Spaziergang gehen und geniessen die tolle Aussicht.

Aber schon bei Halbzeit werden wir durch eine Landgaststätte, der „Vesperstube Viehweide“, brutal gebremst. Es animiert uns, was da ein junges Paar im Freien isst. Uns ist es aber draussen zu kalt. 

In der einfachen Gaststube sitzen Einheimische beim Frühschoppen und Wanderer beim Vespern, was hier in Süddeutschland eine Zwischenmahlzeit bedeutet. 

Auch wir verdrücken eine vorzügliche Schlachtplatte und dazu leckeres Bier vom Fass. Die Leute sind sehr offen und gesprächig. Allerdings verstehen wir den Dialekt nicht immer auf Anhieb. 

Der Wirt Andreas (65) und seine Frau bewirtschaften hier auf 400 m.ü.M. nebenbei noch 90 ha Landwirtschaft und vermieten Pferdestallungen. Am Wochenende gehen täglich über 120 Vesperteller über den Tisch. Eine Goldgrube, wie er meint, für die es aber keine Nachfolge gäbe. Die Jungen hätten andere Interessen. 

Wir finden, dass wir für heute genügend Bewegung gehabt haben. 

Bei unserer Rückkehr sehen wir den Stellplatz übervoll. 16 Plätze sind vorgesehen, 22 Camper sind es jetzt und es werden bis am Abend wohl noch mehr. Es ist sogar noch ein Schweizer dabei. Scheint einer dieser Urschweizer zu sein, der lieber für sich ist. 

Immer noch ziehen Gleitschirm-Flieger ihre Kreise. 

Im Mobi ist es gemütlich warm. Wir planen die nächsten Tage, lesen viel und lassen es uns gut gehen. 

Gefahren: 0 km

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