13. Tag, Samstag, Fontaine-de-Vaucluse – Roussillon – Malemort-du-Comtat

13. Tag, Samstag, 13. April 2019 

Wir wollten früh aufbrechen zu den Ockerfelsen bei Roussillon. Aber das dachten andere Camper wohl auch, denn an der Entsorgungsstation gab es einen Stau (nicht gerade 2 Stunden, so wie heute am Gotthardtunnel). 

Doch das sind auch immer schöne Gelegenheiten für ein Schwätzchen mit Gleichgesinnten. 

Ein letzter Blick auf die Felsen in der Morgensonne und endlich kann die Fahrt über schmale Wege nach Roussillon starten. 

Roussillon liegt im Naturpark Luberon. Der Ort liegt wunderschön auf einer Anhöhe. Die Kleinstadt mit etwa 1300 Einwohnern ist bekannt wegen seiner ockerhaltigen roten Erde. Bis 1930 wurde der Ockerabbau noch betrieben. Heute zieht der Ockerpfad viele Touristen an, so auch uns. 

Samuel Becket versteckte sich hier von 1942 bis 1945 und setzte der Stadt mit seinem Theaterstück „Warten auf Godot“ ein Denkmal. 

Bei schönstem Wetter liefen wir den wunderbar angelegten Rundweg ab. Im Sonnenlicht erscheinen die Farben heute besonders kräftig und eindrücklich. Nach etwa einer Stunde und müden Beinen nach diesem Auf-und-Ab-Parcour kommen wir mit schönen Eindrücken (und vielen Fotos) zurück. 

Roussillon hat noch mehr schöne Ecken, aber wir sind zu müde für einen noch längeren Rundgang.

Im Mobi erholen wir uns auf dem sehr schön angelegten Reisemobilparkplatz. Leider gibt es auf diesem Platz keine Entsorgungsstation.

Renate hat hier dieses wunderbare Motiv (Baumrinde) entdeckt.  

Also fahren wir weiter durch den Naturpark Luberon nach Malemort-du-Comtat. Die Strassen sind sehr schmal und holprig. Renate hätte beim Kreuzen mit anderen Fahrzeugen oft am liebsten eine Augenbinde getragen. Dagegen sprach jedoch, dass sie die wilde Natur unbedingt sehen wollte. Es begegnen uns viele Sportwagen, die hier anscheinend eine Rallye veranstalten. 

Der Stellplatz in Malemort-du-Comtat ist kein Schmuckstück, aber er bietet Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten. 

Auf unserem Gang durch den Ort entdecken wir keine nennenswerten Highlights. 

Interessant finden wir, dass diese und weitere ausgehöhlte Platanen immer noch leben.

Die Ralleyfahrer scheinen auch nachtaktiv zu sein. Sie brausen mit röhrendem Sound nach 22 Uhr immer noch mitten durch den Ort. Das kann ja eine heitere Nacht werden. 

Dafür hören wir auf dem anderen Ohr nordafrikanische Hintergrundmusik einer muslimischen Festgesellschaft von der nahen Festhalle. 

Gefahren: 60 km

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.