Archiv der Kategorie: Niederlande

34. Tag, Onstwedde – Heiligerlee – Bunde

34. Tag, Freitag, 21. Juni 2019 

Wieder bekommen wir von Campernachbarn einen Tipp für eine Sehenswürdigkeit hier in der Nähe. Das Glockengiesserei-Museum. 

Kleine Strassen führen uns durch ein Gebiet mit viel Landwirtschaft und viel altem Baumbestand nach Heiligerlee bei Winschoten. 

Unterwegs mussten wir auf Schwäne aufpassen, die sich auch auf der Fahrbahn zuhause fühlen.

In einer stillgelegten Glockengiesserei wurde ein Museum eingerichtet. Über alles was bimmelt und klingt, wird hier berichtet.

Am Anfang zeigt ein Film den ganzen Herstellungsprozess einer Glocke. Danach erzählt ein kompetenter Museumsangestellter weitere Details und diverse Geschichten rund um das Thema. 

Zum Beispiel, die mit 210 Tonnen grösste (nach diversen Pannen) jemals gegossene Glocke für einen Zaren in Moskau. 

Welche aber nie zum Einsatz kam, weil sie zum Aufhängen viel zu schwer war. 

Oder die Geschichte der beiden hier fabrizierten Glocken für den Domturm von Utrecht. Sie wurden nach 45 Jahren Gebrauch ausgemustert, da sie anscheinend eine Disharmonie erzeugten. 

In Vitrinen stehen alle möglichen Glöckchen, auch solche aus Glas und Porzellan. 

Auch eine Glocke aus den niederländischen Kolonien, wie wir sie aus Michaels Verwandtschaft auch zuhause haben, ist hier ausgestellt. 

Auch diverse mechanische Uhrwerke mit Glockenspielen sind ausgestellt.

Im Garten steht ein Carillon (Glockenspiel), welches stündlich lochkartengesteuert eine Melodie spielt. 

Über 2 Stunden ergossen sich die Ausführungen unseres Guides. Er hätte wohl spielend noch doppelt so lange erklärt. Ein wahrer Glockenfan. 

Als wir uns verabschieden, kommen die 4 Niederländer ins Museum. Jene, die uns den Tipp für diesen Besuch gaben. 

Weiter fuhren wir nach Winschoten, um den von uns so geliebten Fla (Pudding) zu kaufen, solange wir noch in den Niederlanden sind.

Neben dem Parkplatz fällt uns ein moderner Bau auf. Es ist ein multifunktionales Gebäude mit Theater, Filmsaal, Bibliothek und Musikschule. Wir geraten zufällig (nicht ganz, weil Renate alle anquatscht) an den Hausmanager.

Der gibt uns mit sichtlichem Stolz bereitwillig eine Privatführung durch alle Räume des erst 3 Jahre alten Gebäudes. 

Beim Ausgang steht eine lustige Skulptur des sogenannten Tellerleckers. Das ist der Spitzname der Einwohner von Winschoten. 

Nun verlassen wir die Niederlande wieder und fahren auf einen Stellplatz nach Bunde in Deutschland. 

Es gab auch heute wieder einen kurzen, aber tüchtigen Regenschauer. Aber da waren wir noch im Glockengiesser-Museum. 

Es wurde heute im Laufe des Tages auch deutlich kühler. 

Gefahren: 40 km

33. Tag, Ditzum – Bourtange – Onstwedde

33. Tag, Donnerstag, 20. Juni 2019 

Gestern Abend bot sich uns noch ein farbiges Spektakel am Himmel.

Abendsonne und bedrohliche Regenwolken, deren Nass sich alsbald über uns ergoss. 

Heute war der Himmel meist bedeckt. Von den niederländischen Nachbarn hatten wir den Tipp bekommen, dass die alte Festung in Bourtange sehenswert sein soll. 

Über flaches Land, – etwas anderes gibt es hier ja nicht -, erreichen wir den Ort in den Niederlanden, unweit der deutschen Grenze. 

Kaum waren wir auf dem Parkplatz, ergoss sich ein Gewitter über uns. 

Bis der Regen vorbei war, hatten wir unser Mittagessen hinter uns und machen uns auf, die Festung zu besichtigen. Die Festung hat eine bewegte Zeit hinter sich. 1580 erteilte Prinz Wilhelm van Oranje den Auftrag auf einem Sandrücken im Moorgebiet eine Schanze mit fünf Bastionen anzulegen. Dadurch sollte den Spaniern, die damals mit Groningen Handel trieben, der Weg blockiert werden. Im Laufe der Jahrhunderte verlor die Festung aber an Bedeutung und vergammelte vollständig. Überalterung und Strukturwandel bedrohten den Fortbestand des Ortes. Als neue Einnahmequelle setzte man auf den Tourismus.

Erst im letzten Jahrhundert wurde in 25 Jahren Bauzeit das Fort nach alten Plänen wiederaufgebaut, so wie es einst in seiner Blütezeit von 1742 existierte. Ein Film und einige Museen zeigen das damalige Leben. Schön gemacht.

Wir können das alles bei schönstem Wetter geniessen. Jährlich kommen etwa 250’000 Besucher hierher. 

Es gibt auch youtube-Videos davon. Hier ein kurzes und hier ein längeres.

Bei Koffie en heerlijke appeltaart erholen wir uns von der Zeitreise und sind glücklich in unserer Epoche zu leben. 

Auch dieser Buchfink hat durch den Tourismus ein besseres Leben.

Danach suchen und finden wir in der Nähe auf dem Lande einen schönen Stellplatz und geniessen den Abend. 

Gefahren: 80 km

110. Tag: Meppel, beim „Jachthaven Westeinde“

110. Tag, Mittwoch,12. September 2018

Heute Morgen begann der Tag mit Nieselregen. Es war den ganzen Tag grau, aber mehrheitlich trocken.

Wir laufen den kurzen Weg zu Vreni und Jögge und spielen Karten bis zum frühen Nachmittag.

Nachmittags gehen wir auf einen Einkaufsbummel.

Ohne Verabredung treffen wir in Meppel wieder auf unsere Freunde Vreni und Jögge.

Wieder landen wir in unserer Stammbeiz.

In der Nähe stehen diese netten Figuren.

Wir wollen heute aber noch ein anderes Lokal kennenlernen und landen bei einem Italiener zum Abendessen.

Auch dort essen und trinken wir wieder ausgezeichnet

Dies ist nicht Saint Tropez, sondern Meppel by night.

Nach einem Schlummertrunk bei Vreni und Jögge auf der Impressie kommen wir gerade noch rechtzeitig in den Mobi, um den heutigen Blogbeitrag vor Mitternacht zu erstellen.

Gefahren: 0 km

109. Tag: Meppel, beim „Jachthaven Westeinde“

109. Tag, Dienstag, 11. September 2018

Schon früh am Morgen kommt ein grosses Schiff direkt hinter dem Mobi vorbei.

Heute lassen wir uns mit dem Taxi ins 15 Kilometer entfernte Giethorn fahren. Das ist das Venedig der Niederlande.

Die vielen kleinen Grachten sind entstanden, als man hier Torf gestochen hat. Heute ist dies ein Touristen-Magnet erster Güte.

Auch wir lassen uns in einem der elektrisch betriebenen Flüsterkähne durch Giethorn’s Kanäle schippern. Dazu gibt der Steuermann Erklärungen über die Entstehung bis zum heutigen Leben in diesem Ort.

Die Bilder sprechen für sich. Das Wetter war windig, aber trocken.

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Während Jögge und Michael schon im Kaffee sassen, schäkerten Vreni und Renate noch etwas mit einem bronzenen älteren Herrn.

Leute, die zum ersten Mal ein Boot steuern, sorgen schon mal für einen Stau.

Ein tanzendes Brautpaar in Bronze in alter Tracht.

Ein recht rasant fahrendes Taxi bringt uns wieder zurück nach Meppel.

Wir lassen uns direkt vor unserer „Stammbeiz“ von gestern der „Herberg ‚t Plein“ absetzen und verbringen wieder einen gemütlichen Abend bei Speis und Trank.

Die Dekoration kommt auf den Bildern gar nicht so recht zur Geltung. Das muss man in Natura erleben.

Das ist das kreative Betreiberpaar Jaap de Boer und seine Frau

Witzig sind auch die Spiegel auf den Toiletten:

Sobald man näherkommt, ist es ein Spiegel

Bei etwas Distanz kommt Werbung.

Auf der Damentoilette posiert  an der Tür ein rosenbedeckter Jüngling.

Auch heute war das Essen, wie auch die Bedienung super.

Und immer, wenn wir zusammen sind, hatten wir es sehr lustig.

Gefahren: 0 km (mit dem Mobi)

108. Tag: Meppel, beim „Jachthaven Westeinde“

108. Tag, Montag, 10. September 2018

Heute Morgen hatte Renate Wäsche. Michael erledigte einige Korrespondenzen und holte die Fahrräder aus der Garage.

Am frühen Nachmittag waren wir gerade zu einer Erkundungstour nach Meppel aufgebrochen, als Vreni und Jögge mit ihrer Motoryacht eintrafen.

Da war natürlich gleich ein Begrüssungs- und Anleger-Umtrunk fällig.

Nach der Anmeldung beim Hafenmeister marschieren wir gemeinsam ins Zentrum von Meppel. Vor lauter Unterhaltung entstanden keine Fotos.

Auf der Suche nach einem Restaurant für das Abendessen, landeten wir in der „Herberg ‚t Plein“.

Nach einem ersten Bier wollten wir mehr über dieses alte und speziell eingerichtete Lokal wissen.

Der Inhaber führte uns bereitwillig durch das ganze Haus und erklärte die Geschichte und die Entwicklung dieser ehemaligen Herberge.

Mit Begeisterung zeigte er uns die im Laufe der Jahrzehnte zusammengetragenen Gegenstände, die dieses Lokal heute so speziell machen.

So kam es, dass wir hier blieben und auch gleich zum Abendessen übergingen. Das Essen und der Wein waren ausgezeichnet.

So verbrachten wir einen vergnügten Abend und zogen zufrieden, durch die um 21 Uhr bereits menschenleeren Strassen, zum Boot bzw. zum Mobi.

Gefahren: 0 km

107. Tag: Kampen → Meppel, beim „Jachthaven Westeinde“

107. Tag, Sonntag, 9. September 2018

Heute Morgen war schönes Wetter. Trotzdem hatten wir kein Verlangen mehr, um nochmals durch den Ort zu laufen, so schön dieser auch ist.

Gemütlich machten wir uns auf den Weg über Land nach Meppel.

Unser Weg führt über die Stadtbrücke zwischen Kampen und IJsselmuiden.

Es ist eine Hubbrücke, bei der der mittlere Teil mit einem Seilmechanismus für hohe Schiffe angehoben werden kann.

Hunderte sind mit dem Fahrrad unterwegs.

Wir fahren auf Nebenstrassen, um mehr von der Landschaft mitzubekommen.

Vorbei an hübschen Häusern

und an vielen Gewächshäusern für Blumen und auch für Tomaten. Diese roten Dinger, die so nach nichts mehr schmecken.

Riesige Weiden links und rechts und

kreuz und quer Entwässerungskanäle

Für die Aufzucht der jungen Schwäne ist dieses wasserreiche Gebiet ein ideales Revier.

Und wieder wird uns diese endlose Weite bewusst. Wo man morgens schon am Horizont sehen kann, wer abends zu Besuch kommt.

Ein Traditionssegler auf dem Kanal

In Meppel erwischen wir eine schöne Parzelle auf dem Stellplatz beim „Jachthaven Westeinde“, sogar mit Blick auf’s Wasser.

Es sieht immer wieder nach Regen aus.

Trotzdem wagen wir einen Spaziergang durch den Ort, in dem wir 2007 schon einmal waren. Damals mit einem Charterboot und mit Renates Schwestern Dagmar und Astrid und deren Männern. Damals war hier ein Fest und viel Trubel.

Heute, sicher auch weil Sonntag ist, sehen wir kaum Leute in den Strassen.

Wir gönnen uns einen Eisbecher und sehen dort diese lustigen Sitzgelegenheiten auf Schaukeln.

Später, zurück beim Mobi, ist nur noch Relaxing angesagt.

Der befürchtete Regen blieb aus.

Morgen werden unsere Freunde Vreni und Jögge mit ihrer Motoryacht auch hier eintreffen, worauf wir uns schon sehr freuen.

Gefahren: 40 km

106. Tag: Veessen, beim „Kozakkenhaven“ – Hattem – Kampen, Camperplaats

106. Tag, Samstag, 8. September 2018

Der Tag begann sonnig. Keine Wolke am Himmel.

Die Entsorgungseinrichtung auf dem Stellpatz in Veessen ist vorbildlich.

Hier können wir das Grauwasser ablassen

Hier links den Abfall und rechts die Toilette entsorgen und spülen.

Wir fahren weiter auf dem Hochwasserdamm entlang der IJssel.

Hinter dem Damm immer wieder hübsche Häuser und riesige Ländereien mit Kuhherden.

Ab und zu wird es etwas eng.

Am Ufer der IJssel stehen Fahrwasserbegrenzungen für Hochwasserzeiten.

Unterwegs ziehen immer mehr Wolken auf. Obwohl es immer danach aussieht, bleiben wir vom Regen verschont.

In Hattem, auch eine kleine Hansestadt, machen wir einen Halt und besichtigen den hübschen kleinen Ort. Heute ist „Nationaler Monumententag“. Da sind die als Denkmal eingestuften Sehenswürdigkeiten öffentlich zugänglich.

Die alte Backsteinfabrik gehört auch dazu und erstmals seit 13 Jahren kann man diese besichtigen. Es hiess, der Weg dorthin sei etwa 10 Minuten zu Fuss. Es waren schlussendlich 3 Kilometer hin und wieder zurück. Aber etwas mehr Bewegung tut uns gut.

Hier wurden aus IJsselklei, also Tonerde, mit sehr viel Handarbeit Backsteine hergestellt.

Der Brennvorgang dauerte 4 bis 6 Wochen lang in Öfen, die 800’000 Steine fassten. Gefeuert wurde noch mit Torf aus der Umgebung.

Durch die einsetzende industrielle Fertigung musste dieser Betrieb 1935 eingestellt werden und viele Arbeitsplätze in der Region gingen verloren.

Unter den Arbeitern sind auch sehr viele Frauen. Kinderarbeit gab es hier ebenfalls.

Auch unter Monument läuft dieses alte Motorboot von 1922.

Die „Adelaar“ hat eine bewegte Geschichte. Gebaut als Direktionsboot eines Werftbesitzers der Grossschifffahrt, gehörte sie zeitweise der Kirche, die damit die Landbevölkerung aufsuchte. Die „Adelaar“ war auch Rettungsboot und gehörte in Kriegszeiten zu den Binnenland-Streitkräften. Nun ist sie in privater Hand und wird liebevoll gepflegt.

Unser Ziel ist Kampen, wo wir auf dem Stadtcamping noch Platz finden.

Auch hier ist Monumententag.

Wir besuchen ein Konzert in der Sankt Andreaskirche. Der hiesige Männerchor und auch die Orgelmusik zieht uns lange in seinen Bann. So bleibt für den weiteren Rundgang durch den Ort nicht mehr so viel Zeit.

Das Rathaus aus dem 14 Jh.

Ein Blick von der Brücke auf die Stadt

Einige Traditionssegler liegen an der IJssel.

Mehrere Häuser waren so schief gebaut worden, dass man sie abspreizen musste.

Mit gemauerten Spreizen

oder Spreizen aus Holzbalken

Auf dem Heimweg sehen wir noch ein sehr kitschiges Haus

Aber das gehört wohl zum Geschäftsmodell.

Hier einige weitere Bilder von unserem Rundgang in Kampen.

Es wird deutlich früher dunkel und auch recht frisch am Abend.

Gefahren: 50 km

105. Tag: Veessen, beim „Kozakkenhaven“

105. Tag, Freitag, 7. September 2018

Heute Morgen war es trüb und es regnete stark. Es sah auch nicht danach aus, dass sich dies so bald ändern würde. Was sollen wir da weiterfahren?!

Der Entschluss zu bleiben fiel umso leichter, als dass wir beide gerade mitten in so spannenden Büchern steckten.

Also Beine hoch und weiterlesen.

Doch, oh Wunder, als wir gegen Mittag einmal heraus schauten, kam die Sonne durch. Ein kräftiger Wind sorgte dafür, dass die Wolken rasch verschwanden.

Wir aber blieben im Mobi, bis wir beide fast gleichzeitig unsere Bücher zu Ende gelesen hatten.

Es weht ein deutlich kühlerer Wind, als wir zu einem kleinen Rundgang starten.

Die Mühle sieht bei Sonne natürlich viel schöner aus als gestern bei grauem Himmel

Auch das Monument des Kosaken kommt besser zur Geltung.

Hier haben die Leute unter ihrem Balkon eine Volière gebaut. Wir entdecken kleine Wachteln in der Grösse von Hühnerküken, sowie  Wellensittiche und Kanarienvögel.

Einige Gespräche mit Campern und Hafenliegern und schon war der Tag vorbei.

Gefahren: 0 km

104. Tag: Zytphen – Deventer, Stadtcamping – Veessen, beim „Kozakkenhaven“

104. Tag, Donnerstag, 6. September 2018

Bei unserer Wegfahrt war es heute trüb, wenig später dann schon regnerisch.

Wir fahren durch eine sehr ländliche, schöne Gegend an der IJssel, sehen aber nicht viel davon.

Hier kommen wir über eine Brücke über das weite Rückhalte- und Überschwemmungsgebiet der Ijssel.

Bei Hochwasser muss dieser Campingplatz wohl geräumt werden.

Im Moment ist von Hochwasser jedoch keine Rede. Eher das Gegenteil.

Als wir durch Veessen fahren, sehen wir einen neu angelegten Stellplatz beim Hafen. Schnell sind wir uns einig, dass wir heute hierbleiben und auf besseres Wetter warten.

In einer Trockenphase können wir dann doch einen Rundgang machen.

Der Wasserstand ist etwa 2 Meter zu tief.

Das Hafenbüro hat Schlagseite bekommen.

Die Fähre kann auch schon seit 4 Wochen nicht mehr anlegen.

Der Hafen wurde erst in diesem Jahr total renoviert.

Auf der IJssel sehen wir aus unserem Heckfenster heraus einige Frachtschiffe vorbei fahren. Der Kosake gibt diesem Hafen den Namen.

Bei Hochwasser bekommt er auch schon mal nasse Füsse.

Der Ort ist sehr klein.

Im Laden ist gleichzeitig auch das Touristikbüro untergebracht.

Es gibt einige Häuser hinter dem Damm.

Einige wenige auf dem Damm

Nur die alte Mühle und die Müllers-Wohnung stehen vor dem Damm

Die „Möle van Bats“ von 1777

Auf den Flügeln sitzen viele Vögel, vermutlich sind es schon Stare, die sich zum Flug in den Süden sammeln.

Ob dies der alte Müller war, ist nicht klar.

Im Hafen nützt man den tiefen Wasserstand, um einen alten Kahn zu bergen.

Er muss schon ewig auf Grund gelegen haben, denn er ist randvoll Modder.

Durch das feucht-trübe Wetter hatten wir einen sehr erholsamen Tag.

Gefahren: 30 km

103. Tag: Zytphen – Deventer, Stadtcamping

103. Tag, Mittwoch, 5. September 2018

Heute wollen wir Deventer besuchen. Ein Tipp von Harry.

Schon nach wenigen Kilometern sind wir dort.

Der Stadtcampingplatz, auf dem wir uns einquartieren, liegt auf der anderen Seite der IJssel.

Man hat von hier einen schönen Blick auf die Stadt.

Mit der Fähre sind wir schnell in der Altstadt.

Vom Fährmann erfahren wir, dass der Wasserstand der IJssel mehr als 2 Meter tiefer ist als normal.

Deventer ist einmal mehr eine Hansestadt mit wunderbaren alten Bauten.

„De Waag“ ist das älteste Wiege-Gebäude der Niederlande aus dem 15.Jh. Heute ist darin ein Museum. Das Gebäude steht heute etwa 80 cm schief, da sich der Untergrund gesenkt hat.

Die schmalen Gassen sind voll schöner, aber auch verrückter, Läden. Man könnte stundenlang bummeln.

Wir sind aber inzwischen schon etwas „gesättigt“ und sind gar nicht böse, dass die Kirche gerade nicht zu besichtigt ist.

So bummelten wir, diesmal zwar mit Stadtplan, aber ohne Route, durch den Ort. Die Wärme trieb uns zuerst in einen Eissalon, dann bald zurück auf den Campingplatz.

Das geht mit der Fähre ruckzuck hinüber zum Campingplatz.

Renate nützt die Möglichkeit, hier wieder einmal eine Waschmaschine und einen Tumbler zur Verfügung zu haben.

Gefahren: 20 km