33. Tag, Ditzum – Bourtange – Onstwedde

33. Tag, Donnerstag, 20. Juni 2019 

Gestern Abend bot sich uns noch ein farbiges Spektakel am Himmel.

Abendsonne und bedrohliche Regenwolken, deren Nass sich alsbald über uns ergoss. 

Heute war der Himmel meist bedeckt. Von den niederländischen Nachbarn hatten wir den Tipp bekommen, dass die alte Festung in Bourtange sehenswert sein soll. 

Über flaches Land, – etwas anderes gibt es hier ja nicht -, erreichen wir den Ort in den Niederlanden, unweit der deutschen Grenze. 

Kaum waren wir auf dem Parkplatz, ergoss sich ein Gewitter über uns. 

Bis der Regen vorbei war, hatten wir unser Mittagessen hinter uns und machen uns auf, die Festung zu besichtigen. Die Festung hat eine bewegte Zeit hinter sich. 1580 erteilte Prinz Wilhelm van Oranje den Auftrag auf einem Sandrücken im Moorgebiet eine Schanze mit fünf Bastionen anzulegen. Dadurch sollte den Spaniern, die damals mit Groningen Handel trieben, der Weg blockiert werden. Im Laufe der Jahrhunderte verlor die Festung aber an Bedeutung und vergammelte vollständig. Überalterung und Strukturwandel bedrohten den Fortbestand des Ortes. Als neue Einnahmequelle setzte man auf den Tourismus.

Erst im letzten Jahrhundert wurde in 25 Jahren Bauzeit das Fort nach alten Plänen wiederaufgebaut, so wie es einst in seiner Blütezeit von 1742 existierte. Ein Film und einige Museen zeigen das damalige Leben. Schön gemacht.

Wir können das alles bei schönstem Wetter geniessen. Jährlich kommen etwa 250’000 Besucher hierher. 

Es gibt auch youtube-Videos davon. Hier ein kurzes und hier ein längeres.

Bei Koffie en heerlijke appeltaart erholen wir uns von der Zeitreise und sind glücklich in unserer Epoche zu leben. 

Auch dieser Buchfink hat durch den Tourismus ein besseres Leben.

Danach suchen und finden wir in der Nähe auf dem Lande einen schönen Stellplatz und geniessen den Abend. 

Gefahren: 80 km

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