Der nächste Winter kommt bestimmt

Da wir aller Voraussicht nach nicht im Winter unterwegs sein werden, musste unser Mobi winterfest gemacht werden.

Vorher wollten wir aber unseren Frischwassertank und beiläufig auch den Grauwassertank reinigen.

Meine Hoffnung war auch, dass die Füllstands-Anzeigen danach wieder richtig funktionieren. Die Sonden seien nur verkalkt, meinte mein Vertragshändler.

Der Frischwassertank hat eine Inspektionsöffnung. Am Boden konnten wir eine leichte Ablagerung feststellen. Es sah unkritisch aus, aber die Reinigung ist sicher sinnvoll und soll auch für ein besseres Gefühl sorgen.

p1180879Ich hatte in unserem Lagerbestand den Tankreiniger „Schleimpur“ von Dr. Keddo sowie das Produkt „Puratank“ von Yachtikon.

Meine total unbegründete Wahl für diese erste Reiniggung fiel auf das Produkt „Puratank.  Dr. Keddo muss noch etwas warten.

Zuerst entleerte ich den Warmwasserboiler, damit dieser auch das Reinigungsmittel aufnehmen konnte. Gemäss Anleitung wurden Frischwasser und Reinigungsmittel in den Tank gefüllt. Dann öffnete ich einen nach dem anderen: den Wasserhahn in Küche, Bad und Dusche und zwar sowohl in Stellung kalt, als auch in Stellung warm. So konnten alle Leitungen das Reinigungsmittel abbekommen. Das abgepumpte Wasser sollte noch nicht in den Grauwassertank fliessen. Deshalb hatte ich es mit einer Schüssel aufgefangen und wieder dem Frischwassertank zugeführt. Dann fuhr ich mit dem, etwa zu 70% gefüllten, Frischwassertank etwas in der Gegend herum, damit die Tankwände auch gereinigt wurden. Nach mehr als 24 Stunden fuhr ich noch einmal etwas schaukelnd herum und pumpte danach die Reinigungslösung vom Frischwassertank in den Grauwassertank. Dort durfte die Sauce auch noch mindestens 24 Stunden wirken.

Zum Schluss der ganzen Aktion wurden Frischwasser- und in folgedessen auch der Grauwassertank noch 2 mal nachgespült. Fazit: Der leichte Belag im Frischwassertank war weg. Die Füllstandsanzeigen funktionieren auch wieder. Super!

Abschliessend wurden alle Tanks, inkl. Boiler und alle Leitungen geleert, wonach unser Wassersystem nun winterfest sein sollte. Der Tank für die Scheibenwaschanlage bekam auch noch die frostsichere Füllung.

Wir sind bereit. Jetzt kann der Winter kommen.


 

Wagenwaschen, auch das muss sein.

Nach 5 Monaten und der langen Reise war auch wieder einmal eine gründliche Aussenreinigung unseres Mobi’s fällig. Nicht unbedingt Michael’s Lieblingsbeschäftigung.

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Der gröbste Schmutz liess sich mit dem Kärcher gut entfernen. Danach war aber Handarbeit angesagt. Die hässlichen Regenstreifen, die sehr hartnäckig sein können und überall dort entstehen, wo das Wasser vom Dach läuft, liessen sich mit dem Caravan- und Bootsreinigungsmittel der Firma Dr. Keddo recht einfach entfernen. Ein paar Spritzer von diesem Konzentrat in Wasser verdünnt und mit einer Bürste aufgetragen, beseitigt den Schmutz ohne grossen Kraftaufwand. Auch die anschliessende Lackkonservierung ging eigentlich spielend leicht. Trotzdem -, bis die Fläche von ca. 50 qm zweimal bearbeitet war, machten sich schon einige unbekannte Muskelpartien bemerkbar. Entschädigt wird man durch ein perfektes Resultat: Alles glänzt wie neu. Das Wasser perlt wunderbar ab und Schmutz sollte sich nicht so schnell festsetzen.

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Zum Saisonschluss

Schönes Herbstwetter zog uns noch zu kurzen Ausflügen hinaus.

Einmal an den Murtensee, nur 30 Kilometer von zuhause entfernt. p1180601Wir spazierten am See entlang und bebachteten einen Standup-Paddler wie er über das Wasser glitt. Der Parkplatz am See wird tagsüber mit Automaten bewirtschaftet. Nachts ist es kostenlos.


Ein anderes Mal fuhren wir an den Schwarzsee, der auch nur 45 Kilometer entfernt ist.

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Die Trampelpfade der Kühe sind durch die flachstehende Sonne gut zu sehen. In ca 1.5 Stunden ist man um den See spaziert, der idyllisch auf 1045 m ü. M. liegt.

Hier am See können Camper nur tagsüber auf den kostenpflichtigen Parkplätzen stehen.

 


 

Am 2. Oktober fuhren wir spontan noch einmal für ein paar Tage in Richtung Jura und Elsass.

An Neuenburg vorbei führte unser Weg in den Jura hinauf Richtung Le Locle.

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p1180624Auf dem Weg zum „Col de la Tourne“  (1166 m ü. M.), hatten wir immer wieder prächtige Aussicht auf den Neuenburgersee.

p1180633Sogar unseren Ex-Hafen „Portalban“ konnten wir aus dieser Perspektive heranzoomen.

p1180649Im Ort „Les Ponts de Martel“ gibt es einen kleinen Stellplatz der Gemeinde für 4 Camper, mit Strom, Frischwasser und Entsorgungsstation. Und dies alles kostenlos! Einzigartig für die Schweiz. Leider werden die Plätze auch oft von PKWs der Besucher der Eishalle eingenommen.

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In der Nacht gab es, trotz Nebel, den ersten Nachtfrost. Wir warteten ab, bis sich die Sonne langsam durchgesetzt hatte, um die Rundwanderung im nahen Hochmoor zu starten.

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p1180654Trotzdem war es noch saukalt, sodass wir uns beeilten, um wieder in unsere warme „gute Stube“ zu kommen.

p1180659Aber dieser Weg durch’s Moor mit Lehrpfad, sogar 2sprachig beschildert, ist interessant und sehr schön angelegt.

Diashow vom Moorsee bei „Les Ponts de Martel“

 


p1180674Weiter führte unsere Fahrt über den „Col-des-Roches“ an den „Lac des Brenets“.

p1180673Der Doubs ist hier natürlich aufgestaut, dies nach einem Felssturz vor einigen Tausend Jahren in das hier schluchtartige Tal.

p1180671Es hatte sehr wenig Wasser nach dem trockenen Sommer. Man könnte mit dem Rundfahrtboot bis zum Wasserfall, dem „Saut du Doubs“, fahren. Das dauert ca. 1.5 Stunden.

p1180681Wir fuhren weiter und steuerten „Consolation-Maisonette“ an, wo gemäss unserem Führer ein Standplatz ist. Es geht von ca 900 m ü. M. steil bergab an das Flüsschen „Le Dessoubre“.

p1180686Den Standplatz bei einem alten Kloster gibt es wohl, aber es ist alles trostlos und verlassen. Noch stehen die Tafeln, auf denen hausgemachtes Brot und Fleischwaren angeboten werden. Aber alles leere Versprechungen, denn der Laden war zu. Das Kloster scheint geschlossen zu sein.

p1180694So zogen wir weiter. Immer talwärts am Bach entlang. Anfangs war es noch recht eng und schattig. Es gab nur wenig Möglichkeiten zum Anhalten, um die imposante Landschaft im Bild festzuhalten. Dann wurde das Tal offener und wir erreichten Montbéliard.

p1180701Hier ist an zentraler Lage ein Standplatz der Stadt. Aber man steht so eng, dass wir froh waren, keine breitere Aufbautür zu haben. Aber für eine Nacht war das akzeptabel und erstaunlich ruhig. Der Platz ist kostenlos. Für Strom und Frischwasser zahlt man. Das ist ok.

p1180722Am nächsten Tag schauten wir uns den Ort etwas näher an. Die Hafenanlagen am Rhein-Rhone-Kanal sind neu und topmodern. p1180713Einige Häuser der Altstadt sind etwas hergerichtet, die meisten aber, und besonders die Kirche mit dem Bretterverschlag, machten auf uns einen sehr herunter gekommenen Eindruck. p1180711

p1180710Es scheint, als herrschte schon beim Bau der Kirche Geldmangel, denn es reichte nur für einen Kirchturm.

Diashow von Montbéliard

 


p1180745Wir fuhren dann weiter und kamen, eher zufällig, bis nach Hirtsbach. Auch hier gibt es einen kostenlosen Standplatz beim ehemaligen Bahnhof, der 1968 stillgelegt wurde.

p1180740Der schmucke Ort zieht sich am namengebenden Bach entlang. Links und rechts stehen alte, aber wunderbar hergerichtete Häuser. Wir landeten bei unserem Rundgang auf dem kleinen Wochenmarkt für regionale Produkte. Gerne deckten wir uns mit reichlich Trauben sowie verschiedenen Brotsorten ein.

p1180726Vorbei an der schönen Kirche „St. Mauritius“ kamen wir zurück auf unseren Standplatz.

Diashow von Hirtsbach

 


Am 5. Oktober fuhren wir dann via Basel wieder nach Hause.

 

4 Tage  unterwegs, gefahren 385 km


 

Rückreise aus dem Norden (Dänemark – Deutschland)

Fortsetzung vom Donnerstag, 1. September

P1170405Die Fahrt von Helsingborg nach Helsingör/Dänemark dauerte nur ca. 20 Minuten.

P1170406Vom Wasser aus begrüsste uns die mächtige Kronsborg.

P1170410Wir fuhren zum Parkplatz beim Hafen, den wir von der Hinreise schon kannten. Diesmal jedoch lag hier Freund Frank mit seiner Nordborg 32 „IRITIRIDI“ im Hafen.

P1170413Das Wiedersehen ergab sich, da er hier auf Franz, einen weiteren Segelfreund wartete.

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Unser Fahrzeug fand sein Interesse und auch sonst gab es eine Menge zu erzählen.

Abends, nach der Ankunft von Franz, waren wir alle zusammen gemütlich essen und danach noch auf einen Absacker bei uns im Mobi.

 

 

Schweden, du hast uns wieder !

Fortsetzung nach dem letzten Tag (5.8.16) in Norwegen

 

Samstag, den 6. August

P1150794Heute Nachmittag hatten wir uns bei Verwandten angemeldet, die bei Mangskog “ j.w.d.“ ein Ferienhaus besitzen. P1150792Auf dem Weg dorthin machten wir zuerst Halt bei einer Trabrennbahn. Eine riesige Anlage mit Stallungen, Koppeln, Restaurant und Museum. Einige Sulkis drehten ihre P1150799Runden. Sonne und Regen wechselten sich auch heute wieder ab. Weiter auf dem Weg reichte es in einer Trockenphase zu einem Waldspaziergang, P1150800immer in der Hoffnung, einem Elch zu begegnen. Der urwüchsige Wald liess solche Gedanken zu. Später hielten wir bei einem Rastplatz an einem See für unsere P1150808Mittagspause. Ein altes Fischerboot war hier als Schutzhütte umfunktioniert worden. In Arnika sahen wir auf der Durchfahrt die schönen Anlagen. Da P1150810wollen wir vielleicht in den nächsten Tagen noch einmal hin. Ab Mangskog begann die Suche nach dem Ferienhaus, in dem Jochen und Ingrid P1150815mit der jüngsten Tochter Katharina gerade einige Zeit verbringen. Es gibt dort keine Strassennamen oder Hausnummern, und wir hatten nur vage Angaben. Dank der Lotsenhilfe über P1150816Handy erreichten wir dann das Ziel. Die letzten drei Kilometer auf einer Naturstrasse schepperte unser Mobiliar gewaltig. Das Haus liegt total versteckt, abseits der P1150818Strasse, in einer prächtigen Natur. Die Zufahrt war für unser Vehikel allerdings nicht zu überwinden. Zu steil bei diesem durchgeweichten P1150819Boden. Nach Kaffee und Kuchen machten wir einen Spaziergang durch einen „Märchenwald“ zum Nachbarhaus. Die Natur ist hier traumhaft schön. P1150825Später gab es ein reichhaltiges Abendessen mit Süsswasser-Krebsen. Anschliessend noch spezielle Käsesorten, die eine, in der Nachbarschaft lebende, Holländerin P1150821herstellt. Es gab viel zu erzählen und die Zeit verging viel zu schnell. Kurz vor Dunkelheit wurden wir von Jochen zu einem See in der Nähe geleitet, wo wir einen ebenen Platz fanden. Traumhaft, diese Idylle hier! Wegen der hohen Bäume gen Süden haben wir allerdings keinen Zugang zum Internet. So wird dieser Tagesbericht später in den Blog gestellt.

 

 

Gefahren: 120 km

 

 

Abstecher nach Norwegen

Sonntag, den 24. Juli 2016

P1140622Wir zogen morgens von unserem kostenlosen Standplatz ohne Strom 50 Meter weiter auf einen kostenpflichtigen mit P1140589Strom um, als dort die ersten wegfuhren. Dieser Platz füllte sich schnell, bis wieder 16 Bobils, – wie man in Norwegen sagt -, P1140586hübsch alle im Kreis standen. Es wurde heiss im Laufe des Tages. Für uns an den windgeschützten Stellen auf unserem Spaziergang durch den Ort war es sogar zu heiss. So war der P1140592Schatten beim Mobi sehr angenehm (für uns und die Spatzen). Sandefjord lebte früher vom Walfang und dem Schiffsbau. Heute sorgt eine grosse Farbenfabrik für Arbeitsplätze. P1140594Dank des Ölreichtums ist man auch nicht mehr auf Walfett als Rohstoff angewiesen. Nach 1800 war Sandefjord auch ein bekannter Bade-Kurort. In den alten rotbraunen P1140607Häusern befindet sich heute die Touristen-Info und ein Lokal. Sehr schön fanden wir auch die gut erhaltenen kleinen weissen Häuser im ältesten P1140605Teil des Ortes. Wieder genossen wir einen Abend mit sehr schöner Aussicht auf Hafen und Fährbetrieb. Unsere Platz-Nachbarn Ulrike und Michael kamen aus dem Kanton Aargau. Wir sassen bis nach Mitternacht bei uns zusammen, tauschten Tipps aus und hatten es lustig.

Gefahren: 0 km

 

 

 

Endlich Schweden

Freitag, den 8. Juli (Fortsetzung)

P1130509An der Fähre kommt man zuerst durch die Zahlstelle. Für 810 Dänische Kronen, etwa 120 Franken, will man uns transportieren. P1130511Unmittelbar danach prüfte ein schwedischer Grenzbeamter unsere ID sowie den Führerschein, und zwar sehr genau (oder er hatte noch P1130515keinen CH-Führerschein gesehen). Letztlich liess er uns mit einem freundlichen „have a nice trip“ passieren. Auf Bahn 7 fuhren wir ohne Wartezeit auf die Fähre. Es ist P1130523kolossal, was in so eine Fähre hineingeht. Die Überfahrt dauert 20 Minuten. Drei Fähren pendeln laufend hin und her. Renate wechselte die Gastlandflagge. In P1130527Helsingborg angekommen, fällt uns ein, dass wir noch gar keine Schwedischen Kronen haben. Unser schlaues Navi brachte uns zum nächsten Geldautomaten, der 3% für sich behält.

P1130536Helsingborg besichtigten wir nicht. Wir hatten ja in Kronborg und Helsingör heute schon unsere P1130566Kilometer abgespult. Wir steuerten einen Standplatz bei einem kleinen Hafen in der Nähe von Falkenberg an. Ca 40 Reisemobile haben hier Platz. Wir bekamen einen der P1130565 (1)letzten Plätze, und obwohl es hier eng ist, stehen wir mit Blick auf den Hafen noch recht schön. Das Wetter war so warm, dass wir grillieren und draussen essen konnten.

 

Gefahren: 130 km

 

 

 

Überfahrt nach Helsingborg/Schweden und Fahrt nach Falkenberg.

Dänemark, wir kommen!

Fortsetzung von Dienstag, den 14. Juni

P1110638Kurz nach Flensburg fuhren wir in Dänemark ein. An der Grenze standen viele Uniformierte, aber P1110647wir wurden freundlich durch gewunken. Auffallend viele Lastwagen kamen uns entgegen. Auch abseits der Strasse sind Hunderte P1110645geparkte Lastwagen zu sehen. Unser heutiges Ziel war Aabenraa, keine sonderlich interessante Stadt, aber der Standplatz am Hafen passt uns. Wir stehen mit dem P1110650Heck zum Wasser und haben „aus unserem Wohnzimmer“ eine tolle Aussicht. Bis spät in den Abend wird hier Regatta gesegelt. Das Wetter war tagsüber bedeckt, aber mild und trocken. Erst abends fing es leicht zu regnen an.

Gefahren: 50 km

 

 

Unbeschwert geht die Reise nun weiter

Fortsetzung von Donnerstag, den 2. Juni

Nun steuern wir total unbeschwert als nächstes Etappenziel Celle an.

imageUnterwegs gab es immer wieder heftige Regenschauer.

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In der Gegend von Kassel geht es ganz schön hoch und runter. Eine richtige Berg und Talfahrt. Etwa um 19:30 erreichten

imagewir Celle und fanden dort einen kostenlosen Standplatz unweit der Altstadt. Obwohl es sehr nach Regen aussah, wagten wir noch einen ersten Stadtrundgang. Celle hat eine wunderschöne Altstadt mit gepflegten Häusern.

Gefahren: 385 km

 

 

über unsere Erlebnisse mit dem Reisemobil