Windschutz für den Grill

Wenn wir unseren kleinen Gasgrill benützen, kommt es immer wieder vor, dass der Wind stört. Obwohl der Gasbrenner bei unserem Grill-Modell von Campinggas recht gut geschützt ist, geht doch immer viel Hitze an der Oberfläche verloren.

Die im Handel angebotenen Windschutz-Modelle sind für meinen Geschmack alle nicht gross genug. Also ist wieder einmal ein Eigenbau gefragt. Die reisefreie Zeit zuhause ist dafür gut geeignet.

5 Alu-Platten 40 x 20 cm lasse ich mir zuschneiden, mit Stangenscharnieren (Klavierband) verklebe ich sie selbst und schon ist  mein Windschutz fertig.

Das Ganze lässt sich zickzack zusammenfalten und braucht dann kaum Platz. Die Bewährungsprobe folgt wohl erst später bei der nächsten Tour im nächsten Jahr.

Vielleicht wundert sich jemand über die weissen Füsschen am Grill. Die sind zum Nivellieren bei unebenem Untergrund gedacht und nicht serienmässig.

Dazu habe ich Gewindehülsen M5 eingeklebt. Als Füsschen dient je eine Schlossschraube, eingepresst in ein Kunststoffteilchen. Damit ist das Verstellen der Höhe recht einfach machbar.

 

 

Einbau Schwalbennester, USB-Stecker und LED-Touch-Leuchte

Die hintere Bank unserer Hecksitzgruppe wird zu einem vollwertigen Bett, sobald die Rückenpolster entfernt werden.

Der Belüftungskanal an der Heckwand, in dem auch ein Heizungsrohr verlegt ist, hat genügend Hohlraum, um des Bastlers Ideen ausleben zu können. Hier sollen eine USB Steckdose, ein LED Einbauspot Touch und zwei Ablagen eingebaut werden.

Dann kann man vom Bett aus Licht machen, denn die Schalter der vielen anderen Lampen sind nicht so gut erreichbar.

Die USB Steckdose bietet sich an, wenn schon ein Stromkabel hierher führt.

Die zwei Ablagen (Segler sagen dazu Schwalbennester) sollen allerlei Kleinkram aufnehmen können.

Die USB Steckdose gibt es im Camping-Zubehörladen. Für den Einbau muss ein Loch von 28 mm gebohrt werden.

Für den Einbau des Touch-Spots aus dem Sortiment von LED-Power-Shop muss ein Loch von  60 mm gebohrt werden. Ein Federmechanismus hält den Spot fest.

Als der Spot (normal mit Schwarz auf Plus angeschlossen) nicht funktionieren wollte, rufe ich beim LED-Power-Shop an. Herr Detlef Stendel rät mir, den roten Draht auf Plus zu legen, dabei könne nichts kaputt gehen. Und siehe da, es ward Licht!

So eine tolle Beratung, wie man sie hier erhält, ist sehr selten.

Die Beschriftung auf dem Bild habe ich vorsorglich für meine Nachwelt selbst angebracht.

Für den Ausschnitt der Ablagen habe ich eine Schablone für die Oberfräse fabriziert. Damit ist das Risiko am kleinsten, dass etwas daneben geht. Und nein, . . . ich habe nicht im Reisemobil gefräst.

Der ganze Lüftungsschacht lässt sich gut demontieren und im Bastelraum bearbeiten.

Der Stromanschluss kommt wieder vom 12-Volt Verteiler aus dem Kleiderschrank. Die Leitung führt durch den Kanal für die Heizungsrohre und andere vorhandene Löcher.

Fertig. Jetzt fehlen nur noch die Rückenpolster und alles ist unsichtbar, wenn man es tagsüber nicht benötigt.

 

 

 

 

Schrankleuchte

In unserem Kleiderschrank war einfach kein gutes Licht. Das ab Werk eingebaute Lämpchen auf Batteriebetrieb ist eher etwas für eine Puppenstube.

In unserer reisefreien Winterzeit soll dieses Manko behoben werden.

Hier fand ich eine Leuchte, die ihr Geld wirklich wert ist.

Mit dem passenden Leuchtmittel ist es nun wunderbar hell in unserem Schrank, sobald die Tür geöffnet wird. Bei geschlossener Tür wird die Leuchte über den eingebauten Kontaktschalter automatisch ausgeschaltet.

Da bei uns allerdings die Schranktür oft einen Spalt offen steht, (weil die Wärme aus der darunter liegenden Heizung  austreten soll), würde das Licht unnötig brennen.

Abhilfe schafft ein zusätzlicher Kippschalter als Stromunterbruch, sodass auch bei offener Tür das Licht nicht unnötig brennt.

Knifflig war einzig in ein 22 mm dickes Brett ein Loch von 20 mm Durchmesser zu bohren. Aber auch dies ist gelungen.

Nun können wir unsere Klamotten im Schrank sicher besser sehen und auch die diversen Elektronikgeräte der SAT- und Internet-Anlage sind schön beleuchtet.

Das Stromkabel kann am Verteiler in diesem Schrank angeschlossen werden. Es war der letzte freie Anschluss und der wird jetzt sogar doppelt belegt, da noch ein Kabel zur nächsten Baustelle führen muss.

Zusammenfassung

Sorry -, ist man erst einmal wieder zuhause, sind die Tage dermassen ausgefüllt, dass diese Zusammenfassung laufend verschoben wird.

Dabei ist es ja schön, dass wir von den Kindern, Enkeln, Freunden und Verwandten freudig erwartet und überall eingeladen werden.

Unseren Mobi haben wir inzwischen, gerade noch vor der ersten Kälte, innen und aussen gereinigt und winterfest gemacht.

Die gründliche Wäsche war auch nötig.

Alles ist danach wieder spiegelblank.

 

Hier nun die verspätete Zusammenfassung:

– 139 Tage (20 Wochen) unterwegs

– 7410 Kilometer gefahren

– Ø 53 Kilometer pro Tag

– Ø 10.8 l / 100km Dieselverbrauch

– 112 Übernachtungen auf Stellplätzen

–   10 Übernachtungen auf Campingplätzen

–     8 Übernachtungen auf Parkplätzen

–     2 Übernachtungen in freier Natur

–     7 Übernachtungen bei Privat

 

Fazit:

Ausser einer Reifenpanne verlief die Tour ohne Zwischenfall. Der Kratzer im toten Winkel vorne, bei einer engen Einfahrt mit Schlagbaum entstanden, hätte nicht unbedingt sein müssen.

Die neuen Lithiumbatterien (anfangs der Tour gegen die schwächelnden, erst 3-jährigen AGM-Batterien ersetzt) haben sich bestens bewährt. Wir waren nur ganz selten am Landstrom angeschlossen. Die Solarzelle hat genug Energie erzeugt. Auch als die Sonne einmal einige Tage nicht schien, hatten wir nie unter 80% Batteriekapazität.

Geräte wie Laptop, Tablet, Telefon, Fotoapparat, Rasierapparat, Zahnbürsten, Nespresso-Maschine u.a. wurden mit dem Inverter über die 200Ah 12-Volt-Batterien geladen.

Der Sommer war in diesem Jahr überall in Europa sehr heiss. Wir mussten jedoch fast nie leiden, da wir die heisseste Zeit an der Atlantikküste verbrachten, wo immer etwas kühlender Wind geht.

Frankreich ist landschaftlich, kulturell und kulinarisch ein Genuss und ein Paradies für Reisemobilisten. Stellplätze en masse an den landschaftlich schönsten Lagen und oft sogar kostenlos von Gemeinden, Weinbauern und Höfen zur Verfügung gestellt. Überall findet man Entsorgungsstellen, Frischwasser und Abfallcontainer. Die Abfalltrennung ist in Frankreich vorbildlich organisiert. Man könnte auch «wild» übernachten, wo dies nicht ausdrücklich verboten ist, was aber in Anbetracht der vielen offiziellen Plätze nie nötig war.

 

In den Niederlanden ist das Übernachten hingegen auf öffentlichem Grund verboten. Es ist auch nicht gestattet, wenn man «Fahruntüchtigkeit» deklarieren würde.

Dementsprechend lassen sich die Stell- und Campingplätze gut bezahlen.

Die Logik von Angebot und Nachfrage muss man einem Niederländer nicht erklären (Michael ist ja selbst ein halber). So haben wir in Küstennähe im überlaufenen Zeeland auch schon mal 49 Euro für einen Stellplatz bezahlt (notabene von 21 Uhr abends bis 9 Uhr morgens!).

Daran muss man sich erst gewöhnen, wenn man gerade aus dem günstigen Frankreich kommt.

In anderen Landesteilen der Niederlande sieht die Stellplatz-Situation dann wieder besser aus.

Wir lernten wunderschöne neue Landstriche und Orte im Landesinneren kennen. Die Strassen sind überall sehr gut. Links und rechts der schmalen Landstrassen befinden sich fast immer Kulturland oder Wassergräben, meistens auch beides. Da vermissen wir Parkplätze oder wenigstens kleine Ausbuchtungen für einen Foto-Stopp.

 

Deutschland liegt dann schon auf der Rückreise. Unser Erlebnishunger ist da, – nach 117 Tagen -, bereits spürbar geringer. Trotzdem begeistert uns die landschaftliche und kulturelle Vielfalt. Ob nun im Emsland, im Westerwald, im Naturpark Nassau, oder am Main, im Odenwald und später auf der schwäbischen Alp und im Schwarzwald. Auch wenn wir nicht mehr so viel besichtigt haben, genossen wir jeden Tag. Es blieb auf der Rückreise auch Zeit für den einen oder anderen Besuch bei lieben Freunden und Verwandten. Diejenigen, die wir ausgelassen oder verpasst haben, besuchen wir beim nächsten Mal.

Wir hätten noch lange so weiterreisen können. Das muss man selbst erlebt haben, sonst glaubt das keiner.

Und so freuen wir uns schon auf die nächste Tour. Ziele gibt es noch genug.

 

Die To-Do-Liste am Mobi ist diesmal kaum erwähnenswert. Nur noch einige nice-to-have Ergänzungen.

(aber Michael wird trotzdem noch etwas zum Basteln finden).

139. Tag: Wehr – Zuhause

139. Tag, Donnerstag, 11. Oktober 2018

Die Nacht war nicht kalt. Der heutige Tag beginnt mit Hochnebel.

Wir lassen uns Zeit und quatschen noch mit Nachbarn.

Der eine hat auf seinem Anhänger so einen motorisierten Gleitsegler dabei. Was es doch alles gibt!

Wir machen noch Basiseinkäufe für die ersten Tage zuhause und fahren um 14:32 über den Rhein und in Schweiz ein.

Jetzt zieht es uns doch nach Hause, deshalb fahren wir Autobahn.

Unterwegs erreicht uns eine SMS von Christiane, unserer ältesten Tochter: Falls wir bei ihr einen Zwischenhalt machen wollen, der Kaffee sei bereit.  –  Also machen wir noch einen kleinen Abstecher. Die Freude des Wiedersehens ist nach so langer Zeit gegenseitig gross. Die zwei Enkel sind schon wieder gewachsen.

Kurz vor Bern, bei der Raststätte Grauholz, benützen wir die saubere Entsorgungsstation.

Wenig später verlassen wir bei der Ausfahrt 33 die A1 und sind bald zu Hause.

Unsere Nachbarin hat uns einen herzlichen Empfang bereitet.

Nun wird gleich der ganze mobile Hausstand aus dem Mobi ausgeladen. Und wieder hatten wir viel zu viele Klamotten dabei. Warme Kleidung haben wir nie gebraucht.

Wir müssen uns wieder an das stationäre Leben gewöhnen. Es wird eine Weile dauern, bis wir uns wieder zurecht finden.

Eine Zusammenfassung der Tour folgt in den nächsten Tagen

Gefahren: 140 km

138. Tag: Singen – Wehr, beim Ludingarten

138. Tag, Mittwoch, 10. Oktober 2018

Auch heute fängt der Tag neblig an.

Im Laufe des Tages kommt die Sonne wieder durch und unterstreicht die herbstlich gefärbte Natur. Bei unserer Mittagspause ist es schon sonnig.

Bilder von unterwegs

Den vorletzten Tag unserer Tour wollen wir gerne  noch am Rhein verbringen. Leider sind die (wenigen) 6 Stellplätze in Laufenburg schon alle belegt. Auch der grosse Stellplatz in Bad Säckingen für 60 Reisemobile ist total voll.

So landen wir etwas weiter in Wehr auf einem sehr schönen und ruhigen Platz. Allerdings nicht mehr am Rhein.

Wir unternehmen einen Spaziergang in Wehr.

Es ist ein warmer Tag geworden.

Die Leute sitzen auf dem Marktplatz im Eiscafe.

Auch wir lassen uns von solchen hier angebotenen üppigen Kreationen verführen. Allerdings bleiben wir bescheiden bei je 2 Kugeln Eis.

Mit den letzten Sonnenstrahlen kommen wir zurück zu unserem Stellplatz.

Zum letzten Mal auf dieser Tour entsteht unser allabendlicher Blogeintrag im Mobi. Morgen wollen wir „schon“ (nach 20 Wochen!) zuhause sein.

Gefahren: 100 km

137. Tag: Horgenzell – Singen, am Landesgartenschaugelände

137. Tag, Dienstag, 9. Oktober 2018

Die Sonne kommt heute erst am Nachmittag richtig durch.

Wir verlassen Horgenzell Richtung Salem und kommen an grossen Sonnenblumenfeldern vorbei, – leider ohne Sonne.

Es ist eine hübsche Landschaft.

Überall in der Bodenseeregion sehen wir Obstplantagen.

Dieser Obstbauer betreibt einen Hofladen und ein Hofcafe. Ein wunderbares Anwesen.

Hier tummeln sich Ziegen und Schafe.

Gegen Mittag sind wir in Singen.

Dort will Michael in diesem Fotogeschäft ein kleines Dankeschön für den grossartigen Service im Zusammenhang mit der Reparatur der Kamera vorbeibringen. Wir wurden  vor einem Jahr Kunde, weil hier das neu auf den Markt gekommene Modell schon erhältlich war.

Nachmittags gehen wir dann zu zweit auf Geschäftebummel.

Der Weg in die Stadt führt durch das hübsche Gelände der ehemaligen Landesgartenschau.

Beim Narrenbrunnen von Gero Hellmuth fragt Renate nach dem Weg.

In der Kirche liegt noch die Dekoration vom Erntedankfest am letzten Sonntag.

Gefahren: 70 km

136. Tag: Horgenzell, Stellplatz Alpenblick

136. Tag, Montag, 8. Oktober 2018

Es soll wieder ein ruhiger Tag werden.

Ein wenig lesen, mailen, einkaufen, kochen und schon ist Nachmittag.

Dann packt uns doch noch der Ergeiz und wir unternehmen eine Radtour.

Bald kommen wir an einer riesigen Erdbeerplantage vorbei.

Es werden die Triebe abgeschnitten. Im Winter kommt eine Fliesfolie darüber, um die Pflanzen vor Frost zu schützen.

Diese Bank steht so schön in der Sonne. Da muss man einen Halt und ein Foto machen.

Im Weiler Winterbach

Die Apfelbäume hängen übervoll

beim Weiherhof

Sehr sympathisch: Mutter/Kind-Tierhaltung

Wir schauen bei einer Sägerei zu

Diese Maschine packt den Baumstamm und sägt ihn vollautomatisch zu Brettern oder Balken, je nachdem, was gewünscht und programmiert wird.

Der Herbst-Raps

Wunderbar, diese Herbstfärbung der Bäume.

Zurück beim Stellplatz schauen wir auf der Karte unsere Route an. In Holland ist es flacher.

Abends werden unsere Fahrräder wieder eingepackt, denn morgen soll es wieder weitergehen.

Den Sonnenuntergang haben wir fast verpasst.

Gefahren: 0 km

135. Tag: Horgenzell, Stellplatz Alpenblick

135. Tag, Sonntag, 7. Oktober 2018

Wir machen uns heute wieder einen schönen ruhigen Tag.

Der Nachbar lädt seinen Quadix auf den Anhänger und fährt weiter.

Das warme Wetter ermöglicht, dass wir den Tag im Freien verbringen können.

Nachmittags kommt Erich wieder und wir spielen bis zum Eindunkeln Boule.

Das war’s für heute.

Gefahren: 0 km

134. Tag: Horgenzell, Stellplatz Alpenblick

134. Tag, Samstag, 6. Oktober 2018

Heute Morgen war der Himmel bedeckt. Erst nachmittags drückte die Sonne leicht durch.

Der Reisemobilstellplatz Alpenblick macht seinem Namen heute keine Ehre. Dazu müsste die Fernsicht besser sein.

Wir erkunden den Ort per Fahrrad.

In der Nähe der Kirche stehen noch einige alte Gebäude.

Sonst sehen wir nur neue Häuser mit moderner Architektur.

Wir kommen am Friedhof vorbei und erfahren von einer Einheimischen, dass dies der katholische Friedhof sei.

Der evangelische Friedhof liegt ganz am anderen Ende von Horgenzell. Diese Trennung ist neu für uns.

Viele moderne Plastiken schmücken den Ort.

Am Nachmittag war es angenehm warm. Trotzdem kann man eine Jacke vertragen.

Am Horizont zieht immer wieder der Zeppelin vorbei, der von Friedrichshafen aus Rundflüge veranstaltet.

Wir spielen Boule und haben bald eine Horde Kinder aus der Nachbarschaft um uns. Alle wollen sie unsere Magnete ausprobieren, mit denen wir die Kugeln vom Boden hochheben.

Später kommt dann Erich dazu, der schon gestern hier für sich alleine spielte.

Wir spielen eine Weile zu dritt gegeneinander. Plötzlich fällt Renate ein, dass sie ja kochen wollte/sollte.

Erich und Michael spielen bis zur Dunkelheit weiter.

Da nützen alle Grimassen nichts, Erich ist nicht zu schlagen.

Wieder erleben wir eine prächtige Abendstimmung.

Gefahren: 0 km

über unsere Erlebnisse mit dem Reisemobil