Der nächste Winter kommt bestimmt

Da wir aller Voraussicht nach nicht im Winter unterwegs sein werden, musste unser Mobi winterfest gemacht werden.

Vorher wollten wir aber unseren Frischwassertank und beiläufig auch den Grauwassertank reinigen.

Meine Hoffnung war auch, dass die Füllstands-Anzeigen danach wieder richtig funktionieren. Die Sonden seien nur verkalkt, meinte mein Vertragshändler.

Der Frischwassertank hat eine Inspektionsöffnung. Am Boden konnten wir eine leichte Ablagerung feststellen. Es sah unkritisch aus, aber die Reinigung ist sicher sinnvoll und soll auch für ein besseres Gefühl sorgen.

p1180879Ich hatte in unserem Lagerbestand den Tankreiniger „Schleimpur“ von Dr. Keddo sowie das Produkt „Puratank“ von Yachtikon.

Meine total unbegründete Wahl für diese erste Reiniggung fiel auf das Produkt „Puratank.  Dr. Keddo muss noch etwas warten.

Zuerst entleerte ich den Warmwasserboiler, damit dieser auch das Reinigungsmittel aufnehmen konnte. Gemäss Anleitung wurden Frischwasser und Reinigungsmittel in den Tank gefüllt. Dann öffnete ich einen nach dem anderen: den Wasserhahn in Küche, Bad und Dusche und zwar sowohl in Stellung kalt, als auch in Stellung warm. So konnten alle Leitungen das Reinigungsmittel abbekommen. Das abgepumpte Wasser sollte noch nicht in den Grauwassertank fliessen. Deshalb hatte ich es mit einer Schüssel aufgefangen und wieder dem Frischwassertank zugeführt. Dann fuhr ich mit dem, etwa zu 70% gefüllten, Frischwassertank etwas in der Gegend herum, damit die Tankwände auch gereinigt wurden. Nach mehr als 24 Stunden fuhr ich noch einmal etwas schaukelnd herum und pumpte danach die Reinigungslösung vom Frischwassertank in den Grauwassertank. Dort durfte die Sauce auch noch mindestens 24 Stunden wirken.

Zum Schluss der ganzen Aktion wurden Frischwasser- und in folgedessen auch der Grauwassertank noch 2 mal nachgespült. Fazit: Der leichte Belag im Frischwassertank war weg. Die Füllstandsanzeigen funktionieren auch wieder. Super!

Abschliessend wurden alle Tanks, inkl. Boiler und alle Leitungen geleert, wonach unser Wassersystem nun winterfest sein sollte. Der Tank für die Scheibenwaschanlage bekam auch noch die frostsichere Füllung.

Wir sind bereit. Jetzt kann der Winter kommen.


 

Wagenwaschen, auch das muss sein.

Nach 5 Monaten und der langen Reise war auch wieder einmal eine gründliche Aussenreinigung unseres Mobi’s fällig. Nicht unbedingt Michael’s Lieblingsbeschäftigung.

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Der gröbste Schmutz liess sich mit dem Kärcher gut entfernen. Danach war aber Handarbeit angesagt. Die hässlichen Regenstreifen, die sehr hartnäckig sein können und überall dort entstehen, wo das Wasser vom Dach läuft, liessen sich mit dem Caravan- und Bootsreinigungsmittel der Firma Dr. Keddo recht einfach entfernen. Ein paar Spritzer von diesem Konzentrat in Wasser verdünnt und mit einer Bürste aufgetragen, beseitigt den Schmutz ohne grossen Kraftaufwand. Auch die anschliessende Lackkonservierung ging eigentlich spielend leicht. Trotzdem -, bis die Fläche von ca. 50 qm zweimal bearbeitet war, machten sich schon einige unbekannte Muskelpartien bemerkbar. Entschädigt wird man durch ein perfektes Resultat: Alles glänzt wie neu. Das Wasser perlt wunderbar ab und Schmutz sollte sich nicht so schnell festsetzen.

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Zum Saisonschluss

Schönes Herbstwetter zog uns noch zu kurzen Ausflügen hinaus.

Einmal an den Murtensee, nur 30 Kilometer von zuhause entfernt. p1180601Wir spazierten am See entlang und bebachteten einen Standup-Paddler wie er über das Wasser glitt. Der Parkplatz am See wird tagsüber mit Automaten bewirtschaftet. Nachts ist es kostenlos.


Ein anderes Mal fuhren wir an den Schwarzsee, der auch nur 45 Kilometer entfernt ist.

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Die Trampelpfade der Kühe sind durch die flachstehende Sonne gut zu sehen. In ca 1.5 Stunden ist man um den See spaziert, der idyllisch auf 1045 m ü. M. liegt.

Hier am See können Camper nur tagsüber auf den kostenpflichtigen Parkplätzen stehen.

 


 

Am 2. Oktober fuhren wir spontan noch einmal für ein paar Tage in Richtung Jura und Elsass.

An Neuenburg vorbei führte unser Weg in den Jura hinauf Richtung Le Locle.

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p1180624Auf dem Weg zum „Col de la Tourne“  (1166 m ü. M.), hatten wir immer wieder prächtige Aussicht auf den Neuenburgersee.

p1180633Sogar unseren Ex-Hafen „Portalban“ konnten wir aus dieser Perspektive heranzoomen.

p1180649Im Ort „Les Ponts de Martel“ gibt es einen kleinen Stellplatz der Gemeinde für 4 Camper, mit Strom, Frischwasser und Entsorgungsstation. Und dies alles kostenlos! Einzigartig für die Schweiz. Leider werden die Plätze auch oft von PKWs der Besucher der Eishalle eingenommen.

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In der Nacht gab es, trotz Nebel, den ersten Nachtfrost. Wir warteten ab, bis sich die Sonne langsam durchgesetzt hatte, um die Rundwanderung im nahen Hochmoor zu starten.

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p1180654Trotzdem war es noch saukalt, sodass wir uns beeilten, um wieder in unsere warme „gute Stube“ zu kommen.

p1180659Aber dieser Weg durch’s Moor mit Lehrpfad, sogar 2sprachig beschildert, ist interessant und sehr schön angelegt.

Diashow vom Moorsee bei „Les Ponts de Martel“

 


p1180674Weiter führte unsere Fahrt über den „Col-des-Roches“ an den „Lac des Brenets“.

p1180673Der Doubs ist hier natürlich aufgestaut, dies nach einem Felssturz vor einigen Tausend Jahren in das hier schluchtartige Tal.

p1180671Es hatte sehr wenig Wasser nach dem trockenen Sommer. Man könnte mit dem Rundfahrtboot bis zum Wasserfall, dem „Saut du Doubs“, fahren. Das dauert ca. 1.5 Stunden.

p1180681Wir fuhren weiter und steuerten „Consolation-Maisonette“ an, wo gemäss unserem Führer ein Standplatz ist. Es geht von ca 900 m ü. M. steil bergab an das Flüsschen „Le Dessoubre“.

p1180686Den Standplatz bei einem alten Kloster gibt es wohl, aber es ist alles trostlos und verlassen. Noch stehen die Tafeln, auf denen hausgemachtes Brot und Fleischwaren angeboten werden. Aber alles leere Versprechungen, denn der Laden war zu. Das Kloster scheint geschlossen zu sein.

p1180694So zogen wir weiter. Immer talwärts am Bach entlang. Anfangs war es noch recht eng und schattig. Es gab nur wenig Möglichkeiten zum Anhalten, um die imposante Landschaft im Bild festzuhalten. Dann wurde das Tal offener und wir erreichten Montbéliard.

p1180701Hier ist an zentraler Lage ein Standplatz der Stadt. Aber man steht so eng, dass wir froh waren, keine breitere Aufbautür zu haben. Aber für eine Nacht war das akzeptabel und erstaunlich ruhig. Der Platz ist kostenlos. Für Strom und Frischwasser zahlt man. Das ist ok.

p1180722Am nächsten Tag schauten wir uns den Ort etwas näher an. Die Hafenanlagen am Rhein-Rhone-Kanal sind neu und topmodern. p1180713Einige Häuser der Altstadt sind etwas hergerichtet, die meisten aber, und besonders die Kirche mit dem Bretterverschlag, machten auf uns einen sehr herunter gekommenen Eindruck. p1180711

p1180710Es scheint, als herrschte schon beim Bau der Kirche Geldmangel, denn es reichte nur für einen Kirchturm.

Diashow von Montbéliard

 


p1180745Wir fuhren dann weiter und kamen, eher zufällig, bis nach Hirtsbach. Auch hier gibt es einen kostenlosen Standplatz beim ehemaligen Bahnhof, der 1968 stillgelegt wurde.

p1180740Der schmucke Ort zieht sich am namengebenden Bach entlang. Links und rechts stehen alte, aber wunderbar hergerichtete Häuser. Wir landeten bei unserem Rundgang auf dem kleinen Wochenmarkt für regionale Produkte. Gerne deckten wir uns mit reichlich Trauben sowie verschiedenen Brotsorten ein.

p1180726Vorbei an der schönen Kirche „St. Mauritius“ kamen wir zurück auf unseren Standplatz.

Diashow von Hirtsbach

 


Am 5. Oktober fuhren wir dann via Basel wieder nach Hause.

 

4 Tage  unterwegs, gefahren 385 km


 

Rückreise aus dem Norden (Dänemark – Deutschland)

Fortsetzung vom Donnerstag, 1. September

P1170405Die Fahrt von Helsingborg nach Helsingör/Dänemark dauerte nur ca. 20 Minuten.

 

 

P1170406Vom Wasser aus begrüsste uns die mächtige Kronsborg.

 

 

 

P1170410Wir fuhren zum Parkplatz beim Hafen, den wir von der Hinreise schon kannten. Diesmal jedoch lag hier Freund Frank mit seiner Nordborg 32 „IRITIRIDI“ im Hafen.

P1170413Das Wiedersehen ergab sich, da er hier auf Franz, einen weiteren Segelfreund wartete. Unser Fahrzeug fand sein Interesse und P1170425 (1)auch sonst gab es eine Menge zu erzählen. Abends, nach der Ankunft von Franz, waren wir alle zusammen gemütlich essen und danach noch auf einen Absacker bei uns im Mobi.

 

 

 


 

Freitag, 2. September

P1170426Der Tag begann mit Sonnenschein. Bald zogen aber Wolken auf und es regnete auch kurz. Aber die Luft war nicht kalt.

 

P1170436Auf unserem Bummel durch Helsingborg landeten wir bei der Marienkirche und dem Kloster, das König Erik von P1170432Pommern 1439 den Karmelitermönchen schenkte. Das heutige Bauwerk gilt als die am besten erhaltene Klosteranlage im Norden mit einer bewegten Geschichte.

P1170441Bei einem Rundgang im Hafen realisierten wir erst dessen Grösse mit mehreren verschiedenen Hafenbecken. In einer Ecke rostete ein grosses P1170443Segelboot vor sich hin. Was für eine Geschichte steckt wohl dahinter?

 

 

 

P1170448Abends waren wir wieder mit Frank und Franz in der Stadt zum Essen und heute dann zum Absacker bei Frank auf seinem Boot. Es war ein sehr unterhaltsamer Abend.

 

Gefahren: 0 km

 

 

 


 

Samstag, 3. September

P1170449Das Wetter war heute Morgen alles andere als eindeutig. Es tröpfelte sogar kurz. Dann aber blieb es den ganzen Tag über trocken und zeitweise sonnig.

P1170454Wir verabschiedeten uns von Frank und Franz auf der IRITIRIDI, die heute auch südlich weiter segeln wollen.

 

P1170455Wir fuhren an der Küste entlang Richtung Kopenhagen. Schon nach etwa 10 km stiessen wir in Humlebæk auf das P1170456Museum „Louisiana“. Es soll eines der schönsten für moderne Kunst in Europa sein. Wir wurden nicht enttäuscht. Rund um eine alte Villa sind neue P1170506Museumsbauten entstanden, die sich homogen in den Park mit alten Bäumen einfügen. Aus den Galeriegängen mit den Exponaten schaut man auch P1170472immer wieder auf den Öresund sowie die Skulpturen im Park. Ebenso schön wie diese sind die Jahrhunderte alten Bäume, fanden wir.

 

 

P1170542Weiter des Weges kamen wir an der Küstenstrasse laufend an traumhaften Villen und Parkanlagen am Öresund vorbei. Es P1170539waren viele Segler unterwegs. Die „IRITIRIDI“ konnten wir aber nicht ausmachen. Kopenhagen umfuhren wir auf der Autobahn. Unser zuerst angesteuerter P1170559Stellplatz in KØGE war einer Baustelle zum Opfer gefallen. Es hätte uns in diesem Industriegebiet ohnehin nicht gefallen. Wir fuhren weiter nach P1170562RØDVIG, wo wir beim Hafen einen sehr ordentlichen Stellplatz fanden. Heute gab es wieder viel zu sehen und das muss nun verarbeitet werden.

 

 

 

Gefahren: 130 km

 

 

 

Bilder vom Museum „LOUISIANA“

 

 

Rest des Tages

 


 

Sonntag, 4. September

P1170577Im Gegensatz zu gestern war das Wetter heute Morgen sehr eindeutig, nämlich nass. So machten wir uns einen ruhigen P1170576Sonntag. Als der Regen für kurze Zeit etwas nachliess, marschierten wir ein wenig die nähere Umgebung ab. Es steht hier beim Hafen eine Kopie von P1170575Rødvigs Wahrzeichen, der Flint-Ofen. In dem wurden vor 100 Jahren Feuersteine gebrannt. Am Ende der Bucht sieht man Stevn Klint, wo zwischen den P1170564Kalkschichten der Fischton zu finden ist. Dann steht da auch ein „Wohnwagen-Kunstwerk“: sieht aus wie aus Sand und ist auch tatsächlich aus Sand. Natürlich P1170580nur aufgeklebt. Der Regen trieb uns wieder zurück, doch wir „angelten“ uns beim Fischladen noch schnell warme Brötchen mit Lachs. Am Nachmittag trommelte der Regen P1170581zeitweise so stark auf’s Dach, dass Michael die Kommentare zur TV-Übertragung des F1-Rennens kaum verstand. Dazu stürmte es so stark, dass die Fischerfahnen P1170582und andere Windindikatoren waagerecht auswehten. Was für ein Schietwetter. Michaels Hose, mit der er kurz draussen war, hing nun zum Trocknen. Doch da uns P1170585sonst an nichts fehlte, war das auszuhalten, ja sogar richtig gemütlich. Trotzdem hoffen wir auf besseres Wetter. Wir möchten ja noch gerne irgendwo ein paar Tage „Sommerferien“ machen.

 

Gefahren: 0 km

 

 

 


 

 

Montag, 5. September

P1170589Heute schien die Sonne wieder. Da sah die Welt doch schon wieder ganz anders aus. Trotzdem verspürt Michael langsam eine gewisse P1170592mentale Sättigung, nachdem was wir in den letzten 14 Wochen alles erlebt haben. Wir fuhren weiter, nachdem wir in Rødvig „Zentrum“ noch kurz angehalten P1170595hatten. Da war aber nicht viel Sehenswertes zu entdecken. Auf der Küstenstrasse kamen wir an schönen Motiven vorbei und sahen auch wieder Tannenbaum-Plantagen. In P1170624Kalvehavn überraschten wir im Hafen Frank und Franz, die hier nach ihrer gestrigen heftigen und nassen Segeletappe von 43 sm neue Kräfte sammelten. Mit der P1170631Brücke nach Møn vor uns tranken wir zusammen Kaffee bei uns im Mobi und fuhren dann in westlicher Richtung nach Vordingborg weiter. Hier überquerten wir das P1170633Wasser auf einer Brücke, die unser Navi verweigerte. Logisch, denn sie ist nur für Fahrzeuge mit max. 2.5 Meter Breite ausgeschildert. Wir P1170640haben 2.35 m plus Aussenspiegel und sind dann leicht darüber. Alles ist gut gegangen. In Sakskøbing suchten wir den Stellplatz (wieder) vergeblich. Aber wir fanden einen guten P1170642Parkplatz für die Nacht ganz in der Nähe des Hafens. Auf unserem Bummel in die Stadt sahen wir zuerst einem Berliner zu, der sein „Belly Boat“ P1170649ausprobierte. Man sitzt darauf mit den Beinen im Wasser und bewegt sich mit Flossen vorwärts. Wasserdichte Hosen sind dabei empfehlenswert. Was sich Angler so alles antun!

 

P1170645Dann sahen wir ganz tolle Hausboote. Die sind hier an Wasser, Strom und Kanalisation angeschlossen.

 

P1170652Das Städtchen selbst hat eine nette Geschäftsstrasse. Aber um 17 Uhr schliessen alle! Renate ergatterte noch kurz vorher P1170655eine Sommerhose. Wenn das kein Optimismus ist! Viele Ladenlokale sind auch permanent geschlossen oder zu vermieten. Eine florierende Stadt sieht anders aus. Das Männlein auf dem Bild hat nicht gemerkt, dass es nicht mehr regnet.

Gefahren: 115 km

 

 

 


 

Dienstag, 6. September

Wir feierten heute den 100sten Tag unserer Reise!

P1170665Das Wetter schenkte uns dazu sogar Sonnenschein. Auf den letzten Kilometern im schönen Dänemark genossen wir noch P1170675einmal diese weite flache Landschaft und das prächtige Kulturland. In Rødby Havn fuhren wir auf die Fähre, die uns in 45 Minuten nach Puttgarden auf Fehmarn / P1170711Deutschland brachte. Wir fanden in der Nähe von Burg bei einem Camping einen Platz, der uns sehr behagt Die Insel ist flach wie ein P1170716Pfannkuchen, also ideal für Velotouren.

Die erste führte nach Burgtiefe, wo sich viele Badegäste am schmalen Ostseestrand tummelten.

 

P1170718Ein kleiner Markt gehört auch dazu, wo man einheimisches Gemüse, aber auch Fehmarn-Likör oder den Playboy-Kuss in Flaschen bekommt.

P1170708Wir feierten unser Jubiläum mit Fleisch vom Grill, Salat und einer guten Flasche Rotwein. Renate konnte endlich wieder einmal eine deutsche Zeitung lesen. Alles ist gut.

Gefahren: 45 km

 

 


 

Mittwoch, 7. September

P1170721Das Wetter war heute wieder wunderprächtig. Es gibt hier viele Hasen, die Renate morgens früh fotografieren konnte. Renate P1170722nützte auch wieder einmal die Gelegenheit hier waschen zu können. Aber leider ist unser Internetzugang heute ganz plötzlich gestört. Keine P1170726Ahnung warum. Warten – Probieren – Anruf bei Filiago, unserem Provider – Der Zukauf weiterer Gigabites brachte auch (noch) keinen Erfolg. So muss es eben vorläufig ohne gehen. Nur nicht P1170725zeigen, wie abhängig wir schon sind! Also machten wir wieder eine Velotour. Erst nach links mit Ziel Leuchtturm. Da wurde aber der Weg so schlecht, dass wir umkehrten. Also P1170727fuhren wir in die andere Richtung. Beide stellten wir fest, dass uns heute das Hinterteil wehtat. Scheint so, als seien wir doch noch nicht so P1170724abgehärtet. Am Hafen von Burgtiefe, den Michael vom Segeln her kannte, machten wir kehrt. Unterwegs gönnten wir uns Fischbrötchen, die aber nicht so der Hit waren. Renate P1170728kochte abends ein leckeres Essen mit Kuskus. Michael übte sich in Handarbeiten. Es war so mild, dass wir draussen essen konnten. Es blieb viel Zeit. Keine Bilder hochladen, keinen Blog schreiben. Dafür Zeit zum Spazieren und Kartenspielen.

Gefahren: 0 km

 

 


 

Donnerstag, 8. September 2016

P1170730Wieder ein sonniger Tag. Michael führte einige Telefonate wegen der gestörten Internet-Verbindung. Gegen Mittag waren wir wieder im WWW. P1170734Heute wollten wir noch etwas mehr von Fehmarn sehen. Zuerst fuhren wir nach Burgstaken, wo uns eine Adresse genannt wurde, bei der man P1170733Alugasflaschen nachfüllen lassen kann. Das hat auch bestens geklappt. Beim Hafen wäre ein U-Boot und ein Seenot-Rettungsboot zu besichtigen, was wir jedoch P1170738übersprangen. Viel lieber gingen wir in ein Fischlokal und assen ganz fein zu Mittag: Renate Matjes und Michael Heilbutt, beides mit Bratkartoffeln. Das war sehr lecker.

 

P1170743Dann fuhren wir nach Burg, das touristische Zentrum der Insel. Die schönen Bauten haben uns sehr gefallen, aber der P1170749viele Verkehr mitten durch die Stadt ist eine Katastrophe. Wir schauten uns die hübsche St. Nikolai-Kirche an, entstanden Anfang des 13. Jahrhunderts. P1170756Der älteste Gegenstand ist ein sechseckiges Taufbecken aus Bronze von 1301. Danach machten wir noch einen Abstecher nach Orth, wo ausser vielen Surfern nicht so viel P1170762zu sehen war. Zum Übernachten fuhren wir auf den „alten Stellplatz am Südstrand zurück“, wo uns die verschiedenen Nachbarn wieder sehr herzlich begrüssten.

P1170768Der Sonnenuntergang erschien heute in Form einer angestrahlten Wolke.

 

 

Gefahren: 45 km

 

 

 


 

Freitag, 9. September

P1170770Noch einmal ein sonniger Tag. Wir sind schon richtig im Ferienmodus. Keine Ziele, wenig Aufgaben, einfach geniessen! Doch P1170785unternahmen wir immerhin eine Strandwanderung. Die Strandkörbe stehen schon für’s Winterlager bereit. Der Strand ist hier aber nicht sehr schön. Schmal und P1170809kaum gepflegt, wobei letzteres eventuell an der Nachsaison liegt. Trotzdem wird hier eine Strandkarte verlangt.

 

 

Unsere Schatten-Spielchen zeigen, wie Alberto Giacometti wohl seine Figuren entstehen liess.

 

 

P1170818Überall in den Gärten hoppelten Hasen herum. Sie waren aber sehr scheu und vorsichtig. Sobald man zu nah kam, verschwanden sie in ihren Erdlöchern.

P1170822Weniger scheu erlebten wir abends beim Grillieren eine Möwe. Die wollte uns ganz hemmungslos das Fleisch vom Grill klauen. Wir traten P1170824ein kleines Stückchen ab, was sie bedenkenlos vom Grill holte.

Wir spielten wieder Karten bis gegen Mitternacht.

 

Gefahren: 0 km

 

 


 

Samstag, 10. September

P1170825Schon wieder ein prächtiger, sonniger Tag. Die platzeigende Solaranlage produziert viel Strom.

 

P1170833Heute verzichteten wir auf die Strandwanderung, zugunsten von noch mehr relaxen.

 

 

P1170830Auf marinetraffic verfolgten wir die AIS-Signale der Freedom und Iritiridi, bis sie in der Dyvig einträchtig nebeneinander im Hafen liegen. Ein Bild, das bald Nostalgie-Wert bekommen wird.

P1170835Die Sonne ging schon 19:38 hinter den Büschen unter. Um 20 Uhr ist es dann schon dunkel.

 

 

 

Abends packte Michael doch noch der Ehrgeiz und er führte die letzten Tage, nach der Internet-Störung, im mobiblog nach. Schliesslich soll unsere treue Fan-Gemeinde doch mitbekommen wie gut es uns geht.

 

Gefahren: 0 km

 

 

 


 

Sonntag, 11. September

P1170843Heute wollten wir wieder einmal weiter ziehen. Fünf Nächte waren wir hier gewesen, soviel wie vorher noch an P1170847keinem Platz auf dieser Reise. Es stimmte eben auch mit dem Wetter. Das Abmelden ging sehr freundlich und humorvoll über die Bühne. Vor Burg erfreuten wir uns noch einmal an dem mit Blumen eingefassten Feld.

P1170854Schon bald überquerten wir die Brücke über den Fehmarn-Sund und waren dann auf dem Festland.

 

P1170866Bei Scharbeutz hielten wir für einen kurzen Blick auf Strand und Ostsee an und assen ein Brötchen mit Matjes. Man muss hier, in P1170863der Lübecker Bucht, für den Zugang zum Stand 3 Euro/Tag bezahlen. Immerhin sind Jugendliche bis 18 Jahre frei. Der Parkplatz kostet 1 Euro extra pro Stunde. Trotzdem herrschte hier ein riesiger Betrieb. P1170894Dann kamen wir nach Lübeck, wo wir immer wieder gerne durch die Stadt laufen. Das Rathaus mit seiner Rokoko-Fassade -,

 

P1170883das Haus der Schiffergesellschaft, wo wir in alter maritimer Ambiance früher schon gut gegessen hatten -,

 

P1170939die St.-Jakobi-Kirche, mit der Pamir-Kapelle im Gedenken an das tragische Schiffsunglück von 1957 -,

 

P1170879das Heiligen-Geist-Haus, das seit dem Mittelalter bis ins Jahr 2000 als Altenheim diente -,

 

 

P1170907das mittelalterliche Holstentor, als Wahrzeichen der Hansestadt und all die schönen Ecken und Strassen. Wir sahen auch Bausünden, die weniger ins Bild passen.

P1170925In der Fleischhauer Strasse konnten wir ein aufwändig restauriertes Haus besichtigen. Es braucht schon viel P1170926Mut und finanzielle Mittel, so ein historisches Gebäude bewohnbar zu machen. Eigentlich hatten wir in Lübeck übernachten wollen, aber dann fuhren wir doch noch bis Mölln auf einen kleinen Stellplatz.

P1170956Die Landschaft ist hier schon nicht mehr ganz so flach. Tagsüber war es sehr warm gewesen und noch abends um 22 Uhr zeigte das Thermometer gleich viel, nämlich 22°.

 

Gefahren: 145 km

 

 

Der heutige Tag unterwegs

 

 

Rundgang in Lübeck

 


 

Montag, 12. September

P1170968Sonne pur, von morgens bis abends. Von unserem Standplatz waren es zu Fuss nur 10 Minuten nach Möllln.

 

P1170973Der als Eulenspiegel-Stadt bekannte Ort liegt am Elbe-Lübeck-Kanal. Die mittelalterlichen Häuser drängen sich um den Hügel, auf P1170977der die um 1200 erbaute St.Nikolaikirche steht. Diese war leider nicht zugänglich. Unterhalb der Kirche steht das Denkmal Till Eulenspiegel’s. Dieser Schelm hat P1170984zeitweise in Mölln gelebt und soll 1350 hier gestorben sein. Wir spazierten den Ort auf minimalem Weg ab, denn es wurde bald recht heiss.

 

P1170994An Lauenburg vorbei, dass wir vom Anfang unserer Reise schon kannten, war das Schiffshebewerk bei Scharnebeck unser nächste Ziel.

 

P1180005 Hier waren wir zwar vor einigen Jahren schon einmal, aber diese Ingenieursleistung ist immer wieder beeindruckend. Die P1170998Hubhöhe beträgt 38 Meter. Der Trog, in dem die Schiffe angehoben werden, ist 100 Meter lang, 12 m breit und 3.4 m tief. Dadurch kann der Elbe-Seitenkanal befahren werden. Hauptsächlich mit Gütern Richtung Hamburg oder zum Mittellandkanal. P1180007Auch hier verschmachteten wir schier bei dieser Hitze. Renate zählte 190 Stufen zur oberen Ebene.

 

 

P1180012Unser Mobi stand auf dem Parkplatz zwar im Schatten, aber trotzdem war es für den Mittagsschlaf viel zu heiss.

 

P1180015Weiter ging es durch die wunderbare Landschaft, vielfach durch lange schattige Wälder. Wir steuerten einen vielversprechenden
P1180019Standplatz aus unserem Führer an: In Kirchlinteln (östlich von Bremen) auf einem Bauernhof, mit Strom und Dusche/WC. Als wir dort ankamen, gab es diesen Platz offiziell P1170997nicht mehr. Die Betreiber hatten verkauft und neu nun ein Gut in Brandenburg übernommen. Die neue Besitzerin hatte jedoch Erbarmen mit uns und lies uns für P1180020eine Nacht bleiben. Mit Dusche/WC, jedoch ohne Strom. Wir waren froh, nicht weiter suchen zu müssen und standen sehr romantisch. Michael fand sogar ein Loch zwischen den Bäumen, sodass wir Satelliten-Empfang hatten. So konnte der Blog nachgeführt werden.

 

Gefahren: 165 km

 

 

Rundgang durch Mölln

 

 

 

Schiffshebewerk und Fahrt

 


 

Dienstag 13. September

P1180022Schade, dass dieser Standplatz auf dem Bauerngut nicht mehr betrieben wird. Es war romantisch hier. Durch dieses Loch zwischen den Bäumen hatten wir Satellitenzugang.

P1180028Wir fuhren weiter mit Ziel Stolzenau. Schon bald wurde es wieder über 30 Grad heiss. Wir waren froh, dass wir für unsere Mittagspause einen schattigen Platz finden konnten. P1180034In Stolzenau gab es dann ein freudiges Wiedersehen mit Waltraud und Dieter. Unser Mobi fand ganz knapp Platz in der Einfahrt. Den Nachmittag P1180035verbrachten wir in ihrem schönen schattigen Garten bei Kaffee und feinem selbstgebackenen Pflaumenkuchen. P1180039Abends waren wir zuerst zum Essen im nahen Gartenrestaurant (gut, aber viel zu viel) und danach zum Absacker wieder im häuslichen Garten unter der Pergola. Es war ein milder P1180041schöner Sommerabend und die Zeit verging bei angeregten Gesprächen wieder viel zu schnell. So blieb auch keine Zeit für unseren heutigen Blogeintrag.

 

Gefahren: 65 km

 

 

 


 

Mittwoch, 14. September

P1180045Heute gab es nicht nur den gewohnten Apfel zum Frühstücks-Kaffee, sondern richtig frische Brötchen mit Honig und Konfitüre P1180044und Ei und Lachs etc. Es war sehr fein, obwohl wir nach dem üppigen gestrigen Abendessen doch eigentlich eher hätten fasten sollen.

 

 

P1180059Dermassen verwöhnt fuhren wir weiter in Richtung Hameln, bekannt durch die Rattenfänger-Sage. Auf unserem P1180057Bummel sahen wir malerische schöne alte Häuser und Gassen in der Altstadt.

 

 

 

P1180074Dann fuhren wir weiter an der Weser entlang, die sich durch das meistens sehr breite Tal schlängelt.

 

P1180111In Bad Karlshafen fiel uns ein imposanter Bau auf. Bei unserem Halt erfuhren wir, dass dies das Packhaus zum vorgelagerten P1180112ehemaligen Hafen war. Landgraf Carl begann hier im 18. Jahrhundert das Projekt eines Wasserweges über Weser, Diemel, Fulda, Lahn bis zum Rhein. Davon wurde jedoch lediglich das Teilstück Karlshafen bis Hümme fertig, da die Arbeiten nach dem Tod des Grafen eingestellt wurden.

P1180118Sehr interessant ist auch das Pegelhäuschen, auf dem die (Hoch)-Wasserstände der Weser dokumentiert sind. Spät kamen wir P1180136auf einen Standplatz in Hannoversch Münden, wo die Flüsse Werra und Fulda zusammen stossen und als Weser weiter fliessen. Dies alles wollen wir uns dann morgen anschauen.

 

Gefahren 205 km

 

Bummel durch Hameln

 

 

Bummel durch Bad Karlshafen

 

 

Bilder des Tages

 


 

Donnerstag, 15. September

P1180147Der Stellplatz für Reisemobile liegt genau auf der Landzunge, wo Fulda und Werra zur Weser werden.

 

P1180142Diese Tafel informiert über die Versalzung der Werra durch die Abwässer der Kali-Industrie in DDR-Zeiten. Da dies für P1180146den Fischbestand nicht gut ist, besonders bei Niedrigwasser, wird schon lange an der Reduzierung der Schadstoffe gearbeitet. P1180163

 

Hannoversch Münden ist eine sehenswerte mittelalterliche Stadt mit schönen Fachwerkhäusern. P1180182Eine enorme Aufgabe für die Eigentümer und die Stadt. Diese ist, wie wir hörten, dadurch enorm verschuldet. Die Menschen hier schienen uns besonders offen zu sein. Die Zeiten, als P1180208das Geld aus den Abgaben der Schiffsfrachten sprudelten, sind jedenfalls vorbei. Touristen kommen busweise, die werden in historischen Gewändern durch die Stadt geführt.

P1180218Es wurde auch heute schnell wieder sehr heiss. Gegen Mittag fuhren wir weiter mit Ziel Fulda. Auf der Autobahn kamen wir P1180221schnell voran. Die ist hier in ausgezeichnetem Zustand und verläuft in weiten Kurven immer wieder hoch und runter durch die hier richtig hügelige Topografie. Auf dem Stellplatz fast im P1180223Zentrum in Fulda fanden wir einen schönen schattigen Platz (und trotzdem Satellitenzugang). Es war viel zu heiss, als dass wir uns heute noch eine weitere Stadtbesichtigung P1180228antun wollten. Bei milder Temperatur sassen wir draussen zum Essen und auch dieser Bericht entsteht noch im Freien. Im Hintergrund hört man Grillen zirpen. Doch auch der Verkehr ist nicht zu überhören.

 

Gefahren: 120 km

 

 

Hannoversch Münden

 


 

Freitag, 16. September

P1180230Das Bild zeigt Michael gestern Abend. Es war so warm, dass wir noch lange im Freien sitzen konnten. In der Nacht hatte es leicht P1180242geregnet, aber morgens war es wieder trocken, und wir machten uns zu einem Rundgang in Fulda auf. Es waren nur etwa 800 Meter zu laufen vom Standplatz bis zum P1180244Dom. Er ist nicht nur das Wahrzeichen Fuldas, sondern die bedeutendste Barockkirche Hessens. Sie wurde 1704 bis 1712 gebaut. Das P1180266Stadtschloss und der angrenzende Schlossgarten aus der gleichen Epoche diente als Residenz der Fürst-Äbte und späteren Fürst-Bischöfe. Die kirchlichen Bauten dominieren den ganzen Ort.

P1180273Am frühen Nachmittag fuhren wir dann auf der Autobahn weiter, an Frankfurt vorbei, in Richtung Miltenberg. Erst in Klingenberg P1180281mit seinen steilen Weinbergen machten wir unsere Kaffeepause. Wir beschossen, Albrecht und Regina, die heute Geburtstag hatte, in Bürgstadt zu überraschen. Nach Kaffee und Kuchen machten wir den nächsten Gästen Platz. Den Abend verbrachten wir bei Edeltraud und Peter, einem Jahrgangskollegen von Michael. Es war, wie immer, ein lustiges Wiedersehen. Leider verpassten wir vor lauter Freude bei den Besuchen Fotos zu machen.  Zum Übernachten fuhren wir zu einem Standplatz am Main.

 

Gefahren: 160 km

 

 


 

Samstag, 17. September

P1180288Wir haben erstaunlich gut geschlafen auf dem Standplatz direkt an der Mainstrasse. Der Verkehr liess nachts stark nach. P1180297Ausserdem hatte Michael sich etwas in die Ohren gesteckt, während Renate etwas herausnehmen konnte, damit es ruhig um uns wurde. Die Sonne zeigte sich heute nicht so oft, P1180302aber es war immer noch angenehm warm und trocken. So zogen wir wie Touristen durch Miltenberg, obwohl es uns wohlbekannt ist. Sonst könnten wir hier jetzt keine Bilder zeigen.

P1180304Vom Grauberghaus, wo Michael seine Kindheit verbracht hatte.

 

 

P1180320Von der evangelischen Kirche, wo wir 1965 geheiratet hatten.

 

 

P1180296Vom Haus Turmeck, das damals noch Restaurant war und einen schönen Rahmen für unsere Hochzeits-Feier bot.

 

P1180293Die Mainbrücke, mit der Pfarrkirche und der Mildenburg im Hintergrund.

 

 

P1180308Die Häuser beim Schnatterloch, wo der Brunnen leider verhüllt war.

 

 

P1180317Das Hotel Riesen, welches als ältestes Gasthaus Deutschlands angepriesen wird.

 

 

P1180323Nachdem wir (und unsere Blog-Besucher) auf dieser Reise schon so viele Fachwerkbauten gesehen haben, ist beim Würzburger Tor nun wirklich Schluss.

P1180328Weitere Freunde, die wir hier noch besuchen wollten, waren gerade nicht da, und so zogen wir gegen Mittag durch den schönen Odenwald weiter.

P1180336Bald stand uns der Sinn nach einer Rast, etwas Verpflegung und etwas Ruhe und steuerten dazu einen Waldweg an.

 

Danach fuhren wir noch weiter nach Sinsheim, wo uns der Führer einen guten Platz angezeigt hatte. Alles ist sauber und neu von der Stadt P1180362angelegt worden. Zwar fährt eine Regionalbahn nahe vorbei, die würde aber nachts nicht mehr fahren, – sagte man uns. Die Aussentemperatur war immer noch P1180360angenehm. Nicht mehr für kurze Hosen, aber warm genug, um diesen Bericht im Freien zu schreiben.

 

 

Gefahren: 85 km

 

 

 

Miltenberg

 

 

 

Unterwegs bis Sinsheim

 


 

Sonntag, 18. September

P1180364Es war ein Regentag, fast ohne Unterbruch. Morgens warteten wir auf dem Stellplatz lange bis der Regen einen P1180369Moment nachliess, um das Stromkabel einzuholen und unser Abwasser zu entsorgen. In Sinsheim etwas zu besichtigen fiel leider dem schlechten Wetter zum Opfer. P1180373Schnell waren wir auf der Autobahn. Schon lange vor Karlsruhe meldete unser Navi den Stau. Wir folgten dem Rat seiner Alternativ-Route. Dort kamen wir gut voran bis zu unserem Ziel in Rastatt-Förch. Wir wurden von Ingrid und Werner und Hund Felix herzlich empfangen und sehr verwöhnt. Da wir uns lange nicht gesehen hatten, gab es bis spät in die Nacht und bei Rotwein aus der Region viel zu erzählen.

 

Gefahren: 95 km

 

 


 

 

Montag, 19. September

P1180380Die Sonne schien heute wieder. Jedoch war es tagsüber immer mal wieder bewölkt. Nach einem ausgedehnten und reichhaltigen P1180382Frühstück (heute ohne Apfelschnitze) mussten wir Abschied nehmen. Wir hoffen, uns recht bald wieder sehen zu können.

 

 

P1180412Wir fuhren Richtung Freudenstadt. Zuerst auf der „Schwarzwald-Tälerstrasse 462“ und später auf der „Deutschen P1180410Alleenstrasse 294″ durch eine wunderbare Landschaft. Oben auf ca. 850 m.ü.M.  war es recht frisch mit kurzen Hosen. Für einen ausgedehnten Spaziergang fehlte P1180419heute die Zeit, aber hier sollten wir noch einmal herkommen. Freudenstadt wirbt mit dem grössten Marktplatz von 216 x 219 Metern. Wir haben es nicht nachgemessen. Hübsch sind auch die Arkaden ringsum.

P1180461Auf kleinen kurvigen Strassen entlang der „kleinen Kinzig“ ging es wieder hinunter ins Kinzigtal, vorbei an einem alten Bauernhaus bis nach P1180464Wolfach und unserem Standplatz in Halbmeil. Nach einigem Rangieren gelang uns doch noch die Satelliten-Verbindung herzustellen, so konnten die Beiträge von gestern und heute nachgeführt werden.

Gefahren: 105 km

 

 


 

Dienstag, 20. September

P1180469Der Stellplatz in Wolfach Halbmeil hat eine super Infrastruktur. Strom, Frischwasser und Spülwasser-Abfluss an jedem Platz. Die P1180477Duschen sind deluxe und bei der Ausfahrt kann man perfekt entsorgen. Seit 4 Jahren wird der Platz von einem Paar aus der Schweiz geführt. Wir beobachteten einen Bergbauern, P1180480der seine Wiese am Hang ferngesteuert mähte. Unsere Weiterfahrt führte wieder durch den Schwarzwald. Dem werden mancherorts grosse Wunden zugefügt, um Steine zu brechen.

P1180491Wir sahen viele Rapsfelder, was für uns im Herbst neu ist. An Rottweil vorbei kamen wir nach Talheim zu Renates Patenkind Tobias P1180507(wobei dieses Kind inzwischen ein erwachsener Mann ist und eine Frau und 3 Kinder hat). Im loftartig gestalteten Wohnraum spielt sich alles ab. Kochen, Essen, Spielen und P1180523Relaxen. Wir verbrachten einmal mehr einen langen und sehr gemütlichen Abend zusammen. Kurz vor Schluss gab es noch ein vertrauliches Demo-Video, wie man in P1180526dieser Familie die ersten Zähne der Kinder zu ziehen pflegt. Zum Übernachten fanden wir in der Nähe einen öffentlichen Parkplatz, allerdings ohne Internet-Zugang.

 

Gefahren: 60 km

 

 

 


 

Mittwoch, 21. September

P1180528Die Nacht war kühl, aber wir konnten ja heizen. Heute war wieder strahlend blauer Himmel.

 

 

P1180535Als wir weiterfuhren, kam Laurin gerade aus der Schule. Wir mussten ihm noch unsere Gastflagge erklären, die wir in dem entsprechenden (Aus) – Land setzten.

P1180536Vorbei an Donaueschingen ging unsere Fahrt vom schönen Südschwarzwald durch das Wutach-Tal Richtung Waldshut im Rheintal.

P1180539Zwischen Blumberg unten Fützen musste unser Mobi ein Gefälle von 15% meistern.

 

 

P1180544Der Stellplatz in Laufenburg war leider bereits voll, so fuhren wir weiter und fanden in Bad Säckingen einen guten Platz, ganz nahe am Rhein.

P1180547Eine schmucke alte Holzbrücke über den Rhein verbindet das deutsche und schweizerische Säckingen miteinander.

 

P1180555Wuchtig steht hier das Fridolinsmünster. Zuerst im romanischen Stil erbaut, nach einem Brand im gotischen Stil wieder errichtet, P1180563wurde sie später mit Elementen des Barockstils erneuert.

 

 

P1180564In der Nähe geht es weltlicher zu: zur Einkehr locken die „Fuchshöhle“ und der „Schwarze Walfisch“. Obwohl die Sonne scheint, wird es nun abends deutlich kühler. Der Herbst ist da.

Gefahren: 100 km

 

 

Morgen geht es über die Grenze in die Schweiz. Dann sind es nur noch ca. 120 Kilometer bis nach Hause.

 


Zusammenfassung


– 116 Tage (fast 18 Wochen) waren wir unterwegs

– 9’105 Kilometer sind wir gefahren

– Ø  78 km pro Tag

– Ø 10.6 l / 100 km Dieselverbrauch

– 74 Übernachtungen auf Stellplätzen

– 12 Übernachtungen auf Campingplätzen

– 11 Übernachtungen auf Parkplätzen

–   7 Übernachtungen in der freien Natur (im Norden erlaubt)

– 11 Übernachtungen privat (Besuche)

 

Fazit:

Es war eine ganz tolle Zeit.

Wir waren nie krank und hatten keinerlei Panne.

Wir fühlten uns auf dem kleinen Raum auch nie eingeengt.

 

Nach etwa 100 Tagen spürte Michael eine gewisse Sättigung, d.h. das Interesse für neue Erlebnisse lies nach.

Renate hingegen wäre gerne noch länger unterwegs gewesen. Ihr gefiel das Herum-Zigeunern!

Unser Ziel, unterwegs öfter mal an einem Ort länger zu bleiben, haben wir allerdings verfehlt.

Erst gegen Schluss der Reise passten Standplatz und Wetter auf Fehmarn ideal zusammen, um mehrere Tage zu bleiben.

Oft wäre der Platz geeignet gewesen, aber es gab zu viel Regen (Norwegen) oder Wind (auf Rømø).

 

In bester Erinnerung bleiben die schönen Tage bei unseren Freunden Bo und Margit sowie bei Ulla in Schweden, den Verwandten Jochen und Ingrid mit Tochter Katharina. Unvergessen auch die Treffen mit den Segelfreunden Waltraud und Dieter, sowie mit Frank und Franz. Gerne denken wir auch an die Besuche bei Freunden und Familie auf der Heimreise: in Miltenberg, in Rastatt und in Talheim.

Unterwegs hatten wir auch immer wieder interessante Bekanntschaften mit anderen Campern gemacht. Mit einigen wenigen werden wir sicher in Kontakt bleiben.

 

Wir meinen:

Deutschland hat landschaftlich und kulturell unglaublich viel zu bieten, was vielfach unterschätzt wird oder unbekannt ist.

Dänemark ist auch wunderbar, besonders die tollen Nordseestrände. Betrüblich empfanden wir die vielen „til salg“-Häuser, da nur an Inländer verkauft werden darf.

Norwegen hat uns mit seiner wilden Natur, den Fjorden und dem vielen Wasser begeistert, auch wenn es vielfach von oben kam. Landschaftlich erinnert vieles an die Schweiz.

Schweden hat eine wunderbare Vielfalt. Dabei kamen wir nie über Mittelschweden hinaus.

Die Westküste mit seinen meist kahlen Felsen hat uns schon immer begeistert.

Um die riesigen Seen Vänern und Vättern herum könnte man vergessen, dass man sich im Binnenland befindet. Dazu tausende kleine Seen, grosse Wälder, einsame Buchten und überall versteckte Sommerhäuser an idyllischer Lage.

Aber auch die Ostküste hat uns gut gefallen. Hier sind die vielen kleinen Fjorde und Inselchen bewaldet. Es ist grüner. Die Insel Öland hingegen ist wieder ganz anders. Viel karge Landschaft und trockener. Es soll hier auch sonniger sein, was uns jedoch versagt blieb. Wir sahen hier auffallend mehr Reisemobile auf den Strassen als anderswo.

Alle diese Länder haben noch so viel Platz und freie Natur. Das alleine ist schon wohltuend und eine Reise wert.

 

Das Standplatz-Angebot im Norden ist sehr gut. Besonders reichhaltig in Deutschland und Dänemark. In Schweden darf man auf öffentlichem Grund 24 Stunden frei und kostenlos stehen, was wir jedoch selten ausnützten.

Das Preisniveau der kostenpflichtigen Standplätze ist am tiefsten in Deutschland (Ø € 11.-), gefolgt von Schweden (Ø € 16.-) und Dänemark (Ø € 18.-). Am teuersten war Norwegen (Ø € 21.-).

Von diesem Angebot und erst recht von diesen Preisen können wir in der Schweiz nur träumen. Hier hat man uns Reisemobilisten (noch) nicht nötig oder nicht erkannt, dass diese auch Geld bringen.

Skandinavien hat ein anderes Gas-System für Tauschflaschen, das nicht kompatibel mit unserem ist.

Da wir jedoch meistens auf Plätzen mit Stromanschluss standen, reichte unser Gasvorrat (2 x 11 kg) problemlos.

An der deutsch/dänischen Grenze haben sich Firmen etabliert, die angebrochene Gasflaschen nachfüllen.

Nach 6 Wochen haben wir in Süderlügum/D einmal 10 kg nachfüllen lassen. Nach weiteren 10 Wochen waren es beim Hafen Burgstaaken/Fehmarn noch einmal 8 kg, die verbraucht waren.

Damit geht unsere grosse Reise zu Ende.


 

Schweden, du hast uns wieder !

Fortsetzung nach dem letzten Tag (5.8.16) in Norwegen

 

Samstag, den 6. August

P1150794Heute Nachmittag hatten wir uns bei Verwandten angemeldet, die bei Mangskog “ j.w.d.“ ein Ferienhaus besitzen. P1150792Auf dem Weg dorthin machten wir zuerst Halt bei einer Trabrennbahn. Eine riesige Anlage mit Stallungen, Koppeln, Restaurant und Museum. Einige Sulkis drehten ihre P1150799Runden. Sonne und Regen wechselten sich auch heute wieder ab. Weiter auf dem Weg reichte es in einer Trockenphase zu einem Waldspaziergang, P1150800immer in der Hoffnung, einem Elch zu begegnen. Der urwüchsige Wald liess solche Gedanken zu. Später hielten wir bei einem Rastplatz an einem See für unsere P1150808Mittagspause. Ein altes Fischerboot war hier als Schutzhütte umfunktioniert worden. In Arnika sahen wir auf der Durchfahrt die schönen Anlagen. Da P1150810wollen wir vielleicht in den nächsten Tagen noch einmal hin. Ab Mangskog begann die Suche nach dem Ferienhaus, in dem Jochen und Ingrid P1150815mit der jüngsten Tochter Katharina gerade einige Zeit verbringen. Es gibt dort keine Strassennamen oder Hausnummern, und wir hatten nur vage Angaben. Dank der Lotsenhilfe über P1150816Handy erreichten wir dann das Ziel. Die letzten drei Kilometer auf einer Naturstrasse schepperte unser Mobiliar gewaltig. Das Haus liegt total versteckt, abseits der P1150818Strasse, in einer prächtigen Natur. Die Zufahrt war für unser Vehikel allerdings nicht zu überwinden. Zu steil bei diesem durchgeweichten P1150819Boden. Nach Kaffee und Kuchen machten wir einen Spaziergang durch einen „Märchenwald“ zum Nachbarhaus. Die Natur ist hier traumhaft schön. P1150825Später gab es ein reichhaltiges Abendessen mit Süsswasser-Krebsen. Anschliessend noch spezielle Käsesorten, die eine, in der Nachbarschaft lebende, Holländerin P1150821herstellt. Es gab viel zu erzählen und die Zeit verging viel zu schnell. Kurz vor Dunkelheit wurden wir von Jochen zu einem See in der Nähe geleitet, wo wir einen ebenen Platz fanden. Traumhaft, diese Idylle hier! Wegen der hohen Bäume gen Süden haben wir allerdings keinen Zugang zum Internet. So wird dieser Tagesbericht später in den Blog gestellt.

 

 

Gefahren: 120 km

 

 

 


 

Sonntag, den 7. August

P1150834Wir schliefen bestens und lange. Erst bei Tageslicht konnten wir die wunderbare Umgebung P1150835wahrnehmen. Wir standen auf einer kleinen Lichtung am See, umgeben von urwüchsigem dichten Wald, so versteckt, dass man den Mobi schon nach wenigen Metern kaum noch P1150836sah. Wir folgten einem Trampelpfad, der durch den Wald führte. Der dicke Moosteppich fühlte sich an, als liefe man auf Schaumgummi. Dazwischen gedeiht ein reiches Angebot P1150841an Heidelbeeren und Pfifferlingen. Mittags kamen Ingrid, Jochen, mit Tochter Katharina und Hund Timmy. Sie haben hier ihr Floss zu liegen und luden uns P1150851zu einer Seefahrt ein. Das abenteuerlich aussehende Fahrzeug, das Jochen so genial aus 3 Surfbrettern unter einer Plattform gebaut hatte, stellte sich als genügend P1150855stabil heraus, jedenfalls für diesen See. So tuckerten wir gute 2 Stunden herum und staunten über die Ausmasse dieses weit verzweigten P1150852Gewässers, umgeben von dichten Wäldern. Auf der Landkarte realisiert man die Grösse nicht und die kleinen bewaldeten Inselchen sind gar nicht eingezeichnet. Längst konnten wir nicht alle Seitenarme abfahren, zumal auch P1150859das Wetter alles andere als stabil war. Doch Jochen hatte das im Griff und wir kamen trocken zurück. Timmy sprang schon 5 Meter vom Ufer entfernt vom Floss. P1150862Er hatte grossen Druck auf der Blase. Jochen hatte auf seinem morgendlichen Trainingslauf so viele Pfifferlinge gesehen und später dann P1150865gepflückt, dass wir abends alle, zusammen mit unserem Grillfleisch, ein köstliches Essen davon hatten. Leider war das Wetter nicht geeignet, um draussen grillieren P1150867und essen zu können. Es gäbe dazu so schöne Ecken auf dem grossen Anwesen. Da wir weit auseinander wohnen und uns gegenseitig nicht so oft treffen, gab es sehr viel Gesprächsstoff. Und es war wieder saugemütlich. Spät in der Nacht brachte uns Ingrid wieder zu unserem Standplatz zurück.

 

Gefahren: 0 km

 

 


 

Montag, den 8. August

P1150873Trotz des leichten Regens wollte Michael vor der Abfahrt noch eine Schale Heidelbeeren pflücken. Die P1150877wachsen direkt hinter dem Mobi. Als wir das traumhafte Plätzchen verliessen, regnete es so stark, dass man den See kaum noch sehen konnte. Unterwegs wechselten sich P1150881Sonne und Regen in kurzer Abfolge. Unser Ziel war Arvika, wo wir auf der Durchfahrt schöne Anlagen gesehen hatten. Der Ort war aber heute P1150890sehr menschenleer, nach dem am Wochenende ein Fest stattgefunden hatte. Auch die Kirche war bereits geschlossen. Auch auf dem riesigen Stellplatz für Reisemobile standen P1150901wir lange ganz alleine. Ein heftiger Sturm rüttelte an den Bäumen und am Mobi. Aber wir hatten Satellitenempfang und konnten die letzten Tage im Blog nachtragen und die Mails nachlesen.

P1150906Immer wieder fuhren unglaublich lange Güterzüge mit Baumstämmen beladen vorbei.

 

 

Gefahren: 35 km

 

 

 


 

Dienstag, den 9. August

P1150910Wir kamen heute schon um 9 Uhr weg, was für uns ungewöhnlich früh ist. Es war auch tatsächlich trocken. Also hatten wir P1150912umsonst den asphaltierten Standplatz gewählt. Ein anderer, aber unbefestigter Platz am Ort wäre schöner und ruhiger gewesen, aber mit lauter P1150913Löchern, die sich bei Regen füllen. Wir fuhren die Strasse 175 am Glafsfjorden entlang. Es stürmte und der See zeigte Schaumkronen. Auch beim Fahren spürten wir die Windböen, P1150920besonders auf Halbwindkurs. Die Gegend hier ist nur noch leicht hügelig. Wir sahen auch blühende Rapsfelder und Wiesen, wie bei uns nur im Frühjahr. Bei einem kleinen P1150921Weiler gab es (wieder) ein Wikinger-Museum, aber unser Bedarf war noch gedeckt. Bei Karlstad kamen wir an den Vänern See (Eckdaten dazu am Schluss). In der P1150926Ferne sahen wir eine Papierfabrik. Dorthin wurde wohl auch das viele Holz per Bahn und per Schiff transportiert. In der Stadt war es schwierig einen Parkplatz zu finden. P1150932Michael spürte auch das stürmische Wetter im Kopf und brauchte einen Mittagsschlaf. Ausserhalb, bei einem Einkaufszentrum, P1150938fanden wir eine ideale Stelle. Da gab es zuerst Müsli, verfeinert mit den selbstgepflückten Heidelbeeren. Unser heutiges Ziel war ein Standplatz in Kristinehamn mit P1150943Waschgelegenheit im Angebot. Um etwa 15 Uhr waren wir dort und bekamen gerade noch den letzten Platz mit Strom. Wir wurden sehr freundlich empfangen, inklusive Instruktion der P1150946Waschmaschine. Die Standplätze liegen entlang der Hafenmole. Speziell erwähnenswert ist die vorbildliche Entsorgungsstation: Chromstahlbecken mit Wasser-Spülung zum Entleeren der Toilette.  Daneben ein Handwaschbecken mit Seife und Papierhandtüchern. Alles blitzblank!

 

Gefahren: 150 km

 

 

 

 

Hier einige Daten zum Vänern See:

Fläche: 5’648 km2

Höhe ü.M.: 44 m

Grösste Tiefe: 106 m

Uferlänge: 2’000 km

Anzahl Inseln und Schären: 22’000

Um den Vänern auf dem Landweg zu umrunden, müsste man 420 km zurücklegen.

Der See versorgt über 700’000 Menschen mit Trinkwasser.

Der Vänern stellt ein Drittel der gesamten Süsswasservorräte Schwedens dar.

Die gesamte Weltbevölkerung hätte auf seiner Wasserfläche Platz.

 


 

Mittwoch, 10. August

P1150970Das Wetter war trüb und kühl. Wir haben auf dem Standplatz alles, was wir brauchen. Sogar ein Lidl ist hier um die Ecke. P1150948Grund genug für einen Ruhetag und Zeit, um Mails zu schreiben sowie diverse Handarbeiten zu erledigen.

 

 

 

P1110200Auch die vielen Akkus und Geräte wurden wieder einmal nachgeladen. Was da alles zusammen kommt, ist im Inventar am Schluss aufgeführt.

P1150949Der Heizlüfter und die Kaffeemaschine liefen heute mehr als wir. Wir hatten einfach keine Lust bei 13 Grad im Regen zu spazieren.

 

P1150954Erst spät am Nachmittag wagten wir dann doch einen Rundgang durch den Ort. Im 18. und 19. Jahrhundert war P1150955Kristinehamn eine der wichtigsten Häfen für die Verschiffung von Eisen. In dieser Blütezeit trafen sich die Hüttenbesitzer und Kaufleute, um Geschäfte zu tägigen. Heute ist es eine Kleinstadt mit schönen Anlagen und Geschäften.

P1150964Witzig fanden wir die Gedenktafel für Adam und Eva. Das waren hier zwei Kanadische Pappeln von 1820. Heute sind nur noch die P1150965Baumstümpfe zu sehen. Adam erreichte 20 Meter Höhe und 5.5 m Umfang. Eva wurde 24 m hoch, blieb bei einem Umfang von 4.3 Meter aber P1150963vergleichsweise schlank. Das hat doch menschliche Parallelen. Den Abend läutete ein feines Essen mit rohem und geräucherten Lachs mit Kartoffeln und Salat ein.

 

P1150977Dann gab es plötzlich ein Lichtspektakel, als sich die Sonne doch noch einmal kurz zeigte.

P1150978Nach Redaktionsschluss wollen wir noch Karten spielen.

 

 

 

 

Gefahren: 0 km

 

 

 

Zum Aufladen:

– 2 Mobil-Telefone

– 2 Zahnbürsten

– 1 Tablet

– 1 LapTop

– 4 Kamera-Akkus

– 1 Rasierapparat

– 1 LED Tischleuchte

– 1 LED Arbeitsleuchte

– 1 Akku-Bohrmaschine

– ohne Gewähr für Vollständigkeit.

 


 

Donnerstag, 11. August

P1150980Erstmals seit Tagen schien am Morgen wieder einmal die Sonne. Michael war schon früher auf als Renate und unter der P1150987Dusche, was selten vorkommt. Nach dem Frühstück fuhren wir zu einer Skulptur von Picasso, die ca. 6 km ausserhalb von Kristinehamn steht. Sie soll die Seeleute willkommen heissen. Mit einer Höhe von 15 Metern und einem Durchmesser von 1.65 m dient sie auch als Landmarke.

P1150996Entlang des ganzen 6 km langen kanalähnlichen Sunds vom Vänern bis Kristinehamn liegen Boote. An P1150999Land steht ein Ferienhaus neben dem anderen. Grosse gepflegte Grundstücke sorgen dafür, dass dies hier trotzdem schön anzusehen ist.

 

 

P1160003Unsere weitere Fahrt nach Karlskoga war nur kurz. Die Stadt stellt hier einen Standplatz zur Verfügung, der nicht nur schön am See P1160006liegt, sondern auch Strom, WC, Dusche, Frischwasser und Entsorgungsstation hat. Das alles auch noch kostenlos. Das haben wir so noch nie erlebt. Da wir früh P1160011ankamen, konnten wir noch unter freien Plätzen wählen. Schon um 13 Uhr sassen wir in der Sonne beim Kaffee. Leute vom örtlichen Touristikbüro machten Fotos und Filmaufnahmen mit einer Drohne. So kann man uns wohl bald über den link unten auf youtube sehen.

P1160014Dunkle Wolken zogen auf, doch noch sassen wir in der Sonne beim Kartenspielen.

Bald fielen die ersten dicken Tropfen und wir P1160018flüchteten schnell in den Mobi. Später hagelte es sogar noch.

 

 

P1160023

Der Spuk war aber rasch vorbei. So liefen wir im Trocknen zum Einkaufen und für einen Rundgang in P1160025den Ort. Die Stadt gedenkt Alfred Nobel, der die letzten dreieinhalb Lebensjahre in Björkborn Herrgard bei Karlskoga verbrachte.

 

P1160027Nach einem feinen Fischessen gab es zum Dessert noch frische Heidelbeeren. Der Blick durch unser Heckfenster P1160028auf den See ist toll. Zum Abschluss des schönen Tages zauberte die Abendsonne noch eine leuchtend farbige Wolke an den Himmel.

 

 

 

 

Gefahren: 40 km

 

Werbevideo des Touristenbüros für den Stellplatz Karlskoga

 

 


 

Freitag, 12. August

P1160029Den Morgen konnten wir noch in der Sonne geniessen. Es blies ein kühler Wind, aber im Lee hinter dem Mobi war es angenehm warm. In Ruhe etwas zu lesen, tat uns beiden gut.

P1160033Mittags begann es zu nieseln, was alsbald in Dauerregen überging.

 

 

P1160041Unser guter Vorsatz, uns am Nachmittag zu bewegen und noch einmal in den Ort zu wandern, fiel also ins Wasser. Unser Sport fand heute beim Olympia-Fernsehen statt.

P1160030Renate hatte Gelegenheit Sudoku zu lösen. Michael las in seinen alten Wohnmobil-Zeitschriften. Auch das genossen wir durchaus.

Version 2

Jedoch schauen wir neidisch auf die Fotos im Facebook, wo unsere Enkel an der Sense in der Sonne liegen.

 

P1160032Grosse Ereignisse waren heute nicht mehr zu erwarten, weshalb die Redaktion früh Feierabend machte.

 

Gefahren: 0 km

 

 


 

Samstag, 13. August

P1160047Hurra, es war trocken am Morgen und es wurde immer sonniger. Wir verliessen diesen vorzüglichen Standplatz heute, P1160050um Ulla in Örebro zu treffen. Vorher erledigten wir noch den technischen Service mit Frischwasser nachfüllen, sowie Abwasser- und WC-Entsorgung bei der hier sauberen Einrichtung.

P1160064

 

Die Fahrt nach Örebro bei Sonnenschein und guten Strassen war sehr entspannt und auch nicht sehr lange. Auf dem P1160082IKEA-Parkplatz trafen wir Ulla, wie vereinbart. Sie geleitete uns zum Sommerhaus ihres Sohnes Martin am Vättern See bei Askersund, da bei ihrer Stadtwohnung P1160102für unser Gefährt kein gescheiter Parkplatz in der Nähe ist. Über Naturstrassen ging es durch Felder und Wälder und wir waren froh einen Pilotwagen vor uns P1160103zu haben. Das Sommerhaus ist traumhaft gelegen, auf Felsen gebaut und mit Sicht auf den eigenen Bootsplatz und die schwimmende P1160098Sauna. Dank unserer Auffahrkeile stehen wir ziemlich gerade. Die Nachbarschaft fährt hier Ferrrari und Mercedes-Cabrios. Ulla und Renate hatten sich viel zu P1160106erzählen. Die Freundschaft hält nun schon 60 Jahre. Bei einem Spaziergang in der Umgebung fing es abends doch wieder an zu regnen. Ulla servierte uns ein köstliches Essen. Ein guter Rotwein sorgte für die angenehme Bettschwere.

Gefahren: 120 km

 

 

 


 

Sonntag, 14. August

P1160124Wir konnten es fast nicht glauben, aber es war tatsächlich sonnig, als wir wach wurden. Das Sommerhaus hier liegt am Nordende P1160119des Vättern mit prächtiger Aussicht auf den See. Ein erster Segler kreuzte schon früh vorbei. Ulla wollte uns die Umgebung zeigen. Zuerst besuchten wir Schloss Stjernsund, P1160133dessen Geschichte bis ins 17. Jahrhundert zurück geht. Von 1823 bis 1860 war es auch in königlichem Besitz. Der alte Baumbestand im P1160131Park hat uns am meisten beeindruckt. Es gibt auch eine kleine Ausstellung alter Autos und Kutschen. Aber auch den Kaffee und Kuchen haben wir genossen. Augusta P1160138Cassel, die letzte Besitzerin, vermachte es 1951 an die Kgl. Schw. Akademie für Geschichte und Altertümer, um es als Kulturdenkmal zu erhalten.

 

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Anschliessend fuhren wir nach Askersund. Dieses Städchen liegt auch am Vättern. Nette Kaffees und Läden für traditionelles P1160153Handwerk zog viele Leute an, besonders bei so schönem Wetter wie heute.

 

Auch eine Leuchtboje war darunter.

 

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Den Brunnen hatte wohl ein Schelm mit Waschpulver leicht verändert.

 

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Etwas erhöht liegt die Kirche. Sie hat eine bewegte wie auch bewegende Geschichte, bis sie 1670 eröffnet werden konnte. Die P1160161Witwe des ersten Financiers heiratete den reichen Grafen Soop, der auch gerade Witwer geworden war und beide vollendeten den Bau.

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Mit einem kurzen Abstecher zu einem schönen Badestrand am See fuhren wir zurück zum Sommerhaus.

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Hier genossen wir das schöne Wetter, die intakte Natur hier (wer hat schon einen Ameisenhaufen auf seinem Anwesen) und hatten es lustig P1160181zusammen. Wieder zauberte Ulla uns ein leckeres Abendessen aus ihren Vorräten: Eine spezielle Suppe und eine schwedische Quarkspezialität. Müde von dem schönen Tag zogen wir uns früh zurück. Dazu hatte sicher auch der gute Rotwein beigetragen.

 

Gefahren: 0 km (30 km mit Ulla)

 

 

 


 

Montag, 15. August

P1160191Wir trauen es kaum zu erwähnen, aber heute war immer noch schönes Wetter. So konnten wir vor dem Aufbruch mit Ulla P1160205zusammen noch auf der Terrasse Kaffee trinken. Unser nächstes Zwischenziel war Motala. Ulla fuhr nach Hause nach Örebro. In Hammar trennten sich unsere Wege. Wir wollten P1160213einem Teil des Götakanals folgen, der nach dem Vätternsee Richtung Osten in Motala beginnt. Als Segler haben wir immer davon geträumt den P1160221Göta Kanal zu befahren. Nun schauen wir uns dieses grandiose Bauwerk eben von Land aus an. In Borenshult konnten wir bei der zweitgrössten Schleusentreppe des P1160230Göta Kanals zuschauen. Ein junger Mann war in seinem Schlauchboot alleine unterwegs. Wir machten mit seiner Kamera Fotos von ihm . Er war in Kiel gestartet und P1160225seit 3 Wochen jeden Tag unterwegs, auch bei Starkwind an der Ostküste. Auf dem Weg zurück nach Kiel über Göteborg war er in Eile. Eigentlich schade. P1160241Eine Ente sprang aus Spass immer wieder in die Turbulenzen. In Borensberg, nach dem See Boren, sind wieder Schleusen. Dort machten wir auch unsere Mittagspause. Der Stellplatz dort war uns aber zu voll.

P1160245Zwischen den Schleusen führt der Kanal durch Seen oder schlängelt sich durchs Land. Das Foto zeigt eine Brücke, die bei P1160252Bedarf für die Landwirtschaft über den Kanal gezogen wird. Wir fuhren weiter nach Berg bei Ljungsbro, wo die grösste Attraktion mit 7 Schleusen und P1160258zwei Doppelschleusen morgen auf uns wartet.  Anhand alter Schleusentore wird dokumentiert, dass Tore aus Holz länger halten als aus Stahl. Auch hier gab es P1160264einen grossen Stellplatz, der aber nicht so voll war. Wir müssen hier allerdings ohne Landstrom auskommen. Auf unserem Abendspaziergang P1160263sahen wir einige uns schon vom Schleusen bekannte Boote im letzten Tageslicht liegen. Morgen ab 9 Uhr können sie dann die 7 Schleusentreppen abwärts in Angriff nehmen.

 

Gefahren: 80 km

 

 

 


 

Dienstag, 16. August

P1160265Schönes Wetter, aber nicht viel los am Göta Kanal, finden die Enten und schlafen noch eine Runde. Nur 2 Boote schleusen. Renate bietet Hand P1160274bei einem Schweden, dessen Maschine nicht starten wollte (Batterie schwach). Diese Schleusenanlage in Berg ist aber schon toll. Das Schleusen abwärts geht hier P1160266sehr rasant. Das andere Boot war die Najad mit den zwei Männern aus der Nähe von Stockholm. Die hatten wir gestern schon bei den Schleusen in Motala und Borensberg gesehen.

P1160284Auf dem Weg nach Norsholm kamen wir bei Linköping vorbei. Bei Saab hier in der Nähe wollte die Schweizer Armee den Gripen kaufen, aber das Volk war dagegen.

P1160290In Norsholm fuhren wir wieder zur Schleuse. Hier kreuzt die viel befahrene Bahnstrecke von Stockholm Richtung Süden P1160291den Kanal. Also werden die Schienen inklusive Oberleitung hoch geklappt. Wieder sahen wir die Segler mit der Najad, wie auch das Paar mit der Motoryacht. Die Maschine lief wieder. Sie wohnen in Mem.

P1160307Auf der Weiterfahrt fällt die flache Landschaft auf. Viele grosse Felder wurden gerade abgeerntet und es staubte gewaltig.

 

P1160319Vor den letzten Schleusen westlich vor Söderköping machten wir Mittagspause. Wir wollten gerade weiter, da kam das P1160338Paar aus Mem mit ihrem Motorboot. Man kennt sich inzwischen schon. Vor den Schleusen ist eine Rollbrücke, über die wir später auch fuhren. In Söderköping ist bei den Schleusen touristisch viel los. P1160333Unser Freund Bo hat uns vorgeschwärmt, dass es hier das beste Eis Schwedens gibt, ohne nähere Adressangabe. Man findet es ganz einfach P1160343dort, wo eine lange Schlange geduldig wartet. So auch wir. Das Eis war wirklich vorzüglich. Kaum hatten wir unseren Eisbecher ausgelöffelt, da legte die Najad vor der P1160355Schleuse an. Renate war das schon bald peinlich. Michael versicherte, dass dies nun sicher das letzte Mal sei. Wir fuhren dann weiter nach Mem, in der Hoffnung,  hier noch P1160354einen der 4 Standplätze zu bekommen. Das war dann doch zu optimistisch gedacht. Hier beginnt der Göta Kanal, wenn man von Osten kommt. Ein kleines unscheinbares Tor zu einem so grossen und genialen Wasserweg, der an die Westküste Schwedens führt.

Nun ist aber auch genug mit Schleusen!

P1160365Wir suchen uns bei einer kleinen Lichtung am Weg einen Platz zum Übernachten. Hoffentlich ist es öffentlicher Grund, P1160367denn dort darf man in Schweden überall übernachten. Wir geniessen die Abendsonne und einen wunderschönen Sonnenuntergang. P1160368Sogar der Satelliten-Empfang ist genügend gut (zwischen den Bäumen hindurch), sodass wir den heutigen Beitrag im Blog erstellen konnten.

 

 

 

Gefahren: 95 km

 

 

 


 

Mittwoch, 17. August

P1160369Wir haben „wild“ bestens geschlafen. Es war morgens bedeckt, aber noch trocken. Ein riesiger Raubvogel drehte auf P1160372dem Feld vor uns seine Runden. Er hatte sicher um die 2 Meter Spannweite, was auf diese Entfernung jedoch schwer zu definieren war. Leider wissen wir nicht, was dies P1160374für ein Vogel gewesen sein könnte. Wer weiss das? Der Landwirt, den wir gefragt haben, wusste es auch nicht. Hingegen bekamen wir Auskunft, dass auf dem Feld Flachs angebaut wurde. Aus den Körnern wird Öl gepresst, das in der Farbindustrie verwendet wird.

P1160380Wir benötigten wieder einmal etwas Bargeld. Unser Navi führte uns zum nächsten Geldautomaten in Söderköping. P1160381Während Michael Geld bezog, gab es Renate bei einem Marktstand für Heidelbeeren wieder aus. Dann fuhren wir nach Stegeborg, um einen Eindruck der P1160384Schärenlandschaft an der Ostküste zu bekommen, wenigsten vom Land aus. Es ist eine sehr abwechslungsreiche Gegend: niedrige Felsenhügel, kleine Wälder, dann wieder P1160392weite flache Felder mit Getreide, ab und zu auch Vieh auf der Weide, und natürlich unzählige Buchten mit kleinen Häfen. Die Stägeborg Ruine steht beim hier schmalen Fahrwasser des Slätbaken Fjords. Hier müssen alle Boote von und zum Göta Kanal vorbei kommen.

P1160395Zurück auf der E22 machten wir etwas Strecke bis Valdemarsvik um dort Mittagspause zu halten. Wir konnten hier auf dem P1160410Stellplatz auch entsorgen und Frischwasser nachfüllen. Weiter ging es nach Gamleby auf der Suche nach einem Übernachtungsplatz. P1160414Es regnete leicht. Der Campingplatz dort liegt schön, hatte jedoch Schweizer Preisniveau, weshalb wir weiter fuhren nach Västervik. Hier stehen wir super auf einem Stellplatz direkt an der Ostsee P1160417mit Stromanschluss für ein Drittel des Preises. Die Aussicht wäre prächtig, wenn es nicht regnen würde. Michael nützt den Regen, um die Fenster zu reinigen. P1160423Der Regen wäscht dann das Spühli weg und es gibt keine Schmutzstreifen. Diese verrückten Schweden halten ihre Mittwochs-Regatta doch tatsächlich auch bei diesem Schietwetter ab. Wir aber sassen hoch und trocken und warm und genossen es zuschauen zu können.

 

Gefahren: 165 km

 

 

 


 

Donnerstag, 18. August

P1160428Heute regnete es nur einmal, nämlich den ganzen Tag.

Der Regen trübte die schöne Aussicht auf die Ostsee.

 

P1160432Wir wagten eine Fahrt in den Ort, denn es schien, als lasse der Regen etwas nach. Aber der Schein trog. Die P1160431hübschen Häuser in der Altstadt kamen bei diesem Wetter auch nicht so recht zur Geltung. Die Kirche gefiel uns von aussen besser als von innen. Schon nach kurzer Zeit stand für P1160433uns fest: wir fahren nicht weiter, sondern sitzen den Regen hier aus. Wir würden die Landschaft auf der Fahrt Richtung Öland gerne sehen wollen. Schnell waren wir wieder auf P1160436dem Stellplatz zurück, trockneten unsere Kleider und verwendeten die Zeit, um unsere Schreibschulden etwas abzubauen.

P1160429Bei Dunkelheit lies der Regen nach. Nun hörten wir sogar das Plätschern der Ostseewellen gegen das Ufer 2 Meter hinter uns. Das lässt für morgen doch Hoffnung auf besseres Wetter zu.

 

Gefahren: 10 km

 

 

 


 

Freitag, 19. August

P1160444Der erste Blick nach oben: blauer Himmel über dem verregneten Dachfenster! Wie lange wird das wohl so bleiben?

 

P1160453Erstmals sahen wir die Umgebung einmal ohne Regen. Wir machten uns in südlicher Richtung auf den Weg. Vaskervik’s P1160455Aussenbezirk ist sehr grosszügig angelegt, mit breiten Strassen und Alleen.

 

 

 

P1160465Die E22 führt durch eine wunderbare, leicht hügelige Landschaft. Lichte Wälder mit Birken und Kiefern sowie Moos und Erika lassen erahnen, dass hier Pilze wachsen. P1160481

Den nächsten Regenschauer steckten wir locker weg.

 

 

P1160483In Timmernabben, einem kleinen Ort, machten wir Mittagspause. Da steuerte ein Segler den kleinen P1160486Hafen an. Renate lachte sich halb tot, als Michael aufsprang, nur um dieses Motiv mit Badestrand und Kiefernwäldchen einfangen zu wollen. Als hätte er auf P1160489dieser Reise noch nie ein Segelboot fotografiert („so kann man auch mit kleinen Sachen, Beamtenkindern Freude machen“). Die Sonne schien immer mal wieder kurz. Oft nur so kurz, dass die Zeit des Selbstauslösers kaum reichte.

P1160504Wir beschlossen auf dem Stellplatz hier am Ort zu bleiben und erst morgen nach Öland zu fahren. Renate hoffte vergeblich, heute P1160502etwas im Freien laufen oder sitzen zu können. Die hübschen Häuser hier gefallen uns, wie auch der Blick auf die vorgelagerten Inseln. Nette schwedische Camper-Nachbarn P1160514gaben uns noch wertvolle Tipps für Öland. Die Redaktion schloss frühzeitig, um genug Zeit zum Kartenspielen zu haben. Zu diesem Zeitpunkt war es doch tatsächlich wieder trocken.

 

Gefahren: 115 km

 

 

 


 

Samstag, 20. August

P1160518Wir hatten morgens einen wunderbaren Ausblick auf die vielen kleinen Inselchen in der Ostsee. Die Kormorane und P1160519Enten waren mit ihrer Morgentoilette auch nicht früher als wir. Kummer macht den Leuten hier, dass die vielen Vögel die Bäume so schädigen, dass sie absterben. P1160532Bevor wir uns auf den Weg machten, kauften wir noch bei der Fischräucherei beim Hafen ein. Verschiedene Arten geräucherten Lachs und viel zu viel, wie sich abends herausstellte, aber P1160530die Auswahl war so verlockend. Und was sieht Michaels geschultes Auge, als wir zum Auto gingen?: eine Beason 31, die im leichten Wind soeben hinaus P1160527segelte. Typisch, sie segelte, während andere Segler motorten. Mit der Segelnummer 200 ein frühes Baujahr. Wir hatten die Nummer 360 von den 400 gebauten. P1160524Unser backoffice in Munkeldal hatte recherchiert, wo der Ortsname Timmernabben herkommt: Timmer = Holz, nabben = ein lokales Wort für Landzunge. Im 16. P1160526und 17. Jahrhundert war hier ein Hafen und Verladeplatz für Holz des Kantons Småland und den umliegenden Inseln. Später baute man hier viele Segelfrachtschiffe, wovon heute nichts mehr zu sehen ist, ausser vielleicht Teile, aus denen diese Bank gebaut wurde.

P1160541Dann ging es endlich auf der E20 rasch voran, an Kalmar vorbei und direkt auf die 6 km lange Brücke nach Öland. P1160541 (1)Die Brücke wurde im September 1972 eröffnet. Wir fuhren hier 1978 mit unserem 1. Mobi schon einmal drüber. Unsere Fahrspur war wegen eines Radrennens P1160548eingeschränkt. Mit nur 50 km/h sind 6 Kilometer recht lang. Färjestaden, der erste Ort auf der Insel, war wegen des Rennens auch im Verkehrs-Chaos. Viele Umleitungen, keine Parkplätze P1160582mehr, – also schnell weiter in Richtung Borgholm. Die Vegetation auf der Insel ist deutlich anders, auch trockener, wie uns scheint. Viel Buschwerk und steppenartige Weiden mit Schafen. P1160558In Glömminge hielten wir und schauten uns die schlichte Kirche und Nebengebäude aus dem 14. Jahrhundert an. Renate erinnerte P1160555dies an die Kirche in Grünow, wo ihr Urgrossvater als Pastor wohl in ähnlich spartanischer Umgebung gelebt haben muss.

 

 

P1160592In Borgholm wählten wir keinen der zwei Stellplätze am Wasser, sondern den Platz bei Stefhan, auf Empfehlung der Schweden von P1160590gestern. Wir stehen hier im Grünen und ruhig am Rande der Stadt. Es leben einige Hasen hier, die kamen ganz zutraulich und liessen sich verwöhnen. P1160598Apfelstückchen hatten sie am liebsten. Sie hatten Glück, dass wir unser Abendessen schon besorgt hatten. Der geräucherte Lachs in diversen Varianten war sehr fein, aber viel zu üppig.

 

Gefahren: 95 km

 

Wir hatten Probleme mit unserer Internet-Verbindung. Also wurde der Blog erst am nächsten Tag nachgeführt.

 

 


 

Sonntag, 21. August

P1160595Schon morgens war es bedeckt und teilweise regnete es auch leicht. Das war uns aber egal, denn wir wollten uns heute einen richtig faulen P1160604Tag machen. Zuerst musste aber noch der Blog vom Vortag nachgeführt werden. Mit zwei Ausnahmen waren alle Gäste weiter gefahren. So  teilten wir uns den P1160605riesigen Platz nur noch mit den Hasen, Tauben und anderen Vögeln. Wir lesen, dass Öland eine Länge von 137 km hat, aber nur 16 km an der breitesten Stelle. Die höchste Stelle erhebt sich 55 Meter über Meer. P1160607Das milde Klima konnten wir gestern und heute bereits spüren. Die weiten Strände und malerischen Sonnenuntergänge haben wir jedoch noch vor uns. Renate kam endlich wieder einmal zum Lesen und war kaum ansprechbar.

Ja, und etwas Olympia haben wir via TV auch noch mitbekommen. Bravo, Nino Schurter für die Goldmedaille. Wir freuen uns mit ihm.

 

Gefahren: 0 km

 


 

Montag, 22. August

P1160609Wir wachten bei herrlichem Sonnenschein auf. Beim Wegfahren mussten wir gut aufpassen, dass wir „unseren“ Hasen P1160628nicht überfuhren. Als erstes schauten wir uns in Borgholm ein wenig um. Eine saubere Kleinstadt (die grösste auf Öland), gegründet 1816, mit schönen alten Holzhäusern, P1160627mit Shopping-Gelegenheiten, mit Markt, mit Restaurants, einem Eiskaffee (mittlemässig), einem Hafen und einer einzigartigen P1160621Kombination von Schule und Kirche in einem Gebäude. Beim Eingang links geht es in die Schule, rechts gelangt man in die Kirche.

 

 

P1160634

Danach fuhren wir zur Schlossruine. Die Anfänge gehen ins 12. Jahrhundert zurück. Immer wieder wurde sie zerstört und P1160658umgebaut. Die Dimensionen sind durchaus beeindruckend. Heute ist sie eine Touristen-Attraktion. Im integrierten Museum sahen wir Modelle der verschiedenen Epochen. P1160691Nachmittags fuhren wir weiter nördlich Richtung Byxelkrok. Unterwegs sahen wir auf einer Weide eine Herde Kamele. Alles Einwanderer, die sich hier offenbar wohl fühlen.

P1160696Danach ein kurzer Halt bei der Kirche von Högby, schön gelegen hinter alten Kiefern. Im 18. Jahrhundert hier erbaut, auf den P1160702Fundamenten der ersten Kirche aus dem 12. Jahrhundert. Zwei Kleinode aus dem 14. und 15. Jahrhundert sind eine Marientriptik und eine Petrustriptik.

 

P1160709Weiter, fast am Weg, verspricht man „das besterhaltene Eisenzeit-Dorf“. Vor 1600 Jahren war Öland dicht besiedelt mit Dörfern und P1160712Höfen. Ehrlich gesagt, wir erkennen keine Siedlungs-Fundamente. Diese Anhäufung von runden Steinen könnte für uns Laien auch sonst etwas gewesen sein.

 

P1160722In Byxelkrok angekommen fanden wir einen enttäuschend nüchternen Stellplatz vor. Den ausgewiesenen P1160724Strom gab es auch nicht. So fuhren wir erst einmal weiter zum nahen nördlichsten Ende von Öland. Hier steht der Leuchtturm „Lange Erik“. Nicht weit davon fanden P1160735wir am Wegrand auch einen Parkplatz zum Übernachten (neben zwei schwedischen Campern). Hier hatten wir eine tolle Aussicht auf das Meer und einen prächtigen Sonnenuntergang.

P1160728Es liegen hier viele schön rund geschliffene Steine am Ufer.

 

 

 

Gefahren: 85 km

 

 

Schlossruine „Borgholm Castle“

 

 

Restliche Bilder des Tages

 


 

 

Dienstag, 23. August

Heute hat unser Enkel Levin Geburtstag.

P1160746Da wir nur unweit des Leuchtturms „Lange Erik“ übernachtet hatten, wollten wir das nördlichste Ende der Insel doch noch zu P1160743Fuss umrunden. Die Küstenlandschaft besteht aus viel Buschwerk und am Ufer aus vielen Steinen. Das animiert viele Leute daraus Steinmännchen zu bauen.

P1160749Auf der Weiterfahrt gen Süden kommt man an einem etwa 1500 mal 200 Meter langen wellenartigen Geröllfeld am Ufer vorbei. Es ist als P1160751Naturreservat „Neptuni åkrar“ ausgewiesen und soll Gräber aus der Wikingerzeit enthalten. Dann wollen wir das mal glauben. Wir wussten nicht so P1160744recht, in welche Richtung sich das Wetter entwickeln würde. Es war trocken und mild, aber immer noch leicht bewölkt. In Böda Hamn schauten wir uns P1160752den Stellplatz an. Aber die Umgebung sagte uns nicht zu. Der Boden war nach dem Regen der letzten Nacht noch sehr aufgeweicht. Wir fuhren weiter in Richtung Sandvik. Gefallen haben uns die lichten Birkenwälder in dieser Gegend.

P1160779Der Standplatz in Sandvik passte uns. Er hat Kiesboden, was bei Regen grosse Vorteile hat. Man bringt auch weniger Sand oder P1160772Gras in die gute Stube. Inzwischen hatte sich aber die Sonne durchgesetzt. Es wurde richtig heiss. Der Standplatz liegt bei dem kleine Hafen P1160768und hat etwa 30 Plätze mit Strom. Wir stehen so, dass wir von unserer Hecksitzgruppe direkt auf’s Wasser sehen. Erstmals seit langer Zeit brauchten wir sogar unsere Markise, um P1160757Schatten zu machen. Der Ort ist sehr klein und hat wenig Sehenswertes. Doch wir genossen heute hauptsächlich das schöne Wetter. Renate konnte sich in ihr Buch vertiefen und Michael erkundete per Velo die Umgebung.

P1160774Es gibt am Rande des Ortes einen Betrieb, der grosse Steine in dünne Platten schneidet. Dann noch eine Mühle, die heute P1160756mehr als Restaurant dient. Die Häuser machen alle den Eindruck, als seien es kleine Sommerhäuser. Der Tag ging wieder mit einem malerischen Sonnenuntergang zu P1160791Ende. Aber davon können nicht nur wir nie genug bekommen. Die meisten der Gäste hier standen auch an der Mole und fotografierten.

 

 

Gefahren: 55 km

 

 

Bilder des Tages

 

 

Bilder vom Sonnenuntergang

 


 

Mittwoch 24. August

P1160813Wieder ist strahlend blauer Himmel. Wieder brauchten wir die Markise um Schatten zu haben. Und wieder genossen wir auch diesen Tag.

 

P1160805Renate las endlich ihren Roman zu Ende und ist seitdem erleichtert und, was für Michael wichtiger ist, sie ist wieder ansprechbar.

 

P1160808Wir fanden auf einem Rundgang einen Hinweis im Hafen auf seine Entstehung 1873, nämlich als Notwendigkeit für die hiesige Steinindustrie.

P1160806Den ganzen Tag ein Glitzern und Gleissen auf dem Wasser. Am Abend wieder ein Gespräch mit dem charmanten Hafenmeister, beim Einkassieren der Gebühr.

P1160830Und, schon wie selbstverständlich, wieder ein prächtiger Sonnenuntergang. Und alle sind wieder am Fotografieren.

 

Gefahren: 0 km

 

Bilder des Tages

 

Bilder vom Sonnenuntergang

 


 

Donnerstag, 25. August

P1160836Heute Morgen lag über dem Hafen von Sandvik dichter Nebel. Diese interessante Stimmung konnte mit der Kamera P1160841leider nur unvollkommen eingefangen werden.  Bald löste sich der Nebel völlig auf und ein weiterer sonniger Tag begann. Wir wollten heute die Insel wieder ein Stück weiter erkunden. Vorher mussten wir uns von den schwedischen Nachbarn und ihren Hunden verabschieden. Von P1160856Justav, einem ganz lieben und gut erzogenen Rotweiler und von Luzifer, der kleinen Jack Russel-Mischung, der auf dem Arm seines Herrchens „MAMA“ knurren konnte.

P1160858

 

Dann mussten wir noch in den Fischladen, um uns vorsorglich mit frischem Dorsch einzudecken.

P1160863

Danach ging es richtig los in Richtung Ostküste. Kärehamn war uns als schöner Standplatz empfohlen worden. Aber länger als zur Mittagspause wollten wir dann doch nicht bleiben. Etwas zu viel Beton für unseren Geschmack.

P1160868Weiter des Weges kamen wir in Egby an der kleinsten Kirche Ölands aus dem 11. Jahrhundert vorbei. Hübsch anzusehen, jedoch leider nur von aussen, weil verschlossen.

P1160874Bei Kapelludden stehen nahe am Wasser Reste einer Kapelle und ein Kreuz. Hier war im 13. Jahrhundert ein Handelsplatz, auf dem die Kaufleute ungestörter Handel zugesichert wurde.

P1160889Der Leuchtturm im Hintergrund ist sicher nicht so alt.

 

 

 

P1160884Ein Schwarm Graugänse zog mit viel Geschnatter auf dem Weg nach Süden im Formationsflug über uns hinweg.

 

P1160875Wir genossen die Sonne. Ein mässiger Wind sorgte dafür, dass es uns nicht gar zu heiss wurde.

 

 

P1160891In der hier flachen Landschaft gibt es immer wieder kleine Kiefernwäldchen. Wir staunen über die vielen sehr einsam gelegenen Sommerhäuser.

P1160901In dieser Gegend stehen viele Windmühlen aus vergangener Zeit. Heute ist ihr Zweck nur noch Fotomotiv für die Touristen.

 

P1160915Dann besichtigten wir die Burganlage Ismantorp aus der Eisenzeit, 300 – 600 n. Chr. Innerhalb einer Ringmauer sind die Fundamente der etwa 95 Behausungen erkennbar.

P1160918Der Weg dorthin führt durch einen lichten Wald.

 

 

 

P1160924Für heute hatten wir genug gesehen und so beschlossen wir bei unserem nächsten Halt, hier zu übernachten.

 

P1160927Auf dem Rastplatz neben weiteren alten Mühlen stehen wir prima. Hier ging die Sonne allerdings hinter Bäumen unter, auch schön.

 

 

Gefahren: 70 km

 

P1160810Nachtrag:

Beim Fischer hatten wir diesen Text gesehen, den unser Büro in Munkedal übersetzt hat.

 

 

Guten Tag, Herr Fischhändler.
Guten Tag, Herr Bankdirektor, was wünschen Sie heute?
Was kostet heute der Piggvar (Steinbutt) ?
200 kr per  kg.
Da möchte ich 1 kg haben.
Danke, das macht 250 kr.
Sie haben doch 200kr/kg gesagt.
Ja, aber dazu kommt die Bedienungsgebühr von 50kr.
Ja,Ja. Hier ist ein 500 kr-Schein.
Danke, hier ist euer Piggvar und euer Wechselgeld.
Warten Sie jetzt!  Hier sind aber nur 200 kr. Es fehlen 50 kr!
Wir haben eine Wechselgebühr von 50 kr.
Dies ist unverschämt, Herr Fischhändler!
Ja, so ist es , Herr Bankdirektor.

 

 

Bilder des Tages

 


 

Freitag, 26. August

P1160929Wir haben auf diesem Rastplatz bei den Mühlen bestens geschlafen. Morgens stand noch ein weiteres Reisemobil auf dem Platz. Wir P1160932nahmen die restliche Strecke bis zum Südende der Insel in Angriff. Die Strasse führte durch hübsche kleine Weiler. Die Holzfassaden der Häuser und P1160943Scheunen sind meistens rotbraun angemalt. Wir besichtigten die Gråborg aus dem 12. Jahrhundert. Der ringförmige Schutzwall hat etwa P1160944einen Durchmesser von 600 Meter, innerhalb dessen sich das Leben damals abspielte. Daneben steht die Ruine der St. Knut Kapelle aus der gleichen Epoche. P1160940

Die Portale stehen noch unversehrt. Eine Meisterleistung der damaligen Steinmetzkunst, die wir bewundern.

 

 

 

P1160953

Wir fuhren durch die letzten Kiefernwäldchen, bevor das Land gegen das Südende der Insel noch karger wird. Das P1160964„Stora Alvaret“ genannte Gebiet hatte früher keine Steinmauern, da es königliches Jagdgebiet war. Erst nach 1800 entstanden Mauern, um die hofnahen P1160934Ländereien einzuzäunen. Heute wird hier auch im grossen Stil Landwirtschaft mit Ackerbau und Viehzucht betrieben. Einmal konnten wir P1160967ein paar Rehe in der Ferne beobachten. Sie waren sehr scheu, aber wir konnten wenigsten Fotos „schiessen“.

 

 

 

P1160982

 

Dann kamen wir zum „Langen Jan“, dem 42 Meter hohen Leuchtturm am Südende.

P1160980

 

 

Der Parkplatz wird tagsüber von Reisemobilen dominiert.

 

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Die Landschaft hier bietet idealen Lebensraum für alle möglichen Vogelarten.

 

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Der moderne Schafhirt ist heute per Quad unterwegs.

 

 

P1160991

 

Einige Schafe liessen sich auch nicht vom Salzwasser abhalten, wenn sie dadurch zu einem Inselchen mit saftigem Grün gelangen konnten.

P1170008

Dann steuerten wir den Standplatz von Grönhögen an. Wir erwischten einen der letzten Plätze mit Stromanschluss und stehen hier nun mit P1170007ganz toller Aussicht auf den Hafen und die Ostsee. Das Wetter könnte besser nicht sein. Im Lee unseres Mobis spüren wir den kräftigen Wind kaum und geniessen die P1170012Sonne. Den heutigen Sonnenuntergang stuften wir als mittelmässig ein. Da sind wir doch inzwischen schon sehr verwöhnt.

 

 

Gefahren: 90 km

 

Bilder des Tages

 


 

Samstag, 27. August

P1170047Das Wetter zeigte sich wieder von seiner besten Seite. Morgens war noch unser Blog nachzuführen, da die Datenübertragung gestern Abend so P1170048langsam war. Heute war es wieder besser.

Nebenbei schauten wir Hafenkino. So wie wir hier stehen, entgeht uns nichts. Auf Backbord die Segler, auf P1170049Steuerbord die Camper. Achtern die Fischer. Da war immer was los (oder es gab etwas zu lästern).

 

 

P1170018Doch dann wurden wir auch selbst etwas aktiv und erkundeten die nähere Umgebung von Grönhögen mit den Fahrrädern.

 

P1170020In südlicher Richtung fuhren wir durch ein Wohnquartier und sahen viele schmucke Häuser mit gepflegten Gärten.

 

P1170025In nördlicher Richtung kamen wir bald ans Wasser. Da konnten wir unseren Stellplatz aus der Ferne sehen.

 

P1170034Später landeten wir mit unseren Rädern auf einem Golfplatz. Da fiel uns eine Spielerin auf, die ihre männlichen Mitspieler in Grund und Boden spielte.

P1170039Offenbar kann man dort auch Ferienhäuser mieten oder kaufen. Das Netz davor soll wohl verhindern, dass ein Ball in der Kaffeetasse landet.

P1170041Der Wind wurde am Nachmittag stärker. Michael wickelte seine nackten Beine gerne in eine Decke ein. Es wurde aber auch Zeit, dass Ferienstimmung bei uns aufkommt.

P1170052Ja, und den abendlichen Sonnenuntergang nahmen wir auch noch gerne mit.

 

Gefahren: 0 km

 

 

Bilder des Tages

 


 

Sonntag, 28. August

P1170058Ruhetag! Das dachte sich auch die Sonne und hielt sich verdeckt. Wir wunderten uns, dass alle Segler den Hafen schon so früh P1170057verlassen hatten. Gegen Mittag zogen dunkle Wolken auf als Michael noch am LapTop schrieb und Renate Mittagessen kochte. Plötzlich hatten wir gerade noch Zeit, um unsere P1170059Stühle, Fahrräder und den Tisch in die Garage zu packen, bevor ein kräftiges Gewitter über uns hereinbrach. Es blitzte und donnerte und regnete wie aus P1170060Kübeln. Rasch bildeten sich grosse „Feuchtgebiete“ auf dem Stellplatz. Wir hatten aber Glück. Um uns herum stand kein Wasser. Nun verstanden wir auch, warum die Segler alle P1170061geflohen waren. Die hatten wohl den Wetterbericht gehört. Spät nachmittags kam die Sonne noch einmal kurz durch, aber der heutige Sonnenuntergang fiel P1170064regelrecht ins Wasser. Der Hafenmeister schenkte uns die heutige Standplatzgebühr. Er hatte uns nämlich gestern einen weiteren sonnigen Tag versprochen.

Gefahren: 0 km

 

 


 

Montag, 29. August

P1170066Heute begannen wir die 14. Woche unserer Reise. Es war trocken, aber windig. Die Wellen der Ostsee brachen sich vor dem Hafen. Wir P1170067verabschiedeten uns von dem netten Hafenmeister mit unseren letzten Schweizer „Schöckelis“.

 

 

P1170069Unser erster Stopp war neben einem Feld, auf dem ein ganzer Schwarm Graugänse bei einem Zwischenhalt auf dem Weg gen Süden nach Körnern suchten.

P1170077Unser zweiter Stopp war bei Mysinge und den Grabhügeln aus der Eisenzeit, 500 vor bis 1050 n. Chr.; im südlichen Teil sollen sich die P1170091ältesten Gräber Ölands aus dem 4. Jahrtausend v.Chr. befinden. So steht es hier jedenfalls geschrieben.

 

 

P1170099Bei Färjestaden sahen wir aus der Ferne schon die Brücke, auf der wir kurz darauf bei Kalmar wieder aufs Festland kamen.

 

P1170137In Kalmar besuchten wir das mächtige Schloss, das im 16. Jahrhundert unter den Wasa-Königen seine jetzige Form erhielt. Jedoch P1170162bereits 400 Jahre vorher wurde hier an dieser strategisch günstigen Lage ein Verteidigungsturm erbaut. Von etwas ausserhalb kommt der gewaltige Komplex erst richtig zur Geltung.

 

P1170178Auf der Suche nach der Altstadt bummelten wir herum und fanden kleine malerische Strassen und alte Holzhäuser. Die meisten davon sehr P1170182liebevoll unterhalten, andere noch in Renovation. Auffallend viele Rosenstöcke, aber auch Pflanzen, die man bei uns nicht kennt.

 

P1170168

Einen VW Käfer sahen wir, den man tiefer nicht mehr hätte legen können (mit alten Skiern und einem Benzin-Kanister auf dem Dach!!).

P1170190Ganz zufällig stiessen wir auf einen kostenlosen Standplatz für Reisemobile. Zwar ohne Infrastruktur, aber sehr ruhig und keine 5 Minuten vom Schloss und der Altstadt entfernt.

Gefahren: 70 km

 

Rest von Öland

 

 

Schloss Kalmar

 

 

Bummel durch die Altstadt

 


 

Dienstag, 30. August

P1170194Michael kämpft immer mal wieder mit dem Internet-Empfang.

 

 

P1170200Bei schönstem Sonnenschein verliessen wir den ruhigen Standplatz in Kalmar in Richtung Karlskrona.

 

P1170205Auf der E 22 ging es flott voran. Wenig Verkehr und recht eben führt die Strasse durch’s Land.

 

 

P1170213Kleine Wälder wechseln sich mit abgeernteten Feldern ab.

 

 

P1170219Schon um 11 Uhr waren wir in Karlskrona. Auf der Suche nach einem Parkplatz für eine Stadtbesichtigung landeten wir auf dem P1170246Stellplatz für Reisemobile und blieben dort hängen. Er wird vom Yachthafen betrieben, obwohl er sicher 600 Meter von der Capitanerie und dem Sanitätsgebäude entfernt entfernt liegt.

P1170249Beim ersten Versuch, dort zu bezahlten war geschlossen. Beim zweiten Mal hatten wir dann schon vorsorglich die Räder ausgepackt. P1170230Wir erfuhren, dass im Preis auch die Benützung von Waschmaschine und Tumbler enthalten ist. So füllte Renate gleich 2 der 3 Waschtürme mit angestauter Wäsche. P1170222Zwischendurch reichte die Zeit für einen Gang zur Touristeninformation und der Besichtigung der Dreifaltigkeitskirche, auch Deutsche Kirche genannt. P1170240Später unternahmen wir eine Fahrt mit dem Velo zum Marinemuseum. In einer alten Werfthalle sahen wir alte Holzboote und einen Block, der grösser war als Renate. Die Stadt liegt auf einem Hügel und auf vorgelagerten Inseln, insgesamt 30 Schäreninseln, die teilweise mit dem Auto zu erreichen sind. Breite barocke Strassen, schicke P1170257Häuser, Hotels und Geschäfte, aber auch kleine alte Häuser machen Karlskrona wirklich sehenswert. Hier ist auch der wichtigste Marinestützpunkt Schwedens. Wieder stehen wir in bester Lage und sehen die Boote vorbeifahren.

 

Gefahren: 90 km

 

 

 


 

Mittwoch 31. August

P1170260Die morgendliche Wanderung von unserem Stellplatz zum Duschgebäude tat uns gut. Damit war der Frühsport auch gleich abgehakt. Weiter ging es wieder auf der E 22. P1170263Auf dieser Schnellstrasse fahren auch Traktoren. Wo es einspurig war, bildeten sich lange Kolonnen dahinter.

 

P1170269Die Landschaft lässt grosse ebene Felder für die Landwirtschaft zu. Doch immer wieder tauchen auch Felshügel auf, durch welche die Strasse geschlagen wurde.

P1170326Es tauchten heute neue und für uns fremde Warnschilder auf. Nicht Hirsch- oder Elchschilder. Man warnte hier vor Wildschweinen und Enten.

P1170312Und um doch noch lebendige Elche zu sehen, besuchten wir am Nachmittag ein Gehege bei Hultet. Unseretwegen standen sie aber P1170315nicht auf. Einfach kein Respekt vor dem Alter. Aber auch so konnten wir die Grösse erahnen. So sind wir doch froh, dass uns kein solches Monster über unseren Weg lief. P1170305Hier werden auch Alpakas, sowie spezielle Schweine und Ziegenarten und auch Rinder gehalten. Im Hofladen werden Fleisch, Wolle und P1170325Souveniers vermarktet. Jaqueline, eine Schweizerin, betreibt das seit über 8 Jahren zusammen mit Toni. Die Schweiz war ihnen zu eng geworden.

 

P1170329Unser heutiger Standplatz liegt total in der Einsamkeit auf einer Waldlichtung. Etwa auf 200 m.ü.M, am Rande eines Hochmoores. Nur P1170332über die Koordinaten aus unserem Führer und über Naturstrassen kamen wir überhaupt hierher. Es ist wildromantisch. Wir konnten noch einen Spaziergang in der Abendsonne machen.

Gefahren: 95 km

 

 

 


 

Donnerstag, 1. September

P1170344Diese Nacht hatten wir unter Naturschutz geschlafen. Es war auffallend ruhig am Morgen, denn die Vögel waren schon in den Süden abgezogen.

P1170345Die Morgensonne wärmte wunderbar, wurde zwischendurch aber immer wieder von Wolken abgedeckt. Wir machten noch P1170363einmal einen Spaziergang in dieser interessanten Moorlandschaft. Ganz in der Nähe war ein Aussichtsturm, doch nicht hoch genug, um über die Bäume schauen zu können.

P1170398Nach ca. einer Stunde Fahrt waren wir in Helsingborg bei der Fähre. Nun hiess es Abschied nehmen von Schweden. Es hatte P1170402uns wieder sehr gefallen. Wir dachten dabei speziell an unsere Freunde Ulla sowie Margit und Bo und wann wir uns wohl wiedersehen werden.

 

Gefahren: 50 km

Fortsetzung unter Beitrag: Rückreise aus dem Norden

 

Rest Schweden

 


 

Abstecher nach Norwegen

Sonntag, den 24. Juli 2016

P1140622Wir zogen morgens von unserem kostenlosen Standplatz ohne Strom 50 Meter weiter auf einen kostenpflichtigen mit P1140589Strom um, als dort die ersten wegfuhren. Dieser Platz füllte sich schnell, bis wieder 16 Bobils, – wie man in Norwegen sagt -, P1140586hübsch alle im Kreis standen. Es wurde heiss im Laufe des Tages. Für uns an den windgeschützten Stellen auf unserem Spaziergang durch den Ort war es sogar zu heiss. So war der P1140592Schatten beim Mobi sehr angenehm (für uns und die Spatzen). Sandefjord lebte früher vom Walfang und dem Schiffsbau. Heute sorgt eine grosse Farbenfabrik für Arbeitsplätze. P1140594Dank des Ölreichtums ist man auch nicht mehr auf Walfett als Rohstoff angewiesen. Nach 1800 war Sandefjord auch ein bekannter Bade-Kurort. In den alten rotbraunen P1140607Häusern befindet sich heute die Touristen-Info und ein Lokal. Sehr schön fanden wir auch die gut erhaltenen kleinen weissen Häuser im ältesten P1140605Teil des Ortes. Wieder genossen wir einen Abend mit sehr schöner Aussicht auf Hafen und Fährbetrieb. Unsere Platz-Nachbarn Ulrike und Michael kamen aus dem Kanton Aargau. Wir sassen bis nach Mitternacht bei uns zusammen, tauschten Tipps aus und hatten es lustig.

Gefahren: 0 km

 

 

 


 

Montag, den 25. Juli

P1140625Die Spatzen wussten, dass sie am Vortag etwas Futter von Renate bekommen hatten und warteten am Morgen schon. P1140629Also ist ein Spatzenhirn wohl doch nicht so schlecht wie sein Ruf. Als wir aufbrachen, um an der Küste südlich weiter zu fahren, war es noch trocken. P1140634Unser Navi führte uns immer wieder auf die Hauptstrasse, was wir eigentlich vermeiden wollten. Hier entstehen grosse Kunstbauten für die Autobahn. Die P1140637Strasse führte durch Tunnel und freigesprengte Felsen-Einschnitte. Das könnte auch in der Schweiz sein. Es fing zu regnen an. Immer heftiger, bis wir unsere Fahrt unterbrachen, weil das so keinen Spass machte. Wir sind ja nicht auf der Flucht.

P1140648So kamen wir nur bis Skien. Hier sollte eigentlich ein kleiner Standplatz sein, der aber seine Tore verschlossen hatte. So stehen wir unweit davon am Ufer des Frier Fjords.

P1140653In der Ferne ragen die Kirchtürme von Skien empor.

 

 

 

P1140651Auf der anderen Seite des Fjords steht das IBSEN-Theater.

 

 

Gefahren: 60 km

 

 


 

Dienstag, den 26. Juli

P1140655Heute Morgen war wieder schönstes Wetter. Der Fjord lag spiegelglatt vor uns. Im Touristenbüro in Skien erhielten wir P1140662Tipps für einen Rundgang. Es war kein Spaziergang, sondern eine sportliche Herausforderung. So ging das hinauf und wieder P1140664hinunter. Die alten Häuser liegen an einem Hang. Der Park mit den historischen Häusern lag dann noch höher, über viele Treppen erreichbar. Die P1140675Kirche danach auf einem anderen Hügel. Und alles bei grosser Hitze. Aber Oma und Opa haben es geschafft. Es gibt viele schöne Ecken in diesem P1140681Ort. Die 1894 erbaute Kirche hat elegante, 68 m hohe Türme und ein monumentales Inneres mit 1200 Sitzplätzen. Der Schriftsteller und Dramaturg Henrik P1140658Ibsen wurde hier 1828 geboren. Aber es gibt auch viele Industrie-Brachen, die noch auf eine Umnutzung warten.

 

 

P1140714

 

 

 

Danach fuhren wir in Richtung Arendal. Anfangs auf kurvigen Landstrassen mit P1140712Tempo-Vorschriften von 30 bis 60 km/h, später auf der Schnellstrasse auch mal mit 80 km/h. So ging es in diesem bergigen Gelände recht gemütlich voran. P1140722

 

 

 

Unterwegs an einem wunderbaren Rastplatz an einem See fotografierte uns ein Norweger beim Eisschlecken.  Er war früher geschäftlich viel in Bern gewesen.

 

In P1140746Arendal an der Nordsee (Skagerrak) fanden wir einen zentralen Parkplatz beim Hafen, aber unser Heck hing fast auf dem Bootssteg. P1140757Hier herrscht mediteranes Flair. Auch die Ramsch-Verkäufer aus Tunesien fehlten nicht. Überhaupt sahen wir hier viele „Fremde mit Kopftüchern“.  P1140775Direkt hinter dem Hafen ist der ursprüngliche Teil der Stadt. Natürlich wieder am Berg. Morcote lässt grüssen! Rechtzeitig bemerkten wir, P1140765dass eine dunkle Wolke heranzog und flüchteten in unseren Mobi. Der Spuk war nach 15 Minuten vorbei, und wir setzen unseren Gang fort. Da trafen wir wieder einen P1140780Norweger (mit Hundeli), der lange in Bern bei Ascom/Hasler gearbeitet hatte.

 

 

 

 

P1140790Zum Übernachten landeten wir in Grimstad auf dem riesigen Gelände (ca. 17’000 qm) eines grossen Caravan-P1140708Händlers, der Standplätze zur Verfügung stellt. Einmal mehr gab es einen malerischen Sonnenuntergang und Michael hatte Zeit sich in die Landkarte zu vertiefen.

 

Gefahren: 145 km

 

 

 

Rundgang in Skien

 

 

 

Unterwegs

 

 

Rundgang in Arendal

 


 

Mittwoch, den 27. Juli

P1140792In der Nacht hatte es stark geregnet. Morgens war es wohl kurz trocken, aber dann regnete es mehr oder weniger P1140794den ganzen Tag. Vor der Abfahrt besorgten wir uns im Caravan-Shop noch einen Adapter für nordische Gasflaschen, . . . nur für alle Fälle. Dann wollten wir als nächstes Ziel P1140799Kristiansand über die Küstenstrasse 420 ansteuern. Aber immer wieder wurden wir auf die Autobahn geführt. Auch gut, so kamen wir etwas schneller P1140801voran. Doch auch da ist es kurvenreich, geht es auf und ab und hat es viele Tunnel. Immer wieder kommt man an Seen vorbei, aber der Regen trübte die Aussicht.

 

P1140840In Kristiansand erwischten wir eine trockene Phase, aber diese grosse Stadt machte auf uns keinen so schönen P1140855Eindruck. Hier wurde und wird wild durcheinander gebaut. Wir fuhren bald weiter nach Lindesnes. Dort liegt ein Campingplatz nahe der südlichsten Landspitze Norwegens.

 

P1140871Der Weg dorthin ist eng und wild. Teils am Fjord dicht an den Felsen vorbei, teils passähnlich über Höhenzüge. Gegenverkehr kreuzt P1140891man nur im Schritttempo. Wir hatten Glück, dass wir früh ankamen, so fanden wir einen guten Platz. Kaum hatten wir uns installiert, prasselte ein Wolkenbruch auf P1140894uns nieder. Es kamen noch viele Wohnwagen und Camper, die nur noch schräge Plätze bekamen oder im Matsch stehen P1140915mussten. Renate rutschte auf dem schrägen Weg zur Waschmaschine aus und landet auf dem durchgeweichten Boden. So gab es noch etwas mehr Wäsche. Zum Glück hatte sie sich nichts gebrochen. Der erste Schmerz verging schnell und die blauen Flecken kommen später.

 

Gefahren: 130 km

 

 

Unterwegs

 

 

 

Kristiansand

 


 

Donnerstag, 28. Juli

P1140918Der Campingplatz hatte eine schöne Lage und war auch sonst sehr naturbelassen. Nach so viel Regen wurde P1140928aber der Boden beängstigend weich. Da waren wir schon froh, nicht im Zelt übernachtet zu haben. Zuerst fuhren wir über einen schmalen Weg zum P1140943Leuchtturm am äussersten Ende des Caps. Hier ist die südlichste Spitze von Norwegen. Das wird touristisch auch entsprechend vermarktet. Im Eintritt von 5 Euro ist ein Kaffee P1140945inbegriffen. Der Leuchtturm wurde 1656 erbaut, anfangs mit 30 Wachskerzen, dann mit Kohlefeuer und seit 1854 mit einer Linse verstärkt. Der neue Leuchtturm wurde 1915 fertiggestellt und hat bei klarem Wetter eine Reichweite von 20 Meilen (37 km).

 

P1140984Dann fuhren wir die Küstenstrasse entlang, die aber immer auf und ab geht, eng und kurvenreich. Eine P1140975wunderbare wilde Landschaft, was jedoch viel Zeit beanspruchte. Unten an Fjorden vorbei, wo schon mal eine Hütte im Wasser hängt, dann wieder in der Höhe an P1150068Bergbächen und Seen entlang. Auf einer Passhöhe hielten wir bei der Denkstätte aus dem 2. Weltkrieg vom „Alkmark-Drama im Jøssingfjord“ an. P1150088Eigentlich ist diese Route für Reisemobile schon grenzwertig und natürlich mussten wir just an einer sehr engen Stelle ein anderes Wohnmobil kreuzen. Zentimeterweise und mit viel Geduld kamen wir aneinander vorbei.

P1150069Laufend gab es neue schöne Eindrücke. An einem der wenigen Möglichkeiten für einen Stopp hörten wir eine Querflöte. P1150091Der Spieler stand hoch oben auf einem Felsen. Was für ein bewegend schönes Erlebnis! Auf dem Standplatz in Egersund kamen wir spät an. In der Nacht setzte schon wieder Regen ein.

 

Gefahren: 140 km

 

Lindesnes Camping und Leuchtturm

 

 

Küstenstrasse bis Egersund

 


 

Freitag, 29. Juli

P1150094Der Standplatz in Egersund war sein Geld nicht wert.Wir fanden weder einen Platz für die Entsorgung, noch Frischwasser oder P1150096Strom, was gemäss Beschreibung alles im Preis enthalten sein sollte. Man sieht auch hier keine Menschenseele, die man fragen könnte. Wie an vielen Standplätzen üblich, P1150097wird die Standgebühr in einem Umschlag in eine Box eingeworfen. Morgens warteten wir mit dem Aufbruch bis der Regen etwas nachliess. Gegen 11 P1150116Uhr fuhren wir dann endlich los in Richtung Stavanger. Die Landschaft war nun nahezu flach. Nur noch selten ging es über Berge. Die Wolken hingen sehr tief, wenn man sie vor P1150127lauter Regen überhaupt sehen konnte. Leider trübte der Regen nicht nur die Sicht, sondern auch unsere Stimmung. Bisher hatten wir in P1150106Norwegen kein Wetterglück. Nach der Mittagspause bei einem kleinen Hafen mit Leuchtturm und vielen grasenden Kühen um uns herum, ging es aber gestärkt und P1150161optimistisch weiter. Wir beschlossen eine neue Route mit der Fähre von Lauvvik nach Oanes, statt von Stavanger nach Tau. Der Standplatz in Tau liegt beim Hafen und hat alles, was des P1150179Campers Herz begehrt. Freies WLAN ist auch vorhanden. Während des Abendessens kam sogar noch die Sonne durch, so konnten wir unsere Abendspaziergang im Trocknen machen. Also, es geht doch!

 

 

Gefahren: 135 km (plus Regenzuschlag)

 

 

 


 

Samstag 30. Juli

Das Wetter:

Das Klima in Skandinavien ist durch die Lage zwischen Ostsee und Nordsee sehr maritim und durch die nördliche Lage zudem auch eher kühl geprägt.

Maritim soll wohl heissen, dass man Wasser mögen muss.

P1150187Eigentlich wollten wir heute auf den Berg „Preikestolen“ (Predigerstuhl). Von dort hätte man eine schöne Aussicht auf den 600 Meter tiefer P1150192liegenden Lysefjord. Hätte -, aber sicher nicht bei diesem Wetter. Das war nämlich alles andere als stabil. Die Wolken hingen tief, aber P1150252manchmal sah man auch ein paar Quadratmeter blauen Himmel. Natürlich regnete es auch immer wieder. Wir beschlossen, auf der Strasse 13 weiter östlich zu fahren in Richtung P1150253Hardangerfjord, soweit wir eben kommen. Es ging wieder auf und ab, dann mit der Fähre über den Jøsenfjord. Die 13 führt kurvenreich und durch viele Tunnel in luftiger Höhe direkt am Fjord entlang.

P1150234Wir sahen von oben auf eine schwimmende Fischzucht. Ob hier wohl der norwegische Wildlachs herkommt?

 

 

P1150266Wieder war die Strasse oft beängstigend eng. Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich. P1150271Mal „Axenstrasse“, mal „Schwarzwald“, mal „Juraweiden“. Viel zu schön, um bei Regen weiter zu fahren. So suchten wir in Sand einen Platz zum Abwettern und Übernachten. P1150275Die 6 offiziellen Stellplätze waren schon besetzt. Wir stellten uns auf einen freien Patz daneben und nach uns kamen noch 6 weitere. Hoffentlich werden wir nicht vertrieben.

 

 

 

Gefahren: 90 km

 

 

 


 

Sonntag, den 31. Juli

P1150295Heute Nacht hat Renate den Regen sogar ohne Hörgeräte mitbekommen und Michael hat Oropax verwendet, damit das P1150299Trommeln auf dem Dach erträglicher wurde. Morgens waren wir glücklich, dass es nur noch nieselte. Wir besichtigten die Fischtreppen beim P1150306Wasserfall in der Nähre von Sand. In einem kleinen Museum kann man hier die Lachse durch zwei Fenster unter Wasser beobachten, auf den Fotos leider P1150320nur erahnen. Unser nächstes Ziel war Odda. Wieder ging es durch eine abwechslungsreiche Landschaft. Ausser des Dauerregens gab es heute viele andere Wasserfälle zu sehen, die von den hohen P1150311Bergen oder über Felsen im Fluss stürzten. Auch besonders viele Tunnel waren auf dieser Strecke. Der längste fast 5 km lang. Vor dessen P1150358Portal mussten wir etwa 30 Minuten warten. Wir standen hier auf 869 m Höhe in einem Skigebiet. Die Aussentemperatur lag bei 9°. Es bildete sich in den P1150359Serpentinen unter uns ein langer Stau. Vielleicht war im Tunnel etwas passiert, denn es kamen auch keine Autos entgegen. Die Tunnel hier sind wahre P1150361Geisterbahnen mit Gegenverkehr. Es ist dunkel und schmal, und weil die rohen Felsen das Licht schlucken, scheint alles noch viel enger. Die Mittellinie spürte man erst am P1150371Rumpeln, wenn man ihr zu nahe kam. Als wir den Tunnel glücklich passiert hatten, war kein Auto mehr hinter uns. Was war passiert? Wir wissen es nicht. Erst viel später, als wir P1150385beim Wasserfall von Latefoss parkten, kamen wieder Autos aus dieser Richtung. In Odda fanden wir einen guten Standplatz. Auf dem betonierten Platz mit grossen Parkfeldern P1150384müssen wir keine Angst haben, dass wir im sonst durchweichten Boden versinken würden. Stromanschlüsse hat es auch. So werden wir unseren P1150387elektrischen Kachelofen anschmeissen und uns einen gemütlichen Abend machen. Vorher aber wurde Michael beim Bezahlen am Automaten und beim Strom anschliessen noch einmal richtig nass. Heute schüttete es seit 11 Uhr fast ununterbrochen. In den letzten Tagen hätten wir unseren Frischwasserbedarf spielend mit Regenwasser decken können.

P1150383Unser Navi zeigt eine Durchschnitts-Geschwindigkeit von 43 km/h. Maximal 70 km/h. Mit mehr darf man auf diesen Strecken nicht rechnen.

 

 

Gefahren: 107 km

 

 

 


 

Montag, den 1. August, unser National-Feiertag

P1150394Es war doch tatsächlich trocken, heute Morgen. Also besuchten wir noch den Ort Odda. Ausser einer P1150396geschlossenen Kirche und einer Geschäftsstrasse gab es nicht viel zu sehen. Viele Geschäfte für Bergsport, was bei den zahlreichen Rucksack-Touristen P1150392und Wanderern hier in der Gegend nicht verwundert. Die Häuser in der Umgebung kleben am Hang, ähnlich wie im Tessin, nur bunter. Weiter ging unsere Fahrt, wieder auf einer meist sehr P1150423schmalen Strasse, oberhalb am Sørfjord entlang. Das Kreuzen mit dem Gegenverkehr ist immer wieder spannend. Heute, Montag, kamen als P1150415kleine Steigerung noch Lastwagen und Busse dazu. Die Bergseite ist mit überhängenden Felsen gesäumt und die Seeseite hat nur ein niedriges Bord. Man arrangiert sich P1150408eben, so mussten wir heute einmal 50 Meter rückwärts fahren, bis ein Passieren möglich war. Aber an einigen Stellen wird an der Verbreiterung gearbeitet. Auf den P1150429Bergen waren noch Schneereste zu sehen, auch wenn sie nur um die 1500 Meter hoch sind. Dann führte die Strasse 13 in einem neuen, grosszügigen Tunnel zu einem P1150432Kreisverkehr im Berginnern. Hier hätten wir auf die Strasse 7 Richtung Oslo abfahren sollen. So aber führte uns die Strasse 13 über eine tolle neue Brücke und dann P1150441durch einen 8 km langen Tunnel. Diese Brücke ist so neu, dass sie in unserer Hallwag-Strassenkarte von 2015 noch nicht berücksichtigt P1150445wurde. Unser Navi hatte uns richtig führen wollen, aber wir hörten nicht auf ihn. Also hiess es nach dem Tunnel wenden, und das ganze wieder zurück zu fahren. Dann kamen wir am gleichnamigen Fjord entlang nach Eidfjord. Der Hardangerfjord, eine grosse Touristenattraktion, endet im Eidfjord und hier, ganz am Ende, legen die grossen Kreuzfahrtschiffe an.

 

P1150447Hier waren die Bäume mit gestrickten „Wollmänteln“ gegen Kälte geschützt.  Noch oder schon wieder?

 

 

 

 

 

 

P1150449Wir fanden einen ruhigen Campingplatz in der Nähe, wo uns der Regen wieder einholte. Doch insgesamt war der Tag doch recht trocken. Wie sind wir doch bescheiden geworden!

 

 

Gefahren: 95 km (inkl. 20 km Umweg) total 19 Tunnel

 

 


 

Dienstag, 2. August

P1150451Morgens nieselte es noch. Die Zelte auf der Wiese unter uns standen im Nassen. Aber bis wir wegkamen, war es trocken geworden. P1150462Wir fuhren auf der Strasse 7 steil bergan Richtung Geilo. Oft sind noch Reste der alten Strasse zu sehen. Die neue Strasse ist auf weiten Strecken gut zu fahren. Sie P1150516führt nach ein paar Kilometern oberhalb der „Voringsfossen“ vorbei. Hier fällt das Wasser des Bjoreio 192 Meter tief ins Tal. Den besten Eindruck bekommt P1150474man davon von unten. Deshalb zog sich Michael die Wanderschuhe an und kletterte dort hinunter. Der Weg geht über Stock und Stein. Wohl dem, der P1150468in seiner Kindheit im Miltenberger Felsenmeer geübt hat und ausserdem Steinbock ist. Renate hatten die Fotos auf dem Weghinweis davon abgehalten (guter Entscheid).

 

P1150488Die Anstrengungen der ca 1.5 Stunden haben sich aber gelohnt. Es ist gewaltig, wenn die Wassermassen P1150491tosend in die Tiefe stürzen und die Gischt wie Nebel aufsteigt.

 

 

 

 

P1150513Auf der Weiterfahrt schraubte sich die Strasse einmal im Berg spiralförmig in die Höhe. An verschiedenen P1150522Stellen wird die Strasse weiter ausgebaut. Langsam erreichten wir das Hochplateau. Geschätzte 30 Kilometer fuhren wir dann immer zwischen 900 und P11505301250 Meter Höhe in einer Landschaft wie im Hochgebirge. Ein karger Boden, viele Steine und keine Bäume mehr, allenfalls noch verkrüppelte Birken. Von überall her P1150558kommen Bäche und bilden kleinere bis sehr grosse Seeen. Tausende Hütten stehen in der Landschaft verstreut, viele davon mit den hier typischen Grasdächern. Ein P1150524Eldorado für Langläufer. Nach Geilo hin geht die Strasse dann hinunter auf ca. 800 Meter Höhe. Der Ort zeigt die üblichen, auf Wintergäste ausgerichteten P1150526Hotelbauten, aber auch viele Hüttensiedlungen. Wir fanden einen Standplatz auf einem Campingplatz, der auch kleine Hütten vermietet, in dieser Jahreszeit an Durchreisende, die per Motorrad oder PKW unterwegs sind.

P1150568Hier in Geilo bekamen wir die Sonne erstmals seit Tagen wieder zu Gesicht. Das tat richtig gut.

 

 

 

Gefahren: 90 km (heute nur 5 Tunnel)

 

 

Wanderung zum Wasserfall „Voringsfossen“

 

 

Eidfjord bis Geilo auf der Strasse 7

 


 

Mittwoch, 3. August

P1150575Es war eine klare und kalte Nacht. Morgens war es leicht bedeckt, trocken bei 9 Grad. Aber wir konnten ja P1150582heizen. Beim frühstücken sah uns Herr Birkenmann zu. Siehst du ihn auch? Weiter fuhren wir auf der Strasse 40 in Richtung Kongsberg. Von Geilo geht es zuerst mächtig den P1150587Berg hoch auf 1100 Meter. Wir kamen nur langsam voran, da wir an schönen Stellen immer wieder anhielten, zum Fotografieren oder um eine kleine P1150591Wanderung zu machen. Dabei sahen wir auch einmal einen schönen Steinpilz, liessen ihn aber stehen. Die Qualität der Strasse ist sehr verschieden. Weite P1150578Strecken sind neu, andere haben es bitter nötig. So tauchen immer wieder Bodenwellen oder schlechter Asphalt auf. Wenn man da zu schnell ist, scheppert es gewaltig im Mobiliar. P1150604Es geht mal mehr, mal weniger steil wieder abwärts. Vorbei an unzähligen im Gelände verstreuten Hütten, an Schneisen für die Skipisten im Winter, P1150625aber auch weiter talwärts wieder an kleinen Höfen mit Landwirtschaft. Wir hielten bei der Udval Kirche. Dort war ein Laden, wo ausser norwegischen Strick- und Webwaren auch P1150622Kaffee und Waffeln angeboten wurden. Auf letzteres hatten wir Lust. Betrieben wird das Ganze von Frauen aus der Umgebung, die einmal wöchentlich zusammen kommen, um die traditionelle Kunst zu erhalten.

 

P1150629Einige Kilometer weiter gab es die Uvdaler Stabkirche zu sehen.

 

 

P1150633Die Sonne kam ab und zu durch, doch hinter uns braute sich schon wieder etwas zusammen.

 

 

P1150647So suchten wir einen Standplatz und stehen nun auf einem CP, gemäss Navi Nähe Flesberg, etwa 35 km vor Kongsberg.

 

 

Gefahren:  135 km

 

 

 

 


 

Donnerstag, den 4. August

P1150648Gestern Abend, kurz nach Redaktionsschluss kam der Regen. Da wir nicht mehr raus mussten, störte uns das aber wenig. P1150652Heute Morgen nieselte es noch eine Zeit lang. Unterwegs kam dann ab und zu sogar die Sonne etwas durch. Wir sind ja bescheiden geworden. Lange führte die Strasse am P1150658Fluss Lågen entlang. Die Spiegelungen gaben traumhafte Bilder, mit und ohne uns im Vordergrund. Der Fluss wird zur Stromherstellung an vielen Stellen P1150679gestaut, so auch in Kongsberg. Hier gibt es ein Bergwerkmuseum der Silberminen, was wir jedoch ausliessen. Die Kirche hat uns sehr beeindruckt. P1150664Äusserlich als Backsteinbau nicht sehr ansprechend, ist sie innen umso interessanter. Eine Breitkirche im Barock mit 3 Galerien, wo die Gemeinde, je nach P1150666gesellschaftlichem Stand getrennt, ihren Platz hatte. Auch der König hatte seine eigene Loge. Der Berghauptmann und Architekt A. Stuckenbrock (aus Hannover) wurde vom König 1728 als P1150689Architekt gewählt. 1761 konnte die Kirche eingeweiht werden. Die Orgel baute Heinrich Gloger (auch aus Hannover). Wir fuhren dann weiter über Damme, wo uns die Grossstadt-Bauten und der hektische Verkehr wieder einholten.

P1150723Zum Übernachten fanden wir einen Parkplatz am Oslo Fjord, gegenüber von Hvitsten. Hier sahen wir die Fähre nach P1150706Olso vorbeifahren, sowie viele Segler, die mit achterlichem Wind gute Fahrt machen konnten. Zum Abendessen gab es heute Lammkoteletts vom Grill mit Salat, einem feinen Roten und zum Abschluss Käse. Leute, was geht es uns gut.

 

 

Gefahren: 105 km

 

 

 

Kongsberg

 

 

 

 


 

Freitag, den 5. August

Als Michael wach wurde, schien die Sonne. Renate meinte, da hinten kommen wieder dicke Wolken, doch Michael in P1150730seinem Optimismus meinte: „der Wind schiebt die Wolken von uns weg“. Jedenfalls, kaum waren wir unterwegs, fing der Regen wieder an. Wenig später fuhren P1150733wir in den Tunnel, der unter dem Olso Fjord hindurch führt. Der Tunnel ist etwa 7 km lang. Anfangs geht es mit 7% Gefälle abwärts. Unser Höhenmesser zeigte, dass wir an der P1150739tiefsten Stelle 140 Meter unter dem Meeresspiegel fuhren. Was für ein gewaltiges Bauwerk. Auf unserer weiteren Fahrt hatten wir doch tatsächlich zwischendurch auch P1150748ein paar Sonnenstrahlen. Da sieht die Landschaft doch gleich viel freundlicher aus. Auf einem Rastplatz, sehr ruhig abseits der Schnellstrasse gelegen, machten wir unsere Mittagspause.

 

P1150769In Ørje, kurz vor der Grenze zu Schweden, schauten wir uns die Schleuse des Haldenkanals an. Der Kanal hat von  P1150765Skulerud im Norden bis Tristedal im Süden eine Länge von 80 km. Dort lag ein niedliches Motorboot, mit einer Dampfmaschine mit Holzfeuerung. Unser P1150753Navi hatte zeitweise seine Mühe, da wir in Gelände fuhren, in dem es für ihn noch keine Strasse gab. Die E18 wird hier gewaltig ausgebaut und zum Teil neu verlegt.

 

 

P1150781Unser Abstecher nach Norwegen geht heute, nach 14 Tagen, zu Ende. Am Abend fanden wir einen Standplatz in Årjäng, der schon in Schweden liegt.

 

Gefahren: 135 km

 

 

Fortsetzung der Reise im Beitrag „Schweden, du hast uns wieder“

 


 

Endlich Schweden

Freitag, den 8. Juli (Fortsetzung)

P1130509An der Fähre kommt man zuerst durch die Zahlstelle. Für 810 Dänische Kronen, etwa 120 Franken, will man uns transportieren. P1130511Unmittelbar danach prüfte ein schwedischer Grenzbeamter unsere ID sowie den Führerschein, und zwar sehr genau (oder er hatte noch P1130515keinen CH-Führerschein gesehen). Letztlich liess er uns mit einem freundlichen „have a nice trip“ passieren. Auf Bahn 7 fuhren wir ohne Wartezeit auf die Fähre. Es ist P1130523kolossal, was in so eine Fähre hineingeht. Die Überfahrt dauert 20 Minuten. Drei Fähren pendeln laufend hin und her. Renate wechselte die Gastlandflagge. In P1130527Helsingborg angekommen, fällt uns ein, dass wir noch gar keine Schwedischen Kronen haben. Unser schlaues Navi brachte uns zum nächsten Geldautomaten, der 3% für sich behält.

P1130536Helsingborg besichtigten wir nicht. Wir hatten ja in Kronborg und Helsingör heute schon unsere P1130566Kilometer abgespult. Wir steuerten einen Standplatz bei einem kleinen Hafen in der Nähe von Falkenberg an. Ca 40 Reisemobile haben hier Platz. Wir bekamen einen der P1130565 (1)letzten Plätze, und obwohl es hier eng ist, stehen wir mit Blick auf den Hafen noch recht schön. Das Wetter war so warm, dass wir grillieren und draussen essen konnten.

 

Gefahren: 130 km

 

 

 

Überfahrt nach Helsingborg/Schweden und Fahrt nach Falkenberg.

 


 

Samstag, den 9. Juli

Unser ältester Enkel Silvan wird heute 14 Jahre alt.

P1130568Wir wollten eigentlich auf einen Stellplatz mit Waschmaschine weiterziehen. Da wurden wir von einem netten P1130580Schweden informiert, dass man hier auch waschen könne. Also Dementi. Wir blieben. Es gab einen Ruhetag. So konnten wir auch mental richtig in Schweden P1130573ankommen und Michael konnte den Blog nachführen. Das Wetter war wechselnd sonnig, aber angenehm warm. Wir beobachteten das Einwassern eines P1130576Motorbootes, das beängstigend dicht über ein Wohnmobil gekrant wurde. Der gute Mann hatte Fender vom Format einer Zahnpasta-Tube. Es blieb auch Zeit etwas in der Sonne zu liegen.

 

P1130583Michael erkundete nachmittags noch mit dem Fahrrad die Umgebung, fand aber nichts Interessantes. Eine Feriensiedlung P1130589und sonst nur viele Gewerbe-Gebäude.

Der Platz wurde heute voll: 45 Reisemobile, davon 1 Franzose, 2 Deutsche, 1 Schweizer und 41 Schweden.

Bei einem Verdauungs-Spaziergang in der Abendsonne erschien der Hafen in diesem, im Norden, so schönen Licht. Danach war wieder Kartenspielen angesagt.

Gefahren: 0 km

 

 

 


 

Sonntag, den 10. Juli

P1130592Was für ein Kontrast. Gestern um 23 Uhr noch dieser Sonnenuntergang, und heute begann der Tag mit Regen und endete mit P1130600Regen. Dazwischen nur kurze Pausen ohne Regen. Wir nutzten die Wartezeit morgens, um noch einige Mails zu schreiben. Als es dann zu regnen aufhörte, hofften wir P1130608noch auf besseres Wetter. Michael holte das Stromkabel ein und wir machten uns auf den Weg Richtung Göteborg. Unser Navi meldete: „vor ihnen ist ein Stau“. An einem P1130610schönen Rastplatz machten wir Mittagspause plus Mittagsschlaf. Der Verkehr nahm deutlich zu. Der Stau kam im Raum Göteborg. Der Regen auch. Dem fiel somit P1130617ein Besuch von Göteborg zum Opfer, zumal wir die Stadt ja schon mehrmals gesehen hatten. Vorbei am Vergnügungspark „Liseberg“ ging es weiter nördich. Hier P1130619fängt die für die Westküste typische Landschaft an. Hügeliges Gelände und Felseneinschnitte und Tunnels für die Strasse. Zum Übernachten wählten wir einen Rastplatz in Ljungskile.

 

Gefahren: 170 km

 

 


 

Montag, den 11. Juli

P1130621Es regnete, nein, es schüttete zeitweise wie aus Kübeln. Der Rastplatz in Ljungskile stand inzwischen in weiten Teilen unter Wasser. P1130622Ein Wohnwagen in der Nähe hatte nun Seeanstoss. Der arme Eigner musste seine Heckstützen im Wasser stehend hochdrehen. Er hatte aber eine clevere P1130628Einrichtung dafür. Statt mit einer Handkurbel, drehte er die Spindel per Akkubohrer hoch. So ging das ganz fix. Uns war das Wetter zu schlecht, um weiter P1130629zu fahren. Wir hatten uns erst am Nachmittag bei unseren Freunden angemeldet. So nutzten wir die Zeit anderweitig, schrieben Mails und studierten die P1130631Landkarte. Der Regen liess dann auch gegen Mittag nach und wir fuhren weiter. Als wir die Brücke bei Uddevalla passierten, wussten wir, dass es nicht mehr weit ist. Diese P1130633elegante Brücke, von einem Japaner gezeichnet, macht im Winter oft Probleme. Wenn sich an den Seilen Eis bildet, kann dieses auf die Autobahn fallen, was sehr gefährlich ist. So muss der Verkehr auf der E6 dann umgeleitet werden.

P1130646Margit und Bo empfingen uns herzlich. Abends wurden wir mit einem ausgezeichneten Lachsgericht verwöhnt und es gab viel zu erzählen. Bo’s Statistik zeigt, dass dies das 25. Treffen ist. Renate war 1956, also vor 60 Jahren, im Schüleraustausch in der Familie. Seitdem besteht diese Freundschaft.

Gefahren: 35 km

 

 


 

Dienstag, den 12. Juli

P1130659 (1)Heute kam Bo’s Schwester Ulla kurz zu Besuch. Sie war auf dem Weg von der Küste nach Hause in Örebro. Renate und die beiden kennen P1130688sich nun 60 Jahre. Da gab es viele Erinnerungen aufzufrischen. Nachmittags war es trocken, aber bewölkt. Wir fuhren zum Gullmarn Fjord, ganz in der Nähe, für P1130706einen schönen Spaziergang. Von einem Aussichtpunkt kann man dort weit auf den Fjord schauen. Die spärlichen Sonnenstrahlen brachten die Wellen P1130711zum Glitzern. Überall liegen Sommerhäuser versteckt hinter Bäumen und Felsen. Dass es viele sein müssen, verraten die Briefkästen am Wegrand. Wieder zauberte Margit ein feines Abendessen.

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Wir stehen sehr komfortabel neben dem Haus.

 

 

 

 

Gefahren: 0 (mit unserem Mobi), 25 km mit dem SAAB.

 

 


 

Mittwoch, den 13. Juli

P1130737Heute fuhren wir nach Trollhättan. Eine Industriestadt, aber auch die Geburtsstätte von Freund Bo sowie P1130734der SAAB Autos (Bo gibt es hingegen noch), ferner Schleusen, Wasserfälle, Kirche, die wir dann in umgekehrter Reihenfolge P1130744. Die Wasserfälle ziehen jeweils viele Schaulustige an. Es ist auch wirklich imposant, wie sich der leere Flusslauf füllt, wenn die Schieber geöffnet werden und die Wasserwalze langsam, aber mit brachialer Kraft daher kommt. Nur etwa 15 Minuten sprudeln 300’000 Liter pro Sekunde P1130753über die Felsen. Danach ist das Spektakel wieder vorbei. Der Fluss Göta Älv hat hier einen Höhenunterschied von 32 Metern. Man nutzt die Wasserkraft auch in einem unterirdischen Kraftwerk.

P1130766Dann besichtigten wir die Schleusen. Sie sind Teil des Götakanals, der die Ost- und die Westküste verbindet. Die P1130768erste Generation Schleusen wurden im Jahr 1800 eröffnet. Inzwischen gibt es die 3. Generation, um die immer grösser P1130799werdenden Schiffe bewältigen zu können. Die Höhendifferenz wird mit vier Kammern à je 8 Meter Hub bewältigt. Nicht nur Sportboote, P1130803sondern auch grosse Lastschiffe mit Waren für die Industrie am Vänern See benützen diesen Weg. Wir sahen einem Schiff zu, das Holz für die P1130813Papierfabrik nach Karlstadt transportierte. Zufällig war ein Mitarbeiter der Reederei da, von dem wir viele Details erfuhren, siehe unten.

 

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Auf dem Weg zurück zum Parkplatz trafen wir noch auf Oldtimer-Autos. Die stolzen Besitzer P1130785präsentieren hier jeden Mittwoch ihre Schätzchen. Adreas bekäme Augenwasser beim Anblick des alten SAAB Sonett, von dem nur ca 1000 Exemplare gebaut wurden.

Für das Eisenbahn- und das SAAB-Museum reichte leider unsere Zeit nicht mehr.

 

 

Zum Schiff in der Schleuse:

– Gebaut: in den Niederlanden, passend für diese Schleusen

– Reederei: Thun in Lidhöping, Schweden

– Registriert: Torshavn, Färöer Inseln, Dänemark

– Mannschaft: vorwiegend Philipinen

– Ladung: Birkenholz von Lettland

– Ziel: Papierfabrik in Karlstadt am Vänernsee

 

Gefahren: 0 mit Mobi, mit Bo’s SAAB 100 km

 

Trollhättan: Kirche, Königsstein, Wasserfall

 

 

Trollhättan: die Schleusen

 

 

Für Oldie-Fans

 


 

Donnerstag, den 14. Juli

P1130837Bo und Margit waren heute an einer Geburtstagfeier. So unternahmen wir auf eigene Faust einen P1130825Ausflug nach Hunnebostrand und Smögen, obwohl wir dort früher schon oft waren. Im Hafen von Hunnebostrand hatte Freund Bo P1130838früher sein Segelboot, mit dem wir oft auf Törn waren. Der Ort gefällt uns immer noch sehr. Die Felsenlandschaft und die Häuser dazwischen sind schön anzusehen.

P1130846Nach Smögen ist es nicht weit. Renate war hier 1956 zum ersten Mal mit Ulla und den Gasteltern. Auch dieser Ort liegt sehr schön in und auf den Felsen. Allerdings P1130854veränderten einige (zu) grosse Neubauten am Hafen das schöne Bild. An der Front lagen die Boote „im Paket“ und die P1130840Jungen machten Party. „Die das mögen, kommen nach Smögen“. In der Abendsonne fuhren wir durch die typisch felsige Landschaft zurück.

 

 

 

 

Gefahren: 85 km

 

 

Ausflug nach Hunnebostrand und Smögen.

 


 

Freitag, den 15. Juli

 

Unsere Enkelin Alina wird heute 12 Jahre alt.

P1130891Heute hatte Bo einen Besuch der Insel Väderoana (Wetterinseln) organisiert. Mit dem Auto fuhren wir nach P1130907Hamburgsund. Dort stiegen wir in ein Schnellboot (Katamaran), das uns in etwa 20 Minuten zu der Inselgruppe brachte. Am Hamburgsund stehen hübsche P1130919Häuser und im Wasser liegen viele Boote. Es gilt hier noch ein Tempolimit von 5 Knoten. Weiter draussen im offenen Wasser beschleunigt der Katamaran dann P1130998auf ca. 18 Knoten (33km/Std). Es liegen in dieser Gegend immer wieder für Schiffe gefährliche Felsen. Auf einem hat ein Wassersportler mit Humor ein Verkehrsschild „Bodenwelle“ P1130927installiert. Wir erinnern uns, dass wir dort mit Bo’s Segelboot schon mehrmals vorbeikamen. In der Ferne sahen wir einen Seehund auf einem Felsen schlafen.

 

P1130943Auf der Insel unternahmen wir einen Spaziergang über die aus der Eiszeit markant geformten Felsen. P1130949Dazwischen gedeiht eine reichhaltige Vegetation, obwohl der Sommer hier kurz ist. Wir haben Glück mit dem Wetter und können unser Mittagsessen im Freien servieren lassen: eine leckere Fischsuppe.

P1130971Es blieb noch Zeit, die alte Lotsenstation zu besteigen. Wir hörten, dass 1916 hier noch 5 Lotsen mit ihren Familien P1130980und total 17 Kindern lebten (ab 7 Kinder stellt der Staat sogar eine Lehrerin). Sie hatten Hühner, 4 Kühe und 40 Schafe. Heute wohnt niemand permanent P1130979hier. Allerdings ist das Restaurant ganzjährig geöffnet. Segler und Motorbootfahrer kehren hier gerne ein. Einige kleine Häuser werden an Touristen vermietet.

Manchmal ist die Welt doch klein: so trafen wir eine Familie aus Bern. Die Frau erkannte Renate sofort.

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Auf der Rückfahrt im Schnellboot sahen wir noch einmal Seehunde.

 

 

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Über dem Festland hatten sich imposante Wolken aufgebaut. Wie wir später hörten, zog ein Gewitter über Uddevalla und einige Keller wurden überschwemmt.

 

Gefahren: 0 mit dem Mobi, 70 km mit Bo’s Saab

 

Hin- und Rückfahrt, Auto und Boot

 

 

Auf der Insel

 


 

Samstag, den 16. Juli

Heute hat unser Schwiegersohn Klaus Geburtstag.

P1140022Das Wetter begann feucht mit Nieselregen. Geeignet für „Büroarbeiten“. Als die Sonne durchkam, P1140028machten wir mit Freund Bo einen Spaziergang im Quartier. Für uns sind die schwedischen Häuser schön anzusehen. Einfache P1140034Architektur, liebevoll gepflegte Gärten, kein Prunk und Protz. Dieses Quartier ist vor ca 40 Jahren entstanden. Nun P1140035bekommen alle Häuser Glasfaser-Kabelanschluss (wenn sie wollen). Abends erhalten wir jede Menge Tipps, was wir in Schweden noch alles besichtigen sollten. Das reicht für die nächsten Monate.

 

Gefahren: 0 km

 

 

 


 

Sonntag, den 17. Juli

P1140051Morgens hatte es noch geregnet. Erst gegen Mittag wurde das Wetter immer besser. So beschlossen wir P1140050einen Ausflug nach Lysekil zu unternehmen, wo der Gullmarn Fjord beginnt. Der starke Wind hatte an der Küste schon für strahlenden Sonnenschein gesorgt.

P1140043Der Hafen war übervoll. Michael war hier vor einigen Jahren mit Franz und Dieter und seiner FREEDOM für mehrere Tage wegen Starkwind eingeweht. Damals im Mai war der Hafen noch fast leer.

P1140087Es folgte eine Wanderung durch die Felsenlandschaft etwas ausserhalb. P1140100Sicher einer der schönsten Stellen an der gesamten Westküste. Ein Steinbruch drohte früher die Landschaft zu zerstören. Man belieferte P1140062weniger steinreiche Orte, so auch Holland, zur Befestigung der Deiche. Die vermögende Frau Calla Curmann (ihr Mann Carl, ein Arzt, wollte P1140098Lysekil zum Badeort entwickeln), kaufte die ganz Landzunge auf, um sie vor der Zerstörung zu schützen und bildete dazu 1925 eine Stiftung.

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Die Felsen wurden durch die Eiszeit, aber auch durch Wind und Wellen in Jahrmillionen so rund geformt. Trocken sind sie schön griffig, um darauf zu laufen. Trotzdem gedeihen hier auch Blumen und Sträucher und am Weg sogar ein P1140072wilder Apfelbaum. Es wehte ein strammer Westwind. Trotzdem waren einige unentwegte Segler unterwegs. Vielleicht müssen sie morgen wieder zur Arbeit.

 

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Gut durchgelüftet kamen wir mit unseren Freunden P1140113nach Hause zurück und verbrachten noch einen weiteren schönen Abend zusammen. Morgen wollen wir wieder weiter ziehen.

 

 

 

 

Gefahren: 0 mit dem Mobi. 75 km mit dem SAAB.

 

 


 

Montag, den 18. Juli

P1140159Heute verliessen wir unsere Freunde Margit und Bo. Es waren sehr schöne Tage zusammen und wir hoffen uns bald P1140162wieder zu sehen. Nach einem Einkaufs- und Tank-Stopp in Uddevalla war unser Ziel ein Standplatz in Mellerud. Bei super Wetter ging unsere Fahrt nun wieder P1140161durch meist flaches Kulturland, vorbei an schönen bunten Häusern. Unser Navi brachte uns punktgenau ans Ziel. Sunnanå Hamn (Hafen) hat Zugang zum Vännern See. P1140209Hier war ein riesiges Hafen- und Freizeit-Projekt geplant. Aber nur etwa ein Drittel ist fertig und wenn es dabei bliebe, wäre das gut (meint auch der Hafenmeister). Der Vännern ist der P1140222grösste Binnensee Schwedens. Mit 5’585 Quadrat-Kilometer ist er 28 mal grösser als unser Neuenburgersee und fast 10 mal grösser als der Bodensee. Das birgt natürlich Version 2ein enormes Potential für Wassersportler. Wir stehen super. Nach vorne schauen wir auf ein Erweiterungsbecken und von unserer P1140225Hecksitzgruppe aus auf das bestehende Hafenbecken. Wir geniessen das warme Wetter und den schönen Sonnenuntergang in vollen Zügen.

 

Gefahren: 105 km

 

 

 

 


 

Dienstag, den 19. Juli

P1140236Schönes Wetter heute. Es war so warm, wie schon lange nicht mehr. Auf einem Spaziergang in der Hafenanlage sahen wir, dass viele P1140241der Ferienhäuschen auf Schwimmpontons gebaut wurden. Einige sind noch (oder schon wieder) zu verkaufen. Es wird auch Bauland angeboten. Für unseren Geschmack etwas zu viel Retorten-Feeling.

P1140239Wir haben hier einen Logenplatz am Ende der Reihe mit  „eigener Terrasse“ und Sicht auf Schilf, Wasser und Bäume. Das wollten wir noch eine Weile geniessen und fuhren nicht weiter.

P1140246Dafür kamen die Attraktionen heute zu uns:

So schauten wir zu, wie ein Motorboot mit einem Spezial-Lastwagen P1140250geliefert und eingewassert wurde. Der hatte einen integrierten, unscheinbaren Kran, mit dem er aber das fast 5 Tonnen schwere B