Tag 24: Im Wald nahe Prillwitz – mobiblog.ch

Tag 24: Im Wald nahe Prillwitz

Unser erstes Zwischenziel ist heute Neustrelitz. Durch eine Strassensperrung müssen wir einen grossen Umweg über Mirow fahren. 

Aber die Fahrt durch die Mecklenburgische Seenplatte kann gar nicht lange genug sein: sie ist ein Traum!
Endlos scheinende Wälder. Malerische Baumalleen. Breite Dorfstrassen mit Rasen vor den Häusern, viel Wasser durch Seen und Kanäle. Aber auch viele Holperstrassen, allerdings meistens nur in den Ortschaften. Ausserorts sind die Strassen gut bis sehr gut.
In Canow kommen gerader einige Sportboote aus der Schleuse. 
Schliesslich erreichen wir nach all den Umleitungen Neustelitz doch noch (mit der Strelitzie als Wahrzeichen). 

Unser geliebter Fischerhof hat zum Glück geöffnet. 

Es wird ein freudiges Wiedersehen mit dem Inhaber, der uns sofort begrüsst: «die Schweizer sind auch mal wieder da!». 

Wir erwidern: «Ja, aber es könnte das letzte Mal sein» Das Essen schmeckt uns auch diesmal wieder ausgezeichnet.

Den Nachmittag verbringen wir bei herrlichem Wetter in Grünow bei Renate und Jürgen. Renate hat einen feinen Zwetschgenkuchen gebacken. Das Rezept lassen wir uns natürlich mitgeben. 

Auch sonst gibt uns Renate wieder viele Köstlichkeiten mit auf den Weg: den restlichen Kuchen, selbstgebackene Kekse und leckere Birnen aus ihrem Garten. Wir müssen sie bremsen, denn unser Mobi ist vermutlich so schon überladen.  

Wir konnten schon die letzten Jahre immer wieder die Gastfreundschaft von Renate und Jürgen erfahren. Im Blogbeitrag von 2024 kann man hier nachlesen, dass Renates Urgrossvater in dieser Gemeinde 35 Jahre als Pastor gewirkt hat.

Der Abschied fällt uns schwer, aber wir möchten noch eine kleine Strecke weiterfahren.

Etwa 30 Kilometer entfernt, in der Nähe von Penzlin soll es den sehr gut bewerteten Stellplatz «Seeweide Naturcamping» geben. Auf den letzten 15 Kilometer über schmale Feldwege erreichen wir den Platz. Wir stehen aber vor verschlossener Barriere, weil die Rezeption um 18 Uhr schliesst. Wir telefonieren mit dem Betreiber, der auch bereit wäre uns in ca einer Stunde zu öffnen. Als wir erfahren, dass uns diese Nacht 34 Euro kosten würde, sagen wir ab. Das ist uns ein noch so schöner Platz nicht wert. 

Auf der Fahrt zu einem etwa 30 Kilometer entfernten Stellplatz entdecken wir einen Wanderplatz in einem Wald. Wir beschliessen, dort diese Nacht zu verbringen. Es war auch jetzt schon ein langer Tag.

Gefahren: 170 km

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