Heute Morgen laufen wir zum Touristenbüro um unsere Stellplatzgebühr zu bezahlen.
Man könnte diese auch beim Stellplatz in einem Kuvert bezahlen, aber uns fehlt der passende 20-Euroschein.


Vor dem Rathaus steht der „Kieschtock“ eine Fasnachts-Symbolfigur.
Ganz in der Nähe kommen wir an der Kirnachmühle vorbei.



Diese alte Mühle stand bis 1995 in Todtmoos und sollte abgerissen werden.
Sie wurde von Unterkirnach übernommen und in den Jahren 1995 bis 1997 liebevoll restauriert und an der Kirnach mitten im Dorf-kern funktionsfähig wieder errichtet. Sie soll an über 20 Mühlen erinnern, die es früher einmal auf der Gemarkung Unterkirnach gegeben hat.
Die gelungene Wiederherstellung erhielt den Namen „Kirnachmühle“, wurde zu einem attraktiven Schmuckstück und der entstandene Mühlenplatz entwickelte sich zum zentralen Mittelpunkt des Dorfes.
Etwas weiter der Strasse entlang ist die imposante Mechanik einer Kirchturmuhr ausgestellt.



Etwas erhöht steht die Pfarrkirche St. Jakobus.



1331 wird erstmals eine Kapelle beim Roggenbacher Hof erwähnt.
Sie brannte zusammen mit dem Hof im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) ab und wurde 1650 wieder aufgebaut. Sie gilt als erste Unterkirnacher Kirche. Als diese 1714 wieder zusammen mit dem Roggenbacher Hof abgebrannt war, bauten die Unterkirnacher 1715 hier eine neue, barocke Kirche.
Der im Lauf der Jahre immer schlechter gewordene Zustand und vor allem die viel zu kleine Kirche führte zum Bau eines neuen Gotteshauses.
1902 hat man die alte Kirche abgebrochen und auf dem gleichen Platz ein neugotisches Bauwerk errichtet, das schon 1903 fertiggestellt werden konnte. Die feierliche Einweihung erfolgte am 23. Juni 1907.
Unterhalb der Kirche entdecken wir einen Brunnen mit Figuren. Nicht besonders hübsch, weshalb wohl auch keine Beschreibung angebracht ist.



Zurück beim Mobi recherchiert Michael im Internet nach einer Werkstatt, die unseren Kühlschrank wieder auf Touren bringen könnte. Das ist gar nicht so einfach. Bei einem grossen Händler in Rottweil ist die Werkstatt gemäss Aussage auf Wochen ausgebucht.
Bei einem Händler mit Werkstatt in Deisslingen kommt immer wieder die Ansage: «Alle Mitarbeiter sind gerade besetzt oder Sie rufen ausserhalb der Betriebszeiten an».
Da diese Werkstatt aber nur 19 Kilometer entfernt ist, wollen wir dort hinfahren.
Just als wir den Stellplatz verlassen wollen, bildet sich an der Ent-und Versorgungsstation leider ein Stau. Wir «verlieren» hier mindestens 30 Minuten. Und so erreichen wir die obgenannte Werkstatt leider nicht mehr vor der Mittagspause.


Auf einem Wanderparkplatz bei Dauchigen machen wir unsere Mittagspause.


Bei besagter Firma ist dann ein sehr netter älterer Herr am Empfang. Dem ist es sichtlich peinlich, dass er uns nicht helfen kann. Er hat nur drei Mitarbeiter in der Werkstatt, die anderen sind alle im Urlaub. Er sucht uns aber eine Adresse einer Werkstatt heraus, die nur 8 Kilometer entfernt liegt.



Dort haben wir jedoch das Pech, dass diese bis. 8. September geschlossen ist.
Weiter geht die Suche im Internet. Im 40 Kilometer entfernten Engen ist eine weitere Werkstatt.
Aber auch hier bekommen wir telefonisch eine Absage: sie seien auf Wochen hin ausgebucht.
Nun geben wir für heute auf. Wir fahren nach Tuttlingen auf den uns bekannten Stellplatz.
Den geplanten Besuch der Breg, bzw.-Donau-Quelle im Schwarzwald lassen wir schweren Herzens sausen. Das wäre schön gewesen, aber muss auch nicht sein. Vielleicht kommt nach der Trockenheit gar kein Wasser aus der Quelle?!



Noch nie haben wir in Tuttlingen die Donau mit so wenig Wasser erlebt. Obwohl hier ein Wehr das Wasser zurück hält. Eine Sandbank im Flussbett ist auch neu für uns.

Am Abend kommen Renates Bruder mit Frau zu Besuch. Es gibt wieder viel zu erzählen.

Gefahren: 60 km









