Tag 15: Berching am Main-Donau-Kanal, 2. Tag – mobiblog.ch

Tag 15: Berching am Main-Donau-Kanal, 2. Tag

Wir bleiben heute noch hier um den Ort bei besseren Wetter- und Lichtverhältnissen erkunden zu können. Aber so richtig geht unser Plan nicht auf. Das Wetter bleibt trüb, aber immerhin fast trocken.

Erst nach 17 Uhr kommen einige Sonnenstrahlen durch die Bewölkung – und da wollen wir die Runde nicht noch einmal drehen. Also bleibt es bei etwas düsteren Fotos. 

Wir laufen vom Stellplatz zwischen dem Main-Donau-Kanal und der Wehrmauer bis zum «Oberen Torturm». Das «Loch» in der Wehrmauer, durch das wir in den Ort kommen.

Vorher bewundern wir das Bienenkino, welches noch vor dem Torturm zu finden ist. An einem Bienenkasten kann man eine Tür öffnen und die Bienen hinter einer Glasscheibe beobachten. Was für ein Gewusel! In den Waben ist bereits Honig zu erkennen (mit einem Klick kann man die Fotos vergrössern).
Die Honigtankstelle ist ein kleiner Verkaufsstand, bei dem man Honig kaufen kann. Die Bezahlung erfolgt auf Vertrauensbasis in eine kleine Kasse – hoffentlich. 

Durch den «Oberen Torturm» kommen wir auf den Reichenauplatz. Dort steht ein gewaltiger Maibaum. Ein – nach bayerischen Traditionen – geschnürter (bemalter) Stamm hat in Bayern die Spirale von unten links nach oben rechts gedreht. Wie in Bayern üblich, ist er als Zunftbaum mit verschiedenen Zunftschildern verziert. 

Weiter auf dem Pettenkoferplatz steht ein Denkmal des Komponisten Christian Willibald Gluck (er hinterliess rund 50 Opern).

«Christoph Willibald Gluck (geboren 1756, gestorben 1787 in Wien) ist wahrscheinlich der einzige Komponist der Operngeschichte, der zwei Geburtsorte in einer Gemeinde hat. Bis 1914 war man nämlich der Ansicht, dass der Komponist in Weidenwang das Licht der Welt erblickt habe. Dann brachten lokalhistorische Forschungen zutage, dass diese Ehre eigentlich Erasbach zuteil und dass Weidenwang der Ort der Taufe des Komponisten war. Heute, nach der Eingemeindung der beiden Orte in die Gemeinde Berching ist diese die Gluck-Stadt.
Gluck gilt als der europäische Opern-Reformator und Wegbereiter berühmter Komponisten. Von imposantem Äußeren war sein Charakter geprägt von Mut, Leidenschaft, Experimentierfreude und Überzeugungskraft. Weltoffen bereiste er die Kulturzentren Europas. Er verstand es, Menschen unterschiedlichster Nationalitäten von seinen Ideen zu begeistern» (Quelle hiesiges Denkmal).

Beim «Allioturm» gehen wir wieder durch die Wehrmauer. Hier kann man die Sulz auf Steinen oder über eine Brücke überqueren. Wir ziehen die Brücke vor. 
Wir schauen uns auch die St. Lorenzkirche an:
Baugeschichte: Bei der 883 sogenannten „capella“ dürfte es sich wohl um den Vorgängerbau der St. Lorenzkirche handeln. Diese wurde 1062 durch den Eichstätter Bischof Gundekar II. und um 1193 durch Bischof Otto geweiht. Auf das 11. Jahrhundert gehen die Langhausmauern zurück, währen der Turm in seiner heutigen Gestalt aus dem 13. Jahrhundert stammt. 1680-85 wurde durch Joh. Babtist Camesino das Langhaus zu einer Wandpfeilerkirche umgestaltet und gewölbt. Bei der Restaurierung 1868 wurden die Barockaltäre entfernt und durch neugotische ersetzt. Wichtigste Maßnahme der Renovierung 1946/47 war die Neugestaltung der Seitenaltäre, wobei auch der Hochaltar Veränderungen erfuhr.

Durch das «Krapfentor kommen wir wieder zu unserem Stellplatz zurück. Unser Rundgang ist auf der Karte rot gestrichelt eingezeichnet.

Nachmittags kosten wir das «Freie WLAN» auf diesem Stellplatz voll aus. Wir können hier einmal nach Herzenslust straemen. Endlich wieder einmal Reiseblogs (z.B. Anette und Michael) und Videos (z.B. Karin und Marco) der anderen Camper anschauen, ohne unser beschränktes Datenguthaben zu verbraten.

So vergeht ein sehr ruhiger und entspannter Tag. 

Als dann am Abend die Sonne doch noch zum Vorschein kommt, lassen wir uns auch nicht mehr hinauslocken. 

Gefahren: 0 km

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