Tag 17: Iphofen – mobiblog.ch

Tag 17: Iphofen

Wir verlassen Prichsenstadt mit Ziel Iphofen. Dort gibt es das Knauff-Museum, das gemäss der Aussage von Freund Hans sehenswert sein soll.

Das Wetter heute ist trüb und immer wieder regnet es. Eigentlich das richtige Wetter für einen Museumsbesuch.

Auf dem Stellplatz in Iphofen ergattern wir von 12 Plätzen den letzten Platz, der soeben frei geworden ist. Was für ein Glück! Dieser Platz ist offenbar sehr beliebt. Vielleicht auch, weil man hier 3 Tage kostenlos stehen darf.

Als wir uns gerade für unseren Gang in den Ort bereitmachen, nimmt der Regen zu. 

Es schüttet die längste Zeit wie aus Kübeln. Da bringt uns keiner auf die Strasse. Wir haben es ja so gemütlich in unserem Mobi.

Das Wasser kann die Natur gut gebrauchen. Es wird dem Wasserstand des Rheins aber nicht so schnell helfen. Dort müssen unsere alten Segelfreunde Ruth 1 mit Hanspeter und Ruth 2 mit Ueli ihre Flusskreuzfahrt in Düsseldorf beenden und werden mit dem Bus nach Basel kutschiert.

Erst am Nachmittag lässt der Regen nach, sodass wir uns unter dem Regenschirm auf den Weg zum Knauff-Museum machen. Durch den Weinanbau wurde Iphofen auch überregional bekannt. Mit ihrem malerischen, vollständig erhaltenen mittelalterlichen und barocken Altstadtensemble bildet Iphofen gleichzeitig einen touristischen und historischen Anziehungspunkt. So auch das Knauff-Museum.

Durch das Einersheimer Tor, gleich neben dem Stellplatz, kommen wir in den Ort. Nach etwa 5 Minuten sind wir schon vor dem Museum.

Das Knauf-Museum Iphofen ist ein Privatmuseum in der fränkischen Stadt Iphofen und eine Einrichtung der Knauf Gips KG. Die Reliefsammlung der großen Kulturepochen des Altertums ist in ihrer Art einmalig in Europa.

In den 60er Jahren begann der Gips-Fabrikant und Kunstmäzen Dr. Alfons N. Knauf mit dem Umbau eines prächtigen Iphöfer Barockbaus von 1688 zu einem privaten Museum. Heute ist das Museum in einem Neubau am Markt zuhause. Mit einem speziellen Verfahren werden Gipsrepliken hergestellt und hier in originalgetreu ausgestellt. Man muss also nicht in ferne Länder reisen, sondern nur dieses Museum besuchen. Folgende Fotogalerie zeigt einen Bruchteil davon:

Mit einem Audio-Guide kann man sich zu all diesen Exponaten Detailinformationen holen.

Heute präsentiert das Knauf- Museum Iphofen über 200 Repliken der beeindruckendsten Museumsstücke aus aller Welt, deren Einzelobjekte bis ins Jahr 3500 vor Christus zurückdatiert werden können. 

Im Innenhof des Museums sind weitere antike Repliken zu sehen. 

Aber auch ein riesiger Bergkristall: Vermutlich aus einer alpinen Zerkluft in der Schweiz stammt dieser 400 kg schwere, etwa 10 – 18 Mio Jahre alte, Bergkristall. Gleichzeitig mit dem sich über mehrere Mio Jahre erstreckenden Wachstum des Kristalls aus einer 200 bis 500 °C heißen wäßrigen (hydrotermalen) Lösung wurden auch haarförmige Kristalle des Erzminerals Beulangerit gebildet, einer Blei-Antimon-Wismut-Schwefel-Verbindung der Zusammensetzung Phs (Sb, Bi), Sp, sie wurden von dem weiterwachsenden Bergkristall (Quelle: hiesige Beschreibung)

Daneben finden hier auch immer wieder Sonderausstellungen in diesem Museum statt. 

Momentan eine Ausstellung über Damenhandtaschen verschiedener Epochen, die wir auch noch kurz streifen.

Müde von dieser Zeitreise und den vielen Eindrücken kehren wir zum Mobi zurück, um uns zu erholen. 

Gefahren:  20 km

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