52. Tag: Boldinggaard bei Glejbjerg, 2. Tag – mobiblog.ch

52. Tag: Boldinggaard bei Glejbjerg, 2. Tag

Seit gestern Abend regnet es mehr oder weniger ununterbrochen. Kein Problem für uns, ist es im Mobi doch sehr gemütlich. 

Morgens zeigt das Aussenthermometer 17° und daran ändert sich tagsüber auch nicht viel. Im Innern des Mobis sind 24°. Die Sonne wärmt eben auch bei leichtem Regen. 

Die Nachbarn Elke und Torsten verabschieden sich. Sie wollen heute nachhause nach Deutschland fahren.
Die beiden machen uns aufmerksam, dass wir eine Schachtel Eier unter der Tür haben. Das bekommt hier anscheinend jeder Camper als Willkommensgeschenk. Eine schöne Überraschung und eine nette Geste.

Wir stehen hier nämlich auf einer grossen Hühnerfarm, sprich Eierfabrik. 

Ob wohl alle Eier diese Dimension haben? Die ist mit 70mm zwischen den Spitzen und 87 Gramm Gewicht doch enorm. 

Michael dreht den Mobi um, damit wir das Vorgärtli auch vor der Tür haben. Man weiss ja nie, plötzlich hört der Regen auf und wir wollen im Freien sitzen. 

Noch allerdings regnet es, trotzdem wird die Infrastruktur erkundet. Gleich hinter jedem Stellplatz ist der Stromanschluss sowie 4 Anschlüsse für Frischwasser. Drei für kaltes und einer für warmes Wasser, letzteres haben wir auf einem Stellplatz noch nie erlebt, aber auch nicht vermisst.

In einer Hütte nebenan kann man den Müll entsorgen und ein kleiner Unterstand kann auch genutzt werden. In unserem Vorgarten werden sogar Gartenmöbel zur Verfügung gestellt. 

WC mit Dusche sind etwas klein, aber sehr sauber in einem Nebenraum im Hofladen untergebracht. Die Dusche funktioniert jedenfalls prima. In einer anderen Halle kann man die WC-Kassette leeren und das Grauwasser wird man beim Gulli am Ende des Gebäudes los.  

Die Beschreibung der Örtlichkeiten ist etwas verwirrend, weil sich links noch eine Halle befindet, die aber nicht auf dem Bild ist. So sucht man zuerst in der falschen Halle nach der richtigen Tür.

Im Hofladen kann man Eier aus eigener Produktion und Honig von einem Imker aus der Gegend kaufen. 

Ein Pot mit 450g festem Honig für 4 Euro. Da muss man zugreifen, zumal Michaels immer noch verschleimte Bronchien regelrecht danach schreien.

Man kann hier auch für wenig Geld Waschen (€ 3.-) und Trocknen (€ 2.-).

Vertrauen wird hier ganz «gross geschrieben». Grossartig! 
Denn die Bezahlung der Stellplatzgebühr erfolgt am Ende des Aufenthalts einfach auf Vertrauensbasis in ein Loch im Tresen. 
Eine Geldkassette mit Wechselgeld steht offen herum. Mutig!

Ein älterer Herr stellt sich als der Vater von Claus vor. Er wohne in Sichtweite und schaue nur kurz nach dem Rechten. Claus muss in diesem Fall hier der Betreiber sein, ist aber momentan im Urlaub.
Auch der Imker schaut kurz nach, ob noch genug Vorrat seiner köstlichen Ware vorhanden ist.

Die Stellplätze mit den Strom- und Wasseranschlüssen sind pikfein angelegt.
Das Sanitäre ist allerdings etwas rustikal, aber durchaus brauchbar. 

15 Euro werden hier für eine Nacht verlangt. Darin ist alles inklusive: Strom, Frischwasser, Dusche, WC, Entsorgung und last, but noch least ein einwandfreies WLAN, das gerade bei Regenwetter sehr wertvoll ist.
Uns hilft es zudem ganz besonders unsere eigenen Daten zu schonen. 

Man könnte auf diesem Platz gut bleiben bis die Essensvorräte ausgehen.
Zu besichtigen gibt es in der näheren Umgebung allerdings nicht viel, soweit wir dies beurteilen können.

Übrigens: von den Emissionen der 48’000 Hühner haben wir auf dem Stellplatz nichts bemerkt. In der Nähe der Hallen und der Abluft riecht es etwas.
Man könnte der Eierproduktion, bzw, dem Verpacken zwischen 5 und 7:45 Uhr zusehen. 
🫣 Aber da müssten wir ja mit den Hühnern aufstehen. 

Dieser Tag war für uns beide sehr entspannend und ruhig. 

Der heutige Blogbeitrag wird ungewöhnlich früh online gehen und so bleibt viel Zeit zum Kartenspielen.
Heute wäre Renate wieder dran zu gewinnen. 

Dem Regen geschuldet wurde hier heute wohl etwas viel geschrieben, geschwafelt und gesponnen. 
Der Schnorri sagt sorry!

Gefahren: 0 km

2 Gedanken zu „52. Tag: Boldinggaard bei Glejbjerg, 2. Tag“

  1. Hallo Michael und Renate,
    euer Blog ist toll. Ich habe schon viel gelesen, das animiert zum weiter reisen 😀
    Wir waren heute lange unterwegs, von 10.00 – 19.00 Uhr. Davon haben wir 3 kurze Pausen gemacht, waren fast 2 Stunden im zäh fließenden Verkehr mit zeitweisem Stau um Hamburg herum. Leider regnete es in Dänemark die ganze Zeit, in Deutschland wurde es mit kurzen Unterbrechungen besser.
    Zuhause angekommen räumten wir unser Womi gleich aus und sagten unseren Lieben noch Bescheid das wir wieder zuhause sind.
    Wir wünschen euch noch eine schöne Camper-Zeit, gute Besserung für Michaels Bronchien und später eine entspannte Heimreise.
    LG von Elke und Torsten aus Delligsen

    1. Hallo Elke und Torsten
      Schön, dass ihr wieder gut zuhause angekommen seid.
      So richtig trocken wurde es hier bis jetzt nicht.
      Aber uns hat dieser Tag trotzdem gut getan.
      Mit herzlichen Grüssen, auch von Renate
      Michael

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