7. Tag, Mittwoch, 4. April 2018

7. Tag, Mittwoch, 4. April 2018

Heute Morgen verliessen einige Camper den Platz.

Wir konnten aus der zweiten Reihe aufrücken.

Der Stellplatz liegt etwa 10 Minuten Fussweg ausserhalb des Ortes.

Wir wollen heute noch hierbleiben und uns den Ort Jouques ansehen. Das Wetter wusste lange nicht in welche Richtung es will. Ab und zu tröpfelte es ein wenig und es wehte ein heftiger Wind. Gegen Mittag kam die Sonne durch und sofort war es sehr heiss.

Vereinzelt blüht schon etwas.

An der Hauptstrasse sehen wir einige Läden, aber ausser einem Bäcker und einer Apotheke erscheint alles „tot“.

Im öffentlichen Bereich wird aber viel investiert. Die Parkplätze haben alle Stromanschlüsse. Auch hinter unserem Stellplatz wird ein  kleiner Park angelegt.

Bergseitig schlängeln sich enge Gassen zu einer Ruine hinauf.

Auch weiter unten verdienen einige Bauten die Bezeichnung „Ruine“. Viele der kleinen alten Steinhäuser stehen leer. Aber bei einigen sehen wir Handwerker bei der Arbeit. Vermutlich werden diese Häuser als Ferien-Immobilie hergerichtet.

Wir schaffen es tatsächlich bis nach oben und geniessen den schönen Ausblick.

Diese Stufen wurden aus dem Felsen gehauen.

Diashow von unserem Spaziergang:

 

Zurück beim Mobi machen wir uns einen ruhigen Nachmittag.

Gefahren: 0 km

6. Tag, Dienstag, 3. April 2018

6. Tag, Dienstag, 3. April 2018

An diesem ruhigen Platz haben wir wunderbar geschlafen.

Morgens geniessen wir die schöne Aussicht.

Unter uns die knorrigen Rebstöcke. Es ist schon ein Wunder der Natur, dass daraus im Herbst unser geliebter Rebensaft entsteht.

Langsam erwacht die Natur.

Heute ist der Weinbauer anwesend.

Natürlich kommen wir bei ihm nicht ohne einen seiner guten Tropfen weg. Er bietet auch Oliven, Honig, diverse Speiseöle und vieles mehr an.

Unterwegs tanken wir noch LPG-Gas nach. Diesmal habe ich vorher im Internet geschaut, wo sich auf unserer Route eine Tankstelle befindet. Dafür gibt es einen guten link: http://www.cfbp.fr/carte-station-gpl

Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich, allerdings noch in dieser Jahreszeit etwas kahl.

Bei der Mittagsrast sehen wir einen dieser Bächlein, die hier das Land bewässern.

In Carpentras haben wir mit unserem Vehikel keine Chance auf einen Parkplatz. Die öffentlichen Parkplätze sind alle viel zu eng.

In Cavaillon finden wir einen Platz bei einen Intermarché nahe dem Zentrum. Aber die Stadt hat nicht soviel Sehenswertes zu bieten.

Es ist auf einmal sehr heiss. Im Mobi messen wir 28°. Draussen sind es über 20°.

Hier kommen wir an einem Kanal vorbei, der die kleinen Kanäle mit Wasser versorgt.

Der Ort Cadenet klebt, wie viele andere, richtig am Berg.

Unser Ziel heisst Jouques, ein kleiner Ort nördlich von Aix-en-Provence. Als wir zum Stellplatz kommen, sind die 4 Plätze schon belegt. Allerdings hat ein netter Camper aus dem Allgäu nichts dagegen, dass wir uns hinter ihn stellen. Später kommt noch ein Franzose, der sich hemmungslos auf den Entsorgungsplatz stellt.

Wir erwischen aber noch einen der wenigen Stromanschlüsse und können heute diesbezüglich aus dem Vollen schöpfen. Alle Geräte werden nachgeladen.

Abendstimmung bei viel Wind

 

Gefahren: 125 km

5. Tag, Ostermontag, 2. April 2018

5. Tag, Ostermontag, 2. April 2018

Morgens scheint noch die Sonne, aber es zieht mehr und mehr zu.

Also beschliessen wir weiterzufahren. Talabwärts folgt die Strasse dem Fluss L‘ Eyrieux.

Es ist schmal und kurvenreich, aber landschaftlich sehr schön.

Immer wieder nutzt man das Wasser für kleine Kraftwerke.

Mehrmals überquert die Strasse den Fluss auf gewaltigen Steinbrücken.

Unten im Tal wird es milder. Einzelne Bäume haben schon Blätter.

Wir entdecken die ersten Mimosen, Forsythien und Blümchen.

Auf dem gegenüberliegenden Ufer sehen wir eine riesige Anlage kleiner Ferienhäuschen.

Alles ist bereit für den Ansturm der Touristen.

Die Platanen sehen immer noch nackt aus.

Ein letztes Mal überqueren wir den Fluss, dann kommen wir bei La Voulte an die Rhone.

Hier halten wir Mittagspause.

Dann fahren wir über die Rhone und über Landstrassen weiter in die gegenüberliegende Berglandschaft.

Wieder kommen wir über einen kleinen Pass, den „Col d’Alerac“ auf 484 m.ü.M.

Weit hinten sehen wir die Alpen mit immer noch viel Schnee.

Unser Weg führt kurvenreich durch interessantes geologisches Gelände.

In Taulignan halten wir an und machen einen Spaziergang durch den mittelalterlichen Ort.

Umringt von einer Stadtmauer quetschen sich alte Steinhäuser aneinander.

Viele kleine Orte sind ähnlich am Hang gebaut. Die Landschaft ist voller Olivenbäume, Weinreben und Lavendelkulturen, welche allerdings noch nicht blühen.

In Vaison-la-Romaine wollte unser Navi wohl einige Meter abkürzen und lotste uns durch enge Gassen der Altstadt, an dessen Ende wir wohl stecken geblieben wären, – so jedenfalls meinten die Einheimischen.

Also alles langsam rückwärts, bis wir wieder auf der breiteren Strasse waren.

Danach konnte uns auch nicht mehr erschüttern, dass der letzte Kilometer bis zum Stellplatz bei einem Weinbauern über einen schmalen Feldweg führt.

Aber wir stehen hier ganz ruhig mit einem herrlichen Blick weit in die Landschaft.

Der Winzer ist abwesend, sagte man uns. So müssen wir eben heute noch unseren eigenen Wein trinken.

Gefahren: 140 km

4. Tag, Ostersonntag, 1. April 2018

4. Tag, Ostersonntag, 1. April 2018

Der Osterhase hat uns etwas auf den Tisch gestellt (danke Herlinde!).

Die Sonne scheint wieder. Kein Aprilscherz!

Der Camper nebenan, ein Franzose aus Besonçon, gibt uns noch einige Tipps von interessanten Zielen.

Wir fahren weiter in den Nachbarort Lamastre. Die Strasse führt kurvenreich über einen Pass, den Col de Montreynaud 757 m.ü.M.

Die Landschaft ist wild und rau, die Natur noch im Winterschlaf auf dieser Höhe. Die Sonne scheint, aber im Schatten ist es 5° kalt.

Lamastre liegt am Berg auf diversen Ebenen.

Wir steigen hinauf zur Kirche.

Von dort sehen wir ganz unten einen Parkplatz, der für unsere WLAN- und Mittagspause geeignet scheint.

Renate kocht, Michael verfasst den gestrigen Blog und gleichzeitig laden wir alle Geräte auf. Trotzdem produziert unsere Solaranlage noch Stromüberschuss. Super!

Unterwegs killen wir unsere Schoggi-Hasen bei einem Kaffeehalt.

Bei „Le Chaylard“ kommen wir ins Tal der Eyrieux.

Ähnlich wie auf dem Bild, sind hier alle Orte am Hang gebaut.

Nicht weit entfernt liegt an einem Stausee ein gut bewerteter Standplatz, den wir ansteuern.

Wir erwischen die letzte der 6 offiziellen Parzellen.

Kein Wunder: eine saubere Anlage mit Abwasserentsorgung, Toilettenausguss und Wasserversorgung, wobei diese noch auf Winterbetrieb steht und kein Wasser hergibt. Das alles ist kostenlos.

Ja, Frankreich ist ein Traumland für Camper! Die regionalen Läden freuen sich über etwas Umsatz von Touristen, die sonst nicht hier anhalten würden.

Der Weg zum Standplatz führt über eine schmale Steinbrücke. Da darf keiner entgegenkommen.

Nach einem ausgedehnten Spaziergang unterhalb der Staumauer kann nun unser Oster-Abendprogramm beginnen.

Dieser Blogbeitrag entsteht noch bei Sonnenlicht. Dies ist unserer fragwürdigen Batterieanzeige geschuldet. Noch zeigt zwar alles 100%, aber einen Systemausfall wollen wir verhindern.

Gefahren: 40 km