Zusammenfassung

Sorry -, ist man erst einmal wieder zuhause, sind die Tage dermassen ausgefüllt, dass diese Zusammenfassung laufend verschoben wird.

Dabei ist es ja schön, dass wir von den Kindern, Enkeln, Freunden und Verwandten freudig erwartet und überall eingeladen werden.

Unseren Mobi haben wir inzwischen, gerade noch vor der ersten Kälte, innen und aussen gereinigt und winterfest gemacht.

Die gründliche Wäsche war auch nötig.

Alles ist danach wieder spiegelblank.

 

Hier nun die verspätete Zusammenfassung:

– 139 Tage (20 Wochen) unterwegs

– 7410 Kilometer gefahren

– Ø 53 Kilometer pro Tag

– Ø 10.8 l / 100km Dieselverbrauch

– 112 Übernachtungen auf Stellplätzen

–   10 Übernachtungen auf Campingplätzen

–     8 Übernachtungen auf Parkplätzen

–     2 Übernachtungen in freier Natur

–     7 Übernachtungen bei Privat

 

Fazit:

Ausser einer Reifenpanne verlief die Tour ohne Zwischenfall. Der Kratzer im toten Winkel vorne, bei einer engen Einfahrt mit Schlagbaum entstanden, hätte nicht unbedingt sein müssen.

Die neuen Lithiumbatterien (anfangs der Tour gegen die schwächelnden, erst 3-jährigen AGM-Batterien ersetzt) haben sich bestens bewährt. Wir waren nur ganz selten am Landstrom angeschlossen. Die Solarzelle hat genug Energie erzeugt. Auch als die Sonne einmal einige Tage nicht schien, hatten wir nie unter 80% Batteriekapazität.

Geräte wie Laptop, Tablet, Telefon, Fotoapparat, Rasierapparat, Zahnbürsten, Nespresso-Maschine u.a. wurden mit dem Inverter über die 200Ah 12-Volt-Batterien geladen.

Der Sommer war in diesem Jahr überall in Europa sehr heiss. Wir mussten jedoch fast nie leiden, da wir die heisseste Zeit an der Atlantikküste verbrachten, wo immer etwas kühlender Wind geht.

Frankreich ist landschaftlich, kulturell und kulinarisch ein Genuss und ein Paradies für Reisemobilisten. Stellplätze en masse an den landschaftlich schönsten Lagen und oft sogar kostenlos von Gemeinden, Weinbauern und Höfen zur Verfügung gestellt. Überall findet man Entsorgungsstellen, Frischwasser und Abfallcontainer. Die Abfalltrennung ist in Frankreich vorbildlich organisiert. Man könnte auch «wild» übernachten, wo dies nicht ausdrücklich verboten ist, was aber in Anbetracht der vielen offiziellen Plätze nie nötig war.

 

In den Niederlanden ist das Übernachten hingegen auf öffentlichem Grund verboten. Es ist auch nicht gestattet, wenn man «Fahruntüchtigkeit» deklarieren würde.

Dementsprechend lassen sich die Stell- und Campingplätze gut bezahlen.

Die Logik von Angebot und Nachfrage muss man einem Niederländer nicht erklären (Michael ist ja selbst ein halber). So haben wir in Küstennähe im überlaufenen Zeeland auch schon mal 49 Euro für einen Stellplatz bezahlt (notabene von 21 Uhr abends bis 9 Uhr morgens!).

Daran muss man sich erst gewöhnen, wenn man gerade aus dem günstigen Frankreich kommt.

In anderen Landesteilen der Niederlande sieht die Stellplatz-Situation dann wieder besser aus.

Wir lernten wunderschöne neue Landstriche und Orte im Landesinneren kennen. Die Strassen sind überall sehr gut. Links und rechts der schmalen Landstrassen befinden sich fast immer Kulturland oder Wassergräben, meistens auch beides. Da vermissen wir Parkplätze oder wenigstens kleine Ausbuchtungen für einen Foto-Stopp.

 

Deutschland liegt dann schon auf der Rückreise. Unser Erlebnishunger ist da, – nach 117 Tagen -, bereits spürbar geringer. Trotzdem begeistert uns die landschaftliche und kulturelle Vielfalt. Ob nun im Emsland, im Westerwald, im Naturpark Nassau, oder am Main, im Odenwald und später auf der schwäbischen Alp und im Schwarzwald. Auch wenn wir nicht mehr so viel besichtigt haben, genossen wir jeden Tag. Es blieb auf der Rückreise auch Zeit für den einen oder anderen Besuch bei lieben Freunden und Verwandten. Diejenigen, die wir ausgelassen oder verpasst haben, besuchen wir beim nächsten Mal.

Wir hätten noch lange so weiterreisen können. Das muss man selbst erlebt haben, sonst glaubt das keiner.

Und so freuen wir uns schon auf die nächste Tour. Ziele gibt es noch genug.

 

Die To-Do-Liste am Mobi ist diesmal kaum erwähnenswert. Nur noch einige nice-to-have Ergänzungen.

(aber Michael wird trotzdem noch etwas zum Basteln finden).