20. Tag, Dienstag, 17. April 2018

  1. Tag, Dienstag, 17. April 2018

Heute waren die Felsen wunderbar von der Morgensonne angestrahlt.

Dort hinauf wollen wir heute.

Schnell noch entsorgen und im Supermarkt etwas einkaufen und dann geht’s los.

Auf einigen nicht sehr breiten Strasse geht es in Serpentinen steil nach oben. In diesen steilen Spitzkehren hat unser Automat Mühe wieder auf Touren zu kommen. Da ist es gut, dass man auch von Hand schalten kann.

Renate steht Todesängste aus, wenn Sie auf der Talseite hinunterschaut.

Wir erreichen den Parkplatz auf dem Hochplateau auf etwa 950 m.ü.M. und wandern noch ca. 15 Minuten zum Aussichtspunkt „Le Pradal“.

Von da sehen wir weit ins Land und unter uns Florac . . .

. . . und den Reisemobil-Stellplatz.

Ganz in der Ferne liegt noch Schnee auf den Bergen.

Wir treffen ein junges Paar aus England und fotografieren uns gegenseitig.

Wir fahren weiter durch diese karge Landschaft mit vorwiegend Buschwerk.

Ein stämmiges Pferd lässt sich mit einem Stück Apfel locken.

Es wird hier auf der Höhe aber auch Landwirtschaft betrieben. Wir sehen rötliche Erde auf den frisch gepflügten Äckern. Aber es ist uns nicht klar, was man hier in der Höhe anbaut.

Diese Farm ist sehr hübsch gepflegt.

Ganz am Hoziont steht eine Kapelle

Immer wieder diese ausgehöhlten Felsen in der Landschaft.

Immer wieder sehen wir Baumstämme an Hängen in der Landschaft liegen. Vielleicht ein Sturmschaden.

Bei diesem Landgasthof auf 900 m.ü.M. haben wir gut und günstig gegessen. Vorspeisen-Buffet à discretion, Hauptspeise und Dessert für € 15.-, den Café Crème gibt es für 1.60

Dann geht es wieder steil in das Tal der Tarn hinab. Alles im 1. Gang, denn die 3.5 Tonnen schieben gewaltig.

Von nun an sehen wir immer wieder von oben den „Gorges du Tarn“, diesen imposanten Canyon.

Die Regenfälle der letzten Zeit haben hier zu Fels- und Erdrutschen geführt.

Bei Saint Énimie kommen wir heil ins Tal.

Diesen Ort wollen wir uns genauer anschauen. Direkt an der Tarn ist ein guter Parkplatz.

Dieser Ort begeistert uns.

Alles sehr gepflegt und hübsch renoviert. Verwinkelte Gässlein führen terrassenartig bis zu einem Kloster hinauf. Das sonnige Wetter macht diesen Tag zum bisherigen Höhepunkt unserer Reise.

Wir beschliessen erst morgen weiterzufahren.

Gefahren: 35 km (gefühlte 70 km)

19. Tag, Montag, 16. April 2018

  1. Tag, Montag, 16. April 2018

Heute wollen wir einfach die Sonne und das warme Wetter geniessen und bleiben auf diesem Stellplatz in Florac.

Es gibt auch immer etwas zu erledigten. So mussten die Haltegummis für unsere Fahrrad-Gepäckträger erneuert werden.

Etwas Brot und Obst waren auch zu besorgen.

Beim Bäcker fallen uns die riesigen Meringuen auf. Sehr verlockend, aber wir widerstehen tapfer.

Auf dem Touristikbüro erkundigen wir uns nach sehenswerten Zielen und welche Strassen allenfalls nicht für Reisemobile geeignet sind. Es sind derer mehr, als Michael dachte.

Auf dem Rückweg sehen wir diesen kleinen, gepflegten Garten.

Dann sitzen wir lange draussen und lesen. Die Kraft der Sonne wird meistens etwas durch Schleierwolken gefiltert. Sonst wäre sie nicht auszuhalten.

Mit den letzten Sonnenstrahlen laufen wir noch einmal durch den Ort.

Viele Häuser sind auch hier verlassen und heruntergekommen.

Diese Kirche wurde seit dem Mittelalter mehrmals umgebaut

Innen gefällt die Schlichtheit

Renate am rauschenden Bach

Dieser Treppenaufgang ist mit viel Wurzelhölzern „geschmückt“

Aber hier passt es hin.

Gefahren: 0 km

18. Tag, Sonntag, 15. April 2018

18. Tag, Sonntag, 15. April 2018

 

Heute Morgen scheint doch tatsächlich die Sonne. Wir hatten schon fast nicht mehr daran geglaubt. 

Schnell sind wir aufgebrochen, um unsere Fahrt auf der N 106 nach Florac fortzusetzen. 

Wir mussten aber oft anhalten, weil es so viel zu sehen gab. 

 

 

In einem Stausee spiegelt sich die Landschaft . . .

 

 

. . . obwohl der Wasserstand sehr niedrig ist. 

 

 

Dieses Tal ist auffallend stark bevölkert. 

Verstreut stehen überall die typischen Gebäude aus Stein im steilen Gelände. 

 

Am Fluss versucht ein Angler sein Glück.

Wir kommen durch malerische kleine Orte 

 

und dann bei 832 m.ü.M. auf die Passhöhe. 

 

Schon oft haben wir diese Art Cocons an Nadelbäumen gesehen.

Jetzt hatten wir Gelegenheit, diese zu fotografieren. Wer weiss, was sich dahinter verbirgt? 

 

Es wird vor Schafen (oder deren Exkrementen) gewarnt. Viel mehr Angst machten uns die vielen losen Steinbrocken überall. 

 

Der Stellplatz in Florac liegt sehr schön etwas oberhalb des Ortes. Wir geniessen die Sonne. Endlich können wir wieder im Freien sitzen. 

 

Hoch über uns sehen wir die Felsen, die Wahrzeichen des Nationalparks der Cevennen. 

 

Der Ort Florac hat hübsche Ecken, ein Schloss und viel Wasser. Es kommt als fertiger Fluss hier aus dem Karstgebirge. 

 

Bei diesem schönen Wetter wird natürlich Boule oder Pétanque gespielt. 

 

Gefahren: 50 km

17. Tag, Samstag, 14. April 2018

  1. Tag, Samstag, 14. April 2018

Die ganze Nacht hat es zünftig geregnet. Wir haben aber trotzdem super geschlafen.

Auch als wir morgens aus dem Fenster schauen, regnet es noch immer. Rasch waren wir uns einig, dass wir daraus einen Lesetag machen.

Als doch einmal kurz kein Nass von oben kam, machte sich Michael auf die Erkundung des Ortes:

Das ist eine enge Hauptstrasse, ca. 200 Meter lang, mit alten Häusern und Fassaden mit Renovationsbedarf. Ob diese noch bewohnt sind, ist unklar. Viel mehr ist da nicht.

Einige neuere Häuser stehen am Hang, das war’s.

Einen Moment scheint es sogar, als hellen sich die Wolken auf.

Die Brücke über den Fluss „Le Gardon“

. . . und der Fluss.

Bei weitem das Schönste an diesem Ort ist der Boule-Platz, bei dem wir stehen. Da tummelt sich heute, bei diesem Wetter aber niemand.

Zum Mittag gab es tiefgekühlte Gemüsemischung aus der Region (natürlich aufgewärmt). Das war sehr lecker,  auch wegen der raffinierten Zubereitung und Renates Salzkartoffeln.

Am Nachmittag, – da gab’s mal wieder eine Regenlücke -, ging Renate auf eine Foto-Pirsch (Michael konnte sich nicht von seinem Buch trennen).

Auf der anderen Seite des Flusses sieht es ähnlich trist aus.

Die Aussicht auf den Fluss und die Häuser am Hang.

Auch einen Bahnhof hat Renate entdeckt.

Dann setzt der Regen wieder ein.

Während es weiter vor sich hin regnet, sitzen wir gemütlich im Mobi (das Bild kennt ihr schon).

Da nichts Nenneswertes mehr zu erwarten ist, schliesst die Redaktion heute schon früher und wünscht allen ein schönes Wochenende.

Gefahren: 0 km

16. Tag, Freitag, 13. April 2018

16. Tag, Freitag, 13. April 2018

In der Nacht hat der Regen aufgehört. Morgens um 8 Uhr war (noch) strahlend blauer Himmel. Aber schon bald zogen mehr und mehr dunkle Wolken auf. Mit 10° war es noch recht kühl.

Der Franzose neben uns war ganz verzweifelt, wie er wohl zu Frischwasser kommt. Da konnten wir wieder mit unserem Adapter helfen.

Nach unserem eigenen Aufbruch-Zeremoniell (Toilette und Grauwasser entsorgen, Frischwasser nachfüllen, Stromkabel verstauen), verliessen wir den Stellplatz in Jouques nach 4 Übernachtungen.

Nächstes Ziel war Cavaillon, wo wir gemäss dem Verzeichnis „Stations services GPL France“ bei der Tankstelle beim Intermarché Gas bekommen sollten. Aber das war einmal. Bei einer Total Tankstelle in Caviallon waren wir dann erfolgreich. Da wir immer noch heizen müssen, brauchen wir natürlich oft Gas-Nachschub.

Einkaufen mussten wir auch wieder einmal. Danach haben wir in einem kleinen Restaurant fein zu Mittag gegessen.

Unterwegs fällt uns auf, dass die Bäume langsam grünen . . .

. . . und da und dort blüht sogar schon etwas.

Den ganzen Tag hängen dunkle Wolken bedrohlich über uns, aber es bleibt auf unserer Strecke trocken.

Umleitungen und Stau in Avignon . . .

. . . es wird wie wild an einer Strassenbahn gebaut.

Wir fahren über die Rhone in Richtung Alès.

Hier wachsen ringsum die Reben für den Côte du Rhone.

Wir kommen nahe am Pont du Gard vorbei, aber ohne anzuhalten, da wir dort schon mehrmals waren.

Hier ist eine kleine Plantage mit Kirschbäumen in voller Blüte. Diese Pracht war uns ein Fotohalt wert. Es wird am Nachmittag auch bis 17° warm.

Renate schwärmt für Baumalleen.

Wir unternehmen einen Rundgang in der kleinen Ortschaft Montaren-Saint-Médiers mit einer alten Burganlage und verwinkelten Gassen.

In Alès kommen wir in den Feierabendverkehr. Bis etwa 1950 war Alès ein Zentrum des Kohlebergbaus.

unterwegs

Kurz bevor der Regen einsetzt finden wir in Les Taillades, am Anfang des Nationalparks „Cevennes“, einen Stellplatz. Daneben ist unter breitgetrimmten Platanen ein Platz zum Boule spielen.

Gefahren: 185 km

15. Tag, Donnerstag, 12. April 2018

15. Tag, Donnerstag, 12. April 2018

Gestern Abend und in der Nacht hat der Regen so stark aufs Dach geprasselt, dass wir uns zeitweise nicht unterhalten konnten.

Renate gewann beim Kartenspielen. Es muss an den besseren Karten gelegen haben.

Heute hat die Wetterprognose zu 100% gestimmt. Es hat fast anhaltend mehr oder weniger geregnet. Eher mehr als weniger. Dazwischen stürmte es auch noch.

Vormittags haben wir genau die 10 Minuten Regenunterbruch erwischt und in dieser Zeit unseren Frischwasservorrat nachfüllen können. Kaum waren wir fertig, regnete es wieder anhaltend bis zum Abend.

Wir machten das Beste daraus und haben beide viel gelesen.

Auch heute trommelte der Regen wieder laut auf’s Dach. Man gewöhnt sich mit der Zeit daran.

Neben dem Stellplatz, auf dem entstehenden Zukunftspark ist eine Senke im Gelände.

Vorgestern war diese noch trocken.

Heute ist dort ein Teich entstanden.

Sogar als am Abend kurz die Sonne schien, regnete es gleichzeitig noch eine Weile weiter. Eine eigenartige Stimmung, die auf dem Foto nicht einzufangen ist. Die Sonne ist wieder weg, aber der Regen ist geblieben.

Morgen, Freitag, wollen wir wieder weiterziehen. Gemäss Prognose soll das Wetter wechselhaft werden. Freitag sieht es schon wieder ganz regnerisch aus.

Gefahren: 0 km

14. Tag, Mittwoch, 11. April 2018

14. Tag, Mittwoch, 11. April 2018

Die Wetterprognose versprach für heute den ganzen Tag Regen und Sturm. Was den Regen betrifft, so war es bis zum Abend gar nicht so schlimm.

Es zogen zwar den ganzen Tag dunkle Wolken über uns hinweg, aber erst am Nachmittag wurde es ab und zu feucht und erst am Abend regnete es heftig.

Michael wagte vor dem Mittag eine Fahrradtour zu diesem etwa 6 km entfernten Aquädukt.

Auf dem Hinweg steigt die Strasse leicht an. Viel anstrengender aber war der heftige Gegenwind. Gut gegen die mangelnde Kondition. Dafür war der Rückweg umso rasanter.

Die Autofahrer nehmen hier enorm Rücksicht auf Fahrradfahrer. Toll! Sie überholen in grossem Abstand oder verzichten in Kurven auf das Überholen bis wieder freie Sicht ist.

Die vor Urzeiten ausgewaschene Felsformation ist speziell.

Endlich erscheint in der Ferne das Ziel.

mit dem Zoom erkennt man etwas

Am Ziel ist das Aquädukt riesig und schwer auf’s Bild zu bannen.

Der „Canal de Provence“ fliesst hier über dies Schlucht.

Eine Tafel weist auf Renovationsarbeiten an diesem faszinierenden Bauwerk hin. Erste Regentropfen verhindern bessere Aufnahmen.

Im Nieselregen geht es auf die rasante Heimfahrt.

Zurück beim Mobi regnet es zum Glück kaum noch und Michael kann das Faltrad trocken in unserer *Garage verstauen (*so wird der hintere Raum im Camper genannt).

Renate ist fast enttäuscht, dass Michael nicht länger unterwegs war.

Ihr Buch ist so spannend. Trotzdem gab es ein feines Mittagsessen.

Der Nachmittag verlief wunderbar ruhig. Michael hatte Mails wegen des Einbruchs zu erledigen – und Renate war mit ihrem Buch in einer anderen Welt: „Mord am Waterberg“, geschichtlich sehr interessant und echt spannend. Danke Dagmar.

Immer wieder treffen uns heftige Windböen querab und rütteln uns durch. So holen wir unsere WLAN-Verbindung vorsichtshalber über unseren Hotspot des Mobiltelefons. Unsere Satellitenantenne ist bei Sturm zu sehr gefährdet. Auch da haben wir ja schon unsere Erfahrungen gemacht.

Wir erhalten eine Mail von unserer Enkelin Alina mit einem Foto, erstmals wieder ohne Zahnspange. Das ist doch erfreulich.

Renate hat ihr Buch fertiggelesen. So werden wir den Abend, – wie könnte es anders sein -, mit Kartenspielen verbringen. Renate hofft so sehr, dass sie heute bessere Karten bekommt.

Es regnet vor sich hin und hat mit 10° deutlich abgekühlt, zum Glück nur draussen.

Gefahren: 0 km

13. Tag, Dienstag, 10. April 2018

13. Tag, Dienstag, 10. April 2018

 

Donnerwetter, was hat das heute Nacht geregnet, nein geschüttet!

 

Das Duschen wäre heute durchaus draussen möglich gewesen, aber im Mobi war es dann doch angenehmer mit Wasser aus dem Boiler.

 

Den ganzen Tag über gab es Regenschauer, aber auch kurze sonnige Phasen. Immer, wenn Renate einen Spaziergang machen wollte, – ihre Schuhe und Jacke schon angezogen hatte -, trommelten wieder die nächsten Regentropfen auf’s Dach. Also wieder raus aus den Klamotten. 

 

Renate schaffte es aber dann trotzdem bis ins Dorf und wetterte einen längeren Schauer auf dem Postamt ab.  Auf dem Heimweg erwischte es sie dann trotzdem und sie kam tropfnass zurück.

Sie brachte ausser diesem Blumenfoto auch Profiteroles zum Nachmittags-Kaffee mit. Lecker! – Natürlich nicht vom Postamt. 

 

Michael war mit Mails schreiben beschäftigt und schaute sich danach eine Stunde von innen an. Das tat auch gut.

 

Dieser Stellplatz bietet neben Strom und einem Grauwasser-Ablass auch Frischwasser und eine Entsorgungsmöglichkeit für die Toilette an. 

Aber die beiden letzteren sind so versteckt, dass die meisten das nicht erkennen. Unter dem runden Gulli-Deckel geht alles in die Kanalisation.

Der Wasseranschluss ist unter einem grünen Deckel versteckt.

 

Aber auch wenn man das entdeckt hat, kommt man nicht so einfach zu Frischwasser.

Man benötigt nämlich einen Anschluss mit Innengewinde. Und den haben die wenigsten bei sich. 

 

Da kam ich mit meinem Gardena-Adapter heute, wie schon beim letzten Mal hier, bei mehreren Campern gross raus. Keiner hatte so ein Teil. Nur IKKE ! 

 

Dass kein öffentlicher fixer Wasserschlauch vorhanden ist, finde ich gut. So etwas würden wir nie verwenden. Besonders, wenn sich dieser neben dem Toilettenausguss befindet. Man ist da nie sicher, ob jemand diesen Schlauch zum Spülen in seine Toilettenkassette gesteckt hat. Alles schon gesehen!

 

Morgen soll es noch einmal viel Regen geben, so bleiben wir hier, wie geplant. 

 

Langeweile wird bestimmt nicht aufkommen. Unser Fernseher lief auf dieser Reise bisher noch nie.

Renate hat noch viele Bücher und Michael viele Ideen und natürlich sein WWW. (Wohlgesinntes Warncke Weib). 

 

Apropos www:

Nicht nur für Regentage; der Blog von Rolf und Anita ist immer interessant zu lesen. 

 

 

Gefahren: 0 km

12. Tag, Montag, 9. April 2018

12. Tag, Montag, 9. April 2018

In der Nacht hatte es weiter gestürmt und geregnet. Manchmal schüttelte es den Mobi so stark, dass man wach wurde. Morgens war dann der Spuk vorbei und es wurde trocken.

Heute wollen wir zuerst in Hyères zur Gendarmerie für einen Rapport.

Am Samstag hatten wir nämlich unterwegs festgestellt, dass unsere Fahrertür aufgebrochen worden war. Vermutlich, als wir am Freitag den Kitern zugeschaut haben. Wir benützen im Normalfall immer die Aufbautür.

Erst als Michael unterwegs einmal die Fahrertür aufschliessen wollte, merkte er, dass der Schlüssel nicht mehr ins Schloss passt.

Der/die Einbrecher kamen allerdings nicht in den Wagen, weil das Hubbett abgesenkt den Weg versperrte. Unser Glück, denn bis jetzt stellten wir „nur“ den Verlust eines Fernglases fest, das hinter dem Fahrersitz lag.

Da wir Ausweise, Geld und Telefon immer auf uns tragen, – eine Lehre aus Ibizza -, wäre Bares nicht zu finden gewesen. Aber der Verlust von Renates MacBook und Michaels IPad Pro wäre schon schlimm genug.

Renate hat später auch festgestellt, dass an den Schlössern der Heckgarage auch manipuliert wurde. Die sind aber nicht „geknackt“ worden.

Nun ist die Fahrertür bis zur Reparatur mit einem Spanngurt am Fahrersitz fest verzurrt, denn das Schloss lässt sich von aussen auch ohne Schlüssel öffnen.

Wir lassen uns aber die gute Laune nicht verderben.

Patrick Gerber von http://www.campingversicherung.ch hat uns sofort mit einigen Auskünften Beistand geleistet und auch Frau Schlegel von der Alliance war bei der Schadensmeldung sehr zuvorkommend. Ein Polizeirapport sei gut, aber nicht zwingend nötig.

Nun müssen wir nur noch herausfinden, ob die Schlösser von einer Fiat-Werkstatt oder einem LMC-Händler repariert werden.

Aber wir sind heute auch noch etwas weitergefahren. Die Wetteraussichten für die nächsten Tage sind recht trübe. Viel Regen soll es geben.

So beschliessen wir, wieder auf den Stellplatz in Jouques zu fahren. Den haben wir schon positiv kennen gelernt. Es gibt hier Strom, Wasser und Entsorgung. Hier könnten wir auch eine längere Regenzeit aussitzen.

Wir fahren ins Hinterland.

Hier ist die Natur weniger weit als an der Küste.

Mittagspause

Tatsächlich zeigt sich die Sonne immer mal kurz.

Aber bis wir die Kamera bereit haben, ist sie meist wieder weg.

Wieder sehen wir einen Kanal, der Wasser aus den Bergen bringt. Das haben sie hier den alten Römern abgeschaut, à la Pont-du-Gard Aquädukt.

Abends wird es doch tatsächlich noch einmal richtig sonnig.

Ameisen haben sogleich bemerkt, dass es Körner zu ergattern gibt, die beim Brotschneiden auf den Boden fielen.

Unglaublich, was diese kleinen Tierchen leisten.

Gefahren: 95 km

11. Tag, Sonntag, 8. April 2018

11. Tag, Sonntag, 8. April 2018

Als wir morgens wach wurden, stürmte es heftig. Der Mobi und wir wurden geschüttelt, obwohl wir etwas geschützt und mit dem „Bug“ im Wind standen.

Am Strand entsteht eine tolle Brandung. Noch ist es trocken, aber spazieren macht nicht so recht Spass.

Wir verlassen den Standplatz gegen Mittag in Richtung Saint Tropez.

Dort ist es aber aussichtslos mit einem Camper einen Parkplatz zu finden. Sogar der Parkplatz für Busse (24 Euro/Std.) war für Reisemobile untersagt, obwohl der Platz fast leer war. Dann eben nicht!

Wir fuhren weiter. Es stürmt immer mehr. In Cogolin am Hafen geht die Brandung sogar über die Hafenmole.

Wir wollten hier in Cogolin, auf einem grossen Parkplatz rasten, aber Camper sind nicht gestattet. Dafür stehen alte Lastwagenanhänger herum.

Schlussendlich landen wir auf dem, heute Sonntag, leeren Parkplatz vor einem Einkaufszentrum. Vier weitere Camper stehen auch hier.

Weiter nach Port Grimaud. Hier entstand ab 1960 in einem Sumpfgebiet eine privat finanzierte Lagunenstadt. Die Häuser haben alle einen eigenen Bootsanlegeplatz. Eine interessante Architektur.

Als wir vor ca. 35 Jahren hier waren, konnten wir den Ort noch besuchen. Heute ist die Anlage vor dem Ansturm der Touristen geschlossen. Für das Anliegen der Besitzer auf Privatsphäre haben wir natürlich Verständnis. Sicher spielt die Zunahme von Kriminalität auch eine Rolle.

Im Vorbeifahren erhaschen wir doch noch ein Foto.

Hier in dieser Gegend gibt es wenig vernünftige Stellplätze. Weiter Richtung Nizza wird das auch nicht besser, also beschliessen wir zurück nach Hyères zu fahren. Dort wissen wir, dass wir ruhig stehen können.

Die Landschaft gefällt uns.

Erstaunlich viele Weingüter sehen wir unterwegs.

Als wir bei Les Salin d’Hyéres wieder ans Meer kommen, sehen wir eine kleine gestrandete Segelyacht. Vermutlich hat sie sich von der Boje losgerissen.

Weiter draussen flattert eine Rollfock im Sturm. Die ist hin!

Der Wellengang ist enorm. Das Schiff scheint zu verschwinden.

Der Windsack steht stramm im Wind.

In der nach Westen offenen Bucht sieht man bei ablandigem Wind kaum einen Welle.

Dort in der Nähe in Giens an der Route du Sel stehen wir recht ruhig. Kaum sind wir eingerichtet, fängt es richtig zu regnen an.

Renate bereitete mit viel Liebe ein leckeres Abendbrot zu und lockt damit Michael von der Arbeit am mobiblog.ch weg.

Gefahren: 75 km

über unsere Erlebnisse mit dem Reisemobil