Archiv der Kategorie: Frankreich

80. Tag: Nähe Roosendaal/NL, bei Verwandten – Middelburg Stadtcamping Zeeland

80. Tag, Montag, 13. August 2018

Nach dem Kaffee verabschiedeten wir uns von Susan und Peter.

Im Garten steht ein jetzt schon recht stattlicher Sequoia-Baum, den Susan aus einem Samen aus Amerika gezogen hat. Diese Mammutbäume können über 100 Meter hoch und über 2000 Jahre alt werden.

Adieu Susan

Weiter geht es anfangs noch über kleine Strassen . . .

. . . und dann über die Autobahn durch Zuid-Beveland nach Walcheren.

Auf einer Raststätte sehen wir diese gewaltigen Wolken.

In Middelburg sind wir mit Peter, auch weitere Verwandtschaft von Michael, verabredet.

Wir stellen den Mobi auf dem Stadtcampingplatz ab . . .

 . . . dann fährt Peter mit uns nach Vlissingen und wir spazieren auf dem Boulevard an der Schelde entlang.

Später verwöhnt uns Peter in seiner neuen Wohnung noch mit einem ausgezeichneten Abendessen.

Nach diesen unterhaltsamen Stunden bringt er uns wieder auf den Campingplatz zurück. Wir bekommen noch allerhand Tipps für weitere sehenswerte Ziele in den Niederlanden.

Gefahren: 90 km

78. Tag: Watten, Aire de Camping – Kortrijk, Stellplatz Broeltorens

78. Tag, Samstag, 11. August 2018

Nach den zwei Regentagen war es heute wieder sonnig.

Unser heutiges Ziel ist Kortrijk in Belgien.

Die Landschaft bis zur Grenze scheint uns noch flacher als flach zu sein.

Die ersten Ortschaften in Belgien erscheinen uns recht schmucklos.

Schon 9 Kilometer nach der Französischen Grenze sind wir auf dem Stellplatz in Kortrijk, der nahe beim Zentrum liegt.

Nur 8 Plätze von der Gemeinde zur Verfügung gestellt, mit Strom, Wasser und Entsorgungsstation. Alles für 10 Euro/24 Stunden. Sensationell!

Wir stehen in der Nähe der Broeltürme und dem Passantenhafen am Fluss Leie.

Kortrijk hatte seine Blütezeit im 14. Jh. durch die Textilindustrie. Grosse Zerstörungen gab es im 1. Weltkrieg und auch im 2. Weltkrieg, besonders 1944, als die Alliierten die Stadt bombardierten, um die deutsche Besatzung zu vertreiben.

Es stehen aber noch einige historische Bauten, Patrizierhäuser und Kirchen.

Auf unserem Rundgang sehen wir den Beginenhof*, die „Onze-Lieve-Vrouw- und die Martins Kirche“

(*da wohnen Angehörige einer christlichen Gemeinde, die kein Ordensgelübte abgelegt haben, aber ein religiöses, eheloses Leben führen)

In der Matthäuskapelle im Weltkulturerbe Beginenhof sehen wir die älteste Orgel der Niederlande (im 12.Jh. gehörte dieses Gebiet zur Niederlande).

Im Rathaus besuchen wir den prunkvollen Ratssaal und Schöffensaal mit einem bildhauerlich verzierten Kamin.

Auf der Einkaufsmeile herrscht ein emsiges Treiben.

Die Broeltürme kann man besteigen

Oben ist ein Saal mit Aussicht ringsum aus schießschartengrossen Fenstern.

Von dort oben kann man auch heute Freund und Feind auf’s Korn nehmen.

. . . und man kann heute auch hinunterhüpfen.

Müde kommen wir auf den Stellplatz zurück und tanken neue Kräfte.

Gefahren: 100 km

77. Tag: Watten, Aire de Camping

77. Tag, Freitag, 10. August 2018

Renate wurde in der Morgendämmerung von den ersten Windstössen des nahenden Unwetters wach.

Als sie aus dem Fenster schaute, sah sie ein grosses Schiff auf dem Kanal. Schnell zog sie sich an, um draussen ein Foto davon zu machen. Bis sie soweit war, war von dem Schiff aber nichts mehr zu sehen.

Dafür entstand dieses Bild von dem beleuchteten Kirchturm.

Michael bekam von den nächtlichen Aktivitäten seiner Frau nichts mit.

Es regnete und stürmte den ganzen Tag stark mit nur kleinen Aufhellungen.

In so einer trockenen Phase entstand auch dieses Bild von unserem Stellplatz. Aber der nächste Guss ist schon in Sicht.

 . . . und von diesem hübschen Teichhuhn.

Jedesmal wenn wir dachten, dass wir einen Spaziergang in den Ort wagen könnten, fing der Regen wieder an.

Beim vielen Lesen, Schreiben, Kartenspielen, Telefonieren und auch Ruhen kam aber keine Langweile auf.

Das Mittagessen mit Salat, Spaghetti und Rotwein (muss ja nicht mehr fahren) sorgten zudem für das leibliche Wohl.

Einmal zogen bei lauter Musik einige kleine Motorboote vorbei.

Ansonsten sah es so aus, wie auf diesem Bild. Viel Regen von schräg oben.

Gefahren: 0 km

76. Tag: Neufchâtel-Hardelot – St-Omer – Watten, Aire de Camping

76. Tag, Donnerstag, 9. August 2018

Morgens ist es trüb, aber noch trocken.

Gleich um die Ecke steht noch ein bemerkenswertes Haus: „Der grosse Segler“.

Bald setzt Regen ein. Wir verlassen den grosszügigen Platz und drehen mit dem Mobi noch eine Runde in Hardelot-Plage. Zum Flanieren regnet es aber schon zu stark.

Calais reizt uns nicht und so verlassen wir nun die Küste.

Es regnet teilweise so intensiv, dass wir von der Landschaft nicht viel sehen. Es ist oft sehr hügelig.

St-Omer soll sehenswert sein, aber es regnet zu stark. Auf einem Parkplatz machen wir Mittagspause und hoffen vergeblich, dass es trocken wird.

Dann fahren wir weiter am kanalisierten Fluss Aa entlang nach Watten.

Da stehen wir nun auf einem guten Platz mit Sicht auf den Kanal, der ein Teil des Großschifffahrtsweges Dünkirchen – Schelde ist. Der Stellplatz ist für 15 Camper ausgelegt. Mit uns sind es heute aber nur drei. Für Fotos von aussen ist es eindeutig zu nass, sorry.

Hier wollen wir den Regen abwettern. Michael genehmigt sich einen gepflegten Mittagsschlaf und Renate beginnt sogleich mit dem Schreiben von Mails.

Es regnet anhaltend, aber wir haben es gemütlich. Auch haben wir alles an Bord, was wir die nächsten Tage brauchen.

Mit anhaltend Sonnenschein ist es erst einmal vorbei, sagt die Prognose. Für Land und Leute ist dieses Wetter natürlich eine Wohltat.

Allerdings sitzen wir nun nicht mehr mit kurzen Hosen und T-Shirts herum. Draussen ist die Temperatur noch um die 17°. Drinnen haben wir 21°.

 . . . und wenn der Winter kommen sollte, können wir auch heizen.

Gefahren: 80 km

75. Tag: Quend-Plage-les-Pins, Aire de Camping – Neufchâtel-Hardelot

75. Tag, Mittwoch, 8. August 2018

Heute Morgen nieselte es noch etwas, aber gegen 10 Uhr wurde es trocken und später kam auch die Sonne durch.

Das viele Duschen, wenn es so heiss ist, braucht auch viel Wasser. Bevor wir den Platz verlassen, füllen wir unseren Frischwassertank wieder und Entsorgen die anderen Tanks.

Bei der Ausfahrt ist ein sehr moderner Automat, der anhand eines QR-Codes die Kosten für den Aufenthalt errechnet.

Nach dem Bezahlen soll ein Ticket herauskommen, mit dem sich die Schranke öffnet. Sollte, aber es kommt kein Ticket?! Immerhin sagt eine Stimme auf dem Help-Button: „Je viens dans environ vingt minutes“.Also warten wir, bis ein netter Herr der Gemeinde zur Hilfe kommt. Er sagt nur: Sie haben nichts falsch gemacht. Es liege einfach an der modernen Technik und öffnet uns die Schranke.

Lange müssen wir hinter einem Traktor herfahren. Er verliert immer wieder Karotten aus seinen Pflugscharen.

Mit all den Verzögerungen kommen wir erst kurz nach 12 Uhr zur Gastankstelle. Sie hat von 12 bis 14:30 Mittagspause. Toll!

Aber in der Nähe ist ein Lidl. Sogar einer dieser modernen grossen Konsumtempel mit einem riesigen Sortiment. Da ergänzen wir unsere Essensvorräte, ja sogar unser Mineralwasser bekommen wir hier. Diese 1.5 Literflaschen passen nämlich so gut in unsere Systemboxen in der Garage. Renate kocht ein Mittagessen und schon war die Gastankstelle wieder geöffnet.

In Étaples überqueren wir den Fluss „La Canche“. Wir halten kurz, aber so viel ist hier nicht zu sehen.

Sandboden und Dünen-Vegetation prägen nun die Landschaft.

Immer wieder bewundern wir die Gestaltung der vielen Kreisel.

Wir erreichen unseren Standplatz in Neufchâtel-Hardelot und sind begeistert. Es ist ein Parkplatz in einem Villenquartier. Viel Grün und ein alter Baumbestand.

Es ist dringend nötig, dass wir unsere Fenster vom Staub der letzten Tage befreien.

Die Anwesen ringsum: eines schöner als das andere. Vermutlich kann man so etwas nur noch erben und nicht mehr bezahlen.

Bis zum Strand sind es 1.7 km zu laufen.

Die Häuser im Zentrum sind sehr hübsch.

Die vorderste Front am Strand hingegen bietet das Kontrastprogramm pur. Alles Ferienwohnungen.

Der Strand ist sehr schön und breit und macht den Ort für Badegäste und Strandsegler sehr attraktiv.

Der Weg zu unserem Stellplatz zieht sich aber elend in die Länge.

Gefahren: 60 km

74. Tag: Quend-Plage-les-Pins, Aire de Camping

74. Tag, Dienstag, 7. August 2018

Wir haben gut geschlafen. Die Sonne scheint, aber der Wald macht uns schön Schatten.

So frühstücken wir bei angenehmen 22 Grad im Freien.

Da es nach einem heissen Tag aussieht, gehen wir vor dem Mittag in den Ort. Wir wollen heute hierbleiben und brauchen neues Brot.

Die Gemeindearbeiter pflegen gerade den wunderschönen Blumenschmuck.

Die Blumen an den Laternen werden durch eine Bewässerungsanlage automatisch gegossen.

Am Strand ist schon viel los.

Wie die Leute nur diese intensive Sonne ertragen können?!

Auf dem Rückweg schauen wir uns die nette Kapelle an.

Im Jahr 1914 waren noch keine Bäume zu sehen.

Heute ist sie von Pinien eingerahmt.

Gegenüber von unserem Stellplatz gibt es eine Anlage mit bunten Ferienhäusern.

Um die Mittagszeit ziehen dunkle Wolken auf und es sieht nach Gewitter aus. Bei den Campern ringsum werden sicherheitshalber die Markisen eingefahren, so auch bei uns.

Die Familie hinter uns ist noch beim Essen als der Regen einsetzt.

Das Gewitter streift uns nur kurz mit dicken Tropfen und etwas Hagel. Nach fünf Minuten ist der Spuk vorbei.

Lange ist es bewölkt, erst am Abend setzt anhaltender Regen ein.

Wir haben viel Zeit zum Lesen und können beide unsere interessanten Bücher abschliessen.

Letzteres besonders bewegend und leider immer noch aktuell.

Dazwischen nimmt sich Michael wieder einmal die Schubladenfront vor.

 Die Schrauben lösen sich immer wieder in diesem Leichtbau-Material.

Die Belastung bei jedem Öffnen und Schliessen der Schublade mit einem Hebel von 1:10 ist enorm.

Jetzt sind die Schraubenlöcher mit PowerKitt aus unserer Bordmaterial-Kiste verdübelt, was hoffentlich hält.

Der Regen tut dem Land sehr gut. Wir sitzen gemütlich im Trockenen und freuen uns auch über die Abkühlung. Und wir müssen auf diesem Platz auch keine Angst haben, dass wir einsinken und morgen nicht mehr wegkommen.

Gefahren: 0 km

73. Tag: Le Tréport, Aire de Camping Car – Le Hourdel – Le Crotoy – Quend-Plage-les-Pins, Aire de Camping

73. Tag, Montag, 6. August 2018

Es wird heiss heute, das spürten wir schon sehr früh.

Es wird schwer werden einen luftigen neuen Stellplatz zu finden. Trotzdem wollen wir heute weiterziehen.

Erst einmal stauten sich die Camper bei der Entsorgungsstation. Wir waren Nummer 3 in der Schlange und irgendeinmal auch an der Reihe.

Unser Navi führt uns über Criel Plage, der nächsten Senke an der Steilküste.

Danach kommen wir bei einer Gedenkstätte für im 1. Weltkrieg gefallene Soldaten vorbei.

In Eu geben wir Lidl noch einmal eine Chance uns Mineralwasser zu verkaufen. Schon wieder Pech, Gazeuse gibt es noch immer nicht.

Dann machen wir in Le Hourdel, an der südlichen Seite der Sommes-Bucht, einen ersten Versuch einen Stellplatz zu finden. Es gab auch noch einen freien Platz, aber hinter Hecken in brütender Hitze und ohne einen Luftzug. Das war nichts für uns.

Wir besichtigten aber den Ort, der bei Flut am Wasser liegt.

Es sieht schon jämmerlich aus, wenn den Schiffen ihr Element entzogen wird.

Man macht hier Wattwanderungen, sowie Vogel- und Seehundbeobachtungen.

Vor den Gefahren der aufkommenden Flut wird deutlich gewarnt.

Wir sind glücklich, dass wir für unsere Mittagspause ein schattiges Plätzchen gefunden haben. In der Sonne ist es nicht auszuhalten.

Wir sind dankbar für unsere Klimaanlage, die aber nur während der Fahrt arbeitet.

Ein nächster Stellplatz-Versuch erfolgt in Le Crotoy, auf der nördlichen Seite der Bucht.

Auch hier ein staubiger Platz, heiss wie im Backofen, kein Wind und das Wasser ist wohl erst wieder am Abend bei Flut zu sehen.

Beim 3. Versuch in Quend-Plage-les-Pins sieht es besser aus. Ein grosszügiger Stellplatz mit Wald auf drei Seiten. Da und dort Schatten und es weht eine schwache Brise.

Unterwegs auf der heutigen Fahrt sahen wir kleine Häuser . . .

 . . . immer wieder lustige Viecher im Kreisverkehr . . .

 . . . und tausende Schafe am Wegrand

Bis zum Abend bewegen wir uns möglichst wenig und lesen in unseren spannenden Büchern.

Als dann die grosse Hitze vorbei ist, laufen wir in den Ort, ein kleines Seebad.

Bis zum Strand sind es etwa 1 km durch eine Flaniermeile, wie sie in jedem Seebad identisch zu finden ist.

Noch ist nicht ganz Flut, aber wir sehen das Wasser.

Gefahren: 90 km

72. Tag: Le Tréport, Aire de Camping Car

72. Tag, Sonntag, 5. August 2018

Bis um 15 Uhr haben wir die Zeit mit Lesen verbracht.

Dazwischen bereitete Renate ein leckeres Mittagessen plus Dessert.

Dann stürzten wir uns in Le Tréport in das Touristengetümmel.

Bei der Einfahrt in den Hafen ist auch heute wieder viel „Äktschen“.

Die Restaurants sind gut besucht.

Kaum ein Tisch, an dem nicht Meeresfrüchte serviert werden.

Wir beobachten, wie drei Männer von ihrem Boot, das an der Boje liegt, an Land kommen.

Zwei Männer rudern im winzigen Dinghi zur Leiter am Hafenbecken, einer steigt aus und klettert hoch und zieht das Gepäck nach.  Der andere holt den zweiten Mann vom Boot und rudert wieder zur Leiter. Beide klettern die Leiter hoch, dann wird noch das Dinghi hochgezogen. Und das alles bei Wellengang.

Und heute steigen wir auch endlich hinauf zur Kirche Saint-Jacques aus dem 14./16. Jh.

Die dringend nötige Restauration ist in Arbeit.

In der Nähe steht das alte Presbyterium mit einer besonderen Renaissance-Front.

Auf dem Rückweg fallen uns einige besonders schöne Hausfassaden auf, in den sonst eher schmucklosen Strassen.

Nachtrag: Gegen 23 Uhr begeben wir uns nochmals auf den Weg hinunter nach Le Tréport, um das nächtliche Schauspiel der angestrahlten Kreidefelsen zu bewundern.

Von der Mole aus, aber auch von der Strandpromenade, hat man eine tolle Aussicht. Es sind die höchsten Kreidefelsen Europas.

Das ist der Blick auf den Ort von oben bei Nacht.

 

Gefahren: 0 km

71. Tag: Le Tréport, Aire de Camping Car

71. Tag, Samstag, 4. August 2018

Es scheint wieder ein heisser Tag zu werden. Andernorts wird es mindestens so heiss sein, aber hier auf den Klippen weht ein erfrischender Wind. Im Schatten messen wir angenehme 25 Grad. Deshalb bleiben wir hier.

Die Zeit vergeht beim Lesen unserer spannenden Bücher sehr schnell.

Mittags wird der Wind stärker mit heftigen Böen. Wir rollen unsere Markise vorsichthalber ein, damit sie keinen Schaden nimmt. Dann raffen wir uns zu einem Spaziergang durch Le Tréport auf.

Bei der Bergstation der Standseilbahn stehen einige Überreste der alten Hotelanlage von 1916.

Die Bahn bringt uns rasch nach unten. Da ist es deutlich wärmer. Unsere Windjacken hätten wir oben lassen können.

Der starke auflandige Wind und der gegenläufige Gezeitenstrom erzeugen bei der Hafeneinfahrt einen Schwell mit tückischen Wellen. Schwierige Bedingungen für die Skipper.

Auch Renates Haare werden zerzaust

Die Fischhalle beim Hafen hat eine lange Tradition.

Hier reiht sich ein Restaurant am anderen. Die meisten bieten Fisch an. Auch wir lassen uns in einem kleinen Restaurant verwöhnen.

Wir laufen zur Schleuse zum Binnenhafen für die Fischer- und Sportboote.

Auch eine Schwanenfamilie mit 7 Jungen lässt sich schleusen.

Der Fluss „Bresle“ fliest hier in den Ärmelkanal.

Die Gassen der Altstadt sind sehr eng. Bei vielen endet der Blick bei den Falaise, den Klippen. Leere Fassaden sind mit riesigen Gemälden kaschiert.

In der Abendsonne laufen wir auf der Strandpromenade zurück.

Die Standseilbahn bringt uns schnell wieder auf die Höhe, wo wir noch einmal den Blick auf den Ort geniessen.

200 Meter von der Bergstation entfernt liegt unser Stellplatz, auf dem heute Abend 50 Camper stehen.

Ja, und einen schönen Sonnenuntergang gab es auch wieder.

Gefahren: 0 km

70. Tag: Dieppe, Stellplatz Front de Mer – Le Tréport, Aire de Camping Car

70. Tag, Freitag, 3. August 2018

Heute Morgen spazieren wir einmal am Strand entlang, so jedenfalls werden diese Geröllfelder hier genannt.

Eine Dame ist mit ihrem Metalldedektor auf der Suche nach verborgenen Schätzen.

Auf der Promenade steht ein Denkmal an die Canadier, die hier im 2. Weltkrieg landeten.

Und auf der dahinterliegenden riesigen Wiese wird viel zur Unterhaltung geboten.

Ein Wettstreit der Drachenflieger.

Alle möglichen Brettspiele

Hindernislauf für die Kleinen

eine Kletterwand

. . . und die ganz Bequemen lassen sich fahren

Und darüber tront die mächtige Festung.

Wir wollen aber heute auch noch weiter, was wir im Gespräch mit netten Nachbarn aus Belgien fast verbummelt hätten.

Als wir beim Sportboothafen vorbei kommen, sieht man die Boote kaum, so tief ist der Wasserstand.

Nach einer kurzen Fahrt über flaches Land kommen wir nach Le Tréport.

Die Belgier hatten uns diesen Tipp gegeben und dass man von hier, hoch von den Klippen, so einen tollen Blick hat.

Unter uns der Badestrand von Tréport

Die Stadt und der Hafen

und ganz in der Ferne ein voller Sportboothafen

Eine Standseilbahn / Schräglift / Funiculaire bringt uns (kostenlos) von den 110 Meter hohen Klippen nach unten in den Ort.

Die Strandpromenade nach links und nach rechts

Dort geht in den schmalen Strassen kein Wind und es ist uns sehr schnell viel zu heiss.

Schrecklich eintönige Häuserreihe an der Uferstrasse, sie ähnelt „Prora“ auf Rügen.

Dahinter, in den Seitenstrassen, stehen wohl einige ältere Häuser aus der Belle Epoque, die können uns aber auch nicht überzeugen.

So nehmen wir alsbald wieder das „Funi“ und sind in 2 Minuten auf den Klippen.

Hier stand ab 1916 noch ein stattliches Hotel, das während des zweiten Weltkriegs 1942 von den Deutschen gesprengt wurde.

Den Rest des Tages verkrochen wir uns lesend im Schatten unserer Markise und waren froh um den kühlenden Wind.

Bei Sonnenuntergang spazierten wir nochmals zu den Klippen.

Inzwischen ist auch Ebbe und die Dämmerung gibt keine guten Fotos mehr her.

Die Boote sind trockengefallen.

Die Sonne zeigt sich doch noch unter den Wolken, kurz bevor sie untergeht.

Gefahren: 30 km