Archiv der Kategorie: Einbauten A) „Energie“

Elektro 12 und 230 V – Solar – Gas

Einbauten zum Thema Energie

Themenübersicht

(diese sind in Arbeit und werden nach Fertigstellung mit  ✔︎  bezeichnet)

 

Strom:

✔︎  Inverter inkl. Steckdosen

✔︎  Batteriecomputer

✔︎  Solaranzeige

✔︎  Steckdosen

✔︎ Stromverteiler

✔︎  12 V in Garage

✔︎  Stromverteiler

 

Gas:

✔︎ Tausch- oder Tankflasche (LPG)

✔︎Halterung für Füll-Adapter

Wechselrichter oder Inverter

Ein Wechselrichter ist mittlerweile in fast jedem Wohnmobil zu finden. Viele möchten auf den Luxus ihrer heimischen Geräte wie Kaffeemaschine, Haartrockner oder Notebook auch auf Reisen nicht verzichten.

Der Wechselrichter macht aus 12 V Gleichstrom eine Wechselspannung von 230 V. Aber nicht bei allen Spanungswandlern kommt am Ende eine reine Sinus Kurve heraus, wie wir es von zu Hause gewohnt sind. Den Haartrockner, Wasserkocher oder die handelsübliche Kaffeemaschine interessiert eine modifizierte Sinuswelle nicht die Bohne. Bei einer Pad- oder Kapselmaschine könnte das schon wieder anders aussehen. Bei Notebooks und deren Netzteilen oder empfindlichen, elektronischen Geräten kann die Funktionalität ebenfalls beeinträchtigt werden. Die Netzteile werden wärmer als sonst, beginnen zu brummen, das Trackpad vom Notebook macht komische Sachen und mit Akkuladegeräten wird keine Vollladung der Batterien erreicht. Man kann quasi sagen, je schlechter die Sinuskurve des Wechselrichters ist, umso unzuverlässiger ist der Betrieb mancher Geräte. Umgekehrt, je besser die Sinuskurve geglättet wird, umso weniger Probleme wird man haben. Aber diese saubere Spannung kostet Geld. Darum sind reine Sinus Wechselrichter meist teurer. Quelle: campofant.com

Auch wir möchten nicht auf diesen Komfort verzichten und bestellen einen Spannungswandler 12V, 1500/3000 W, reiner Sinus von Solartronics. Damit sollte auch unser grösster Verbraucher, die Nespresso-Maschine mit 1250 Watt betrieben werden können.  Das Gerät soll möglichst liegend eingebaut werden und und genügend belüftet sein.

Ein idealer Platz wäre bei uns unter dem Funktions-Doppelboden hinter den  Sitzen. Da die zwei 12 Volt Bordbatterien unter dem Beifahrersitz stehen, würde auch das Zuleitungskabel nicht zu lange.

Dazu musste ich erst einmal klären, was unter dem Doppelboden sonst schon alles verbaut ist.

Mit einem Endoskop konnte ich durch die Lüftungsschlitze den Hohlraum untersuchen. Hier ist die eingeklebte Stütze des Funktions-Doppelbodens zu erkennen.

Mutig wurde dann mit der Oberfräse ∅ 5mm (und einer Anschlag-Schablone) eine Öffnung gefräst. Erwartungsgemäss macht Fräsen schrecklich Staub. Deshalb hatte ich wohlweisslich mit Folie alles ringsum geschützt. Der Ausschnitt konnte nicht in den Hohlraum fallen, da just dort eine Stütze von LMC eingeklebt war. Aber mit Gewalt wurde auch diese Hürde überwunden. Das Loch, sowie der Ausschnitt wurden ringsum mit Kanten-Umleimer von 2mm versehen und waren damit als Deckel zu verwenden.

Die Heiz- und Lüftungsrohre konnten recht einfach  etwas platzsparender verlegt werden und so entstand ein perfekter Raum für den Wechselrichter.

Die mitgelieferten Kabel für die Stromzufuhr waren leider 10 cm zu kurz.

Ein Autoelektriker fertigte uns diese in der richtigen Länge an. Zum Anschliessen dieser Kabel an den Batterien musste der Beifahrersitz demontiert werden. Mit einem 5 mm Inbus Schlüssen sind dazu 6 Schrauben zu lösen. Das ist (beim ersten Mal) recht mühsam. Man muss den drehbaren Sitz in die richtige Position bringen, damit man schrauben kann. Wenn diese dicken Stromkabel angeschlossen sind, funktioniert der Inverter schon. Es gibt dazu noch eine Fernbedienung, dann muss man nicht jedesmal den Schalter am Gerät betätigen. Die Fernbedienung ist ein Kabel mit einem Druckschalter am Ende. Bei uns soll der Schalter vom Kontroll-Panel über der Eingangstüre zu bedienen sein. Bei „Ein“ leuchtet der Schalter grün. Das Verlegen dieser Leitung ist ein Kapitel für sich.

Das gelieferte Kabel ist mit 5 Metern zu kurz für einen „Umweg“ unter Bad, Kühlschrank, Schrank, Hecksitzgruppe und Küchenmöbel hindurch. Also bleibt nur der Weg über die Eingangstüre hinweg.

Das ist mit einem Kabelkanal seitlich der Eingangstüre zum darüber liegenden Kontroll-Panel zu realisieren. Im gleichen Kanal sollen dann das Fernsteuerungskabel, ein Stromkabel 230 Volt vom Inverter zu einer Stecksdose am Küchenmöbel, sowie die beiden Kabel für die Solaranzeige und den BatterieComputer führen.

Durch die Öffnung des Bedien- und Kontrollpanels musste gearbeitet werden.

Das war sehr eng und nicht einfach, aber mit viel Geduld und der „Feinsäge“ schlussendlich erfolgreich.

Zum Schluss sieht alles sauber aus und funktioniert.

Die Inverterstrom-Steckdose

Der Inverter versorgt nicht nur 2 Steckdosen, sondern nun auch unser Satelliten WLAN mit 230 Volt. Der vorherige kleine Wechselrichter war schon einmal durchgebrannt und dient nun nur noch als Reserve.

Batterie Computer

Die Stromversorgung ist das A & O bei einem Schiff oder Wohnmobil. Ohne Strom geht gar nichts mehr. Keine Wasserpumpe, keine Heizung und kein Licht, etc.

Deshalb ist es sehr nützlich, wenn man über den momentanen Verbrauch und die verbleibende Kapazität immer die Kontrolle hat.

Es gibt verschiedene Anbieter. Auf dem Boot hatte ich Philippi. Nun entschied ich mich für den Büttner-Computer MT 4000iQ mit einem 200 A Shunt. Abzulesen sind die Spannung von Starter und Bordbatterie, sowie der momentan fliessende Lade-/Entladestrom und vieles mehr:

  • Anzeige von…
    • … momentane Batteriekapazität in % u. Ah
    • … Restlaufanzeige
    • … Strom in A
    • … Spannung in V ( Bord- / Startbatterie )
    • … Zeit / Datum
    • … Temperatur ( mit Min / Max-Funktion )

Erst später habe ich erfahren, das die von LMC verbaute Schaudt-Kontrolleinheit im Hintergrund auch eine Batterieanzeige hat, allerdings nicht mit so vielen Funktionen.

Der Einbau gemäss der Anleitung ist für einen Bastler wie mich recht anspruchsvoll, und ich musste mir beim Lieferanten auch Rat holen. Der Aftersales-Service von Michael Lauschke ist wirklich vorbildlich. https://www.campingplus.de

Auch für diesen Einbau muss man wieder den Beifahrersitz demontieren, um an die Batterien zu kommen. Sämtliche Stromabnehmer müssen nämlich über den Shunt laufen, damit die Anzeige richtig messen kann. Ein gut zugänglicher Platz befindet sich hinter dem Sockel des Beifahrersitzes, unter dem auch die Batterien verbaut sind.

Die Kunststoffverkleidung hinten habe ich etwas modifizieren müssen. Sie ist nun statt mit Clips mit 4 Schrauben befestigt.

Das Anzeigeinstrument hatte auf dem Kontrollbord über der Tür nicht mehr Platz. Aber seitlich ist auch ein sehr guter Platz, auch was die Verkabelung betrifft.

 

 

Solaranzeige

Eine Solaranzeige ermöglicht es, den aktuellen Ladestrom, der vom Solarregler an die Wohnraum- und an die Starterbatterie geliefert wird, anzuzeigen.

Eigentlich hätte ich lieber eine Anzeige von Büttner-Elektronic eingebaut, weil diese mit den gleichen zierlichen Massen wie der BatterieComputer besser bei uns Platz gehabt hätten. Aber an den vorhandenen Solarregler von Schaudt kann man nur deren Anzeige anschliessen. Es ist dies das Kontrollpanell LT 320.

Alle Teile  sind im Set enthalten. Eine Schablone für den Ausschnitt und eine Anleitung erleichtern den Einbau.

Dann kam die Frage, wo ist eigentlich der Solarregler „versteckt“.

Da half mir unser Vertragshändler Singhof mit einem Elektroplan. Bei unserem LMC Modell ist der Solarregler unter dem Fahrersitz hinter dem ELB angebracht.

Das Schema für den Anschluss muss ein Laie wie ich auch erst einmal begreifen.

An meisten Kopfzerbrechen machte mir aber der Kabelsatz mit 4 Steckern, wo ich am Solarregler doch nur 2 freie Anschlüsse sehe.

Aber auch dafür bekam ich von Herrn Björn Singhof, dem Leiter Kundendienst, ganz endscheidend Hilfe. http://www.singhof.de

. . . und wenn jetzt noch die Sonne scheint, kann ich den in die Batterien fliessenden Strom ablesen.

Steckdosen

Ich mag keine langen Elektrokabel in der „Landschaft“. Auf so kleinem Raum sind das alles Stolperfallen.  Garantiert ist die Steckdose links, wenn man sie gerne rechts von sich hätte, weil sonst das Kabel zu kurz oder irgendwie im Weg ist. Deshalb haben wir zu den 3 serienmässigen 230 V-Steckdosen noch 7 nachträgliche ergänzt (davon 3 für den Inverterstrom). Dazu kommen noch drei Mehrfachsteckleisten um die Sitzgruppe herum. Damit haben wir nun viele Möglichkeiten.

 

Für die Einbausteckdosen müssen Standorte gefunden werden, wo man gefahrlos Löcher bohren kann. Die elektrischen Leitungen können in einem Reisemobil wunderbar in den vielen Hohlräumen verlegt werden.

3 Steckdosen rechts vom Eingang.

Das ermöglicht ein Arbeiten auf dem gedrehten Beifahrersitz.

2 Steckdosen links vom Eingang, seitlich an der Küche

2 Steckdosen oben auf der Küchen-Arbeitsfläche (serienmässig).

Eine Steckdose 230 Volt neben der Hecksitzgruppe in der Ecke zum Kleiderschrank und  zwei 12 V-Steckdosen sind serienmässig.

In den 3 anderen Ecken der Hecksitzgruppe wurde je eine Mehrfachsteckleiste auf den ringsum laufenden Heiz- und Lüftungskanälen platziert. Es reicht, wenn diese horizontal aufliegenden Mehrfachsteckleisten mit doppelseitigem Klebeband gegen Verrutschen gesichert sind.

Eine Mehrfachsteckleiste im Fach unter dem Kleiderschrank dient als Verteiler.

Bei hängender Montage wurde die Leiste auch mit doppelseitigem Klebeband montiert, aber noch zusätzlich mit einem aus Alu gebastelten Bügel gesichert.

Alles läuft über diese Hauptsicherung.

 

Im Kleiderschrank wurde eine Steckdose und ein Zuleitungskabel für 230 V sowie noch eine Steckdose für 12 Volt eingebaut.

Im Fahrerhaus befinden sich serienmässig 3 USB Anschlüsse.

Gerne hätte ich im Bad auch noch eine Steckdose gehabt. Das wäre manchmal praktisch. Der Hersteller LMC erklärte mir allerdings, dass dies nicht zulässig sei. Also lassen wir das.

„Wir brauchen auch kein AKW. Bei uns kommt der Strom aus der Steckdose“.

12 Volt in der Garage

Eine 12-Volt Steckdose in der Garage!?

Anlass dazu sind die Fahrräder und im speziellen die Reifen. Von Zeit zu Zeit muss man Luft nachpumpen und das geht mit dem elektrischen Kompressor, der sowieso an Bord ist, viel bequemer.

Zu den Steckdosen im Fahrzeug ist die lange Kabelführung lästig und so ist die Steckdose in der Garage gerechtfertigt. So meine Meinung.

Über der Garagenbeleuchtung auf der rechten oder linken Seite wäre ein guter Ort. Da sich das Leben  doch eher auf der rechten Seite, – unter der Markise -, abspielt, entscheide ich mich für rechts.

Ein Loch im Durchmesser der Steckdose ist schnell gebohrt. Das Stromkabel verläuft ohne Hindernisse unter der Hecksitzgruppe hindurch zum 12-Volt Stromverteiler im Kleiderschrank auf der linken Seite.

Nun kann ich den Kompressor oder ein anderes 12-Volt Gerät, wie z.B. den Staubsauger, sehr bequem von der Garage aus betreiben.

 

Stromverteiler

Es kommt so einiges an zusätzlichen 12-Volt-Verbrauchern zusammen, jedenfalls bei mir.

– für eine Steckdose, links im Bild
– Strom für den Fernseher
– für die Zusatzlautsprecher
– für das Internet Modem
– für eine Steckdose in der Heckgarage
– für sonst noch was
So war ein anständiger Stromverteiler und eine Zuleitung mit entsprechendem Querschnitt gefragt.
Den Stromverteiler fand ich im Yachtzubehör:

In unserem grossen Kleiderschrank ist dafür gut Platz Die Beschriftung ist hilfreich, wenn man später eine Zuleitung suchen muss.

. . und hier kommt der Strom her.

Die Kabel führen unter dem vorderen Funktions-Doppelboden und den vorhandenen Hohlräumen unter Nasszelle und Kühlschrank hindurch zum Kleiderschrank. Alles ohne Bohren zusätzlicher Löcher?

Ebenfalls in diesem Schrank ist die Elekronik der Satellitenanlage für Internet und TV von Crystop . . .

. . . sowie das Modem und der interne Router, mit dem unsere Geräte wireless verbunden sind.

Gas: Tausch- oder Tankflasche (LPG)

Im Wohnmobil brauchen wir Gas zum Kochen und Heizen. Der Nachschub könnte sehr einfach sein, wenn es (wenigstens) in Europa ein einheitliches Flaschen- und/oder Füllsystem geben würde. So aber hat jedes Land seine eigenen Flaschen, eigene Anschlüsse und eigene Vorschriften.

Wir haben uns, – da wir viel in Deutschland unterwegs sind -, bei der Erstausstattung für zwei deutsche Alu-Tauschflaschen à je 11 Kilo Füllung entschieden. Die beiden Flaschen sind über ein Duomatik-Ventil miteinander verbunden. Wenn die Betriebsflasche leer ist, schaltet das Ventil automatisch auf die Reserveflasche um.

Eine Warnleuchte am Kontrollpanel soll anzeigen, wenn eine Flasche leer ist. Soweit die Theorie, die wir auch lange nicht kannten, denn diese Anzeige hat (jedenfalls bei uns) ihre Tücken.

Der Kontakt für die Warnleuchte wurde nicht ausgelöst (auch nicht, nachdem wir Filter nachrüsten liessen) und so standen wir schon mehrmals mit zwei leeren Gasflaschen da.

Den Gasvorrat kann man an den Alu-Tauschflaschen leider nur durch wiegen feststellen. Dazu muss die Flasche jedesmal ausgebaut werden, was recht mühsam ist.

Unsere Gasflaschen kann man (allerdings nur in Deutschland) über ein dichtes Verteilernetz problemlos gegen volle austauschen. Dabei ist auf das Ablaufdatum zu achten. Manchmal wird nämlich versucht, einem Kunden eine Flasche anzudrehen, die kurz vor dem Ablaufdatum steht. Die tauscht dann später kein Händler mehr ein, weil Kosten für eine Prüfung anfallen. Alles schon erlebt.

In Deutschland gibt es  auch diverse Nachfüll-Stationen, bei denen man seine Gasflaschen auf- oder nachfüllen lassen kann.

Ausserhalb Deutschlands haben wir also mit unseren Tauschflaschen ein grosses Problem, wenn unser Gasvorrat zur Neige geht.

Die Lösung heisst Gas-Tankflaschen. Die gibt es auch als Aluflaschen.

Das bringt viele Vorteile: Zum einen muss man nie wieder Tauschflaschen ausbauen und schleppen. Zum anderen spart man Geld, da der Nachschub mit LPG von der Autogas-Tankstelle je nach Region deutlich günstiger ist als das herkömmliche Flaschengas. Das wichtigste für uns: Im Ausland kann man mit dementsprechenden Adapter leicht nachtanken.

So wollen wir eine der beiden Tauschflaschen gegen eine Tankflasche umrüsten lassen. Eine Tauschflasche zu behalten scheint uns aber sinnvoll. So muss man im Falle von Langzeitcamping (in D.) den Platz nicht verlassen, da es dort auch meistens Tauschflaschen gibt.

Was den Einbau von Tankflaschen betrifft, so herrscht in Deutschland eine gewisse Rechtsunsicherheit, hauptsächlich wegen der Auslegung der Befestigungsvorschriften. Eine Tauschflasche darf im Gaskasten mit Gurtbändern befestigt sein. Hingegen soll die  Befestigung einer identische Gasflasche zum Betanken einem Beschleunigungswert von 20 G in Fahrtrichtung standhalten. Das ist so paradox wie unlogisch, dass der Amtsschimmel gewaltig wiehert.

Zum Glück gibt es in der Schweiz diesbezüglich keine Probleme.

Nach dem erfolgreichen Einbau sieht unser Gaskasten nun so aus: Rechts die Tankflasche, – als Betriebsflasche.                                              Links die Tauschflasche,  – als Reserveflasche.

Ein Manometer auf der Tankflasche zeigt jederzeit den Füllstand an. An jeder LPG Tankstelle können wir nachtanken, auch wenn dies nur kleine Mengen sind. So werden wir die Reserveflasche wohl kaum noch anbrauchen.

Für die ausländischen Tankstellen haben wir ein Sortiment von Adaptern, jeweils schon mit einem Sinterfilter ausgerüstet.

Damit glauben wir jetzt für alle Eventualitäten gewappnet zu sein.