Archiv der Kategorie: Einbauten B) „Diverse“

Einbauten „Diverse“

Themenübersicht „Diverse Einbauten“

(diese sind in Arbeit und werden nach Fertigstellung mit  ✔︎  bezeichnet)

✔︎ Türsicherung

✔︎ Besteckschublade

✔︎ Spiegel

✔︎ Lautsprecher TV

✔︎ Ablage / Becherhalter neben Fahrersitz

✔︎ Flaggen und Halter

✔︎ Kleiderhaken

✔︎ Verkleidung Heckbett

✔︎ Führung Heckstütze

✔︎ Halterung für Gläser

✔︎ Abwasser-Ablassventil

Türsicherung

Man hört ja immer wieder von Einbrüchen in Reisemobile. Wir machen uns da auch keine Illusionen: mit genügend krimineller Energie und Zeit kommt man in jedes Fahrzeug rein. Aber man kann es den Typen etwas schwerer machen. Das hält vielleicht schon von dummen Gedanken ab. Wir haben nur zwei Eingänge. Die Fahrertür, die wir von innen zusätzlich blockieren können und die Aufbautür, die wir zusätzlich sichern möchten.

Da gibt es verschiedene Möglichkeiten und Grössen, die wir zur Probe vorher einmal an’s Fahrzeug gehalten haben.

Wir entschieden uns für den Einstiegshilfebügel SECURITY 31 von Fiamma, der fertig montiert auf dem Bild zu sehen ist.

(Die Produktbezeichnung „Einstieghilfebügel“ empfinde ich aber persönlich nicht als besonders vertrauensbildend, wenn man damit doch eigentlich ungebetenen Gäste abschrecken möchte).

Der Einbau ist etwas knifflig,  aber ich habe mich trotzdem daran gewagt.

Das Resultat soll ja stabil werden, was bei der Sandwich-Aussenwand  besondere Massnahmen (Distanzhülsen) erfordert.

Dann sollten die Löcher innen und aussen möglichst gleich beim ersten Mal richtig liegen, wofür ich eine Bohrhilfe gebastelt habe.

Innen ist zwischen Tür und Küchenblock wenig Platz, deshalb mussten die metallenen Gegenplatten (4) und die Abdeckung (5) gekürzt werden. Die richtige Position der Löcher ist die schwierigste Herausforderung.

Die Teile 1 bis 5 wurden mitgeliefert. Die Distanzhülsen (6) und die Bohrhilfe (7) sind Eigenbau. Damit die Distanzhülsen nicht in die inneren und äusseren Gummiplatten eindrücken, habe ich Unterlagsscheiben eingeklebt. Die Distanzhülsen verhindern, dass sich die Aussenwand (Sandwichmaterial) beim Anziehen der Schrauben zusammenzieht.

In der Endphase

Dann die erfolgreiche Endkontrolle: passt – hält – fertig!

Mit einem Schlüssel kann diese Position gesichert werden.

Besteckschublade

Serienmässig war die Besteckschublade von LMC mit einer einfachen  08/15-Kunststoffeinlage mit einigen flachen Fächern ausgestattet. Nicht schlecht, – aber da geht mehr.

Weil über dieser Schublade die Spüle und der Ablauf ist, musste das in der Planung berücksichtigt werden.

Mit einem Modell aus Wellkarton wurde zuerst nicht nur der Raum maximal ausgelotet, sondern auch die Einteilung auf unser Besteck-und Gewürzsortiment optimal abgestimmt. Schlussendlich waren auch die Wünsche und der Segen meiner besseren Hälfte wichtig.

Die definitive Ausführung war dann Heimarbeit aus Sperrholz. Durch die zweistöckige verschiebbare Einlage hat alles sehr übersichtlich Platz gefunden und sich schon bestens bewährt.

Später kam noch ein fester Platz für die Schere und einen Rüstteller dazu, die so beide immer griffbereit sind.

Spiegel

In unserem Alter ist es ein Risiko, in den Spiegel zu blicken. Trotzdem muss man ab und zu der Wahrheit ins Auge sehen. Unser Spiegelschrank zeigt nur die halbe Wahrheit, da der untere Teil fehlt.

Also machten wir uns auf die Suche nach einem langen Spiegel, der an die Tür zum Badezimmer(chen) montiert werden soll.

Ein Kristallspiegel kam aus Gewichtsgründen nicht in Frage, auch die Bruchgefahr ist ein NoGo.

Dann las ich über Kunststoffspiegel, war aber sehr skeptisch, was die Qualität betrifft. Im Internet fand ich die Firma FirstlaserGmbH: https://expresszuschnitt.de/Acryl-Spiegel-Acrylglas

Mit einem telefonischen Beratungsgespräch konnten meine Zweifel beseitigt werden. Also bestellte ich dort online einen Acrylglas-Spiegel im Format 120 x 30 cm, 3 mm dick und nur halb so schwer wie Glas.

Auf unserer Reise in den Norden im Juni 2016 holten wir das Teil dann im Werk in  Bardowick bei Hamburg ab. Es war spannend, ob unsere Erwartungen erfüllt wurden. Gleich vor Ort montierten wir den Spiegel mit doppelseitigem Klebeband innen an die Tür.

Die Qualität ist wirklich super. Wenn man nicht wüsste, dass es Kunststoff ist, man würde es nicht vermuten. Interessant war, dass anfangs statisch noch Staub angezogen wurde. Das war aber nach etwa einer Woche ganz vorbei.

Aber auch dieses Spiegelbild zeigt nur die Realität, dafür nun in ganzer Länge. Aber wir wollten ja die ganze Wahrheit und dann muss man da eben durch.

 

 

Zusatzlautsprecher TV

Wir brauchen unseren Fernseher selten. Aber wenn doch, so störte uns der schlechte Ton.

Die Lautsprecher sind schwach und der Ton geht erst noch nach hinten weg.

Abhilfe sollen zwei Zusatzlautsprecher von Bose über der Hecksitzgruppe bringen, eingebaut in die Ecken der hinteren Hängeschränkchen.

Die Ecke im Winkel ist ohnehin nicht durch Klappen zugänglich, also leer und so ein idealer Platz für die Lautsprecher. Mit der Oberfräse (und Schablone) entstand eine passende Öffnung, in welche die Boxen von oben hinein passen.

Dieser Blick zeigt die Box mit dem Lautstärken-Regler von unten.

Nun haben wir einen super Sound in Stereo Qualität.

Der Ton kommt aus dem Bereich der Leselampen auf diesem Bild.

 

 

Ablage / Becherhalter

Serienmässig von Fiat ist links vom Fahrersitz eine kleine Ablage.

Die wollte ich gerne grösser haben und mit einem Becherhalter.

Im Bastelraum fand ich noch ein Stück Sperrholz, das ich nach einer Schablone der vorhandenen Form anpasste, sowie ein Loch für den Becher verpasste.

Zum Schluss noch etwas schwarze Beize und mit 2 Schrauben befestigt. Fertig.

Flaggenhalter

Als alte Segler finden wir es eine schöne Tradition, dass im fremden Land die Gastflagge an der Steuerbord-Saling gehisst wird.

Da wir aber am Wohnmobil keine Saling haben und auch achtern keine Nationale führen können, bastelte ich Flaggenhalter, die mit Klettverschluss aussen auf die Rückspiegel befestigt werden können.

Steuerbords setzen wir die Gastlandflagge, backbords die der Schweiz als unseren „Clubstander“.

Womit ich nicht gerechnet hatte, die Flaggen touchieren während der Fahrt das Fahrzeug und machen ziemlich Geräusche.

Deshalb stehen die Flaggen nun immer innen vor der Windschutzscheibe. Als Zeichen unserer Ehrerbietung hat dies die gleiche Wirkung.

Die verschiedenen Gastlandflaggen sind in eigens dafür gebastelten Halterungen immer griffbereit.

Es hat uns erstaunt, wieviele Reisemobilisten auf uns zukommen und sich als ehemalige Segler outen. Viele steigen im Alter auf eine „Landyacht“ um.

Kleiderhaken

Die vom LMC angebrachte Garderobe mit 2 Kleiderhaken an der Wand zur Nasszelle ist gut und recht. Aber alles was dort hängt, schränkt den Raum ein. Das stört auf Dauer. Mehr Platz bietet sich an der Wand hinter dem Fahrersitz an.

Die Leichtbauweise der Wand macht aber das Befestigen grösserer Lasten nicht so leicht.

Meine Lösung ist eine angeklebte Trägerplatte aus 3 mm Sperrholz, 10 x 55 cm gross und 4 Haken von Ikea (auch 3 mm stark) für kleines Geld. Die werden bündig in das Sperrholz versenkt und durch ihre konische Form lasten die Kräfte auf den Flanken und nicht auf den Schrauben. Die Trägerplatte wird mit Montagekleber an der Wand befestigt.

Mit einer Schablone für die Oberfräse werden die Ausschnitte alle schön gleich gross.

Holzbeize gibt den Farbton und wird mit Bienenwachs seidenmatt poliert.

Ich verwendete diesen transparenten Montagekleber.

Die Haken hängen so nur minimal an den Schrauben in der dünnen Wand. Die Last wird von dem angeklebten Sperrholz getragen.

Hier hängen nun unsere Jacken und Mäntel gut erreichbar, gut gelüftet und doch nicht im Weg.

 

Verkleidung Heckbett

Nimmt man bei unserer Hecksitzgruppe die Rückenpolster weg, so entsteht ein komfortables Bett mit Lattenrost und guter Matratze. Allerdings ist dann die nackte Aussenwand sichtbar und die ist auch kühl, sofern aus der heizbaren Garage darunter keine warme Luft nach oben steigt.

Mit einer Fleecedecke ringsum sollte das gleich gemütlicher werden.

Unter die Verkleidung aus Holz, in der die Rohre der Umluftheizung verlaufen, schraubte ich Mini-Vorhangschienen als Kederschienen an.

Die Fleecedecke wurde um ein Seil von 3 mm Durchmesser geschlagen und mit dem Seil in die Vorhangschiene eingezogen.

Das sieht nicht nur optisch besser aus, sondern isoliert auch noch.

Führung Heckstützen-Kurbel

Unser Fahrzeug ist recht hart gefedert. Wir brauchten deshalb die Heckstützen eher selten. Die sollen verhindern, dass das Fahrzeug beim „Wohnen“ nicht unangenehm wackelt. Aber bei längeren Aufenthalten verwenden wir sie doch.

Man muss dann eine Kurbel mit Steckschlüssel auf einen Sechskant weit unter dem Fahrzeug aufstecken. Das führt zu bühnenreifen Verrenkungen beim Zielen und auch schon mal zu nassen Knien. Schon deshalb benützte ich die Heckstützen bis jetzt nur ungern. Und wenn es dann womöglich noch dunkel ist, wird alles noch „anspruchsvoller“.

Das soll nun anders werden. Bei einem Wohnmobilisten unterwegs, – vielleicht fällt mir der Name wieder ein-, sah ich sein Patent mit einem Führungsrohr. Das diente mir als Vorlage.

Da ich nicht tagelang liegend unter unserem Fahrzeug verbringen wollte, dachte ich mir eine Konstruktion aus, die ich weitgehend vorfertigen kann.

Für meine Konstruktion benötigt man:

  • Zwei Alu-Rohre (∅ 29.5 mm, 2.4 mm stark und 42 cm lang)  durch welche die 17er Nuss passt.
  • 2 x 4 Gewindestangen M8, ∼ 250 mm lang (1 Meter vierteln geht).
  • 2 x 20 M8 Muttern
  • 2 x 4 Hutmuttern
  • 2 Halterplatten Sperrholz WF 15 mm, Grösse 100 x 350 mm,         4 Bohrlöcher für die Verschraubung unter dem Fahrzeug,          zum Schluss wasserfest lackiert.
  • 2 x 4 Einschraubgewinde M8
  • 2  x 4 Rohrschellen, selbstgefertigt aus ALU-Band 30 mm

Das alles kann nun nach Plan zusammengebaut werden. Bei einem „Probelauf“ wird dann die Längs- und Querposition unter dem Fahrzeug angezeichnet (ein Anschlag hilft, besonders beim späteren endgültigen Befestigen). Die Höhe kann mit dem Gewinde immer justiert werden. Wenn die Position stimmt, werden die Löcher für die Schrauben im Fahrzeugboden durch die Halterplatte vorgebohrt. Dann kann man diese provisorisch am Fahrzeugboden anschrauben. Wenn die Position des Führungsrohres mittig mit dem Sechskant der Heckstütze  übereinstimmt, geht es an die endgültige Montage.

Nun können die Halterplatten mit Montagekleber (der Anschlag und  die Schrauben helfen die richtige Position wieder zu finden) endgültig befestigt werden. Zu empfehlen ist ein Anpressdruck bis der Montagekleber fest ist (z.B. mit einem Holzstab vom Boden gegen oben verspannen).

In Längsrichtung sollte die Position nun stimmen, sonst hat man ein Problem. In der Höhe kann das Rohr nun eventuell noch genauer vor den Sechskant der Heckstütze justiert werden.

Wenn alles passt, werden die Muttern definitiv und sicher gekontert.      Das wär’s auch schon!

Einige Camper benützen einen langen Steckschlüssel auf einem Akkuschrauber. Ich werde beim Kurbeln „von Hand bleiben“. Etwas Fitness tut gut und dieses Loch finde ich sogar im Dunkeln.

Als Finishing fand ich noch eine Abschlusskappe aus Kunststoff.