Archiv der Kategorie: Einbauten B) „Diverse“

Sicherheits-Upgrades

Immer mehr wird von Einbrüchen in Reisemobile berichtet. Auch bei uns hat man im April 2018 in Südfrankreich das Schloss der Fahrertür geknackt. Wie wir heute wissen, sind diese serienmässigen Schlösser für Einbrecher kein ernsthaftes Hindernis.

Wir haben danach einiges nachgerüstet, damit diese Tür nicht mehr zu öffnen ist, auch wenn das Schloss überwunden wurde. Das alles ist aber von aussen nicht zu erkennen und wirkt somit für Einbrecher nicht wirklich abschreckend.

Wir erachten gut sichtbare Vorkehrungen als wesentlich zielführender. Denn Einbrecher scheuen bekanntlich grossen Aufwand und suchen sich dann lieber „einfachere Opfer“. Jedenfalls hoffen wir das.

Deshalb soll nun noch ein sichtbarer Riegel an der Fahrertür die allfälligen kriminellen Absichten möglichst schon im Keim ersticken.

Bei einem Reisemobilisten aus Belgien hatten wir ein System von IMC-Creation gesehen, das uns sehr gefallen hat.

Eine Woche nach der Bestellung traf das Paket aus Frankreich bei uns ein. Die Montage war einfacher als gedacht. Natürlich kostet es immer grosse Überwindung, wenn man Löcher ins Reisemobil bohren muss. Aber alles ging gut. Eine (französiche) Anleitung wird mitgeliefert. Ausserdem existiert ein hilfreiches kurzes Video und ein längeres über die Montage.

Riegel Fahrertür offen
Riegel Fahrertür geschlossen
Innen der Hebel zum Schliessen und Öffnen

Unser Riegel an der Fahrertür ist (bewusst) nur von innen zu bedienen. Es gibt diesen Riegel auch in einer Version, die auch von aussen zu schliessen ist, was nach unserer Ansicht aber nur bei der Aufbautür Sinn macht.

Türsicherung SECURITY 31 von Fiamma

Unsere Aufbautür ist jedoch bereits mit dem SECURITY 31 von Fiamma von aussen gesichert, was wir auch anwenden, wenn wir unseren Mobi verlassen. Ein weiteres Schloss erachten wir hier als übertrieben.

Für die Sicherung von innen, hauptsächlich für nachts, haben wir neuerdings, nebst dem bestehenden akustischen Alarm, noch eine simple mechanische Sicherungsmöglichkeit. Diese soll verhindern, dass das Türschloss von aussen zu öffnen ist.

Die Türsicherung

Wenn dieses Blech eingeschoben ist, kann der Hebel der Türöffnung nicht mehr bewegt werden. Damit fühlen wir uns sehr viel sicherer.

Das Türschloss in neutraler Stellung. Die Tür kann dann auch von aussen geöffnet werden.

Im Originalzustand: wird der Hebel nach unten gedrückt, so öffnet sich das Schloss. Wird der Hebel nach oben gestellt, kann man die Tür von aussen nur mit dem Schlüssel öffnen. Geübte Einbrecher würden diese Tür jedoch sicher auch ohne Schlüssel irgendwie öffnen können. Jetzt aber haben sie aber keine Chance mehr.

Dieses Teil habe ich selbst gebastelt. Nach einer Schablone aus Karton habe ich das Endprodukt aus einem 3 mm Alublech angefertigt.

Zusatzlautsprecher TV – zum Zweiten

Der Ton der modernen Flachbildschirme ist generell schwach und jener der  kleinen 12 Volt-Fernseher ganz besonders. Das beklagen nicht nur Personen, die auf Hörgeräte angewiesen sind, so wie meine bessere Hälfte.

Unser neuestes TV-Modell vom letzten Jahr klingt zwar schon etwas besser als sein Vorgänger, aber viel kann man von 2 x 3 Watt-Lautsprechern auch nicht erwarten.

Unsere beiden Zusatzlautsprecher von Bose, eingebaut in den Hängeschränkchen oberhalb der Hecksitzgruppe, haben eigentlich einen super Klang, aber leider wird der Genuss durch einen „Brumm“ gestört, den ich einfach nicht eliminieren konnte. Vermutlich stört irgend ein Kabel vom Strom oder Ton.

Deshalb haben wir nun noch einen zum Fernsehgerät passenden Zusatzlautsprecher, – zu neudeutsch eine Soundbar -, angeschafft.

Soundbar SB 100, hier unter einem 19″“Fernseher

Vorgesehen vom Hersteller Reflexion ist die Befestigung unter dem Fernseher. Weil der bei uns jedoch unmittelbar an der Wand zur Hecksitzgruppe montiert ist, besteht bei Nichtgebrauch die Gefahr, dass  man beim Sitzen mit der Schulter an den Lautsprecher stösst. Oberhalb des Bildschirms wäre bei uns der bessere Platz. Also muss wieder einmal eine eigene Lösung her.

Ein Adapter aus rostfreiem Stahlblech von 1 mm Stärke mit 4 Bohrlöchern für die Befestigung ist schnell gebastelt.  

Dieser Adapter wird dann unter die Schnellverschlussplatte der Wandhalterung mit den vorhandenen Schrauben befestigt.

Unser Fernseher in seiner Ruheposition an der Wand.

Der Strom kommt über den USB-Stecker und der Ton über den Kopfhöreranschluss am Fernseher. Die Lautstärke kann über die Fernsteuerung und zusätzlich an der Soundbar reguliert werden.

Fernseher in Funktion. Er kann bei Bedarf auch noch weiter in den Raum geschwenkt werden.

Ein erster Test zeigt: Diese Soundbar mit 2 x 24 Watt bringt wirklich eine deutliche Klangverbesserung. Hoffentlich sieht das meine bessere Hälfte auch so , wenn wir wieder auf Tour sind.

Duschvorhang für Aussendusche

Eigentlich ist dies kein Winter-Thema, doch der nächste Sommer kommt bestimmt (und da wir in der wärmeren Zeit auf Achse sein wollen, kommt dieser Beitrag jetzt).

Wir haben eine Aussendusche. Die benützen wir natürlich nicht auf normalen Stell- oder Cämpingplätzen, sondern nur in der „Wildnis“, und auch da nur recht selten.

Trotzdem, auch in der Abgeschiedenheit wäre ein Duschvorhang manchmal praktisch. Jedoch wollen wir für diese seltenen Fälle keinesfalls Löcher für die Installation in den Aufbau unseres Womos machen.

Für eine temporäre Befestigung schwebt uns eine Lösung mit kräftigen Saugnäpfen vor und auf genau solche sind wir bei unserer letzten Tour in Holland bei „ACTION„, einem Billigladen, zufällig gestossen.

Der Duschvorhang soll an einer Flachstange 3 x 30 mm aus Kunststoff hängen. Die lässt sich rund biegen und bei Nichtgebrauch auch gut verräumen.

Der Knackpunkt ist die Verbindung von Duschstange und Saugnapf. Das gibt es nicht im Handel. Deshalb wurde der Bastler wieder einmal gefordert.

Um die Halterung aus 1 mm Stahlblech mit meinen bescheidenen Mitteln biegen zu können, habe ich ein Biegewerkzeug gebastelt: Zwei Flacheisen in der Stärke der Kunststoff-Flachstange mit Gewindeschrauben. Die Stahlbleche werden dann einzeln dazwischen geschraubt, damit sie beim Biegen nicht verrutschen. Eines wird, – im Schraubstock eingespannt-, nach vorne gebogen und eines nach hinten. So entsteht eine rechte und eine linke Halterung.

Die Bohrlöcher im Werkzeug und im Stahlblech sind bereits auf die spätere Position an den Saugnäpfen ausgelegt, was mit der Kartonschablone vorher ermittelt wurde.

Und so sieht die Einrichtung fertig aus, hier noch ohne Vorhang.

Doch wo soll die 200 cm lange Kunststoff-Flachstange versorgt werden?

Blick von der Heckklappe aus

Ein geeigneter Platz für die Lagerung findet sich zwischen der Heckwand und dem Heckbett, bzw. der Hecksitzgruppe. Dort ist wegen der Hubbett-Mechanik genug Raum. (Mit dieser Mechanik könnte man die Garage elektrisch in der Höhe vergrössern, was wir aber nicht brauchen).

Blick von oben hinter das Heckbett

Die Hülle wurde aus feinwelligem Wellkarton gebastelt, um Gewicht zu sparen.

Drei Teile, aus der Verpackung des grossformatigen Kalenders der „Jungfrau-Region“ geschnitten, ergeben zusammengeklebt gerade die richtige Länge. Die vorne beim Einschieben exponierte Kante wurde mit einem Stück Stahlblech verstärkt. – Fertig!

EINBAU EINER LED-TOUCH-LEUCHTE, EINEM USB-STECKER UND ZWEI SCHWALBENNESTER

Die Rückbank unserer Hecksitzgruppe ist ein vollwertiges Bett von 80 x 205 cm, sobald man die Rückenposter entfernt. Schnell wird so aus unserem Wohnzimmer ein Schlafzimmer. Da im Liegen aber die Schalter sämtlicher Leuchten ausser Reichweite sind, wäre eine weitere Leuchte direkt am Bett praktisch.

Da im ringsum verlaufenden Heizungs- und Belüftungsschacht viel leerer Raum ist, soll hier eine LED-Touch-Leuchte eingebaut werden.

Und wenn schon ein neues Stromkabel für die Leuchte gelegt werden muss, soll gleich noch eine USB-Steckdose dazu kommen.

Ferner bietet sich bei dieser Aktion an, auch noch zwei Schwalbennester, also kleine Ablagen nachzurüsten.

So sieht das Ganze fertig aus.

Die Abdeckung der Heizungsrohre ist ein langes Element, dass an der Heckwand befestigt ist. Nach dem Lösen von 14 Schrauben, kann das ganze Element abgenommen und im Bastelraum bearbeitet werden. So muss meine Holde auch nicht befürchten, dass bei dieser Aktion Staub und Späne zurückbleiben.

Der Plan für den Ausschnitt und die Schablone für die Oberfräse.


Die LED-Touch-Leuchte und der USB-Doppelstecker fertig montiert


Die Leuchte wir nur durch Klammern im kreisrunden Ausschnitt gehalten.


(Der ganze Inhalt dieses Beitrags war zwischendurch verloren gegangen und wurde im Januar 18 noch einmal neu erstellt).

Schrankleuchte

In unserem Kleiderschrank war einfach kein gutes Licht. Das ab Werk eingebaute Lämpchen auf Batteriebetrieb ist eher etwas für eine Puppenstube.

In unserer reisefreien Winterzeit soll dieses Manko behoben werden.

Hier fand ich eine Leuchte, die ihr Geld wirklich wert ist.

Mit dem passenden Leuchtmittel ist es nun wunderbar hell in unserem Schrank, sobald die Tür geöffnet wird. Bei geschlossener Tür wird die Leuchte über den eingebauten Kontaktschalter automatisch ausgeschaltet.

Da bei uns allerdings die Schranktür oft einen Spalt offen steht, (weil die Wärme aus der darunter liegenden Heizung  austreten soll), würde das Licht unnötig brennen.

Abhilfe schafft ein zusätzlicher Kippschalter als Stromunterbruch, sodass auch bei offener Tür das Licht nicht unnötig brennt.

Knifflig war einzig in ein 22 mm dickes Brett ein Loch von 20 mm Durchmesser zu bohren. Aber auch dies ist gelungen.

Nun können wir unsere Klamotten im Schrank sicher besser sehen und auch die diversen Elektronikgeräte der SAT- und Internet-Anlage sind schön beleuchtet.

Das Stromkabel kann am Verteiler in diesem Schrank angeschlossen werden. Es war der letzte freie Anschluss und der wird jetzt sogar doppelt belegt, da noch ein Kabel zur nächsten Baustelle führen muss.

Einbauten „Diverse“

Themenübersicht „Diverse Einbauten“

(diese sind in Arbeit und werden nach Fertigstellung mit  ✔︎  bezeichnet)

✔︎ Türsicherung

✔︎ Besteckschublade

✔︎ Spiegel

✔︎ Lautsprecher TV

✔︎ Ablage / Becherhalter neben Fahrersitz

✔︎ Flaggen und Halter

✔︎ Kleiderhaken

✔︎ Verkleidung Heckbett

✔︎ Führung Heckstütze

✔︎ Halterung für Gläser

✔︎ Abwasser-Ablassventil

✔︎  Schrankleuchte

✔︎  Schwalbennester, USB-Steckdose und Touch-Spot

✔︎  Vorhang Aussendusche

✔︎  Sicherheits-Upgrades

Türsicherung

Man hört ja immer wieder von Einbrüchen in Reisemobile. Wir machen uns da auch keine Illusionen: mit genügend krimineller Energie und Zeit kommt man in jedes Fahrzeug rein. Aber man kann es den Typen etwas schwerer machen. Das hält vielleicht schon von dummen Gedanken ab. Wir haben nur zwei Eingänge. Die Fahrertür, die wir von innen zusätzlich blockieren können und die Aufbautür, die wir zusätzlich sichern möchten.

Da gibt es verschiedene Möglichkeiten und Grössen, die wir zur Probe vorher einmal an’s Fahrzeug gehalten haben.

Wir entschieden uns für den Einstiegshilfebügel SECURITY 31 von Fiamma, der fertig montiert auf dem Bild zu sehen ist.

(Die Produktbezeichnung „Einstieghilfebügel“ empfinde ich aber persönlich nicht als besonders vertrauensbildend, wenn man damit doch eigentlich ungebetenen Gäste abschrecken möchte).

Der Einbau ist etwas knifflig,  aber ich habe mich trotzdem daran gewagt.

Das Resultat soll ja stabil werden, was bei der Sandwich-Aussenwand  besondere Massnahmen (Distanzhülsen) erfordert.

Dann sollten die Löcher innen und aussen möglichst gleich beim ersten Mal richtig liegen, wofür ich eine Bohrhilfe gebastelt habe.

Innen ist zwischen Tür und Küchenblock wenig Platz, deshalb mussten die metallenen Gegenplatten (4) und die Abdeckung (5) gekürzt werden. Die richtige Position der Löcher ist die schwierigste Herausforderung.

Die Teile 1 bis 5 wurden mitgeliefert. Die Distanzhülsen (6) und die Bohrhilfe (7) sind Eigenbau. Damit die Distanzhülsen nicht in die inneren und äusseren Gummiplatten eindrücken, habe ich Unterlagsscheiben eingeklebt. Die Distanzhülsen verhindern, dass sich die Aussenwand (Sandwichmaterial) beim Anziehen der Schrauben zusammenzieht.

In der Endphase

Dann die erfolgreiche Endkontrolle: passt – hält – fertig!

Mit einem Schlüssel kann diese Position gesichert werden.

Besteckschublade

Serienmässig war die Besteckschublade von LMC mit einer einfachen  08/15-Kunststoffeinlage mit einigen flachen Fächern ausgestattet. Nicht schlecht, – aber da geht mehr.

Weil über dieser Schublade die Spüle und der Ablauf ist, musste das in der Planung berücksichtigt werden.

Mit einem Modell aus Wellkarton wurde zuerst nicht nur der Raum maximal ausgelotet, sondern auch die Einteilung auf unser Besteck-und Gewürzsortiment optimal abgestimmt. Schlussendlich waren auch die Wünsche und der Segen meiner besseren Hälfte wichtig.

Die definitive Ausführung war dann Heimarbeit aus Sperrholz. Durch die zweistöckige verschiebbare Einlage hat alles sehr übersichtlich Platz gefunden und sich schon bestens bewährt.

Später kam noch ein fester Platz für die Schere und einen Rüstteller dazu, die so beide immer griffbereit sind.

Spiegel

In unserem Alter ist es ein Risiko, in den Spiegel zu blicken. Trotzdem muss man ab und zu der Wahrheit ins Auge sehen. Unser Spiegelschrank zeigt nur die halbe Wahrheit, da der untere Teil fehlt.

Also machten wir uns auf die Suche nach einem langen Spiegel, der an die Tür zum Badezimmer(chen) montiert werden soll.

Ein Kristallspiegel kam aus Gewichtsgründen nicht in Frage, auch die Bruchgefahr ist ein NoGo.

Dann las ich über Kunststoffspiegel, war aber sehr skeptisch, was die Qualität betrifft. Im Internet fand ich die Firma FirstlaserGmbH: https://expresszuschnitt.de/Acryl-Spiegel-Acrylglas

Mit einem telefonischen Beratungsgespräch konnten meine Zweifel beseitigt werden. Also bestellte ich dort online einen Acrylglas-Spiegel im Format 120 x 30 cm, 3 mm dick und nur halb so schwer wie Glas.

Auf unserer Reise in den Norden im Juni 2016 holten wir das Teil dann im Werk in  Bardowick bei Hamburg ab. Es war spannend, ob unsere Erwartungen erfüllt wurden. Gleich vor Ort montierten wir den Spiegel mit doppelseitigem Klebeband innen an die Tür.

Die Qualität ist wirklich super. Wenn man nicht wüsste, dass es Kunststoff ist, man würde es nicht vermuten. Interessant war, dass anfangs statisch noch Staub angezogen wurde. Das war aber nach etwa einer Woche ganz vorbei.

Aber auch dieses Spiegelbild zeigt nur die Realität, dafür nun in ganzer Länge. Aber wir wollten ja die ganze Wahrheit und dann muss man da eben durch.