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Geboren 1941 in den Niederlanden (Zeeland) Schulzeit und erste Ausbildung in Deutschland (Miltenberg) Weiterbildung und Berufsleben in der Schweiz. Im Ruhestand seit 2004. Verheiratet seit 1965 Zwei Kinder, vier Enkel Hobbies: Segeln, Basteln, Reisen (Skifahren wird seltener).

Zusatzlautsprecher TV – zum Zweiten

Der Ton der modernen Flachbildschirme ist generell schwach und jener der  kleinen 12 Volt-Fernseher ganz besonders. Das beklagen nicht nur Personen, die auf Hörgeräte angewiesen sind, so wie meine bessere Hälfte.

Unser neuestes TV-Modell vom letzten Jahr klingt zwar schon etwas besser als sein Vorgänger, aber viel kann man von 2 x 3 Watt-Lautsprechern auch nicht erwarten.

Unsere beiden Zusatzlautsprecher von Bose, eingebaut in den Hängeschränkchen oberhalb der Hecksitzgruppe, haben eigentlich einen super Klang, aber leider wird der Genuss durch einen „Brumm“ gestört, den ich einfach nicht eliminieren konnte. Vermutlich stört irgend ein Kabel vom Strom oder Ton.

Deshalb haben wir nun noch einen zum Fernsehgerät passenden Zusatzlautsprecher, – zu neudeutsch eine Soundbar -, angeschafft.

Soundbar SB 100, hier unter einem 19″“Fernseher

Vorgesehen vom Hersteller Reflexion ist die Befestigung unter dem Fernseher. Weil der bei uns jedoch unmittelbar an der Wand zur Hecksitzgruppe montiert ist, besteht bei Nichtgebrauch die Gefahr, dass  man beim Sitzen mit der Schulter an den Lautsprecher stösst. Oberhalb des Bildschirms wäre bei uns der bessere Platz. Also muss wieder einmal eine eigene Lösung her.

Ein Adapter aus rostfreiem Stahlblech von 1 mm Stärke mit 4 Bohrlöchern für die Befestigung ist schnell gebastelt.  

Dieser Adapter wird dann unter die Schnellverschlussplatte der Wandhalterung mit den vorhandenen Schrauben befestigt.

Unser Fernseher in seiner Ruheposition an der Wand.

Der Strom kommt über den USB-Stecker und der Ton über den Kopfhöreranschluss am Fernseher. Die Lautstärke kann über die Fernsteuerung und zusätzlich an der Soundbar reguliert werden.

Fernseher in Funktion. Er kann bei Bedarf auch noch weiter in den Raum geschwenkt werden.

Ein erster Test zeigt: Diese Soundbar mit 2 x 24 Watt bringt wirklich eine deutliche Klangverbesserung. Hoffentlich sieht das meine bessere Hälfte auch so , wenn wir wieder auf Tour sind.

Duschvorhang für Aussendusche

Eigentlich ist dies kein Winter-Thema, doch der nächste Sommer kommt bestimmt (und da wir in der wärmeren Zeit auf Achse sein wollen, kommt dieser Beitrag jetzt).

Wir haben eine Aussendusche. Die benützen wir natürlich nicht auf normalen Stell- oder Cämpingplätzen, sondern nur in der „Wildnis“, und auch da nur recht selten.

Trotzdem, auch in der Abgeschiedenheit wäre ein Duschvorhang manchmal praktisch. Jedoch wollen wir für diese seltenen Fälle keinesfalls Löcher für die Installation in den Aufbau unseres Womos machen.

Für eine temporäre Befestigung schwebt uns eine Lösung mit kräftigen Saugnäpfen vor und auf genau solche sind wir bei unserer letzten Tour in Holland bei „ACTION„, einem Billigladen, zufällig gestossen.

Der Duschvorhang soll an einer Flachstange 3 x 30 mm aus Kunststoff hängen. Die lässt sich rund biegen und bei Nichtgebrauch auch gut verräumen.

Der Knackpunkt ist die Verbindung von Duschstange und Saugnapf. Das gibt es nicht im Handel. Deshalb wurde der Bastler wieder einmal gefordert.

Um die Halterung aus 1 mm Stahlblech mit meinen bescheidenen Mitteln biegen zu können, habe ich ein Biegewerkzeug gebastelt: Zwei Flacheisen in der Stärke der Kunststoff-Flachstange mit Gewindeschrauben. Die Stahlbleche werden dann einzeln dazwischen geschraubt, damit sie beim Biegen nicht verrutschen. Eines wird, – im Schraubstock eingespannt-, nach vorne gebogen und eines nach hinten. So entsteht eine rechte und eine linke Halterung.

Die Bohrlöcher im Werkzeug und im Stahlblech sind bereits auf die spätere Position an den Saugnäpfen ausgelegt, was mit der Kartonschablone vorher ermittelt wurde.

Und so sieht die Einrichtung fertig aus, hier noch ohne Vorhang.

Doch wo soll die 200 cm lange Kunststoff-Flachstange versorgt werden?

Blick von der Heckklappe aus

Ein geeigneter Platz für die Lagerung findet sich zwischen der Heckwand und dem Heckbett, bzw. der Hecksitzgruppe. Dort ist wegen der Hubbett-Mechanik genug Raum. (Mit dieser Mechanik könnte man die Garage elektrisch in der Höhe vergrössern, was wir aber nicht brauchen).

Blick von oben hinter das Heckbett

Die Hülle wurde aus feinwelligem Wellkarton gebastelt, um Gewicht zu sparen.

Drei Teile, aus der Verpackung des grossformatigen Kalenders der „Jungfrau-Region“ geschnitten, ergeben zusammengeklebt gerade die richtige Länge. Die vorne beim Einschieben exponierte Kante wurde mit einem Stück Stahlblech verstärkt. – Fertig!

Neues Jahr – neue Rubrik „über andere“

Wenn’s alte Jahr erfolgreich war, dann freue  dich aufs neue. 

Und war es schlecht, ja dann erst recht.

(Albert Einstein)

Wir wünschen unseren Besuchern für das Jahr 2019 alles Gute.

Wir entdecken immer wieder lesenswerte Webseiten anderer Camper, die entweder sehr interessant geschrieben sind oder tolle Bilder zeigen oder sauber gestaltet und gut strukturiert sind. Manchmal trifft sogar alles zu. Jeder auf seine Art. Wunderbar!

Seit anfangs Jahr gibt es darum die neue Rubrik „ÜBER ANDERE“ (ganz oben in der Menueleiste).

Darunter im „DROPDOWN“ zu finden:

Zum Jahresende 2018

Mit Riesenschritten geht es auf das Jahresende 2018 zu. Da wird es Zeit, dass wir allen, die bei uns reinschauen, für ihr Interesse danke sagen und alles Gute wünschen.

Wir hoffen, dass wir in der nächsten Saison wieder über schöne Erlebnisse mit unserem Mobi II berichten können.

In der Winterpause gibt es allenfalls Berichte über die eine oder andere Ergänzung im Fahrzeug.

Schaut einfach mal wieder bei uns rein.

Windschutz für den Grill

Wenn wir unseren kleinen Gasgrill benützen, kommt es immer wieder vor, dass der Wind stört. Obwohl der Gasbrenner bei unserem Grill-Modell von Campinggas recht gut geschützt ist, geht doch immer viel Hitze an der Oberfläche verloren.

Die im Handel angebotenen Windschutz-Modelle sind für meinen Geschmack alle nicht gross genug. Also ist wieder einmal ein Eigenbau gefragt. Die reisefreie Zeit zuhause ist dafür gut geeignet.

5 Alu-Platten 40 x 20 cm lasse ich mir zuschneiden, mit Stangenscharnieren (Klavierband) verklebe ich sie selbst und schon ist  mein Windschutz fertig.

Das Ganze lässt sich zickzack zusammenfalten und braucht dann kaum Platz. Die Bewährungsprobe folgt wohl erst später bei der nächsten Tour im nächsten Jahr.

Vielleicht wundert sich jemand über die weissen Füsschen am Grill. Die sind zum Nivellieren bei unebenem Untergrund gedacht und nicht serienmässig.

Dazu habe ich Gewindehülsen M5 eingeklebt. Als Füsschen dient je eine Schlossschraube, eingepresst in ein Kunststoffteilchen. Damit ist das Verstellen der Höhe recht einfach machbar.

 

 

EINBAU EINER LED-TOUCH-LEUCHTE, EINEM USB-STECKER UND ZWEI SCHWALBENNESTER

Die Rückbank unserer Hecksitzgruppe ist ein vollwertiges Bett von 80 x 205 cm, sobald man die Rückenposter entfernt. Schnell wird so aus unserem Wohnzimmer ein Schlafzimmer. Da im Liegen aber die Schalter sämtlicher Leuchten ausser Reichweite sind, wäre eine weitere Leuchte direkt am Bett praktisch.

Da im ringsum verlaufenden Heizungs- und Belüftungsschacht viel leerer Raum ist, soll hier eine LED-Touch-Leuchte eingebaut werden.

Und wenn schon ein neues Stromkabel für die Leuchte gelegt werden muss, soll gleich noch eine USB-Steckdose dazu kommen.

Ferner bietet sich bei dieser Aktion an, auch noch zwei Schwalbennester, also kleine Ablagen nachzurüsten.

So sieht das Ganze fertig aus.

Die Abdeckung der Heizungsrohre ist ein langes Element, dass an der Heckwand befestigt ist. Nach dem Lösen von 14 Schrauben, kann das ganze Element abgenommen und im Bastelraum bearbeitet werden. So muss meine Holde auch nicht befürchten, dass bei dieser Aktion Staub und Späne zurückbleiben.

Der Plan für den Ausschnitt und die Schablone für die Oberfräse.


Die LED-Touch-Leuchte und der USB-Doppelstecker fertig montiert


Die Leuchte wir nur durch Klammern im kreisrunden Ausschnitt gehalten.


(Der ganze Inhalt dieses Beitrags war zwischendurch verloren gegangen und wurde im Januar 18 noch einmal neu erstellt).

Schrankleuchte

In unserem Kleiderschrank war einfach kein gutes Licht. Das ab Werk eingebaute Lämpchen auf Batteriebetrieb ist eher etwas für eine Puppenstube.

In unserer reisefreien Winterzeit soll dieses Manko behoben werden.

Hier fand ich eine Leuchte, die ihr Geld wirklich wert ist.

Mit dem passenden Leuchtmittel ist es nun wunderbar hell in unserem Schrank, sobald die Tür geöffnet wird. Bei geschlossener Tür wird die Leuchte über den eingebauten Kontaktschalter automatisch ausgeschaltet.

Da bei uns allerdings die Schranktür oft einen Spalt offen steht, (weil die Wärme aus der darunter liegenden Heizung  austreten soll), würde das Licht unnötig brennen.

Abhilfe schafft ein zusätzlicher Kippschalter als Stromunterbruch, sodass auch bei offener Tür das Licht nicht unnötig brennt.

Knifflig war einzig in ein 22 mm dickes Brett ein Loch von 20 mm Durchmesser zu bohren. Aber auch dies ist gelungen.

Nun können wir unsere Klamotten im Schrank sicher besser sehen und auch die diversen Elektronikgeräte der SAT- und Internet-Anlage sind schön beleuchtet.

Das Stromkabel kann am Verteiler in diesem Schrank angeschlossen werden. Es war der letzte freie Anschluss und der wird jetzt sogar doppelt belegt, da noch ein Kabel zur nächsten Baustelle führen muss.

Zusammenfassung

Sorry -, ist man erst einmal wieder zuhause, sind die Tage dermassen ausgefüllt, dass diese Zusammenfassung laufend verschoben wird.

Dabei ist es ja schön, dass wir von den Kindern, Enkeln, Freunden und Verwandten freudig erwartet und überall eingeladen werden.

Unseren Mobi haben wir inzwischen, gerade noch vor der ersten Kälte, innen und aussen gereinigt und winterfest gemacht.

Die gründliche Wäsche war auch nötig.

Alles ist danach wieder spiegelblank.

 

Hier nun die verspätete Zusammenfassung:

– 139 Tage (20 Wochen) unterwegs

– 7410 Kilometer gefahren

– Ø 53 Kilometer pro Tag

– Ø 10.8 l / 100km Dieselverbrauch

– 112 Übernachtungen auf Stellplätzen

–   10 Übernachtungen auf Campingplätzen

–     8 Übernachtungen auf Parkplätzen

–     2 Übernachtungen in freier Natur

–     7 Übernachtungen bei Privat

 

Fazit:

Ausser einer Reifenpanne verlief die Tour ohne Zwischenfall. Der Kratzer im toten Winkel vorne, bei einer engen Einfahrt mit Schlagbaum entstanden, hätte nicht unbedingt sein müssen.

Die neuen Lithiumbatterien (anfangs der Tour gegen die schwächelnden, erst 3-jährigen AGM-Batterien ersetzt) haben sich bestens bewährt. Wir waren nur ganz selten am Landstrom angeschlossen. Die Solarzelle hat genug Energie erzeugt. Auch als die Sonne einmal einige Tage nicht schien, hatten wir nie unter 80% Batteriekapazität.

Geräte wie Laptop, Tablet, Telefon, Fotoapparat, Rasierapparat, Zahnbürsten, Nespresso-Maschine u.a. wurden mit dem Inverter über die 200Ah 12-Volt-Batterien geladen.

Der Sommer war in diesem Jahr überall in Europa sehr heiss. Wir mussten jedoch fast nie leiden, da wir die heisseste Zeit an der Atlantikküste verbrachten, wo immer etwas kühlender Wind geht.

Frankreich ist landschaftlich, kulturell und kulinarisch ein Genuss und ein Paradies für Reisemobilisten. Stellplätze en masse an den landschaftlich schönsten Lagen und oft sogar kostenlos von Gemeinden, Weinbauern und Höfen zur Verfügung gestellt. Überall findet man Entsorgungsstellen, Frischwasser und Abfallcontainer. Die Abfalltrennung ist in Frankreich vorbildlich organisiert. Man könnte auch «wild» übernachten, wo dies nicht ausdrücklich verboten ist, was aber in Anbetracht der vielen offiziellen Plätze nie nötig war.

 

In den Niederlanden ist das Übernachten hingegen auf öffentlichem Grund verboten. Es ist auch nicht gestattet, wenn man «Fahruntüchtigkeit» deklarieren würde.

Dementsprechend lassen sich die Stell- und Campingplätze gut bezahlen.

Die Logik von Angebot und Nachfrage muss man einem Niederländer nicht erklären (Michael ist ja selbst ein halber). So haben wir in Küstennähe im überlaufenen Zeeland auch schon mal 49 Euro für einen Stellplatz bezahlt (notabene von 21 Uhr abends bis 9 Uhr morgens!).

Daran muss man sich erst gewöhnen, wenn man gerade aus dem günstigen Frankreich kommt.

In anderen Landesteilen der Niederlande sieht die Stellplatz-Situation dann wieder besser aus.

Wir lernten wunderschöne neue Landstriche und Orte im Landesinneren kennen. Die Strassen sind überall sehr gut. Links und rechts der schmalen Landstrassen befinden sich fast immer Kulturland oder Wassergräben, meistens auch beides. Da vermissen wir Parkplätze oder wenigstens kleine Ausbuchtungen für einen Foto-Stopp.

 

Deutschland liegt dann schon auf der Rückreise. Unser Erlebnishunger ist da, – nach 117 Tagen -, bereits spürbar geringer. Trotzdem begeistert uns die landschaftliche und kulturelle Vielfalt. Ob nun im Emsland, im Westerwald, im Naturpark Nassau, oder am Main, im Odenwald und später auf der schwäbischen Alp und im Schwarzwald. Auch wenn wir nicht mehr so viel besichtigt haben, genossen wir jeden Tag. Es blieb auf der Rückreise auch Zeit für den einen oder anderen Besuch bei lieben Freunden und Verwandten. Diejenigen, die wir ausgelassen oder verpasst haben, besuchen wir beim nächsten Mal.

Wir hätten noch lange so weiterreisen können. Das muss man selbst erlebt haben, sonst glaubt das keiner.

Und so freuen wir uns schon auf die nächste Tour. Ziele gibt es noch genug.

 

Die To-Do-Liste am Mobi ist diesmal kaum erwähnenswert. Nur noch einige nice-to-have Ergänzungen.

(aber Michael wird trotzdem noch etwas zum Basteln finden).

139. Tag: Wehr – Zuhause

139. Tag, Donnerstag, 11. Oktober 2018

Die Nacht war nicht kalt. Der heutige Tag beginnt mit Hochnebel.

Wir lassen uns Zeit und quatschen noch mit Nachbarn.

Der eine hat auf seinem Anhänger so einen motorisierten Gleitsegler dabei. Was es doch alles gibt!

Wir machen noch Basiseinkäufe für die ersten Tage zuhause und fahren um 14:32 über den Rhein und in Schweiz ein.

Jetzt zieht es uns doch nach Hause, deshalb fahren wir Autobahn.

Unterwegs erreicht uns eine SMS von Christiane, unserer ältesten Tochter: Falls wir bei ihr einen Zwischenhalt machen wollen, der Kaffee sei bereit.  –  Also machen wir noch einen kleinen Abstecher. Die Freude des Wiedersehens ist nach so langer Zeit gegenseitig gross. Die zwei Enkel sind schon wieder gewachsen.

Kurz vor Bern, bei der Raststätte Grauholz, benützen wir die saubere Entsorgungsstation.

Wenig später verlassen wir bei der Ausfahrt 33 die A1 und sind bald zu Hause.

Unsere Nachbarin hat uns einen herzlichen Empfang bereitet.

Nun wird gleich der ganze mobile Hausstand aus dem Mobi ausgeladen. Und wieder hatten wir viel zu viele Klamotten dabei. Warme Kleidung haben wir nie gebraucht.

Wir müssen uns wieder an das stationäre Leben gewöhnen. Es wird eine Weile dauern, bis wir uns wieder zurecht finden.

Eine Zusammenfassung der Tour folgt in den nächsten Tagen

Gefahren: 140 km