99. Tag – 13. September

Mittwoch, 13. September

 

Morgens war es trüb und regnerisch.

Mittags war es regnerisch und trüb.

Abends kam noch heftiger Sturm dazu.

 

In den trockenen Phasen versuchten wir jedoch kurze Spaziergänge zustande zu bringen.

Zuerst mainaufwärts, wobei der Blick auf den Main allerdings von den Büschen verdeckt wird. Das flache Land kann bei Hochwasser überschwemmt werden.

Dann laufen wir mainabwärts. Der Weg führt am Hafenbecken vorbei,

wo die Schwäne sich mit achterlichem Wind treiben lassen.

Von der Mainbrücke sieht man stromaufwärts geradeaus in das Hafenbecken. Der Fluss verschwindet in einer Biegung nach rechts.

Stromabwärts wird deutlich, wie schmal der Main hier noch ist. Und doch verkehren hier grosse Schiffe, Lastkähne, Schubverbände und Flusskreuzfahrtschiffe.

Schliesslich ist dies die Wasserstrasse von der Nordsee über den Rhein-Main-Donau-Kanal ins Schwarze Meer.

Der Kanal zwischen dem Main bei Bamberg und der Donau bei Kehl wurde 1992 für den Verkehr freigegeben. Er ist 171 km lang und mit 406 Meter über dem Meeresspiegel die höchstgelegene Wasserstrasse Europas.

Ein grossartiges Bauwerk!

Unser Weg zurück führte durch Hintergässchen

und am ehemaligen Brückentor Turm vorbei.

Abends trafen wir uns im Gasthaus Meehäusle hier auf dem Platz (Mee = Main im hiesigen Dialekt) mit Detlef und Renate, einem Camperpaar aus Osterode. Es wurde so spät und so feucht, wodurch dieser Tagesbericht im Blog erst am nächsten Morgen entsteht.

Gefahren: 0 km