98. Tag – 12. September

Dienstag, 12. September

Michael hatte gestern seinem Jugendfreund Hans, der in Schweinfurt lebt, eine Mail geschrieben, dass wir in der Nähe sind. Heute Vormittag besuchte er uns sogleich.

Es gab so viel zu erzählen.

Hans nahm uns mit nach Schweinfurt in sein schönes Haus, wo wir von seiner Frau Uli herzlich begrüsst wurden. Zum Mittagessen waren wir zusammen beim Italiener.

Danach noch ein kurzer Besuch bei seiner 97jährigen Mutter, die Michael von Kindesbeinen an kannte und sich riesig über das Wiedersehen freute.

Plötzlich war es für den geplanten Besuch im Museum Georg Schäfer zu spät geworden.

Aber dank unseres ortskundigen Fremdenführers schafften wir es doch, die schönsten Ecken und Winkel von Schweinfurt zu sehen. Die Stadt wurde im 2. Weltkrieg von den Alliierten weitgehend zerstört, um die hier ansässige Kugellagerindustrie zu vernichten.

Das Rathaus überstand die Bombardierung weitgehend unbeschadet.

Hier steht das Geburtshaus von Friedrich Rücker, einem deutschen Dichter.

Rücker wird auch mit einem Denkmal geehrt.

Renate füttert einmal mehr ein Glücksschwein.

Das ist der Schrot-Turm aus dem Mittelalter. Hier hat man flüssiges Blei herabfallen lassen, wodurch beim Aufprall Schrotkugeln entstanden.

Am Main steht die alte Mechanik des ersten Walzenwehrs der Welt von 1903.

Wir entdeckten wieder einen für uns unbekannten Baum. Einen „Taschentuchbaum“ mit kleinen birnenförmigen Früchten.

Bevor Hans uns zur Bahn brachte, kehrten wir noch im Brauhaus ein.

Wir hätten noch viel zu erzählen gehabt, aber wir mussten zum Zug, der uns zurück nach Hassfurt brachte.

 

Gefahren: 0 km