88. Tag – 2. September

Samstag, 2. September

Beim Frühstück sehen wir aus dem Fenster weitgehend blauen Himmel.

Schon sind die ersten Piloten dabei, ihre Maschinen startklar zu machen.

Wir wollen heute einen Ausflug in die wunderbare Umgebung unternehmen. Wir fahren nach Stolberg im Süd-Harz, was uns andere Camper als sehenswert empfohlen hatten.

Der Weg führt über kurvenreiche Strassen mit viel Auf und Ab. Die Landschaft erinnert uns an Täler im Schwarzwald. Der Himmel bewölkt sich zusehens.

Die kleine Stadt mit gegen 400 historischen Bauten liegt romantisch in vier engen Tälern. Über der Stadt thront das Stolberger Schloss.

Wir bewundern die wunderbar hergerichteten Fachwerkhäuser.

Man setzt hier voll auf den Tourismus. Seit der Wende waren die wenigen Kleinbetriebe nicht mehr lebensfähig. Auch die Schule wurde geschlossen.

Zum Schloss müssen wir zahlreiche Stufen erklimmen.

Wir kommen an der ehemaligen gräflichen Hofbuchdruckerei vorbei.

Das Schloss diente von 1201 bis 1945 als Residenz der Grafen und Fürsten Stolberg.

Gräfin Juliana (1506-1580) zu Stolberg ist die Ahnfrau des Niederländischen Königshauses.

Heute gehört das Anwesen der „Stiftung Denkmalschutz“ und wird seit 2002 renoviert. In einem Teil soll ein feudales Hotel entstehen.

Trotzdem sind einige Räume zugänglich, von denen wir auch einen tollen Ausblick auf den Ort geniessen können.

Während des Schlossbesuchs war ein Regenschauer durchgezogen. Wir hatten Glück und wurden auf dem Weg hinunter zu unserem Mobi nur unwesentlich nass.

Auf der Rückfahrt fanden wir im Wald einen schönen ruhigen Platz für die Kaffeepause.

Auf dem weiteren Weg kreuzen wir einige Male die Schienen der „Selketal-Bahn“. Es ist die älteste Schmalspurbahn im Harz aus dem vorletzten Jahrhundert. Sie fährt auch heute noch teilweise mit Dampf, was wir jedoch nicht erleben konnten.

Die Landschaft im Harz gefällt uns sehr.

Zurück auf unserem Standplatz auf dem Flugplatz Asmusstedt sehen wir den aufklarenden Horizont.

Ganz in der Ferne ist die 1141 Meter hohe runde Kuppe des „Brocken“ zu erkennen. Der höchste Berg im Harz ist aber etwa 30 km Luftlinie weit weg.

Gefahren: 100 km