78. Tag: Watten, Aire de Camping – Kortrijk, Stellplatz Broeltorens

78. Tag, Samstag, 11. August 2018

Nach den zwei Regentagen war es heute wieder sonnig.

Unser heutiges Ziel ist Kortrijk in Belgien.

Die Landschaft bis zur Grenze scheint uns noch flacher als flach zu sein.

Die ersten Ortschaften in Belgien erscheinen uns recht schmucklos.

Schon 9 Kilometer nach der Französischen Grenze sind wir auf dem Stellplatz in Kortrijk, der nahe beim Zentrum liegt.

Nur 8 Plätze von der Gemeinde zur Verfügung gestellt, mit Strom, Wasser und Entsorgungsstation. Alles für 10 Euro/24 Stunden. Sensationell!

Wir stehen in der Nähe der Broeltürme und dem Passantenhafen am Fluss Leie.

Kortrijk hatte seine Blütezeit im 14. Jh. durch die Textilindustrie. Grosse Zerstörungen gab es im 1. Weltkrieg und auch im 2. Weltkrieg, besonders 1944, als die Alliierten die Stadt bombardierten, um die deutsche Besatzung zu vertreiben.

Es stehen aber noch einige historische Bauten, Patrizierhäuser und Kirchen.

Auf unserem Rundgang sehen wir den Beginenhof*, die „Onze-Lieve-Vrouw- und die Martins Kirche“

(*da wohnen Angehörige einer christlichen Gemeinde, die kein Ordensgelübte abgelegt haben, aber ein religiöses, eheloses Leben führen)

In der Matthäuskapelle im Weltkulturerbe Beginenhof sehen wir die älteste Orgel der Niederlande (im 12.Jh. gehörte dieses Gebiet zur Niederlande).

Im Rathaus besuchen wir den prunkvollen Ratssaal und Schöffensaal mit einem bildhauerlich verzierten Kamin.

Auf der Einkaufsmeile herrscht ein emsiges Treiben.

Die Broeltürme kann man besteigen

Oben ist ein Saal mit Aussicht ringsum aus schießschartengrossen Fenstern.

Von dort oben kann man auch heute Freund und Feind auf’s Korn nehmen.

. . . und man kann heute auch hinunterhüpfen.

Müde kommen wir auf den Stellplatz zurück und tanken neue Kräfte.

Gefahren: 100 km