76. Tag – 21. August

Montag, 21. August

Wir verlassen Netzeband nach einem freundlichen Abschiedsgespräch mit der Eigentümerin der „Märkischen Höfe“, Frau Martina Untersteiner.

Wir schauen noch kurz die Bühne des „Sommertheaters 17“ (das es auch immer noch gibt) im Gutspark mit seinem alten Baumbestand an.

Da man hier in Netzeband nicht entsorgen kann, wollten wir zur erstbesten Entsorgungsstation nach Wusterhausen fahren. 

Der kürzeste Weg führt gemäss NAVI ca. 10 km auf kleinsten Wegen, – grösstenteils schmalen Naturstrassen -, die nach den Niederschlägen der letzten Tage ohne 4Rad-Antrieb grenzwertig zu fahren waren.

Aber durch diese herrlichen Wälder zu fahren, war ein tolles Erlebnis. Und wir hatten auch Glück, dass uns niemand entgegenkam. 

Wusterhausen/Dosse

Wir staunen immer wieder über die grosszügig angelegten Dörfer.

Danach fuhren wir nach Neuruppin am Ruppiner See, gegründet 1256. Eine Stadt mit 500jähriger brandenburgisch-preussischer Geschichte unter den Hohenzollern. 

1787 legte eine Feuersbrunst grosse Teile der Stadt in Schutt und Asche. König Friedrich Wilhelm II. liess sie wieder aufbauen – mit grossen Plätzen, parallelen Strassen und Häusern im Karee.

Eben preussisch im frühklassizistischen Stil. 

Hier ehrt man mit Denkmälern die berühmten Söhne der Stadt:

den Baumeister Karl Friedrich Schinkel, geb. 1781

und den Dichter Theodor Fontane, geb. 1819.

Wieder vereitelte uns der Regen einen längeren Rundgang.

Nächstes Ziel war ein Standplatz in Fehrbellin, der im Stellplatzführer mit Internetzugang aufgeführt ist. Aber das ist offenbar ein Druckfehler. Also fahren wir weiter.

 

Rechts und links der Strasse fallen uns immer wieder die breiten gepflegten Rasenflächen auf, wie hier im Dorf Jahnberge.

 

In Warsow werden wir von Kühen beobachtet.

 

Wir sehen Bewässerungsanlagen, die ein ganzes Feld überspannen, wie hier vor Barmewitz.

 

Auch „glückliche“ Schweine sieht man selten, wie hier im Dorf Marzahne.

 Also fahren wir weiter nach Pritzerbe am Havelsee. 

Hier in der „Havel Oase“ hätte es Internet, aber dazu brauchen wir den Zugangscode. Und da wir 30 Minuten nach 18 Uhr (Büroschluss) eintreffen, müssen wir bis morgen um 9 Uhr warten. Da half auch kein telefonieren – Feierabend ist eben Feierabend.

Der Platz ist hübsch angelegt. Er umfasst Anglerhütten, eine kleine Steganlage und Platz für 10 Camper.

 Wir spazieren noch etwas an der Havel entlang. 

Hier fährt eine Fähre von Pritzerbe nach Kützkow über die Havel.

 

Zum Ende des Tages wurde uns noch ein schöner Sonnenuntergang geboten.

Und ganz zum Schluss lassen wir noch Theodor Fontane mit zwei Zitaten zu Wort kommen:

 „Dem Fröhlichen gehört die Welt, die Sonne und das Himmelszelt.“

 „Alles Alte, soweit es Anspruch darauf hat, sollen wir lieben, aber für das Neue sollten wir recht eigentlich leben“.

 Gefahren: 125 km