73. Tag – 18. August

Freitag, 18. August

Was gestern Abend mit einem normalen Regen anfing, entwickelte sich in der Nacht zu einem wahren Wolkenbruch. Wir spielten bis tief in die Nacht Karten mit der Konsequenz, dass wir heute erst nach 9 Uhr wach wurden.

 

Es war warm und die Sonne kam sogar etwas durch, so frühstückten wir im Freien auf dem Stellplatz in Fürstenberg.

Neben uns stand ein Camper mit einer besonders edlen Lackierung. Kein Wunder, denn das Paar hat eine Lackierwerkstatt. Wir tauschten nützliche Erfahrungen aus und im Nu war es Mittag.

 

Obwohl wir vor einigen Jahren mit Dagmar und Kurt schon einmal hier waren, wollten wir Fürstenberg trotzdem nochmals besuchen und fuhren mit unseren Rädern 10 Minuten in den Ort.

 

Wir fingen bei der Stadtkirche an. Die ist von 1845 bis 1848 nach Plänen des Architekten Friedrich Wilhelm Buttel entstanden.

Das Innere ist durch das viele Holz sehr ansprechend.

Von der 725 Jahrfeier der Stadt Fürstenberg stehen hier noch einige sehr interessante Tafeln über die Geschichte und Entwicklung. Einmal (ganze 600 Jahre) zu Mecklenburg gehörend, wurde der Ort 1990 zu einem Teil von Brandenburg.

In Fürstenberg gab es im dunkelsten Kapitel des 2. Weltkrieges das grösste deutsche Frauenkonzentrationslager. 

Kaum waren wir auf unserem weiteren Rundgang bei den neu renovierten alten Fischerhäusern, da zeichnete sich Regen ab.

Wir sassen den grössten Regen in einem Kaffee aus.

Als nach mehreren Potts Kaffee und Sandwichs und Kuchen der Regen nachliess, beeilten wir uns zum Mobi zurückzukommen. Kaum waren wir im Trocknen, als der nächste Schauer kam. Und es war nicht der letzte. 

 

Im Touristenbüro hatten wir uns eine Detailkarte geholt, denn auch hier in der Nähe (eingekreist) gibt es ehemaligen Besitz der Vorfahren Warncke. 

Renates Grossvater, der Nervenarzt Dr. Paul Warncke, beschäftigte um 1926 herum auf dem Gut Tiefenbrunn Patienten aus wohlhabenden Familien. Als Beschäftigungstherapie pflanzten sie u.a. junge Bäume, die heute ganze Wälder bilden.

 Dieses Geschäftsmodell funktionierte allerdings nur solange, als es genug Privatpatienten gab. Die Krankenkassen waren für diese Art Therapie das Ende.

Bei unserem Besuch 2011 war das Haupthaus in einem desolaten Zustand. Heute soll sich noch nicht viel verändert haben.

 

Unweit von Tiefenbrunn erwarb Renates Grossvater auch dieses Anwesen in Drögen als „Jagdschlösschen“.

 

Gestern Abend, bei offenen Fenstern, mussten wir feststellen, dass kleine Mücken durch die Fliegengitter gelangen können. Zwischen Wand und Rollo war oben ein Schlitz von ca. 4 mm, den die Biester bei Licht finden konnten. 

Also machte Michael sich heute daran, diesen Mangel mit Bordmitteln bei allen 4 Ausstellfenstern zu beseitigen.

Jetzt können sie kommen, diese Plagegeister!

Aber sie können nicht mehr rein – äätsch!

Während dieser Text entsteht, regnet es immer noch fest. Für einen besseren WLAN-Zugang müsste Michael 50 Meter zum Hafenbüro. Ob das heute noch sein wird?  Lasst euch überraschen.

 Gefahren: 0 km