7. Tag – 13. Juni

Dienstag, 13. Juni

Schon morgens wieder strahlender Sonnenschein.

Viel zu schade und viel zu heiss um weiterzufahren.

Wieder sind nette Nachbarn um uns herum. Mit einigen kommt man näher ins Gespräch und erfährt vieles aus dem Leben, dem Land und der Motivation zu dieser Art des Reisens.

Schon bald war es wieder so heiss, dass wir uns nur noch im Schatten bewegten oder besser nicht bewegten.

Der Grüngürtel um Ingolstadt herum, in dem auch der Standplatz liegt, ermöglicht weite Spaziergänge unter Bäumen und Büschen.

Hier gäbe es Bier, die Mass für € 4.90, und für wenig mehr sogar eine hausgemachte Röschti mit Speck und Salat.

In einer historischen Festung am Wassergraben ist „Fronte 79“, ein Haus der Jugend untergebracht. Es ist das grösste seiner Art in Südbayern.

Als wir Interesse zeigten, bekamen wir von Simon, der hier vor seinem Studium ein Sozialjahr verbringt, eine Privatführung und dadurch Einblick und interessante Informationen.

Der Innenhof der Festung wurde überdacht und es entstand ein grosser Saal für Theater und Tanzveranstaltungen.

In den alten Kasematten in den Aussenmauern sind Räume ausgebaut worden für Musikproben, für Filmschaffende, für Tänzer, für Bastler, für Töpfer, für Tontechniker und vieles mehr. Es können auch Räume gemietet werden für Feiern und Workshops.

Vandalismus und andere Ausschreitungen kennt man hier offenbar nicht. Die Benützer erhalten den Raum nur gegen Pfand, z.B. ihren Ausweis. So kann man allfällige Forderungen problemlos eintreiben.

Gegen Abend, als es kühler wurde, bestiegen wir den Scherbelberg. Er liegt auf sage und schreibe 362 m Höhe, aber höchstens 30 Meter über der Stadt.

Renate schaffte dies sogar ohne Seil.

Immerhin hat man danach einen schönen Ausblick.

Dann bummelten wir noch einmal durch die saubere Altstadt.

Auf dem Rückweg hörten wir Kampfgeräusche. Hier tobten sich die „Schanzer Freikämpfer Ingolstadt“ mit historischen Waffen und vollem Einsatz aus.

Der Standplatz war auch heute Abend wieder gut gefüllt.

Viele Niederländer, wenige Deutsche, ein Schwede und ein Schweizer (wir).

Heute ist unsere Internetverbindung wieder einmal unendlich langsam. Wir spielten nebenbei lange Karten und noch immer waren nicht alle Bilder für den Blog übertragen.

Wenn ich nur wüsste, an was das liegt.

Gefahren: 0 km