64. Tag – 9. August

Mittwoch, 9. August

Heute wollen wir Schwerin doch einmal verlassen. Es hat uns gut gefallen, auch der Stellplatz hat alles, was ein Camper braucht.

Anfangs, auf der Landstrasse, verläuft neben der Strasse ein Kanal. Dann ist sogar links und rechts Wasser zu sehen. Was für eine schöne Landschaft.

Später auf der Autobahn kommen wir rasch nach Ludwigslust voran. Der Stellplatz der Stadt wurde modernisiert und vor wenigen Tagen neu eröffnet.

Die 13 Plätze waren schnell besetzt.

 

In der Schlossstrasse wollten wir zur Touristeninformation. Die ist jedoch mittwochs nur bis 13 Uhr geöffnet.

 

Das Rathaus mit dem Wappen über der Tür hat eine bewegte Vergangenheit. Immerhin konnten wir dort einen Stadtplan ergattern.

 

Ludwigslust entstand aus einer fürstlichen Laune heraus. Aus Liebe zur Jagd wählte Herzog Christian Ludwig II. hier seinen bevorzugten Aufenthaltsort. Das neue Schloss entstand, gleichzeitig auch der Ort und auch der ausgedehnte Park hinter dem Schloss wurde planmässig angelegt.

Im Jahre 1756 verlegten die mecklenburgischen Herrscher die Residenz für etwa 80 Jahre von Schwerin nach Ludwigslust.

Vor dem Schloss fällt der Blick auf die barocke Residenzanlage mit Kaskaden, Weiher und Statuen bis hin zur Stadtkirche, die früher Schlosskirche genannt wurde.

Dort haben Renates Eltern 1935 geheiratet.

 

Diese Kirche ist sehr speziell.

Äusserlich die monumentale Wirkung durch die Fassade mit den 14 Meter hohen Säulen und dem weithin leuchtenden Christus-Monogramm.

Der helle und weite Innenraum wird von einer grossen Gemäldewand hinter der Kanzel dominiert. 

Gegenüber befinden sich Logen für die Fürstenfamilie, die Hofdamen und das Kavalierskorp.

Der Malgrund für das grosse Gemälde an der Altarwand besteht aus 1000 Karton/Papp-Tafeln aus der hiesigen ehemaligen Papiermasché-Fabrik.

Die Klebestellen sind auf dem Detailfoto deutlich zu erkennen. 

 

Die kleinen Gesindehäuser rund um die Anlage sind schon hübsch renoviert. Der Gartenanlage selbst steht eine Renovation noch bevor.

 

Zum Kaffee lädt die „Alte Wache“, während die wache Alte den Prospekt studiert.

 

Im Schloss selbst befindet sich nach einer mehrjährigen Renovation ein Museum über den herzöglichen Prunk.

Wir lassen das aus und spazieren lieber durch den wunderbaren Schlosspark mit seinem alten Baumbestand.

 

Ganz versteckt steht hier die katholische Kirche.

Die Stechmücken treiben uns frühzeitig zurück zum Stellplatz.

Da wir heute keinen Internetzugang haben, gehen wir gleich zum Kartenspielen über.

 Gefahren: 55 km