61. Tag – 6. August

Sonntag, 6. August

Es war kühl am Morgen, trocken, aber windig.

Wir fuhren mit dem Bus nach Schwerin bis zur Haltestelle Schloss.

Auf einem Hügel liegt ein mächtiges Gebäude aus dem 18. Jahrhundert, in dem das staatliche Museum untergebracht ist.

Wir entscheiden uns für einen Besuch im Schloss, gleich gegenüber, auf einer Insel gelegen.

Mit seinen vielen Türmen und Türmchen und golden funkelnden Zinnen könnte es Vorlage für ein Märchenschloss sein. Einst Sitz der Herzöge, ist es heute der Sitz des Landtags von Mecklenburg-Vorpommern, sowie für ein Museum.

Wir besichtigen die prunkvollen Räume, wie den Thronsaal, die Ahnengalerie, Wohn- und Gesellschaftsräume. Wir sehen viel kostbares Porzellan und höfisches Tafelsilber, – wunderbare Handwerkskunst. Sogar die Gewehre waren kunstvoll verziert, als müsste ihr eigentlicher Zweck kaschiert werden.

Gerade, als wir zum Schlossgarten wollen, zieht ein Regenschauer durch. Eine gute Gelegenheit bei Kaffee und Kuchen Schutz in der Orangerie zu suchen.

Der Garten wurde nach französischem Vorbild als Lustgarten angelegt.

Heute vergnügen sich hier nebst vielen Touristen hauptsächlich Gänse.

Vom Ende des Schlossgartens ist es gar nicht weit zum ehemaligen Haus von Renates Grossvater mütterlicherseits, Heinrich Mahn.

Die Familie hatte hier, wo links unten Renates Fingern hinzeigt, am früheren Strempelplatz 7, heute Platz der Jugend 7, während seiner Zeit bei den Fokkerwerken, etwa bis 1920 seinen Wohnsitz.

Renates Mutter hatte im Hinterhof die Stallung für ihr Pony und den Wagen, mit dem sie im Schlosspark ausfahren durfte.

Über die Tätigkeit von Henrich Mahn bei Fokker haben wir ja schon früher berichtet.

Unsere Beine wurden schon langsam müde, aber doch wollten wir noch etwas vom Dom und von der Altstadt sehen.

Der Dom in Schwerin ist auch eine dreischiffige Basilika. Aber auf den Turm mochten wir dann doch nicht mehr steigen.

 

Ein Stadtoriginal hat hier ein Denkmal

Altstadtbilder

 

Bis der Bus kam, hatten wir noch Gelegenheit unseren Flüssigkeitshaushalt in Ordnung zu bringen.

Als wir gegen 18 Uhr müde zum Stellplatz kamen, trafen wir gerade noch Astrid und Klaus, ein nettes Camperpaar aus der Nähe von Lüneburg. Astrid muss morgen wieder arbeiten.

Es gab wieder ein schönes Abendrot.

Gefahren: 0 km