56. Tag, Stellplatz Quinéville – Ste-Mère-Eglise – Azeville – La Cambe – Lingues-Sur-Mer

56. Tag, Freitag, 20. Juli 2018

Wir haben gut und lange geschlafen auf diesem ruhigen Stellplatz.

Bei der Wegfahrt war der Himmel bedeckt und von Wasser keine Spur.

Nächstes Ziel: Ste-Mère-Eglise. Zuerst fahren wir zum Super U. Dort wird eine Entsorgungsstation angeboten und wir können gleich einiges einkaufen.

Da entdecken wir, dass es auch eine spezielle Waschanlage für Reisemobile gibt. Nach bald 2 Monaten kann unser Mobi eine Wäsche gut gebrauchen.

Also gönnen wir ihm das.

Dann fahren wir in den Ort, der dafür berühmt wurde, dass der amerikanische Fallschirmspringer John Steele 1944 an der Kirchturmspitze hängen blieb.

In der gotischen Kirche aus dem 12./13. Jh.

ist dies auch ein Motiv eines Kirchenfensters.

Es gibt natürlich auch hier, wie überall, ein Museum, in dem die Ereignisse um die Landung der Alliierten vermarktet werden. Wir gehen dem aber aus dem Wege.

Nächste Station ist eine sogenannte *“Verteidigungs-Batterie“ der Deutschen Wehrmacht in Azeville (*was für eine höhnische Bezeichnung des Aggressors).

Mit einem Audioguide wird die Anlage erklärt und das Leben der Soldaten geschildert.

Anschliessend fahren wir zum Friedhof von La Cambe. Hier fanden 21’000 deutsche Soldaten, die meisten von ihnen sehr junge, ihre letzte Ruhestätte.

Alles sehr eindrücklich und bewegend.

Wir fahren weiter zum amerikanischen Pendent bei Colleville-sur-Mer.

Leider ist dieser Friedhof um 18 Uhr schon geschlossen. Wir wollen das aber nachholen.

Zum Übernachten fahren wir wieder auf einen Stellplatz an der Küste bei Lingues-Sur-Mer

Wir bekommen noch den letzten freien Platz mit einer wunderbaren Aussicht auf die Betonblöcke am Strand von Arromanches-les Bains, mit denen Churchill 1944 einen künstlichen Hafen für die Alliierten erbauen liess. Das ist auch noch ein Ziel für die nächsten Tage.

Wir essen noch in der Abendsonne im Freien. Um 22 Uhr ist es immer noch taghell.

Es waren viele Eindrücke heute, die es zu verarbeiten gibt.

Gefahren: 110 km