55. Tag – 31. Juli

Montag, 31. Juli

Nachts hatte es noch tüchtig geregnet. Gegen 8 Uhr klarte es rasch auf. Als wir um 10 Uhr den Platz in Wittenbeck verliessen, war schon blauer Himmel.

Vor der einzigen Entsorgungsstation (für 130 Plätze!) standen wir brav Schlange. Da wollte uns doch tatsächlich ein Norweger ausbremsen. Das gelang ihm aber nicht. Auch solche Camper gibt es.

Als erstes Ziel steuerten wir Kühlungsborn an. Um den Ort zu besuchen, gab es für uns leider keine Parkmöglichkeit. Es ist viel los hier.

Nur beim Hafen fanden wir einen Parkplatz für einen kurzen Fotohalt.

 

. . .und den fauchenden Molli sahen wir ein letztes Mal 

Nächstes Ziel war Güstrow, Renates Geburtsort. Unterwegs mussten wir wieder etwas Obst und Gemüse einkaufen.

So wie hier, mit dem Überhang über dem Rasen, finden wir eigentlich immer einen Parkplatz.

In Güstrow fanden wir ganz im Zentrum einen guten Parkplatz.  

Auf unserem Rundgang besuchten wir zuerst die schön restaurierte Kirche St. Marien (1308 erstmals erwähnt).

 

Dann schauten wir das Renaissance-Schloss an, aber nur von aussen.

Anschliessend gingen wir zum alles überragenden Dom.

1226 von Herzog Heinrich Borwin II., auf seinem Sterbebett gestiftet, wurde der Dom erst 1335 eingeweiht. So wuchs auf einem romanischen Fundament eine frühgotische kreuzförmige Basilika. 1927 schuf der Bildhauer Ernst Barlach das Güstrower Ehrenmal, den „Schwebenden“, zum Gedenken an die Opfer des 1. Weltkrieges.

 

Heute war ein heisser Tag. Trotzdem liefen wir zu Renates Geburtshaus am Mühlbach 10. 

Auf dem Weg dorthin sieht man das Schloss aus der Ferne.

. . . und in der Wiese am Wasser einen futtersuchenden Reiher

Zurück in der Innenstadt, gönnten wir uns am Marktplatz zur Stärkung Kaffee und Kuchen.

 

Zuletzt fuhren wir noch zum ehemaligen Haus von Renates Grosseltern mütterlicherseits, Heinrich und Anna Mahn, die hier ihre letzten Lebensjahre verbrachten.

Das Haus wird inzwischen von der Enkelin der Nachbesitzer bewohnt. Von den Stockrosen vor dem Haus durften wir Samen mitnehmen.

Dieser Heinrich Mahn hat nach Ende des 1. Weltkrieges für Fokker ein wahres Husarenstück organisiert. Es gelang ihm, unter dem Radar der Alliierten einen Grossteil der Flugzeugfabrik in mehreren Eisenbahnzügen von Schwerin nach den Niederlanden zu schmuggeln.

Diese Geschichte beschreibt Fokker in seinem Buch so spannend und lesenswert, dass wir sie in einem zusätzlichen Beitrag als Auszug zugänglich machen. Eigentlich ein filmreicher Stoff.

 

Gefahren: 90 km