29. Tag – 5. Juli

Mittwoch, 5. Juli

 In der Nacht hatte es mächtig gegossen. Am Morgen war es trocken. So beschlossen wir Neubrandenburg zu erkunden.

Mit dem Fahrrad fuhren wir die 5 km auf einem schönen Radweg am Tollense-See entlang bis zum Stadtrand.

Als Renate beim Schreibwarengeschäft Schulz fragte, ob es recht sei, wenn wir unsere Velos hier im Veloständer anbinden, machte die Inhaberin ein viel besseres Angebot: Wir sollen die Velos durch den Laden fahren und lieber im Hinterhof in Sicherheit bringen.

Dann begannen wir unseren Rundgang entlang der Stadtmauer.

Diese ist 2300 Meter lang, hat 4 Tore aus Backstein und umschliesst kreisrund den Stadtkern.

In die Stadtmauer integriert sind sogenannte Wiekhäuser, die eigentlichen Verteidigungstürme. Nach dem 30jährigen Krieg verloren diese ihre Funktion und wurden zu Wohnhäusern, Restaurants, Museen und Läden.

Die Innenstadt wurde im 2. Weltkrieg durch die Russen in Brand gesteckt, sagt man. Der Wiederaufbau ist zeitgemäss nüchtern und weniger attraktiv geraten.

Die Kirche „St. Marien“ dient heute als Konzerthalle für die Neubrandenburger Philharmonie. 

 

Vom Haus der Kultur und Bildung hatten wir vom 15. Stock (Lift) aus einen guten Überblick über den See und die Stadt.

Als wir die Velos abholten, überraschten wir die beiden Damen zum Dank mit zwei Blumensträussen vom Markt. 

Durch die weitläufige Anlage mit altem Baumbestand fuhren wir am See entlang wieder zu unserem Standplatz zurück.

Es war eigenartig wechselhaftes Wetter. Sobald die Sonne durchkam, war es brennend heiss. 

 Gefahren: 0 km