Zusatzlautsprecher TV – zum Zweiten

Der Ton der modernen Flachbildschirme ist generell schwach und jener der  kleinen 12 Volt-Fernseher ganz besonders. Das beklagen nicht nur Personen, die auf Hörgeräte angewiesen sind, so wie meine bessere Hälfte.

Unser neuestes TV-Modell vom letzten Jahr klingt zwar schon etwas besser als sein Vorgänger, aber viel kann man von 2 x 3 Watt-Lautsprechern auch nicht erwarten.

Unsere beiden Zusatzlautsprecher von Bose, eingebaut in den Hängeschränkchen oberhalb der Hecksitzgruppe, haben eigentlich einen super Klang, aber leider wird der Genuss durch einen „Brumm“ gestört, den ich einfach nicht eliminieren konnte. Vermutlich stört irgend ein Kabel vom Strom oder Ton.

Deshalb haben wir nun noch einen zum Fernsehgerät passenden Zusatzlautsprecher, – zu neudeutsch eine Soundbar -, angeschafft.

Soundbar SB 100, hier unter einem 19″“Fernseher

Vorgesehen vom Hersteller Reflexion ist die Befestigung unter dem Fernseher. Weil der bei uns jedoch unmittelbar an der Wand zur Hecksitzgruppe montiert ist, besteht bei Nichtgebrauch die Gefahr, dass  man beim Sitzen mit der Schulter an den Lautsprecher stösst. Oberhalb des Bildschirms wäre bei uns der bessere Platz. Also muss wieder einmal eine eigene Lösung her.

Ein Adapter aus rostfreiem Stahlblech von 1 mm Stärke mit 4 Bohrlöchern für die Befestigung ist schnell gebastelt.  

Dieser Adapter wird dann unter die Schnellverschlussplatte der Wandhalterung mit den vorhandenen Schrauben befestigt.

Unser Fernseher in seiner Ruheposition an der Wand.

Der Strom kommt über den USB-Stecker und der Ton über den Kopfhöreranschluss am Fernseher. Die Lautstärke kann über die Fernsteuerung und zusätzlich an der Soundbar reguliert werden.

Fernseher in Funktion. Er kann bei Bedarf auch noch weiter in den Raum geschwenkt werden.

Ein erster Test zeigt: Diese Soundbar mit 2 x 24 Watt bringt wirklich eine deutliche Klangverbesserung. Hoffentlich sieht das meine bessere Hälfte auch so , wenn wir wieder auf Tour sind.

Duschvorhang für Aussendusche

Eigentlich ist dies kein Winter-Thema, doch der nächste Sommer kommt bestimmt (und da wir in der wärmeren Zeit auf Achse sein wollen, kommt dieser Beitrag jetzt).

Wir haben eine Aussendusche. Die benützen wir natürlich nicht auf normalen Stell- oder Cämpingplätzen, sondern nur in der „Wildnis“, und auch da nur recht selten.

Trotzdem, auch in der Abgeschiedenheit wäre ein Duschvorhang manchmal praktisch. Jedoch wollen wir für diese seltenen Fälle keinesfalls Löcher für die Installation in den Aufbau unseres Womos machen.

Für eine temporäre Befestigung schwebt uns eine Lösung mit kräftigen Saugnäpfen vor und auf genau solche sind wir bei unserer letzten Tour in Holland bei „ACTION„, einem Billigladen, zufällig gestossen.

Der Duschvorhang soll an einer Flachstange 3 x 30 mm aus Kunststoff hängen. Die lässt sich rund biegen und bei Nichtgebrauch auch gut verräumen.

Der Knackpunkt ist die Verbindung von Duschstange und Saugnapf. Das gibt es nicht im Handel. Deshalb wurde der Bastler wieder einmal gefordert.

Um die Halterung aus 1 mm Stahlblech mit meinen bescheidenen Mitteln biegen zu können, habe ich ein Biegewerkzeug gebastelt: Zwei Flacheisen in der Stärke der Kunststoff-Flachstange mit Gewindeschrauben. Die Stahlbleche werden dann einzeln dazwischen geschraubt, damit sie beim Biegen nicht verrutschen. Eines wird, – im Schraubstock eingespannt-, nach vorne gebogen und eines nach hinten. So entsteht eine rechte und eine linke Halterung.

Die Bohrlöcher im Werkzeug und im Stahlblech sind bereits auf die spätere Position an den Saugnäpfen ausgelegt, was mit der Kartonschablone vorher ermittelt wurde.

Und so sieht die Einrichtung fertig aus, hier noch ohne Vorhang.

Doch wo soll die 200 cm lange Kunststoff-Flachstange versorgt werden?

Blick von der Heckklappe aus

Ein geeigneter Platz für die Lagerung findet sich zwischen der Heckwand und dem Heckbett, bzw. der Hecksitzgruppe. Dort ist wegen der Hubbett-Mechanik genug Raum. (Mit dieser Mechanik könnte man die Garage elektrisch in der Höhe vergrössern, was wir aber nicht brauchen).

Blick von oben hinter das Heckbett

Die Hülle wurde aus feinwelligem Wellkarton gebastelt, um Gewicht zu sparen.

Drei Teile, aus der Verpackung des grossformatigen Kalenders der „Jungfrau-Region“ geschnitten, ergeben zusammengeklebt gerade die richtige Länge. Die vorne beim Einschieben exponierte Kante wurde mit einem Stück Stahlblech verstärkt. – Fertig!