98. Tag:, Vakantiepark Het Lierderholt – Voost, Bourderei Kolke

98. Tag, Freitag, 31. August 2018

Wir haben gut geschlafen und sind früh auf den Beinen, denn wir haben heute ein grosses Programm. Wir wollen in den Nationalpark „Hoge Veluwe“ und in das Kunstmuseum „Kröller-Müller“.

Der Park hat eine Fläche von über 54 km2. Alles Wald- Dünen- und Heideflächen. Darin eingebettet liegt im nördlichen Teil das Kunstmuseum.

Wikipedia schreibt zur Geschichte (Auszug):

Der Park entstand, als der reiche Kaufmann A. Kröller und seine Der Park entstand, als der reiche Kaufmann A. Kröller und seine deutschstämmige Ehefrau Helene Müller 1909 das Gebiet als Jagdrevier kauften. Es wurde umzäunt, europäische Mufflons und Hirsche wurden ausgesetzt, und der Architekt H. P. Berlage entwarf der Familie Kröller-Müller das Jagdhaus St. Hubertus. Da Frau Kröller-Müller als Liebhaberei zeitgenössische Kunst sammelte, musste der Park einer Harmonie zwischen Kunst und Natur entsprechen. Als das Ehepaar durch die Wirtschaftskrise 1935 in Geldprobleme geriet, kaufte ihnen der niederländische Staat die Kunstsammlung ab. Der Park wurde für das Publikum geöffnet

Bis wir zum Museum gelangen, fahren wir vom südlichen Eingang erst einmal 10 km durch den Park.

Eigentlich schleichen wir mehr als dass wir fahren, denn es ist alles so schön und interessant. Wir halten oft an, um die vielen Eindrücke mit der Kamera festzuhalten.

Das Museum verträgt sich mit seinem modernen Flachbau mit viel Glas gut mit der Landschaft. 11500 Kunstwerke kaufte Frau Helene Kröller-Müller bis 1922 zusammen mit ihrem Mann, als sie noch über ein unbeschränktes Budget verfügten.

Die Kollektion umfasst Werke von van Gogh (zweitgrösste Sammlung der Welt), Picasso und Mondrian und anderen. Nur ein Bruchteil ist in dieser Diashow zu sehen.

Viele Besucher parken ausserhalb des Parks und fahren mit einem Gratis-Fahrrad den Weg durch den Park zum Museum.

Wir sind so froh, dass wir das Parken in der Nähe des Museums zu unbedeutend höherem Preis gewählt haben. So können wir uns zwischendurch im Mobi ausruhen und neue Kräfte sammeln.

Neben dem Museum befindet sich ein 150 Hektar grosser Skulpturenpark mit 150 Plastiken, die wir aber nicht alle angeschaut haben.

Vieles, was wie hier als Kunst „verkauft“ wird,

kann man ebenso gut in der Natur finden, – wenn man hinschaut.

Sattgesehen und auch müde von den vielen Eindrücken (und dem Laufen) fahren wir die 4 km zum nördlichen Ausgang.

Da sehen wir plötzlich Hirsche auf dem Feld. Diesen Glücksfall wollen wir uns nicht entgehen lassen und halten an.

Sehr eindrücklich, wie sich diese schönen Tiere in der einsetzenden Dämmerung aus dem Wald heraus getrauen. Zuerst nur die Anführer, dann werden es immer mehr.

Wir sind offenbar nicht die einzigen, die das interessiert.

Zum Übernachten fahren wir nach Voost (etwas östlich von Apeldoorn) auf einen Bauernhof, der Stellplätze anbietet.

Wir stehen wunderbar ruhig und geniessen wieder einen weiten Blick in die Landschaft.

Gefahren: 60 km

97. Tag: Barneveld Stellplatz „De Grote Glind“ – Beekbergen, Vakantiepark Het Lierderholt

97. Tag, Donnerstag, 30. August 2018

Es hat nachts noch tüchtig geregnet, aber als wir morgens wach werden, scheint die Sonne.

Die Kühe sind schon früh auf der Weide. Es war lustig anzusehen, wie sie hintereinander aus dem Stall trotten, dann bei einer Wasserstelle ein Maul voll trinken und weiter auf die Weide laufen.

Wie wir vom Landwirt, Senior erfahren, sind es 68 Milchkühe. Wir dürfen den automatischen Melkstand besichtigen und erfahren, dass hier jede Kuh 8000 Liter Milch im Jahr gibt.

Es wird hier auch ein kleines Museum und ein Antiquitätenmarkt betrieben.

Dieser Bauer war des Öfteren in Sigriswil oberhalb des Thunersees im Hotel und schwärmt von der Schönheit des Berner Oberlandes. Recht hat er.

Wir fahren weiter und kommen an mehrere Umleitungen.

Auf immer noch kleineren Strassen fahren wir mehr im Kreis herum als dass wir vorankommen.

Dadurch sehen wir natürlich noch mehr von der Gegend hier.

Viele grosse Landwirtschaftsbetriebe. Glückliche Kühe und glückliche Hühner, wenn Auslauf als Massstab zählt.

Irgendwann schaffen wir es doch, den Loop zu durchbrechen und kommen durch die Waldgebiete der Veluwe.

Eine Art Heidelandschaft mit dem grössten zusammenhängenden  Waldgebiet der Niederlande.

Ein Erholungsgebiet für Wanderer, Radfahrer und offenbar auch für Wildschweine.

Ein Übergang für das Wild im Nationalpark „De Hooge Veluwe“

Schon früh am Nachmittag sind wir auf unserem Stellplatz beim Vakantiepark Het Lierderholt. Mit über 700 Plätzen für Zelte und Wohnwagen, Chalets und Lodges eine riesige Anlage.

Der Camper-Stellplatz hat einen eigenen Zugang und ist dagegen mit 19 Plätzen richtig klein, aber bestens ausgestattet.

Den Nachmittag verbringen wir herrlich ruhig in der Sonne.

Gefahren: 60 km

96. Tag: Vianen, Parkplatz Sluiseiland – Barneveld Stellplatz „De Grote Glind“

96. Tag, Mittwoch, 29. August 2018

Der Tag begann sonnig, aber schon als wir uns gegen 11 Uhr in Bewegung setzen, ist die Sonne weg.

Gestern Nacht streikte unsere Internetverbindung plötzlich, zum Glück erst nach dem Blogbeitrag. Heute funktioniert wieder alles und wir können vor der Weiterfahrt unsere Post erledigen.

Hier kreuzen wir den Amsterdam-Rheinkanal

In Schalkwijk kommen wir einmal mehr an schönen Häusern vorbei und finden auch einen Parkplatz für einen kurzen Rundgang. Häufig müssen wir an tollen Sehenswürdigkeiten vorbeifahren, weil es keine Möglichkeit zum Anhalten gibt. Die Strassen sind einfach zu schmal.

In diesem kleinen Ort erfreut uns eine lustige Skulptur am Wasser.

Und aus einem Fenster schauen uns Tim und Struppi nach.

Dann fahren wir wieder auf dem Deich am Ufer des Lek.

Wieder sehr schmal, wobei dieser Deux Chevaux wohl eher Angst vor unserem Gefährt hat.

Grosse Landwirtschaftsbetriebe landeinwärts hinter dem Deich

Die grossen Überschwemmungsgebiete als Rückhalteflächen vor dem Deich werden zum Maisanbau und als Weideland genutzt.

Es weiden Schafe, Pferde und Wildgänse.

In Wijk bei Duurstede parken wir beim Hafen und besuchen den Ort.

Interessant zu erfahren, wie man sich hier gegen Hochwasser schützen muss.

Dieses Schott im Deich schliesst bei Hochwasser automatisch.

Der Niederrhein und Lek sind schon um 16 Meter gestiegen. Der Damm brach letztmals 1751. Im Jahr 1624 stand das Hochwasser sogar bis Amsterdam (blaue Fläche).

Unser Rundgang reicht gerade zum Brot kaufen und ein wenig shoppen. Viel mehr sehen wir nicht von Wijk, denn der Regen treibt uns vorzeitig zurück in unser rollendes Zuhause.

Schon von weit her sehen wir ein gewaltiges Bauwerk bei Amerongen.

Ein Stauwehr zur Regulierung der Wassermenge, gleichzeitig auch Kraftwerk und nebenan eine Schleuse.

Diese Luftaufnahme stammt von Wikipedia.

Wir landen zum Übernachten in Barnefeld auf dem Hof „De Grote Glind“. Der Landwirt und seine Frau haben neben der Milchproduktion 7 Stellplätze für Camper eingerichtet.

Wir werden sehr nett empfangen, zuerst von dieser Taube vor unserem Platz und dann vom Betreiber selbst, letztlich auch vom Regen.

Wir haben heute den ganzen Platz für uns alleine und eine Weitsicht auf Wiesen bis zum Horizont.

Den Landwirt freut der Regen. Er, respektive seine Kühe, haben hier sehr unter Wassermangel gelitten. Hier ist nämlich Sandboden.

Gefahren: 70 km

95. Tag: Gouda, PP „Klein Amerika“ – Vianen, PP „Sluiseiland“

95. Tag, Dienstag, 28. August 2018

Heute sind wir bei den ersten, die den Platz verlassen und haben auch Glück, dass wir bei der Ver- und Entsorgungsstelle nicht warten müssen.

Wir suchen zuerst eine Paketaufgabestelle, damit die defekte Kamera zur Reparatur kommt und dann füllen wir noch unseren Proviant nach.

Schon bald sind wir in einer Gegend, die man eigentlich mit dem Fahrrad befahren sollte. Einerseits wegen der schmalen Wege, hauptsächlich aber wegen der schönen Landschaft.

Viele Kanäle und „Sloote“, also Wassergräben, durchziehen das feuchte Land.

Viele sind so stark mit Wasserlinsen, im Volksmund „Entenflott“, bedeckt, dass man meint, man könne darüber laufen.

In Haastrecht machen wir Mittagspause und bummeln etwas herum.

Die Hühner folgen uns eine Weile, als erwarteten sie etwas Futter.

In Vlist sagt uns eine Frau, dass man hier von der Wasserknappheit im Sommer nichts gespürt hat. Entsprechend saftig grün ist es hier um die hübschen Anwesen.

Diese beiden Männer von der Gemeinde müssen etwas vermessen.

Später kommen wir auf den Deichweg, der dem Flusslauf des Leks folgt

Auf dem Fluss Lek ist reger Schiffsverkehr.

Aber auch auf dem schmalen Deich ist recht viel Verkehr. Immer wieder müssen wir bangen, ob das Kreuzen gelingt.

Da sind wir glücklich, dass dieser Landwirt vorher abbiegt.

Unser Ziel ist der kleine Ort Vianen, etwas südlich von Utrecht am Lek gelegen.

Auf dem Parkplatz neben den Schleusen zum Merwedekanaal (dieser Kanal wird hier vom Fluss Lek gekreuzt) hat die Gemeinde 15 kostenlose Stellplätze für Reisemobile eingerichtet. Wir danken.

Das Zentrum von Vianen haben wir schnell gesehen. Auf der einen Seite das letzte Stadttor aus dem 15.Jh. und 500 Meter weiter auf der anderen Seite die Kirche.

Auch der Geschäftebummel wird durch den ungewohnt frühen Ladenschluss um 17:30 Uhr jäh beendet.

So schauen wir dann noch eine Weile beim Schleusen zu . . .

. . . und geniessen unseren schönen Stellplatz in der Abendsonne.

Gefahren: 40 km

94. Tag: Gouda, PP „Klein Amerika“

94. Tag, Montag, 27. August 2018

Heute Morgen gab es immer wieder kurze Regenschauer.

So machen wir es uns im Mobi gemütlich, schreiben Mails und versuchen Leute in der Schweiz telefonisch zu erreichen.

Die meisten waren aber nicht anzutreffen. Wie wir später hörten, waren viele bei schönstem Wetter unterwegs.

Frischwasser musste nach dem vielen Duschen auch einmal nachgefüllt werden. Heute nur etwas mit dem Kanister, wozu unser Loch im Boden sehr praktisch ist. Sobald wir weiterfahren, füllen wir dann richtig mit dem Schlauch an der Versorgungsstelle auf.

Nachmittags wurde das Wetter besser. Also schlenderten wir ein weiteres Mal durch die Gassen von Gouda und an den Grachten entlang.

Die Autos parken hier ganz nahe am Wasser.

Wir hören, dass des Öfteren eines im Bach landet.

Immer wieder entdecken wir Neues.

Hier das Admiralshaus aus dem 17. Jh. mit einem Giebel im Stil von Ludwig XV.

Oder das „Bananenpakhuis“ aus dem 16.Jh. Für den Bananenhandel mit West-Indien wurden 1928 zwei grosse Tore eingebaut.

Bananenbüschel und Stuckaturen zieren den Haupteingang.

Viele Gassen sind eher kahl. Ganz anders diese hier.

Dieser Schaukasten mit Miniaturen und anderen Kostbarkeiten hängt aussen an der Fassade.

Auch die Fensterläden dieses Hauses sind bemerkenswert.

Hier ist ein Haus schmaler als das andere.

Für jedes Stockwerk gibt es eine Tür.

Schnell nochmals einen Blick auf das Goudaer Käse-Waaghaus mit dem schönen Relief.

Und innen die alte Waage . . .

. . . und eine reiche Auswahl an Käse, und das nicht nur hier.

Auch typisch für die Niederlande: die vielen Fahrräder vor den Geschäften.

Der Tisch, an dem wir gestern noch mit Vreni und Jögge saßen, ist heute leider verlassen. Die beiden sind heute nördlich weitergefahren.

„Komm jetzt Renate, 4 Stunden sind langsam genug“. Zudem treiben uns dunkle Wolken und böiger Wind zu unserem Mobi zurück.

Das war aber Fehlalarm. Der Schauer zog vorbei.

Gefahren: 0 km

93. Tag: Gouda, PP „Klein Amerika“

93. Tag, Sonntag, 26. August 2018

Heute Morgen war es kühl, aber trocken.

Die meisten Camper bleiben heute auf diesem Platz, so auch wir.

Wir spazieren ins Zentrum und treffen uns mit Vreni und Jögge auf dem Marktplatz.

Die Frauen machen einen Rundgang.

Die Männer trinken auf ihr Wohl (das der Frauen).

Nach dem zweiten Bier kommen die Frauen dazu (um Schlimmeres zu verhüten).

Wir schlendern gemeinsam um die Sint-Janskerk herum und an den malerischen alten Bauten aus dem Mittelalter.

Die Skulpturen sind etwas jünger.

Ob sich die beiden Frauen wohl kennen?

Wer da seit 1608 wohl schon alles hindurch lief?

Einer der beiden (alten) Herren sucht wohl Kontakt . . .

. . . zu dieser attraktiven Dame auf dem Bänkli nebenan.

Giebel an Giebel an Giebel

Überall schöne Ecken . . .

. . . und andere weniger alte versteckte Schönheiten

Wir sind in Goude, so ein Käse.

Mittags trennen wir uns, da Michael „sein“ Formel1-Rennen sehen möchte.

Abends treffen wir uns wieder und kehren bei L’Angelo Divino an der Wijdstraat 9 ein. Vreni und Jögge kannten das Lokal schon von früher.

Das 3-Gang-Menue war ganz vorzüglich. Auch die ganze Ambiance und der Service hat uns begeistert. Hier kommen wir jederzeit gerne wieder her.

Es war wieder ein lustiger, gelungener Abend, der sicher noch länger gegangen wäre. Das vorzeitige Ende wird vom Wetterradar diktiert, das vor baldigem und heftigem Niederschlag warnt. So verlassen wir das Lokal lieber und schauen, dass wir trocken in unsere Unterkünfte zurückkommen.

Das reichte auch, aber während diese Zeilen entstehen, regnet und stürmt es bereits.

Gefahren: 0 km

92. Tag: Dordrecht, Stellplatz Vlijkade – Gouda, PP „Klein Amerika“

92. Tag, Samstag, 25. August 2018

Seit gestern Abend regnet es immer wieder heftig. Die Temperatur ist in der Nacht auf 12° gesunken. Da muss unsere Heizung wieder einmal arbeiten.

Eigentlich hatten wir noch einen Tag in Dordrecht verbringen wollen. Aber unsere Toiletten-Kassette muss geleert werden und hier in der Nähe kennen wir keine Entsorgungsmöglichkeit.

So machen wir uns schon heute auf den Weg nach Gouda, wo die Stadt einen Teil eines Parkplatzes extra für Reisemobile reserviert hat. Hier sind Wasser, Entsorgung und sogar Strom im Preis inbegriffen. Die Plätze sind auch genügend gross. Und dies alles keine 500 Meter vom Zentrum entfernt.

Unterwegs hat es in Abständen immer wieder heftig geregnet. Wir müssen an unsere Freunde Vreni und Jögge denken, die auf dem Wasserweg unterwegs nach Gouda und dem Wetter mehr ausgesetzt sind.

Als wir auf den hiesigen Platz kamen, erwischen wir tatsächlich eine der wenigen trockenen Phasen. Es reicht gerade zum Entsorgen, zum Frischwasser nachfüllen und zum Verlegen des Stromkabels, als bereits der nächste Regenguss niedergeht.

So bedrohlich sieht es immer wieder aus.

Erst am späten Nachmittag wagen wir einen Gang in den Ort. Kurz vor Torschluss um 17 Uhr ergattern wir auf dem Touristenbüro einen Stadtplan.

Ganz kurz scheint sogar die Sonne. Das reicht gerade für einige wenige Fotos.

Der erste Käseladen, den wir hier sehen.

Die Goudse Waag, in dem das Touristenbüro untergebracht ist.

Das hübsche alte Rathaus auf dem Marktplatz.

In Schleichfahrt wird das Boot mit Touristen durch diese enge Passage gesteuert.

Hier  wird es schon wieder feucht, – von oben natürlich. Den bald folgenden Schauer wettern wir in einem Laden ab.

Danach schauen wir, dass wir schnell nach Hause kommen.

Vreni und Jögge haben ihren Liegeplatz am anderen Ende der Altstadt. Da keiner von uns nass werden will, verzichten wir heute auf ein Treffen.

Wir hoffen, dass wir morgen mehr Glück mit dem Wetter haben und diese schöne Stadt dann ausgiebig erkunden können (es ist schon eine Weile her, dass wir hier waren).

Gefahren: 50 km

91. Tag: Dordrecht, Stellplatz Vlijkade

91. Tag, Freitag, 24. August 2018

Hier stehen wir.

Gegenüber ein alter Wasserturm, der zu einem Hotel umfunktioniert wrude.

Den Morgen haben wir ruhig verbracht. Die Mails lesen und beantworten. Man wird ja durch die heutige Technik immer auf Trab gehalten.

Vor dem Mittagessen fuhr Michael mit dem Fahrrad in den Ort.

Die Nieuwkerk wird zweckentfremdet von einem Wohnausstatter.

Sogar Hotelschiffe aus der Schweiz legen hier an.

Im ehemaligen Wohnhaus des Bankiers und Juristen Van Gijn kann man Einblick in das Leben von damals nehmen.

Genau vis-a-vis haben unsere Freunde ihren Liegeplatz.

Die gewaltige „Oude Kerk“ oder „Onze-Lieve-Vrouwekerk“ in ihrer heutigen Gestalt stammt aus dem Jahr 1470., der älteste Teil ist von 1285.

Das Stadthaus und eine motorisierte Drehorgel.

Es war heute auch gerade Markt. Man konnte Käse degustieren (und kaufen)

und Blumen bewundern (und kaufen)

Am Nachmittag fuhren wir mit dem Bus in die Stadt (Tageskarte € 2,95) und trafen uns wieder mit Vreni und Jögge auf dem Schefferplein zum ersten und zweiten Bier.

Nach einem Bummel durch einige Antiquitätenläden zogen wir (auf Empfehlung des Wirts vom Bier am Schefferplatz) zum Abendessen in das Restaurant „Het Gerecht“.

Wir genossen hier ein ausgezeichnetes 3-Gängemenue mit allem was dazu gehört (wir gehen hier bewusst nicht ins Detail). Auch die Ambiance und die Bedienung der netten jungen „Amber“ haben uns sehr gefallen.

Gemeinsam erlebten wir „en sauglatte Oobe“. Jederzeit wieder.

Zufrieden fahren wir in unsere Quartiere zurück. Vreni und Jögge mit dem Velo, wir mit dem Bus.

Gefahren: 0 km

90. Tag: Strijensas, Stellplatz am Hafen – Dordrecht, Stellplatz Vlijkade

90. Tag, Donnerstag, 23. August 2018

Heute hat unser Enkel Levin Geburtstag.

Wir wollen uns heute mit Vreni und Jögge in Dordrecht treffen.

Schnell noch duschen, entsorgen und einkaufen in Strijeen, dann starten wir Richtung Dordrecht.

Wir finden an der Vlijkade noch einen der begehrten stadtnahen Stellplätze. Es sind offiziell nur 8 Plätze, und die sind schnell belegt.

Vreni und Jögge haben im Nieuwe Hafen einen Liegeplatz bekommen.

Wir treffen einander am frühen Nachmittag und bummeln gemeinsam durch die historische Altstadt. Es ist eine der ältesten Städte des Landes. Sie war früher einmal die führende Hafen- und Handelsstadt, bevor Rotterdam diese Rolle übernommen hat.

Unsere Freunde waren hier schon mehrmals und zeigen uns die schönsten Ecken. Das Laufen macht Durst.

Den löschen wir in einem Bistro auf dem Scheffersplein.

Viele Antiquitätengeschäfte

und solche, die zum Blödeln verleiten.

Immer wieder stechen Häuser mit besonderen Fassaden hervor.

Viele andere sind in diesem Fotoslider zusammengefasst.

Via Groothoofdsport, gebaut um 1450, laufen wir entlang des Wolwevershaven . . .

. . . . wo viele Oldtimerboote liegen.

Beim Nieuwe Hafen gibt es an Bord bei unseren Freunden wieder etwas zu trinken.

Um 18 Uhr haben wir beim Italiener einen Tisch bestellt.

Der Pizzabäcker ist ein wahrer Artist.

Bei vorzüglicher Pizza und Rotwein lassen wir es uns so richtig gut gehen.

Die Zeit vergeht viel zu schnell. Schon müssen wir uns verabschieden, denn Michael muss noch in die Redaktionsstube für den Blog.

Gefahren: 20 km

89. Tag: Strijensas, Stellplatz am Hafen

89. Tag, Mittwoch, 22. August 2018

Es wird ein sonniger warmer Tag.

Diese Aussicht geniessen wir beim Frühstück. Es ist der hinterste Teil des Hafens mit den kleinsten Booten.

Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt des Hafens mit den grossen Booten.

Wir wollen den heutigen Tag hier verbringen.

Renate ist froh, dass sie in ihrem interessanten Buch weiterlesen kann. Sie ist auch noch nicht ganz gesund, aber auf gutem Weg.

Michael stellt nach dem Toilettengang fest, dass sich der Reissverschluss an seiner Hose nicht mehr schliessen lässt, weil der Schieber verloren gegangen war. Zum Glück lag er noch auf dem Boden.

So war erst einmal Handarbeiten angesagt.

Aber die Fummelei hat sich gelohnt. Das sollte nun wieder halten.

Nachmittags macht sich Michael zu einer Radtour nach Stijen auf den Weg. Renate liest.

Der Weg führt in Windungen immer am Kanal entlang.

Nach gut 5 km beginnt der Ort Stijen. Eine Kirche, hübsche kleine Häuser, alles sehr sauber. Einige idyllische Motive am Kanal und eine Art Robinsonspielplatz für die Kinder. Auch Geschäfte aller Art gibt es hier. Zurück beim Mobi ergab die Radtour doch 14 Kilometer.

Nebst der Hose hatten wir heute noch ein weiteres Malheur.

Die Kamera meldet „Systemfehler“ und das Objektiv lässt sich nicht mehr einfahren. Ein „Hilfe-Mail“ an das Fotogeschäft. Schon 5 Minuten später ruft Herr Rössler zurück mit der Auskunft, dass sich dieses Problem nicht ambulant lösen lässt. Die Kamera muss eingeschickt werden.

Nun haben wir das Vor-vor-Modell wieder aktiviert, das wir glücklicherweise dabeihaben. Wir werden den 30fach optischen Zoom vermissen, aber 12fach ist doch auch schon was.

Das erste Bild mit der uralten Kamera vom reparierten Reissverschluss ist jedenfalls super und auch die Fotos der heutigen Radtour sind brauchbar. Also alles kein Problem.

Damit die Kamera mit dem hervorstehenden Objektiv beim Versand keinen weiteren Schaden bekommt, musste ein passender Schutz her.

So bastelte Michael gleich eine passende Schutzkappe aus diversen Lagen Karton.

Und schon war auch dieser Tag gelaufen.

Ja, und mit Vreni und Jögge hatten wir heute auch Kontakt. Sie sind mit Ihrer Motoryacht nach einer Nacht bei einer idyllischen Insel im Nationalpark de Biesbosch auf dem Weg Richtung Gorinchem. Vielleicht treffen wir uns noch einmal, wenn wir einen für beide passenden Stand-und Liegeplatz finden.

Gefahren: 0 km