116. Tag – 30. September

Samstag, 30. September

Entgegen der Wetterprognose war heute Morgen in Wehr (noch) recht schönes Wetter. Die Sonne drückte leicht durch die Wolken.

Wir unternahmen einen Spaziergang entlang der Wehra. Der Bach führt mit dem wenigen Restwasser ein recht jämmerliches Dasein.

Trotzdem versucht ein Angler sein Glück.

Wir sind schon eine Weile unterwegs, da ruft uns ein Wegweiser auf den Plan, bis zum Wehra-Stausee zu wandern.

Es ist ein schöner Weg, immer am Bach entlang.

Wir kennen Tennis auf Rasen und auf Sand. Hier aber gibt es einen Moosplatz.

Unten am Staudamm sieht man in die Röhre, respektive in zwei. Vor einem „Lagern“ am Bach wird gewarnt. 

Von dort sind es noch 195 Stufen bis zur Dammkrone.

Von dort hat man den Blick über den Stausee. Der Wasserspiegel ist um diese Jahreszeit nicht sehr hoch.

Wieder 195 Stufen hinunter, . . . 

. . . dann laufen wir wieder am Bach durch die herbstlich gefärbte Natur zurück. 

Wandern macht hungrig. Renate kommt mit den Spiegeleiern, passend zu Spinat und Kartoffeln.

Wir konnten gerade noch im Freien Mittag essen. Kurz danach setzte der Regen ein.

Renate hat ein gutes Buch

Michael schreibt für den Blog

Danach gibt es einen gemütlichen Abend, warm und im Trocknen, aber doch nicht ganz trocken.

 Gefahren: 0 km

115. Tag – 29. September

Freitag, 29. September

 

Unser Fahrzeug kam gleich morgens in die Werkstatthalle der Firma Hentrich zum Umbau der Gasversorgung.

Bis gegen 13 Uhr soll es dauern. Also mussten wir uns solange die Zeit vertreiben.

In der Bäckerei gegenüber verbrachten wir die erste Zeit bei Kaffee, Gebäck und Lesen. Es war dort aber unangenehm heiss.

Danach erkundeten wir Krozingen-Biengen.

Da gibt es jedoch nicht viel zu sehen, ausser dem Plakat, wonach eine Dorfbewohnerin Olympiagold im Frauenfussball erkämpft hat.

 Danach landeten wir wieder im Bäckereikaffee.

 Später sahen wir bei der Werkstatt ein LMC Wohnmobil stehen, das auch bei „unserem“ Händler in Limburg gekauft wurde. Die Leute waren auf dem Weg nach Frankreich und waren mit einem Problem der Toilettenspülung hier gelandet.

Wir kamen ins Gespräch, dann wurden wir zum Kaffee eingeladen. Es entwickelte sich eine interessante Unterhaltung. Auch, weil Jürgen und Hannelore in der grafischen Branche tätig gewesen waren.

Als wir auseinandergingen, war unser Fahrzeug schon lange fertig.

 

Wir fuhren über Weil am Rhein . . . 

. . . durch die schöne Herbstlandschaft 

 . . . nach Wehr im Südschwarzwald auf einen kleinen Stellplatz, . . .

. . .  im Ludingarten, sehr schön an einem Weiher gelegen. Die Anmeldung und Bezahlung ist allerdings weit weg im Ort. 

Dafür kann man den schönen Blumenschmuck im Ort bewundern.

 

Fensterputzen war auch wieder einmal erforderlich.

 Gefahren: 95 km

114. Tag – 28. September

Donnerstag, 28. September

 

Wieder entwickelte sich ein wunderschöner Herbsttag. Wir verabschiedeten uns in Talheim und fuhren nach Tuttlingen auf den Stellpatz direkt an der Donau.

Die Donau ist hier, etwa 30 km nach ihrem Quellgebiet, noch ein recht schmächtiges Gewässer.

Wir hatten schon einige Jahre keinen Rundgang mehr durch die Stadt gemacht, in der Renates Mutter bis zu ihrem Tode lebte.

 

Die Fussgängerzone ist überschaubar, aber hübsch. 

Dieser Stier, – die scheinen in dieser Stadt besonders stur zu sein -, liess sich auch durch Renates Bemühungen nicht bewegen.

Danach trafen wir uns zum Abschied noch mit Tobias zum Mittagessen.

Nach einigen Besorgungen machten wir uns endlich auf die Weiterfahrt nach Bad Krozingen, wo wir für morgen einen Termin bei der LMC-Vertretung vereinbart haben.

 

Unser NAVI führte uns noch einmal an Talheim vorbei, wo wir die letzten Tage schöne Stunden „in Familie“ verbracht haben.

 

Die Fahrt führt an herbstlich gefärbten Bäumen vorbei und durch den Schwarzwald hinunter an Freiburg vorbei.

Eine schöne Fahrt auf einer guten Strasse, auch wenn es oft recht kurvig ist.

Am Ziel in Bad Krozingen angekommen, scheint der Laden zu brennen.

Es ist jedoch nur die Abendsonne, die sich in der Scheibe spiegelt. 

Gefahren: 135 km

113. Tag – 27. September

Mittwoch, 27. September

 

Wir haben super geschlafen auf dem Parkplatz in der Strasse.

 

Von Frodo, dem Tibet Terrier, wurden wir schon sehnsüchtige erwartet. Er weiss, dass Renate mit ihm eine extra Runde spazieren geht.

 

Um 11 Uhr holten wir die beiden jüngeren Kinder von der Schule ab.

 

Die Schulaufgaben waren schnell gemacht, was Mutter Margret aber genau wissen wollte.

 

Man kann die Kleinen auch schon gut als Küchenhilfen einsetzen.

 

Nach dem Essen muss Michael beim Seilspringen mitspielen.

 

Die Älteste kam später aus der Schule und hatte richtig Hunger.

 

Kinder aus der Nachbarschaft drängten auch noch herein, denn die Kleinen mussten noch zum Turnen.

Tobias, der Vater des Ganzen, kam früher als sonst nach Hause, was alle sehr freute.

So machten wir wieder einmal Bekanntschaft mit der Dynamik einer lebhaften Familie. Fast schon hatten wir das vergessen. Schön war’s.

 Gefahren: 0 km

112. Tag – 26. September

Dienstag, 26. September

 

Bei Tageslicht sehen wir erst, dass dies hier in Alpirsbach ein sehr schöner Campingplatz ist. Tagsüber hört man zwar die Strasse, aber nachts ist es sehr ruhig.

Wir schauten uns morgens noch den Ort Alpirsbach an.

 

Ein hübscher Kurpark, eine grosse Kirche, die allerdings verschlossen ist, wie die meisten evangelischen Kirchen und die Klosterbrauerei, die man besichtigen könnte. Uns genügt der Brauerei-Shop, um uns einzudecken. 

Noch ein wenig die Herbstsonne geniessen, dann fahren wir weiter.

Wir verlassen die Schwarzwaldtäler und kommen auf die Höhe . . .

. .  . der Schwäbischen Alb, vorbei an Rottweil bis nach Talheim.

Dort werden wir von der ganzen Familie von Renates Patenkind,        – das „Kind“ ist inzwischen 44 Jahre alt -,  inklusive Hund, herzlich begrüsst.

 Nachmittag und Abend vergehen mit Erzählungen viel zu rasch. 

 Gefahren: 55 km

111. Tag – 25. September

Montag, 25. September

 

Wir haben gut geschlafen auf unserem Hinterhof-Stellplatz.

 

Eine spezielle Idylle.

 

Pünktlich um 9:30 Uhr nahm sich der Mitarbeiter der Firma Crystop unserer Antennenpanne an. Nach der Kontrolle verschiedener Komponenten und einem Update der Controlbox arbeitete die Skew Motion wieder. Diese stellt die Feineinstellung zum Satelliten ein und hatte offenbar nicht mehr funktioniert. 

Nun ist alles wieder in Ordnung. Ein super Service, für den die Firma Crystop auch nichts berechnete. Sehr kulant!

 

Auf der Weiterfahrt kam uns ein alter Traktor entgegen, der wohl nicht mehr auf die Strasse gehört.

Die Bilder sind leider unscharf, aber man erkennt die Abgaswolke.

Obwohl die Gegend eher für Obst bekannt ist, sahen wir viele Maisfelder.

Am Nachmittag besuchten wir Ingrid und Werner und Hund Felix, die in der Nähe von Baden-Baden wohnen.

 

Wir verbrachten einmal mehr schöne Stunden bei Kaffee und Kuchen und interessanten Gesprächen.

Bei schönstem Herbstwetter konnten wir sogar den Garten geniessen.

Unsere Fahrt ging weiter zu einem Stellplatz im Schwarzwald. Es war schon dunkel, als wir in Alpirsbach eintrafen.

Bei der Anmeldung gab es als Überraschungsgeschenk pro Person eine Flasche Bier aus dem breiten Sortiment der hiesigen Brauerei. „Dann mal prost“

 Gefahren: 115 km

110. Tag – 24. September

Sonntag, 24. September

Morgens war noch nicht so klar, was das Wetter will. Aber die Sonne kam doch langsam durch.

Im Wildpark Schwarzach, gleich neben unserem Stellplatz, findet heute ein Bauernmarkt statt. Den wollen wir besuchen.

Vor dem Eingang steht die angeblich grösste Mörserglocke Deutschland’s, gespendet vom SAP-Gründer, der von hier kam.

Auf einer hübschen Tafel ist tiefsinnig über den „Zeitgeist von Schwarzach“ geschrieben. Besonders das Gedicht von Wilhelm Busch gefällt uns. Eins, zwei, drei, im Sauseschritt, . . .

Es endet mit: „darum Mensch sei zeitig weise, höchste Zeit ist’s: reise, reise.

Heute wäre Busch wohl auch im Wohnmobil unterwegs.

Auch für die Oldtimer-Freunde gibt es etwas für’s Auge.

Im Tierpark drängen sich die Leute um die zahlreichen Marktstände.

Altes Handwerk wird gezeigt und regionale Produkte und Handarbeiten suchen ihre Abnehmer.

Die Tiere suchen eher das Weite, sofern sie können. Von Horst, dem kapitalen Platzhirsch, hören wir nur immer wieder sein inbrünstiges, oder eher das brünstige Röhren. Er ist wohl mit seinen Damen voll beschäftigt.

Die Stellplatzbetreiber Theo und seine Frau Silke machen das super hier. Ankommende werden mit Handschlag willkommen geheissen und mit allerlei Wissenswertem versorgt. Man fühlt sich sofort wohl hier.

Für die Norddeutschen hat Theo extra einen Deich aufgeschüttet, damit diese sich von der Sicht her gleich heimisch fühlen.

Am späten Nachmittag werden wir dann nach Karlsruhe weiterfahren. Seit der Eingabe vor 2 Stunden meldet unser Navi laufend: „vor Ihnen ist ein Stau!“

Den heutigen Blogbeitrag erstellen wir vorzeitig noch hier mit dem vorzüglichen WLAN.

Morgen, Montag soll unsere Antenne repariert werden. Wir hoffen sehr, dass der nächste Blogbeitrag wieder über unser eigenes Satelliten-WLAN erfolgen kann.

Nachtrag:

Unser Navi hatte mehrere Staus auf der Autobahn gemeldet.

Für uns kein Problem, denn wir wollen sowieso lieber die Landstrasse fahren und kommen so auf der badischen Weinstrasse durch eine abwechslungreiche Gegend.

Es ist auffallend, wie früh es nun schon dunkel wird.

Auf dem Firmenhof in Karlsruhe stehen wir für eine Nacht gut und ruhig. Es wurde noch ein langer Spielabend.

Gefahren: der NAVI sagte 70 km voraus. Es wurden wegen einiger Umleitungen 90 km daraus.

 

109. Tag – 23. September

Samstag, 23. September

 In der Nacht war noch ein Camper gekommen. Er, ein Niederländer, sie, eine Deutsche.

Ein unkonventionelles, aber nettes Paar, die ihr Fahrzeug recht auffallend dekoriert haben.

Wir wollen ein Stück weiterziehen in Richtung Karlsruhe.

Zuerst unternehmen wir noch einen Rundgang durch Buchen.

Eine kleine, überschaubare Altstadt mit hübschen Ecken.

Die Blasmusik spielte, während sich verschiedene Parteien präsentierten, denn morgen sind Wahlen in Deutschland.

Nach kurzer Fahrt durch die schöne herbstliche Landschaft kommen wir zu unserem Stellplatz in Schwarzach am Wildpark.

Wieder können wir im Freien und in der Sonne unseren Kaffee und Kuchen geniessen.

 

Sogar Michael legt sich einen Moment in den Liegestuhl . . .

 

. . . faszinierende Wolkenbilder wirken inspirierend . . .

. . . was könnte man denn noch machen ? . . .

 

. . . da wäre doch noch Renates löchriger Pulli zu flicken  . . . 

. . . und schon ist es vorbei mit der Ruhe . . .

. . . in der Freiluftwerkstatt wird emsig gebastelt und gebügelt . . .

 

. . . und das Resultat ist gar nicht schlecht geworden.

Jetzt kann Renate wieder neue Löcher machen.

 

Gefahren: 45 km

108. Tag – 22. September

Freitag, 22. September

Renate fängt den Tag mit Schäfchen zählen an, die sie durch das Dachfenster sieht.

Michael wartet auf das Frühstück, bzw. sucht neue Ziele auf der Landkarte.

Wir stehen heute ganz alleine hier.

Bei der Ausfahrt ist eine moderne Ver- und Entsorgungsstation.

Es wurde wieder ein sonniger Tag, so richtig zum Geniessen. Einfach mal die Beine hoch und nichts machen. Doch das hielten wir nicht lange durch.

Das schöne Waldschwimmbad lockte zu sehr. Eine wunderbare Anlage und als zahlende Stellplatzgäste war der Eintritt in’s Bad für uns frei.

Wir waren fast die einzigen Besucher.

Renate meinte: „so richtig warm ist das Wasser ja auch nicht“.

Aber mit etwas Annetzen war die Scheu dann schnell überwunden.

Auch Michael überwand den „inneren Schweinehund“ und drehte seine Runden.

A very cool man, nicht zu verwechseln mit Coolman!

Im Sommer wird hier wohl mehr los sein.

Kaffee gab es wieder vor dem Mobi.

Da zeigte sich ein Eichelhäher.

. . . und da es trocken war, gab es endlich wieder einmal ein Stück Fleisch von Grill und Salat und ja, der Rotwein fehlte auch nicht.

 

Gefahren: 0

 

107. Tag – 21. September

Donnerstag, den 21. September

Die Morgenstimmung mit Nebel zeigt deutlich, dass der Herbst da ist.

Ein Ausflugsschiff ist auch schon unterwegs.

Wenn man über einen eigenen Autokran verfügt, braucht man keinen Bootsanhänger.

Auf dieser Karte erkennt man das typische Mainviereck. Aschaffenburg – Miltenberg – Wertheim – Lohr. Darin eingeschlossen liegt der Spessart.

Wir verlassen den Stellplatz Freudenberg in Richtung Odenwald und bald kommt die Sonne durch.

An Miltenberg und Amorbach vorbei fahren wir über Nebenstrassen zu einem Stellplatz im Morretal bei Buchen. Dabei verlassen wir Bayern und kommen nach Baden-Württemberg.

Die Landschaft ist wunderschön, besonders bei diesem tollen Wetter; viel Wald und romantische Täler.

Ab und zu steht ein Säulenbildstock am Wegrand. Der wurde 1983 sogar einmal gestohlen

Vom Maintal auf 132 m.ü.M. geht es hinauf bis auf 439 m.ü.M. und wieder hinunter auf 264 m.ü.M., und das mit 22% Gefälle auf engen und kurvenreichen Strassen.

Der Stellplatz Morretal bei Buchen liegt sehr hübsch an einem Bach und bei einem Waldschwimmbad.

Es ist angenehm in der Sonne und wir können seit langer Zeit wieder einmal unsere Campingstühle herausholen und vor dem Mobi Kaffee trinken.

Und es geht gar nicht lange, da müssen wir uns sogar sommerlich anziehen, so warm ist es geworden.

 

Gefahren: 40 km