24. Tag – 30. Juni

Freitag, 30. Juni

 Der Regen hatte gegen Morgen etwas nachgelassen. Das Wasser auf dem Platz ging auch langsam zurück. An der tiefsten Stelle und im Graben ringsum schwammen aber immer noch die Enten.

Eine Kindergartenklasse ging trotzdem auf den Spielplatz nebenan.

Michael wollte morgens die Beiträge der letzten zwei Tage nachtragen. Unser WLAN war aber so langsam, dass es schon nach einem Beitrag Mittag wurde. Nach dem Mittagessen fuhren wir von Waren weiter mit dem Ziel Neustrelitz. Dort soll der Platz gemäss Beschreibung auch einen WLAN-Zugang haben. Vielleicht geht damit der Datenfluss schneller.

Inzwischen hatte der Regen aufgehört. So konnten wir im Trocknen unser Elektrokabel verstauen.

Unterwegs wehte ein heftiger Wind. 

Die Felder waren noch vom gestrigen Regen überflutet. Heuballen standen im Wasser.

Auf einem Parkplatz mussten wir einen See durchfahren.

 

Lange blieb es nicht trocken, dann fuhren wir wieder in den Regen hinein.

Im Raum Fürstenberg kommen wir wieder durch die wunderbaren Alleen und Wälder.

Bei Drögen war der Verkehr zu stark, um anzuhalten. Das Jagdschlösschen, das ehemals im Besitz von Renates Grossvater war, müssen wir ein anderes Mal besuchen. Dann hoffentlich auch bei besserem Wetter.

 

In Neutrelitz kommen wir am Marktplatz vorbei. Der Standplatz für Reisemobile ist unten beim Hafen. Er ist sehr schön angelegt, hat auch Strom und Wasser, aber das mit dem WLAN waren leider leere Versprechungen. So müssen wir auf unser eigenes zurückgreifen. Und das läuft hier gar nicht so schlecht.

Heute spazieren wir nicht mehr in den Ort.

Wir hoffen auf besseres Wetter für morgen.

 

Gefahren: 140 km

23. Tag – 29. Juni

Donnerstag, 29. Juni

Wir haben alle lange geschlafen . . ,

. . . gingen dann zusammen mit Vreny und Jögge einkaufen und danach zum Kaffeetrinken wieder zum Italiener.

Dieser gibt sich mit seinen Tischdekorationen immer grosse Mühe.

Obwohl es nach Regen aussah, starteten wir zu einem Spaziergang in die historische Altstadt Werder, die hier auf einer kleinen Insel liegt.

Der Blick auf den Hafen, daneben liegt der Reisemobil Stellplatz.

Diese historische Windmühle wurde vor dem Verfall gerettet und 1991 nach der Renovation wieder eröffnet.

Dieser alte Birnbaum einer seltenen Sorte „Rote Bergamot“ wurde 1720 gepflanzt. Er ist also fast 300 Jahre alt und trägt doch immer noch Früchte.

Als wir beim Fischer gerade die Jagdtrophäen bewunderten, setzte Regen ein.

 

Wir flüchteten in das Lokal im Zelt.

Mit Fischessen und bei einer guten Flasche Weisswein liessen wir es uns gut gehen, auch in der Annahme, dass der Regen ja wohl bald einmal aufhören würde. Ja, denkste! Es schüttete immer mehr.

Auch die Spatzen flüchteten ganz durchnässt ins Trockene.

Als es nach der zweiten Flasche Wein immer noch regnete, bestellten wir uns ein Taxi für den Heimweg.

Der Maulwurfs-Bau im Vordergrund wird wohl auch geflutet sein.

Unser Stellplatz stand inzwischen weitgehend unter Wasser. Wir standen glücklicherweise etwas erhöht nur ca 10 cm tief im Wasser. Andere waren geflüchtet, denn teilweise standen sie knietief im Wasser.

Es schüttete anhaltend weiter.

Wir verbrachten den Nachmittag bei uns im Mobi mit Gesellschaftsspielen und viel „Ääktschen“ ringsum.

Kinder und Enten hatten ihren Spass am Hochwasser.

Jetzt sprudelte das Wasser schon aus dem Gulli, und in der Nachbarschaft war die Feuerwehr zum Abpumpen gekommen.

Wir sitzen hoch und trocken und fühlen uns wie früher auf dem Boot, total von Wasser umgeben. Der Boden, auf dem wir stehen, hat zum Glück einen festen Grund.

Renates Clogs, die vor der Tür standen, schwammen unbemerkt davon in Richtung Havel. Wir fingen sie nachts gerade noch rechtzeitig ein, bevor sie in die Havel gespült worden wären.

Nach dem gemeinsamen Abendessen und Kartenspielen bei uns, mussten Vreny und Jögge durch das immer noch knietiefe Wasser waten, damit sie zu ihrem Boot kamen.

Am nächsten Tag soll es bei ihnen und auch bei uns wieder weitergehen.

Gefahren: 0 km

22. Tag – 28. Juni

Mittwoch, 28. Juni

Nach dem Frühstück vernehmen wir die frohe Botschaft: das Ersatzteil aus Italien ist wirklich planmässig frühmorgens angeliefert worden. Sogleich wird ein Arbeitsplatz freigemacht und mit der Reparatur begonnen.

Wir müssen diese Zeit überbrücken. Zuerst gingen wir nochmals nach Calau die Geschäftsstrasse mehrmals rauf und runter.

Wir entdeckten auch noch einige „Kalauer“.

Dann besorgten wir uns etwas zum Lesen und setzten uns wieder ins Kaffee der Bäckerei. Dort sind wir nach dem 3. Mal schon bestens bekannt. Zum Mittagessen wechseln wir ein paar Häuser weiter zu einer Metzgerei, die Mittagstisch anbietet. Wir haben auch schon besser gegessen.

Nach dem Essen laufen wir wieder zur Werkstatt zurück, damit wir die Fertigstellung ja nicht verpassen.

Zum Auswechseln des Ersatzteils musste viel abmontiert und ausgebaut werden.

Das entscheidende Teil, der elektrohydraulische Steller KDL – 21.03.14, zuständig für die Schaltung, hat einen Herstellungsfehler. Das ist bei den Fiat Service News leider nicht unter unsere Fahrgestellnummer veröffentlicht und zu identifizieren, sondern unter jener der vorhergehenden Serie. Da muss erst mal einer draufkommen.

Es war wieder ein richtig heisser Tag. Auch im Schatten und in der Warte-Lounge war es schwülwarm. Ein Gewitter lag in der Luft.

Dann war es soweit. Herr Manuel Ströhla kam von der Probefahrt zufrieden zurück.

Wir beglichen die Kosten der Reparatur, die wir in der Schweiz von unserer Versicherung der Garantieverlängerung zurückerhalten werden (so hoffen wir).

Diese Firma Ströhla in Calau hinterlässt bei uns in allen Belangen einen hervorragenden Eindruck. Fachlich kompetent, hilfsbereit und freundlich. Diese Leute, die Inhaberfamilie, aber auch die Angestellten, gehen spürbar in ihren Tätigkeiten auf.

Noch schnell etwas Frischwasser gebunkert, dann die persönliche Verabschiedung und unsere Fahrt kann wieder weitergehen. Es besteht eine Wetterwarnung, aber wir bekommen ausser etwas Regen nichts davon mit.

Nach knapp 2 Stunden sind wir in Werder bei Potsdam, wo wir uns mit Vreny und Jögge (Jörg) treffen. Die liegen hier im Hafen mit ihrer Motoryacht.

Der Reisemobil Standplatz ist fast in Sichtweite der Havel.

Nach dem Essen beim Italiener klang der Abend auf ihrem Boot feuchtfröhlich aus.

Gefahren: 155 km (inkl. Probefahrt)

21. Tag – 27. Juni

Dienstag, 27. Juni

Wir schliefen gut und lange. Man steht hier bei der Garage Ströhla in Calau so ruhig, besser als auf manchem Stellplatz.

Nach dem Frühstück spazierten wir zuerst etwas entlang der Felder, die gerade hinter diesem Gelände beginnen.

Die Kamerun-Schafe (die wir für Ziegen gehalten hatten) in einem Gehege nebenan kamen neugierig auf uns zu. Ob es wohl etwas zu fressen gibt?

 

Später gehen wir nach Calau, um den Dienstags-Markt zu besuchen.

Der ist aber nicht so gewaltig interessant. Immerhin finden wir einen Fischhändler. So wird es bei uns heute Matjes, Kartoffeln und Salat geben.

Die Calauer vermarkten hier den Kalauer (früher hiess diese Stadt auch Kalau).

An vielen Gebäuden sind Tafeln mit den „Flachwitzen“ angebracht. Immer wieder sind irgendwo die lustigen Figuren des Schusterjungen zu sehen, der die Sache im 19. Jahrhundert offenbar in die Welt gesetzt hat. 

 

 

 

So sieht die verkehrsberuhigte Hauptstrasse aus.

Es gab hier Kaffee und leckeren Kuchen.

 

Dieses Haus wurde sehr aufwändig bemalt.

 

Wir genossen den heutigen Tag unserer „Zwangsferien“. Bei bedecktem Himmel war auch die Temperatur sehr angenehm.

 

Gefahren: 0 km

20. Tag – 26. Juni

Montag, 26. Juni

Wir verabschiedeten uns von Sigrid und Mario, ihrem Sohn, von der Idylle Konzack. Wer jemals etwas zum Entschleunigen sucht, ist hier richtig.

Wir schlichen uns wieder durch die schmale Zufahrt. Die Äste hingen regennass inzwischen noch viel tiefer.

Der Sturm vor einigen Tagen hat hier die ohnehin schon schmale Strasse noch enger gemacht.

Wir besuchten den kleinen Ort Burg, was gestern mit den Velos durch den einsetzenden Regen buchstäblich ins Wasser gefallen war.

Auch am Montag Morgen werden die Kähne mit Touristen gefüllt. Und es gibt etwa 10 solcher Anlegestellen!

Dann wollten wir mit einem weiteren Zwischenhalt in Lübben weiter in Richtung Potsdam fahren.

Kurz nach Lübben dann: das Getriebe „spinnt“ wieder, springt auf „N“ = Leerlauf, also kein Vortrieb mehr.

Erster Gedanke: Nein, bitte nicht schon wieder !

Zweiter Gedanke: runter von der verkehrsreichen Strasse, aber so, dass allenfalls ein Abschleppwagen herfahren kann. Es reichte uns noch bis in eine Seitenstrasse, die zu einer Kläranlage führt. Bis zu einer Stelle, an der die grossen Lastwagen vorbeifahren konnten.

Mit dem Prozedere des Fiat-Pannen-Notrufs hatten wir ja schon Erfahrung.

Via Schweiz wurde dann ein deutscher Pannendienst bestellt. Die Adresse der nächsten Fiat Professional Garage hatten wir inzwischen auch schon von einem netten Einheimischen bekommen. So kam bald ein SMS, dass sich die Garage bei uns melden wird. Nach weniger als einer halben Stunde kam der Juniorchef der Fiat-Garage mit einem Diagnosegerät, las die Fehlermeldung aus und brachte das Fahrzeug wieder in Gang. Allerdings könne das Problem jederzeit wiederkommen, – als ob wir das nicht schon kennen.

Wir werden zur Werkstatt in Calau eskortiert.

Hier kennt man, – was für ein Glück, diese Panne schon und wie sie dauerhaft behoben werden kann.

Allerdings muss ein Ersatzteil aus Italien kommen. So sitzen wir hier erst einmal fest.

Der Empfang hier in dieser Garage würde manchem Hotel gut anstehen. Die Seniorchefin hiess uns herzlich willkommen.

Wir könnten auch jederzeit ein Auto erhalten, um die Zeit zu überbrücken. Alles sehr angenehm und tut den pannengeschädigten Nerven gut.

Die Werkstatt liegt ganz am Rande der Stadt.

Wir sind bei den Kalauern gelandet.

Wir waren gerade zu einem Spaziergang aufgebrochen und hatten seltene Tauben beobachtet.

Als wir gerade vor einem Feld mit Kornblumen standen, rief der Fiat Pannendienst aus der Schweiz an, um noch Details zum Fall zu erfragen. Es ist schliesslich die gleiche Panne, wie zuvor noch in der Garantiezeit.

Renate hat ein feines Abendessen gekocht. Dazu tranken wir Cabernet Sauvignon aus Californien, einen sehr leckeren Roten.

Der erste Schock ist verdaut und ohnehin: Hauptsache ist die Gesundheit.

Gefahren: 35 km

19. Tag – 25. Juni

Sonntag, 25. Juni

Diese und noch viel mehr Wasserwege gibt es im Spreewald.

Auf dieser Insel (Punkt) stehen wir hier

Heute sattelten wir unsere beiden Drahtesel und strampelten etwas durch die Gegend. Es gibt hier wohl mehr Wasserwanderwege, Fließ genannt, aber auch einige Fahrradwege.

Immer wieder kreuzt man die Fließe, auf denen Spreewaldkähne voller Touristen gefahren werden und noch mehr Paddel- und Kanu-Mietboote. Oft kommen sich die beiden Gattungen in die Quere, denn so ein Fließ ist oft nur 2 Meter breit. Der Kahnfährmann hat immer Vorfahrt. Er bewegt den Kahn mit einem sogenannten Rudel durch das Wasser. Mit dieser langen Stange stösst er sich am Grund ab und lenkt gleichzeitig. Das verlangt Geschicklichkeit und Kraft.

Dieser Fährmann hat die richtige Figur dazu.

Es gibt hier noch erstaunlich viel Viehwirtschaft.

Noch häufiger trifft man auf kleine Gasthäuser. Jede Anlegestelle hat eine Möglichkeit zum Einkehren. Davon können auch wir Radfahrer profitieren.

Bei dieser Schenke standen auch einige wertvolle Oldtimer.

Es gibt hier auch Schleusen, allerdings mit wenig Höhenunterschied.

Dunkle Wolken trieben uns dann zurück zum Mobi-Standplatz. Es gab nachmittags immer mal einen Regenschauer.

Danach schien die Sonne wieder, und wir genossen unseren Platz direkt am Wasser.

Der Anlegesteg des Hauses hat naturgewachsene Festmacher-Ringe.

Die letzte Abendsonne auf diesem Platz, denn morgen wollen wir wieder weiterziehen.

Gefahren: 0

18. Tag – 24. Juni

Samstag, 24. Juni

 

Heute soll es weitergehen mit Ziel Spreewald.

Wir verabschieden uns von Herrn Guhr, dem Platzbetreiber. Er strahlt eine natürliche Freundlichkeit aus und freute sich, dass wir uns hier in Struppen sehr wohlgefühlt haben.

 

In Pirma sahen wir eine Ampel mit einer eher südländischen Verkabelung.

Dann ging es recht flott auf der Autobahn voran, bis wir ein Hinweisschild zum Besucherbergwerk F60 entdeckten.

Michael erinnerte sich, dass dies sehenswert sein soll. 

So machten wir den Umweg über Lichterfeld.

Dort ist die grösste Abraumförderbrücke,  die weltweit jemals gebaut wurde, zu besichtigen. 500 Meter lang und 11’000 Tonnen schwer ist das Gerät. Man bekommt es gar nicht vollständig auf ein Bild.

Bis zur Stilllegung 1992 wurde mit dieser Maschine das Erdreich abgetragen, bis die Braunkohlen-Flöze freigelegt waren.

 

Die alten Gruben wurden geflutet und miteinander verbunden, wodurch ein grosses Wassersport- und Erholungsgebiet entstand.

Danach kamen wir später als geplant nach Lübben (Spreewald) und prompt war der angepeilte Standplatz schon voll. Das sollte kein Nachteil sein, denn die Alternative, wo wir jetzt stehen, ist viel besser.

Wir sahen schon etwas von der schönen Spreewald-Landschaft, 

kamen an Störchen vorbei

und stehen nun in Lübbenau-Leipe mitten im Spreewald bei einem Landwirt, der neben Ferienwohnungen auch Platz für 4 Reisemobile anbietet. Obwohl die Wiese schon durch Zelte von Kanu-Touristen gefüllt ist, dürfen wir doch bleiben. 

Zuerst mussten wir aber überhaupt hierher finden. Der Weg wird zuletzt so schmal und zugewachsen, dass sich nicht viele Camper hindurch wagen würden.

Einmal hier, ist es eine einzigartige Idylle.

In der nahen Hafenkneipe gibt es Lübbenauer Babbenbier. Ein Genuss.

Abends sassen wir noch lange mit anderen Gästen und der Besitzerfamilie an einem Tisch und hatten es sehr lustig.

Sigrid, die Mutter des Besitzers, zeigte uns ihre Puppensammlung mit selbst hergestellten Trachtenkleidern aus der Region. Ein richtiges kleines Museum.

 

Gefahren: 200 km

17. Tag – 23. Juni

Freitag, 23. Juni

Heute hat unser Schwiegersohn Thomas Geburtstag.

In der Nacht hatte es lange und kräftig geregnet und es war deutlich kühler geworden.

Zuerst hat Michael unseren gestrigen Blogbeitrag im WLAN-Netz des Hotels nachgetragen. Dann wollten wir doch noch vor der Weiterfahrt die Burg von Stolpen ansehen, unter der wir in Sichtweite standen.

Die Burg wurde auf einem vor 25 Millionen Jahren entstandenen Basaltberg errichtet.

Mit der Burg verbunden ist die spannende Geschichte von Anna Constantia von Cosel. Sie wurde hier 49 Jahre bis zu ihrem Tode 1765 gefangen gehalten, weil sie als Mätresse des Königs öffentlich den Anspruch stellte, die Frau des Königs zu sein. (daraus lernen wir: sowas geht meistens nicht gut).

Interessant ist auch der Brunnen: Vier Bergleute arbeiteten sich 24 Jahre lang 84 Meter in die Tiefe. So entstand der tiefste Basaltbrunnen der Erde, der sein Wasser auch im Basalt fasst.

Faszinierend ist auch die Aussicht oben vom Turm.

 

Dann entdeckten wir noch in einem der Turmfenster zwei Turmfalken. Neugierig schauten sie den Besuchern nach.

Der kleine Schlossgeist zeigt jeweils, wo’s langgeht.

Auch der Hinweis zu den Toiletten ist speziell.

 

Inzwischen war es Mittag geworden und auch wieder wärmer. Aber der Wind blies immer noch heftig.

Bevor wir weiterfuhren, hatte Michael mit einem Mitarbeiter von Crystop, dem Hersteller unserer Satellitenanlage, telefoniert. So erfuhr er, dass er zur Reparatur einen 13er Gabelschlüssel und eine Leiter brauchen würde. Beides haben wir nicht dabei.

Da wir ja schon den Stellplatz in Struppen und die dort sehr hilfsbereiten Leute kannten, wurde das unser nächstes Ziel.

Dort bekamen wir eine Leiter und Michael konnte auf dem Dach die SAT-Schüssel wieder richten.

Der Funktionsstatus des Modems zeigt überall grüne Punkte, also wieder alles ok.

Der Grund der Panne war, dass der Wind die Antenne etwas nach vorne gedrückt hatte, bevor der Rotor seine innere Parkposition erreicht hatte.

Grösserer Schaden kann dabei nicht entstehen, denn zur Sicherheit gegen Bruch ist eine Rutschkupplung eingebaut. Also sind wir wieder um eine Erfahrung reicher!

 

Es wurde noch ein schöner und windstiller Abend in Struppen.

Gefahren: 25 km

16. Tag – 22. Juni

Donnerstag, 22. Juni

Struppen: Nach dem Frühstück vor dem Mobi in der Morgensonne rafften wir uns zur Weiterfahrt auf. Vorher benutzten wir hier noch die Ver- und Entsorgungsstation.

Alles ist sehr sauber und praktisch angelegt.

Beim Betreiber holen wir uns noch eine Adresse zum Gas nachfüllen.

Er hat sich sein originelles Büro selbst geschreinert, alles aus Palettenholz.

Vor Königstein kommen wir an die Elbe und staunen über das momentan sehr schmale Rinnsal. Es hat eben auch hier lange nicht mehr geregnet.

In Bad Schandau finden wir den Betrieb, der unsere leere Alugasflasche wieder auffüllt. Alu-Tauschflaschen werden in dieser Gegend anscheinend selten angeboten.

Nächstes Ziel ist die Bastei im Elbsandstein Gebirge. Die Strasse führt uns vom Tal der Elbe etwa 200 Höhenmeter hinauf auf ein Hochplateau.

Es war schrecklich heiss und schwül heute. Auf einem Parkplatz im Wald suchten wir Schatten und Abkühlung. Aber auch dort war es sehr, sehr warm.

Dann kamen wir zum Parkplatz der Bastei. Von da sind es noch ca. 400 Meter zu Fuss zum Aussichtspunkt, der Basteibrücke und der Burg. Der Weg verläuft grösstenteils im Schatten, nur – auch im Schatten war es mörderisch heiss.

Aber die Aussicht und die Felsformationen hier sind einzigartig. Das war diese Mühe wert.

 

Weit unten fliesst die Elbe und viele „Riverrafting-Boote“ erkennt man nur dank des Zooms.

Ebenso die Kletterer, die sich auf einem Felsen ausruhen. Cool!

Vom Parkplatz zur Bastei werden Fahrten mit dem „Ferdewagen“ angeboten (so wie hier auch in der Kirche ein „Farrer“ die Predigt hält).

Total erschöpft fahren wir zum nächst besten Standplatz in Stolpen. Es sah nach Gewitter aus. Als dann die ersten Windböen durchzogen, konnten wir gerade noch rechtzeitig Tisch und Stühle wegräumen.

Kurz danach fegte ein kräftiger Sturm, aber kaum Regen über uns hinweg. Ein richtiger Sandsturm wirbelte umher. Als wir unsere Satelliten-Antenne einfahren wollten, kam der Motor nicht sofort dagegen an. Nach diesem Vorfall lässt sich die Antenne nun nicht mehr ausfahren.

So gibt es also wieder eine neue Herausforderung (und vorläufig keinen eigenen WLAN-Zugang).

Ein E-Mail an den Hersteller Crystop in Karlsruhe mit unserem Hilferuf konnten wir im Hotel Burg, zu dem dieser Platz gehört, absenden.

Der Regen setzte Stunden später doch noch ein, dann aber heftig und anhaltend. Da mochte Michael nicht mehr nach draussen, um den Blog im Hotel nachzuführen. Morgen ist auch noch ein Tag.

Gefahren: 50 km

15. Tag – 21. Juni

Mittwoch, 21. Juni

Heute wollten wir wieder weiterziehen. Erstes Ziel war das Schloss Augustusburg. Der Weg dorthin führt durch eine wunderschöne Landschaft. Meistens hat man von der Strasse aus eine tolle Weitsicht.

Schon aus der Ferne ist die Augustusburg auf einer Anhöhe zu sehen.

Das Jagdschloss wurde 1568 bis 1572 erbaut und hat riesige Ausmasse.

Heute sind mehrere Museen untergebracht, wovon wir nur einzelne besuchen:

Das Schlossmuseum, mit Waffensammlungen und einer sagenhaften Aussicht in die Gegend.

 

Der Kerker, eine gruselige Geschichte mit Folterwerkzeugen

 

Das Jagdtier- und Vogelkundemuseum, das uns mit naturnahen Präparaten begeisterte.

 

Das Motorradmuseum, in dem die ganze Entwicklung mit verschiedensten Modellen gezeigt wird.

 

Das Kutschenmuseum, mit wunderschönen Exemplaren, besonders der Staatswagen zur Kaiserkrönung 1870 mit seinen kunstvollen Details.

 

Weiter ging die Fahrt über Landstrassen, um Dresden, das wir schon kennen, weiträumig zu umfahren.

Wir kommen durch kleine Orte, wo noch viel Renovationsbedarf besteht.

Als Standplatz wählten wir einen Camping-Stellplatz in Struppen, in der Nähe von Pirna. Ein sehr ordentlicher Platz, sogar mit einem schnellen WLAN.

Mit den letzten Sonnenstrahlen beginnt Michael mit dem Blogeintrag.

 

Gefahren: 120 km