20. Tag – 26. Juni

Montag, 26. Juni

Wir verabschiedeten uns von Sigrid und Mario, ihrem Sohn, von der Idylle Konzack. Wer jemals etwas zum Entschleunigen sucht, ist hier richtig.

Wir schlichen uns wieder durch die schmale Zufahrt. Die Äste hingen regennass inzwischen noch viel tiefer.

Der Sturm vor einigen Tagen hat hier die ohnehin schon schmale Strasse noch enger gemacht.

Wir besuchten den kleinen Ort Burg, was gestern mit den Velos durch den einsetzenden Regen buchstäblich ins Wasser gefallen war.

Auch am Montag Morgen werden die Kähne mit Touristen gefüllt. Und es gibt etwa 10 solcher Anlegestellen!

Dann wollten wir mit einem weiteren Zwischenhalt in Lübben weiter in Richtung Potsdam fahren.

Kurz nach Lübben dann: das Getriebe „spinnt“ wieder, springt auf „N“ = Leerlauf, also kein Vortrieb mehr.

Erster Gedanke: Nein, bitte nicht schon wieder !

Zweiter Gedanke: runter von der verkehrsreichen Strasse, aber so, dass allenfalls ein Abschleppwagen herfahren kann. Es reichte uns noch bis in eine Seitenstrasse, die zu einer Kläranlage führt. Bis zu einer Stelle, an der die grossen Lastwagen vorbeifahren konnten.

Mit dem Prozedere des Fiat-Pannen-Notrufs hatten wir ja schon Erfahrung.

Via Schweiz wurde dann ein deutscher Pannendienst bestellt. Die Adresse der nächsten Fiat Professional Garage hatten wir inzwischen auch schon von einem netten Einheimischen bekommen. So kam bald ein SMS, dass sich die Garage bei uns melden wird. Nach weniger als einer halben Stunde kam der Juniorchef der Fiat-Garage mit einem Diagnosegerät, las die Fehlermeldung aus und brachte das Fahrzeug wieder in Gang. Allerdings könne das Problem jederzeit wiederkommen, – als ob wir das nicht schon kennen.

Wir werden zur Werkstatt in Calau eskortiert.

Hier kennt man, – was für ein Glück, diese Panne schon und wie sie dauerhaft behoben werden kann.

Allerdings muss ein Ersatzteil aus Italien kommen. So sitzen wir hier erst einmal fest.

Der Empfang hier in dieser Garage würde manchem Hotel gut anstehen. Die Seniorchefin hiess uns herzlich willkommen.

Wir könnten auch jederzeit ein Auto erhalten, um die Zeit zu überbrücken. Alles sehr angenehm und tut den pannengeschädigten Nerven gut.

Die Werkstatt liegt ganz am Rande der Stadt.

Wir sind bei den Kalauern gelandet.

Wir waren gerade zu einem Spaziergang aufgebrochen und hatten seltene Tauben beobachtet.

Als wir gerade vor einem Feld mit Kornblumen standen, rief der Fiat Pannendienst aus der Schweiz an, um noch Details zum Fall zu erfragen. Es ist schliesslich die gleiche Panne, wie zuvor noch in der Garantiezeit.

Renate hat ein feines Abendessen gekocht. Dazu tranken wir Cabernet Sauvignon aus Californien, einen sehr leckeren Roten.

Der erste Schock ist verdaut und ohnehin: Hauptsache ist die Gesundheit.

Gefahren: 35 km