2. Tag – 8. Juni

Donnerstag, 8. Juni

Das Team der Firma Hentrich in Bad Krozingen-Biengen nahm sich die Arbeiten gleich vor.

Die Dichtheitskontrolle, schon die zweite, zeigte: alles ist trocken.

Dabei wird mit einem Feuchtemessgerät an den kritischen Stellen, wie den Durchbrüchen für Dachlüfter und Fenster, besonders kontrolliert.

Auch die Gasprüfung ergibt keinerlei Grund zur Sorge. Alles ok.

Wir erfuhren, dass die Truma-Duo-Control, welche dafür sorgen soll, dass die Gaszufuhr automatisch von der Betriebs- auf die Reserveflasche umstellt, durch Partikel im Gas gerne verschmutzt und dann hängenbleibt. Das führt dazu, dass der Schalter der Warnleuchte „Betriebsflasche leer“ nicht funktioniert.

Das scheint auch der Grund gewesen zu sein, warum wir nicht gewarnt wurden und wir – wie schon erlebt – mit zwei leeren Flaschen konfrontiert waren.

Truma habe auch zu wenig kommuniziert, dass für jede Gasflasche eigentlich ein Filter dringend erforderlich ist.

Das haben wir heute gleich nachrüsten lassen und hoffen sehr, dass die Duo-Control noch keinen Schaden genommen hat.

 

Eine Überraschung ganz anderer Art entstand, als der Fahrzeugausweis gefragt war. An seinem gewohnten Platz, in Michael’s Portemonnaie, war er jedenfalls nicht. Schnell war klar, dass der noch zuhause lag, weil Michael ihn vor dem Segeltörn herausgenommen hatte.

Also fuhren wir nochmals nach Hause, denn ohne Fahrzeugausweis wollten wir so eine lange Tour nicht wagen.

Unterwegs hatten wir festgestellt, dass unser Navi „nicht mehr mit uns redete“. Alle unsere Bemühungen in den Einstellungen halfen nichts. Otto blieb stumm.

So fuhren wir in Bern noch zu der Firma, die das Karten-Update für uns gemacht hatte. Auch Herr Lehmann hatte seine Mühe, konnte dann aber mit einem neuen Aufstarten der Software Ottos Stimme wieder holen. Allerdings waren alle Voreinstellungen, wie Länge, Breite, Höhe, etc, auch wieder neu einzugeben. Warum Otto nach dem Update stumm geworden war, –  er hat es uns nicht verraten.

So starteten wir erneut auf unsere Reise.

Auf der Autobahn zwischen Bern und dem Grauholz lies sich auf einmal der Tempomat nicht mehr einstellen. Kein Problem – die nächste Ausfahrt führt direkt zu unserer Fiat-Professional-Garage in Urtenen-Schönbühl. Herr Kirchen schaut sich sogleich unser Problem an. Die Lösung, wenn so etwas vorkommt: kurz bremsen –  und dann könne man den Tempomat wieder setzten.

Wieder etwas gelernt.

 

Nun ist es aber gut!

Wir wollen endlich ohne weitere Probleme weiterkommen.

Auf dem nächsten Parkplatz suchten wir ein Ziel für heute.

Wir entschieden uns für einen Standplatz in Lottstetten.

Wer kennt schon Lottstetten?!

Die Gemeinde Lottstetten mit rund 2400 Einwohnern liegt auf deutschem Gebiet zwischen Schaffhausen (12 km) und der Weltstadt Zürich (35 km).

Es ist schon toll, wie eine kleine Gemeinde einen so super Standplatz für Reisemobile eingerichtet hat. Gratis, man zahlt nur den Strom nach Verbrauch. Die Entsorgung von Grauwasser und Toilette ist gratis. 100 Liter Frischwasser kann man für 1 Euro bekommen.

Gefahren: 345 km