18. Tag – 24. Juni

Samstag, 24. Juni

 

Heute soll es weitergehen mit Ziel Spreewald.

Wir verabschieden uns von Herrn Guhr, dem Platzbetreiber. Er strahlt eine natürliche Freundlichkeit aus und freute sich, dass wir uns hier in Struppen sehr wohlgefühlt haben.

 

In Pirma sahen wir eine Ampel mit einer eher südländischen Verkabelung.

Dann ging es recht flott auf der Autobahn voran, bis wir ein Hinweisschild zum Besucherbergwerk F60 entdeckten.

Michael erinnerte sich, dass dies sehenswert sein soll. 

So machten wir den Umweg über Lichterfeld.

Dort ist die grösste Abraumförderbrücke,  die weltweit jemals gebaut wurde, zu besichtigen. 500 Meter lang und 11’000 Tonnen schwer ist das Gerät. Man bekommt es gar nicht vollständig auf ein Bild.

Bis zur Stilllegung 1992 wurde mit dieser Maschine das Erdreich abgetragen, bis die Braunkohlen-Flöze freigelegt waren.

 

Die alten Gruben wurden geflutet und miteinander verbunden, wodurch ein grosses Wassersport- und Erholungsgebiet entstand.

Danach kamen wir später als geplant nach Lübben (Spreewald) und prompt war der angepeilte Standplatz schon voll. Das sollte kein Nachteil sein, denn die Alternative, wo wir jetzt stehen, ist viel besser.

Wir sahen schon etwas von der schönen Spreewald-Landschaft, 

kamen an Störchen vorbei

und stehen nun in Lübbenau-Leipe mitten im Spreewald bei einem Landwirt, der neben Ferienwohnungen auch Platz für 4 Reisemobile anbietet. Obwohl die Wiese schon durch Zelte von Kanu-Touristen gefüllt ist, dürfen wir doch bleiben. 

Zuerst mussten wir aber überhaupt hierher finden. Der Weg wird zuletzt so schmal und zugewachsen, dass sich nicht viele Camper hindurch wagen würden.

Einmal hier, ist es eine einzigartige Idylle.

In der nahen Hafenkneipe gibt es Lübbenauer Babbenbier. Ein Genuss.

Abends sassen wir noch lange mit anderen Gästen und der Besitzerfamilie an einem Tisch und hatten es sehr lustig.

Sigrid, die Mutter des Besitzers, zeigte uns ihre Puppensammlung mit selbst hergestellten Trachtenkleidern aus der Region. Ein richtiges kleines Museum.

 

Gefahren: 200 km