119. Tag – 3. Oktober

Dienstag, 3. Oktober.  Tag der Deutschen Einheit.

In der Nacht und auch am Morgen hat es tüchtig geregnet.

Nur langsam wurde es heller und gegen Mittag hörte der Regen vollständig auf. Darauf hatten wir gewartet, denn wir wollten nicht nass werden, wenn wir das Elektrokabel einräumen, Frischwasser auftanken und Grauwasser und Toilette entsorgen, bevor wir losfahren.

Wir erfreuen uns an der herbstlichen Landschaft, die besonders zur Geltung kommt, da die Sonne scheint.

Wir steuern Schönau an, wo gemäss unserer App ein guter Stellplatz sein soll. Der passte uns aber nicht und so zogen wir weiter nach Todtnau.

Dieser Platz liegt zwar unweit der Landstrasse, er gefällt uns aber gut, und wir hoffen nur, dass der Verkehr nachts nachlassen wird.

Es ist nicht weit in den netten Ort, der auf etwa 600 m.ü.M. liegt und von drei etwa 1100 Meter hohen Bergen umgeben ist.

Vorbei an schmucken Schwarzwaldhäusern kommen wir zur erhöht liegenden Pfarrkirche „St. Johannes der Täufer“.

Sie wurde im 18. Jahrhundert erbaut, nachdem ein Brand den Vorgängerbau zerstört hatte.

Von dort sehen wir am gegenüberliegenden Hang einen Sessellift und eine Sommerrodelbahn. Das wollen wir uns genauer ansehen.

Auf dem Weg dorthin fällt uns auf, dass es „Bella Italia“ auch im Schwarzwald gibt.

Wir überqueren die Wiese, den Bach, der wenige Kilometer von hier am Feldberg entspringt.

In diesem Haus wurde der Erfinder der Dauerwelle, Karl Nessler, geboren. Was es doch alles gibt!

Dann stehen wir am Lift zum Hasenhorn und der Rodelbahn.

Auf einer der längsten und spektakulärsten Rodelbahnen kann man hier auf schienengeführten Schlitten 2.9 km ins Tal flitzen. Wir glauben, dass unsere Enkel hier auch ihren Spass haben würden.

Zurück im Zentrum schlemmerten wir noch ein Eis in der Herbstsonne.

Auch hier gibt es noch alte Strassenschilder, die die Jungen kaum noch lesen können.

Oberhalb unseres Stellplatzes steht ein Kriegerdenkmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges.

Beim Stellplatz Todtnau geniessen wir die Sonne noch bis zum Untergang.

Gefahren: 35 km