116. Tag: Rees/D

116. Tag, Dienstag, 18. September 2018

Heute Morgen um 8 Uhr waren draussen schon 20°

So war es wieder einmal möglich, dass wir im Freien frühstücken.

Wir können auch nicht gleich auf eine Besichtigung der Stadt, weil Michael erst sein spannendes Buch fertiglesen muss.

Ausserdem gibt es noch einige „Büroarbeiten“, Online-Banking und Telefonate zu erledigen.

Mittags war die Aussentemperatur dann schon auf über 30° gestiegen. Das sind wir gar nicht mehr gewöhnt. Es weht ein starker warmer Wind.

Nachmittags schwingen wir uns dann auf unsere Fahrräder und fahren in den Ort. Es soll die älteste Stadt am unteren Niederrhein sein (Stadtrechte seit 1228).

Wir laufen auf der sehr schön angelegten Rheinpromenade entlang.

Der eigentliche Zweck als Hochwasserschutz ist elegant kaschiert. Bänke, Blumen und lustige Skulpturen ziehen viele Besucher an.

Der Rhein führt sehr wenig Wasser. Umso mehr Schiffe sind unterwegs, da sie nicht voll beladen fahren können.

Besonders deutlich sieht man den tiefen Pegel an den Fahrwasser-Begrenzungen auf den trockenliegenden Buhnen.

Beim Pegelturm können die Rheinschiffer den Wasserstand ablesen. Sie werden heute wohl modernere Mittel verwenden.

Von der spätmittelalterlichen Stadtbefestigung ist noch einiges zu sehen.

Beim Ruderclub steht eine mächtige Weide, die schon 66 Jahre alt ist.

Ein netter älterer Herr aus dem Verein (er ist 10 Jahre jünger als wir) führt uns durch’s Clubhaus und zeigt uns Fotos, auf dem diese Weide gerade 5 Jahre alt ist.

Eine weitere Skulptur

Bei einem Luftangriff im Februar 1945 wurde Rees fast gänzlich zerstört.

Es wurde in den alten Strukturen wieder neu aufgebaut.

Auch die Kirche lag in Schutt und Asche.

Sie wurde im klassizistischen Stil wiederaufgebaut.

Das Tonnengewölbe erzeugt eine grossartige Akustik.

Diese Fassade hat als einzige in dieser Strasse den Luftangriff „überlebt“.

Auf dem Marktplatz steht die lustige Skulptur des Künstlers Dieter von Levetzow: der Rhinkieker

Den Reesern gewidmet, die täglich am Rhein das Geschehen auf dem Strom beobachten und dabei das Leben in der Stadt kritisch unter die Lupe nehmen. „De beste Scheppers stoahn an de Wall“

Sehr treffend: „Die besten Schiffer stehen am Ufer“.

Hier noch eine Skulptur zur €-Einführung 2002

Ein sauberes Städtchen. Hat uns gut gefallen.

Gefahren: 0 km

PS: Heute, um 22:30 – Michael ist gerade mit diesem Blogbeitrag fertig -, hat auch Renate ihren „Schinken“ mit 1’146 Seiten fertiggelesen.