110. Tag – 24. September

Sonntag, 24. September

Morgens war noch nicht so klar, was das Wetter will. Aber die Sonne kam doch langsam durch.

Im Wildpark Schwarzach, gleich neben unserem Stellplatz, findet heute ein Bauernmarkt statt. Den wollen wir besuchen.

Vor dem Eingang steht die angeblich grösste Mörserglocke Deutschland’s, gespendet vom SAP-Gründer, der von hier kam.

Auf einer hübschen Tafel ist tiefsinnig über den „Zeitgeist von Schwarzach“ geschrieben. Besonders das Gedicht von Wilhelm Busch gefällt uns. Eins, zwei, drei, im Sauseschritt, . . .

Es endet mit: „darum Mensch sei zeitig weise, höchste Zeit ist’s: reise, reise.

Heute wäre Busch wohl auch im Wohnmobil unterwegs.

Auch für die Oldtimer-Freunde gibt es etwas für’s Auge.

Im Tierpark drängen sich die Leute um die zahlreichen Marktstände.

Altes Handwerk wird gezeigt und regionale Produkte und Handarbeiten suchen ihre Abnehmer.

Die Tiere suchen eher das Weite, sofern sie können. Von Horst, dem kapitalen Platzhirsch, hören wir nur immer wieder sein inbrünstiges, oder eher das brünstige Röhren. Er ist wohl mit seinen Damen voll beschäftigt.

Die Stellplatzbetreiber Theo und seine Frau Silke machen das super hier. Ankommende werden mit Handschlag willkommen geheissen und mit allerlei Wissenswertem versorgt. Man fühlt sich sofort wohl hier.

Für die Norddeutschen hat Theo extra einen Deich aufgeschüttet, damit diese sich von der Sicht her gleich heimisch fühlen.

Am späten Nachmittag werden wir dann nach Karlsruhe weiterfahren. Seit der Eingabe vor 2 Stunden meldet unser Navi laufend: „vor Ihnen ist ein Stau!“

Den heutigen Blogbeitrag erstellen wir vorzeitig noch hier mit dem vorzüglichen WLAN.

Morgen, Montag soll unsere Antenne repariert werden. Wir hoffen sehr, dass der nächste Blogbeitrag wieder über unser eigenes Satelliten-WLAN erfolgen kann.

Nachtrag:

Unser Navi hatte mehrere Staus auf der Autobahn gemeldet.

Für uns kein Problem, denn wir wollen sowieso lieber die Landstrasse fahren und kommen so auf der badischen Weinstrasse durch eine abwechslungreiche Gegend.

Es ist auffallend, wie früh es nun schon dunkel wird.

Auf dem Firmenhof in Karlsruhe stehen wir für eine Nacht gut und ruhig. Es wurde noch ein langer Spielabend.

Gefahren: der NAVI sagte 70 km voraus. Es wurden wegen einiger Umleitungen 90 km daraus.